2ter Hund soll einziehen;

  • Hallo zusammen, ich habe mich gerade angemeldet, weil ich eine wichtige Frage habe;
    Wir haben uns entschieden zu unserem 3 jährigen Labbi Mix ein kleines Beagle Mädchen (4 Jahre) aus dem Tierschutz zu holen;
    Wir waren gerade mit den beiden auf der Pflegestelle spazieren, ich hab beiden Hunden ein Leckerli gegeben und auf einmal ist mein großer zähnefletschend auf die kleine losgegangen;
    2 Minuten später hat er sie wieder ignoriert;
    Beim freilauf hat er sie zwar beschnuppert aber nicht weiter beachtet;
    Jetzt habe ich natürlich Angst, daß er der kleinen an den Kragen geht, wenn sie bei uns einzieht...... Hilfe......
    wie soll ich jetzt reagieren; Wir haben erstmal für Samstag ein weiteres Treffen abgemacht;
    Bin dankbar für jeden Rat

  • Dein Labrador scheint "seine" Leckerlies zu verteidigen, das heißt nicht, dass er sie anfällt. Er macht ihr nur klar, dass das alles Seins ist :D . Das kann man gut managen bzw. Üben, dass er das zu lassen hast und du entschiedest, wer wann etwas von DEINEN Leckerlies bekommt.

  • Mein Hund hat das anfangs extra gegenüber den Katzen so gezeigt, aber da hilft Geduld und Training. Wenn du es ihr gegeben hast, dann hat er es nicht zu verteidigen.

  • erstmal dankeeee für deine schnelle Antwort; Wir haben einen Nachbarshund, der morgens immer ein leckerchen bekommt wenn wir vorbei gehen; am Anfang wars das gleiche. Sofort mit den Zähnen gefletscht und geknurrt, jetzt ist es sogar ok, wenn der Nachbarshund das Gutti zuerst bekommt;
    Ich bin einfach soo wahnsinnig erschrocken, ich dachte er zerfleischt das arme Mädel..............
    Liebe Grüße

  • Da würd ich mich auch nicht zu verrückt machen. Das kann man trainieren.
    Unser Ersthund hat dem Neuling auch Ansagen gestartet wenn er, egal bei Was, über die Reizschwelle getreten ist.
    Eigentlich is das auch gut so, wenn die Hunde die Fronten klären und es nicht in Beisserei endet, solange die Hunde die gegenseitigen Signale akzeptieren.

  • Habt ihr schon Hundeerfahrung?

    Dein Hund verteidigt "sein" Futter. Das muss man Managen sonst kann es wirklich ins Auge gehen.
    Bei uns heißt das:
    - wenn ein zweiter Hund da ist wird getrennt gefüttert
    -betteln ist verboten. Es gibt weder was am Tisch noch sonst wo
    -leckerlies sind bei uns kein Problem
    -wenn etwas runter fallen sollte darf keiner der Hunde da hin (das ist erziehungssache)

    Es erfordert im Zusammenleben mehr Aufmerksamkeit.

    Meine Hündin ist auch so. Nur das sie dazu neigt auch alles andere zu verteidigen. (Spielzeug,Stöcke und das, was sie draußen findet) also darf sie nichts draußen aufheben bzw mit nichts spielen was wir unterwegs "finden"

  • Getrennt füttern haben wir uns eh so vorgestellt, und betteln war von anfang an nicht erlaubt bei uns;
    Ich bin mir nur nicht sicher, ob er nicht gebissen hätte, wenn ich nicht energisch dazwischen wäre; ( hätte ich nicht dazwischen gehen sollen?)das Beagle Mädchen hat sich sofort auf den Boden geworfen und war unterwürfig;

    Tja Hundeerfahrung? ich hab meinen Linus seit 3 Jahren, war 2 Jahre davon in der Hundeschule und wir sind ein eingespieltes Team; nur mit 2 Hunden ist meine Erfahrung gleich Nuuuullllll, deshalb bin ich froh, daß ich hier soviele Antworten bekomme :help: :gut:

  • Etwas ungünstig gelaufen, die Hunde zu füttern, wenn gerade der erste Kontakt entsteht. Ein Kennenlernen von zwei sich fremden Hunden sollte man sich eher nur anschauen und nicht noch zusätzlich mit Futter rum hantieren.

