Mein Statement zu diskutierten Themen

  • ...bevor das wieder jmd falsch versteht, mein Hund darf natürlich vor mir schlafen, aber nicht im Bett

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    KEIN Hund bekommt von seinem Rufel ein Leckerli weil er sich hinsetzt oder draussen Pipi macht. Er bekommt höchstens eins auf den Deckel, wenn er anderen auf den Nerv geht oder die Höhle beschmutzt. DESHALB tut ers nicht.
    Ich persönlich möchte nicht von Leckerlis abhängig sein. Ich füttere meinen Hund prinzipiell nicht aus de Hand, weil das unnatürlich ist. Der Rudelführer gibt dem Hund NIE etwas zu essen, er bestimmt nur WANN der Hund essen darf.
    Mein Hund soll mir an der Seite laufen, weil es wichtig für das Rudel ist, er soll sich hinsetzen, weil das wichtig für das Rudel ist etc... nicht, weil er dafür ein Leckerli bekommt.

    Ich hab jetzt echt nicht alle Seiten hier gelesen, aber irgendwie ist mir nicht ganz klar, um was es Dir geht. Zumindest im Bezug auf die Leckerlis.

    Eins ist doch mal Fakt: Hunde/Wölfe kommunizieren mit Hunden/Wölfen anders, WEIL sie die GLEICHE Sprache sprechen. Deshalb wird ein direkter Vergleich mit der Hund-Mensch-Kommunikation nie möglich sein. Wir müssen uns auf "Aktionen", "Zeichen" bzw. Hörsignale beschränken, ob dies nun ein Leckerli, ein bestimmtes Wort (Kommando), eine Belohnung (Leckerli, Streicheleinheit), ein Geräusch (Clicker, Pfeife), ein Verhalten (Freude, Ingorieren, Enttäuschung) und nicht zuletzt die "lautlose" Körpersprache selbst ist. Ähnliche Zeichen benutzt ja auch ein Hund und wir beobachten ihn und schließen daraus, wie es ihm geht, ob er sich wohlfühlt usw. Wir versuchen zu "erkennen", aber "verstehen", was nun wirklich in ihm vorgeht, was GENAU er uns "sagen" will, tun wir in den meisten Fällen noch lange nicht.

    Erst wenn das Mensch-Hund-Team länger miteinander gelebt hat (bei Katzen beispielsweise dauert das im Schnitt ca. zwei Jahre), sind viele Dinge etwas klarer - beruhen aber auf Beobachtung des Gegenübers und Erfahrungen miteinander. Leckerlis sind dann sicher nicht mehr notwendig, um dem Tier zu zeigen, was man gut findet. Da genügt ein "Verhalten". Das gleiche gilt für die negativen Dinge ... ob man dem Welpen nun sein Missfallen über Schläge, Ziepen oder einfach nur Schimpfen zeigt, liegt am Hundehalter. Körperliche Gewalt ist nun nicht meine Sache, aber ich wehr mich schon, wenn ein Hund mir weh tut, da muss er mit einem festeren Knuff rechnen.

    Hunde kommunizieren miteinander nicht über hunderttausende von Worten wie wir Menschen, sondern mit im Verhältnis wenigen Mitteln, wie "Zeichen" - insgesamt eine Körper-, Gebärden- und simple Lautsprache ... auch über körpereigene Düfte. Auch etwas was wir Menschen niemals nachmachen können.

    Ich kann mich leider nicht vor meinen Hund stellen und ihm erklären, dass er dies oder jenes nicht tun soll, weil es z.B. gefährlich für ihn ist (z.B. auf die Straße laufen oder den roten Pilz mit den weißen Punkten fressen). Er wird mich angucken wie ein Auto. "Hä, was will die von mir?" Also nutze ich von Welpe an ein Leckerli, um ihm zu zeigen, was "richtig" ist, bzw. dass er gerade was richtig gemacht hat. Leckerlis dienen demnach nur als Kommunikationshilfe, ein Weg, eine gleiche "Sprache" zu finden, die beide verstehen, auch wenn sie, wie ein Leckerli, teilweise nur einseitig anwendbar ist. Man kann auch später Schritt für Schritt dazu übergehen einen Clicker nutzen, oder einfach nur die Stimme, Körpersprache usw.. Aber welche Bedeutung was hat, muss ein Hund ja erstmal kapieren, denn er wird niemals die Wörter meiner Sprache wirklich "verstehen" im Sinne des inhaltlichen ... Und ein Leckerli ist was Positives, schnell Begreifbares und sicher ab Welpe mal ein guter Anfang, um mal eine Basis zu haben, auf der sich aufbauen lässt.

    Von daher finde ich Leckerlis sind ne prima Sache und relativ unkompliziert zu verwenden, auch für unerfahrene Hundehalter. Auch wenn sie sich über die richtige "Anwendung" dieser Belohnung schlau machen sollten. Denn nur im absolut richtigen Moment erzielt ein Leckerli seine beabsichtigte Wirkung.

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    Leider entscheidet oft genug nur der Halter den für sich richtigen Weg, ohne auf seinen Hund zu schauen, hier im Forum immer wieder zu lesen und außerhalb des Forums zu beobachten.
    Angefangen beim Leinenruck, unkontrolliertem Rumgemotze, Brüllen, Schlagen, Gezwicke, Stachelhalsbänder, auf den Rücken drehen, zu Boden drücken usw.
    Ja, alles schon gesehen und gelesen.
    Hier kann ich das Argument "Das ist mein Weg, den ich gefunden habe", nicht akzeptieren.
    [...]

