Trainieren: Ruhig an andere Hunde vorbei laufen
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Hallo,
wie trainiert man am besten das der Hund ruhig an andere Hunde vorbei läuft.
Unser (11Monate) will jeden am liebsten begrüßen und spielen und läuft bei den meisten Hunden in die Leine und zieht zum Hund.
Obwohl ich das begrüßen nie zulasse, außer es lässt sich nicht vermeiden, will er zu den meisten hin.Stehen bleiben und absitzen / Platz ist ja nicht sinnvoll wenn der Hund uns entgegen kommt, denn dann kann er ihn lange fixieren bis er da und wieder weg ist und die meisten Besitzer lassen ihren Hund dann zu uns.
Ich mache es daher bisher so das ich zügig an dem Hund vorbei laufe und ihn blocke bzw mit der kurzen Leine verhindere das er an mir vorbei kommt.
Aufmerksamkeit auf mich ziehen klappt nicht sobald er den Hund bemerkt und wenn ich es schaffe dann bricht er aus sobald er den Hund registriert.
Aber scheinbar ist es die falsche Methode denn es zeigt sich kein erfolg in den 8 monaten wo wir ihn haben.
Wie habt ihr es geschafft ?
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Hi,
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Wir haben andere Hunde mit Leberwurst/Clicker schöngefüttert, bei Balu war es nämlich eine andere Ausgangssituation (Unsicherheit). Manchmal hilft auch das Kommando "Schau", wenn er nicht zuuuu nah dran und abgelenkt ist. Es klappt zwar noch nicht zu 100%, aber ist schon viel besser geworden.
Wenn deiner spielen will, kannst du ja mal versuchen ob es hilft, wenn du ihm ein Spielzeug anbietest, das er bekommt, wenn ihr an den Hunden vorbei seid. -
Ich würde den Moment bestätigen, wo er noch ansprechbar ist, den anderen Hund aber bereits sieht. Dann würde ich ein Umorientierungssignal, wie z.B. ein "Schau" trainieren und daran üben, dass dieses immer ein Stück länger wirkt.

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Zitat
Obwohl ich das begrüßen nie zulasse, außer es lässt sich nicht vermeiden, will er zu den meisten hin.Ich finde es auch schwer. Aber besser ist für den Hund, er bekommt eine gerade Linie vorgegeben.
Momentan bestätigst du VARIABEL, also wird er immer hartnäckiger, versuchen hinzukommen.
Kennst du das Phänomen vom bettelnden Hund? Er bettelt ganz hartnäckig, obwohl er nur GAAAAANNNNZZZZ selten etwas bekommt
Ist das gleiche Prinzip wie bei Glücksspielautomat. Ganz selten gibts mal einen Gewinn, aber die Leute stecken Geld rein.Zitat
Stehen bleiben und absitzen / Platz ist ja nicht sinnvoll wenn der Hund uns entgegen kommt, denn dann kann er ihn lange fixieren bis er da und wieder weg ist und die meisten Besitzer lassen ihren Hund dann zu uns.Es lässt sich wirklich manchmal nicht vermeiden, da gebe ich dir recht. Manche Menschen sind da vollkommen distanzlos und machen was sie wollen. Aber 99 % dieser Menschen kann man STOPPEN.
Man muss halt auch mal Zickzack über Strassen laufen, oder von weitem rufen: FLÖHE! oder Hund hat ansteckende XYZ Krankheit....
Dein Hund ist noch jung, wenn der in die Pubertät kommt (oder schon ist) und sich dann der Geruch ändert, werden fremde Hunde auf das Verhalten immer unfreundlicher reagieren, so löst er quasi aus, dass andere brummeln, versteht das nicht, brummelt seinerseits, oder bellt und zack hast du einen klassischen Leinenkläffer.
Mein Tipp:
1.
Z und B
Nicht ABLENKEN, sondern HINGUCKEN ohne in einen übergrosse Erwartunghaltung zu geraten.2.
GEHORSAM ausbauen! -
Finds grad total interessant, bei uns bahnt sich auch so langsam dieses Problem an... Lia ist grad ein Jahr geworden und da wir auf dem Land wohnen und relativ selten Hunde treffen, freu ich mich natürlich immer über Kontakt und lass sie laufen und spielen. Jetzt findet sie es aber richtig doof, wenn wir mal angeleint irgendo laufen (im Ort oder so) und sie dann eben nicht zum anderen Hund darf. Anfangs wars dann nur ein ungeduldiges Wimmern und aufgeregt-sein und "büdde-büdde-büdde ich will hin!". Jetzt wurde sie letzte Woche von einem anderen Hund an der Leine so blöd angebafft, dass sie irgendwie zu denken scheint, das auch machen zu müssen