    Gut, dumm gelaufen, aber so erlebst Du wenigstens keine böse Überraschung, wenn der zweite Hund einzieht.

    Tragisch finde ich das jetzt nicht, das kann man alles regeln, ABER ich würde mir Deinen Ersthund noch mal in Ruhe in Bezug auf allgemeine Ressourcenverteidigung anschauen. Dass es mit Nachbars Hund klappt und auch mit der Katze - gut, das kann ritualisiert sein, aber scheinbar hat Dein Hund das erwünschte Verhalten nicht generalisiert.

    Das würde ich auf jeden Fall im Auge behalten.

    Und bevor der neue Hund einzieht, noch mal ganz klar die Alltagstrukturen durch denken bezüglich möglicher Ressourcen.

    Also Liegeplätze von Anfang an zuteilen, kein Spielzeug und keine Kauknochen und so was rum liegen lassen, von Anfang an beide Hunde ganz klar regeln.

    Mit dem Einzug eines Beagles hast Du zwei verfressene Rassen, wobei beide Rassen eigentlich darauf gezüchtet sind, wenig Ressourcenverteidigung zu zeigen.

    Füttern würde ich gar nicht unbedingt getrennt, ist doch eine gute Situation, dass die Hunde das lernen. Aber ich würde auf jeden Fall die Näpfe erst mal in einem großen Abstand zueinander hinstellen und mich als Blocker dazwischen stellen. Wenn das alles gut klappt, evtl. die Näpfe näher zusammen. Kopf an Kopf müssen sie ja nicht fressen, aber mit einem Meter Abstand sollte durchaus möglich sein.

    Aufpassen auch, während Du das Futter zubereitest, dass Dein Hund nicht in Erwartung dem anderen Hund prophylaktisch schon mal eine verpasst. Besser von Anfang an ein Ritual einüben. Zum Beispiel: beide Hunde müssen in ihrem Korb bleiben oder beide Hunde müssen mit Abstand zueinander sitzen bleiben und dürfen erst auf Deine Freigabe hin fressen.

    Mit einem zweiten Hund holt man sich nicht nur doppelte Freude, sondern anfänglich auch vierfach Arbeit ins Haus. Du musst jetzt viel mehr managen und vorausschauend denken. Die Synergieeffekte zwischen zwei Hunden sollte man nicht unterschätzen, oftmals packen die Hunde zukünftig ihr geballtes Wissen zusammen und meistens lernen sie die nicht erwünschten Dinge am besten voneinander.

    Beispiel: Pöbelt Dein Hund an der Leine anderen Hunde an, wird der neue Hund das womöglich übernehmen.
    Pöbelt der neue Hund an der Leine, kann es sein, dass Dein Hund auch damit anfängt, auch wenn er das nie vorher gemacht hat.
    Oftmals stacheln die Hündinnen den Rüden fast unsichtbar an, und der Rüde fühlt sich genötigt, dem Anspruch der Hündin zu genügen.

    Die beiden Hunde gehen vielleicht zukünftig als gut eingespieltes Pärchen durch die Welt, Kontakte mit anderen Hunden sollte man daher von Anfang an im Auge behalten.

    Es gibt also einiges zu bedenken, bevor ein zweiter Hund einzieht und auch für den Ersthund ist es anfänglich sicherlich nicht so einfach, nach einem Einzeldasein auf einmal Wohnung, Futter, seinen Menschen und alles mit einem anderen Hund zu teilen.

    Wenn man von Anfang an einige Dinge beachtet, ist es aber eine schöne Sache für alle Beteiligten, zwei oder mehr Hunde zu halten.

    Als gute Lektüre kann ich Dir das Buch "Mehrhundehaltung" von Thomas Baumann empfehlen. Da steht sehr detailliert drin, wie man den Einzug eines neuen Hundes gestaltet, worauf man achten sollte und auch zum Thema Erstkontakt gibt es dazu gute Hinweise (zum Beispiel auch, dass man Leckerchen aus dem Spiel lassen sollte:-)).

    Ich wünsche Dir viel Spaß mit dem neuen Mitbewohner, das wird schon werden, die beiden Rassen passen ja gut zusammen, Rüde und Hündin ist auch recht einfach in den meisten Fällen und beide Rassen sind ja nicht soooooo schwer zu händeln.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!