Ich les also fleißig mit und hoff auf ein paar mehr Tips für die TS und mich

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Na ja, schön füttern mußt du andere Hunde ja nicht. Er findet die ja schon super toll. Jedenfall hört sich das
so an, als ob er gut mit anderen Hunden klar kommt. Frust hat er damit nicht hin zu dürfen.Also fehlt es noch an Impulskontrolle. Er muß noch besser lernen, damit klar zu kommen nicht zu dürfen.
Trainierst du mit ihm was in der Richtung? Das würde ich dann noch ausbauen. -
Das ruhige Vorbeilaufen müssen wir auch noch üben, da wird Zoey oft sehr steif und fixiert, aber es wird besser und sie ist ansprechbar.
Was aber inzwischen ganz gut klappt, ist näher an fremde Hunde ran zu kommen, recht locker, und dann woanders lang zu gehen, also einen anderen Weg/andere Richtung und nicht direkt vorbei.
Anfangs wollte Zoey sich beim Anblick eines anderen Hundes gar nicht bewegen oder hat wie irre gezogen oder sich hingesetzt und wollte nicht weiter. Alles gute Zureden und Locken hat nicht geklappt und sie hatte auch noch Erfolg, da ganz oft die anderen HH samt Hund dann zu ihr gekommen sind. Irgendwann bin ich einfach weiter gegangen und habe sie an der Leine unsanft mitgezogen, bis sie "nachgegeben" hat und hinterher lief. In dem Moment großes Lob und Lieblings-Leckerchen.
Inzwischen funktioniert es sehr gut, einfach weiter/weg zu gehen, auch wenn der andere Hund in der Nähe ist, sie läuft locker an der Leine mit. Ich hoffe das direkte Vorbeilaufen kriegen wir auch noch hin.
Viel Erfolg wünsche ich dir

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Zitat
Anfangs wars dann nur ein ungeduldiges Wimmern und aufgeregt-sein und "büdde-büdde-büdde ich will hin!". Jetzt wurde sie letzte Woche von einem anderen Hund an der Leine so blöd angebafft, dass sie irgendwie zu denken scheint, das auch machen zu müssen

Ja, das ist genau das gleiche.
Es geht um Frust aushalten und nicht impulsiv handeln.Rezept:
Geduld, konsequente liebevolle Führung.
Gehorsam ausbauen
Z und B
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Ich reihe mich hier mal ein. Askan ist auch ein "lass mich hin.. na komm.. nur kurz Hallo sagen.."-Hund. Zumindest manchmal. Ich habe das mit dem "schau" jetzt mal etwas trainiert und es klappt schon recht gut. Er hat sehr schnell herausbekommen, dass "fremder Hund oder Katze"="Leckerli" bedeutet.
Ich sage halt "schau" wenn ich etwas sehe oder merke, dass Askan was gesehen hat und manchmal schaut er dann auch direkt zu mir und alles ist toll. Er hält das "schau" dann auch sehr lange und ich kann ohne Probleme dran vorbeilaufen.... und manchmal zieht er aber erstmal und wenn er dann merkt, dass ich ihn nicht hin lasse gibt er irgendwann auf und hüpft dann fröhlich vergnügt neben mich zu den Leckerlies und schaut mich mit diesem "Juchuuu, jetzt gibt's was" Blick an. Soll ich ihm dann noch was geben?
Das größte Problem habe ich bei einem "Zaunhund" direkt an einem unserer Gassiwege... Da ist es aber auch kein "ich will Hallo sagen", da ist es ein Kampf um Leben und Tod. Komm ich auch nur in die Nähe des Hauses bzw. des Gartens und der andere Hund ist da, hängt dieser schon bellend am Zaun (Kopf ragt über den Zaun hinaus). Askan fängt an wie wild zu ziehen und lässt sich auch absolut mit gar nichts ablenken. Kommen wir dann dort an versucht Askan sich ebenfalls an den Zaun zu stellen und die beiden sehen aus und klingen als würden sie sich zerfleischen, wenn da kein Zaun wäre. Wahrscheinlich würden sie es auch mit Zaun tun, wenn ich Askan lassen würde.. auf jeden Fall einfach furchtbar und er ist wie besessen davon. Die besten Leckerchen der Welt helfen nicht ihn dort für 1 Sekunde abzulenken. So schlimm ist es auch nur bei diesem einen Hund.
Ich meide mittlerweile diesen Weg... :/Z und B = Zeigen und Benennen?
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Zeigen und Benennen. Genau.
Ist in der Zaunsituation ungefähr so:
0. Ich bestätige meinen Hund, wenn er einen anderen anguckt, anbellt, anschreit, anwinselt...
Click und Belohnung (das kann auch einfach wieder hingucken sein...)1. ICH zu meinem Hund: "Guck dir das mal an: Der bellt aber dolle." (das ist mein Gedanke)...Sagen tue ich: "HUND" Meine Handlung, wenn MEIN Hund den andern anguckt = CLICK--Leckerchen...
2. Ich sage meinem Hund im VORAUS: "WO ist der HUND?"
3. Mein Hund sucht dann in der Gegend rum (mit den Augen) und wenn er den HUND "gefunden" hat, dann dreht MEIN Hund sich zu mir um und freut sich auf ein Leckerchen.
4. Irgendwann, bemerkt MEIN Hund den andern zuerst und "zeigt mir dessen Vorhandensein" zum Beispiel mit einem Stehenbleiben oder einem VOrsitz an, dass da ein Hund ist, dafür erhält mein Hund eine belohnung erster Kajüte
5. Wir gehen schnöde unseres Weges und wer hinter welchen Zäunen ausrastet ist uns komplett Latte

Das ist SEHR verkürzt, Empfehlenswert ist ein wirkliches Auseinandersetzen mit dem, was man da tud und was das Ziel ist.
Mit Erfahrung, kann man sich das aus dem I-Net ziehen, ansonsten von einem Trainer zeigen lassen.... - Vor einem Moment
- Neu
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