    Das ist der Punkt der mir hier in meinem Umfeld auch immer und immer wieder sauer aufstößt. Viele wissen nicht annähernd was da mit dem Hund passiert, sie sehen nicht die Signale oder deuten sie falsch. Sie rucken an der Leine, bedrängen den Hund, und immer öfter wird dem Hund, teils massiv, in die Rippen gepiekst, viele schreiben dem Hund eigens dem Menschen, niederträchtige Beweggründe für sein Handeln zu. Oft ist der Hund einfach Schuld, wenn was schief läuft.
    Ich bin da auch sehr impulsiv und quatsche dann drauflos, und merke erst hinterher wie belehrend ich manchmal bin. :ops: Das will ich eigentlich auch nicht, und bewirkt bei Weitem nicht das worauf ich bei Diskussionen, über Hundeerziehung hinaus will. Aber egal wie man es anstellt, die Leute wollen es meistens eh nicht hören und reden sich raus. Alles halb so wild.
    Es ist doch auch so, solange genug Hundetrainer eine Erziehungsmethode, die oft über Einschüchterung und Zwang läuft, propagieren und alte Rituale in der Hundeerziehung hochhalten und propagieren wird sich da nix ändern. :verzweifelt:
    Ich beiße mir nun auf die Zunge und werde gehen, wenn die Diskussionen z.B. auf der Hundewiese auftauchen.
    Es gibt in der Hundeerziehung nicht den ultimativen, einzig richtigen Weg, das ist richtig, aber vielleicht einen goldenen Mittelweg den man einschlagen kann?!
    Oft sehe ich den aber nicht. :pfeif: (ist aber subjektiv)

  • Hier wird immer nur von Bindung und Vertrauen geredet und auf die Fragen äusserst oberflächlich eingegangen. Da find ichs schwer zu diskutieren, wenn man auch nach 14 Seiten keinen Plan hat, wie Dinge genau gelehrt werden, ausser dass der Hund weiss, was wichtig fürs Rudel ist. Das ist alles so schwammig und ich hab immer noch nirgendwo gelesen, WARUM die positive Verstärkung nur eine oberflächliche Bindung schafft. Thesen über Thesen, aber keine wirklichen Erklärungen anhand von aktuellen Erkenntnissen.

  • Zitat


    Und ein Leckerli ist was Positives, schnell Begreifbares und sicher ab Welpe mal ein guter Anfang, um mal eine Basis zu haben, auf der sich aufbauen lässt.

    Von daher finde ich Leckerlis sind ne prima Sache und relativ unkompliziert zu verwenden, auch für unerfahrene Hundehalter. Auch wenn sie sich über die richtige "Anwendung" dieser Belohnung schlau machen sollten. Denn nur im absolut richtigen Moment erzielt ein Leckerli seine beabsichtigte Wirkung.

    Es fühlt sich besser an. Futter in den Hund zu tun ist netter als mal nein zu sagen. Das man mit falscher Anwendung genauso viel verderben kann sieht man tagtäglich bei den "Keks-Automaten-Menschen". Da hat
    dann Hund das ganze perfektioniert in seinem Sinne, aber von einer gemeinsamen Basis ist man meilenweit
    entfernt.

  • Zitat

    Das genau ist es, Fusselnase was mir auch immer sauer aufstößt.
    'Hat halt jeder seinen anderen Weg und solange es für Hund und Halter funktioniert ist doch alles ok'.
    Nein das finde ich nicht. Der Halter kommt mit seiner Methode zurecht, findet sie gut. Aber hat der Hund eine Wahl? Setzen sie sich zusammen an den Tisch und reden darüber was für BEIDE das Beste ist?
    Ich halte meinen Hund aus purem Egoismus, ich brauche ihn nicht. Er dient nur meiner Bedürfnisbefriedigung. Aus genau diesem Grund sehe ich mich in der Pflicht meinem Hund das Zusammensein mit mir so angenehm wie nur möglich zu gestalten.

    Treffend formuliert, dem schließe ich mich an!

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    In der Flegelphase war ich ab und zu gezwungen, dem Hund einen Stoß zu versetzen, sodass er ein wenig das Gleichgewicht verloren hat. Ich musste ihn zwicken.

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    Im Rudel probiert (vor allem der junge Rüde) der Hund auch etwas aus. Entweder es wird geduldet oder es gibt einen Zwicker.

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    Man erreicht mit Leckerlis zwar viel, aber niemals das innere. Man bleibt immer an der Oberfläche.

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    Zu dem Inneren gehören Kratzer, gehören Machtkämpfe, gehören Tränen und Raufereien. Ich hatte Kratzer, ich hab hart gekämpft, mich mit einem 80 kg Koloss gerauft.

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    unnötige Rauferein gibt es natürlicht nicht. Jede, die es GAB (bis zum 2. Lebensjahr) war nötig und immer ohne irgendeine Verletzung.

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    Weil man am Beginn ja streiten muss, um seine Position zu finden. Und damit meine ich nicht uns Menschen. Uns ist die Position schon klar, bevor wir den Hund kaufen. Jeder weiß, dass der Hund in der Hierachie unten steht. Das weiß der Hund jedoch noch nicht.

    Zitat

    Wir haben zwar auch gerauft, aber viel psychisch gekämpft. Das musste ich leider mit ihm.

    Vielleicht magst du noch näher auf diese Aussagen eingehen, auf die du mehrfach angesprochen wurdest, noch habe ich keine Erläuterung zu diesen Maßnahmen gefunden, außer, dass du dann teilweise ein wenig zurückruderst ("So war das nicht, legt nicht jedes Wort auf die Goldwaage), obwohl du vorher genau geschrieben hast, dass du deinen Hund zwicken musstest, Raufereien von Nöten waren, ihm einen Stoß versetzt hast, sodass ein 80kg Hund leicht das Gleichgwicht verloren hat...

    Und, nein, diese Maßnahmen erschließen sich mir nicht.

  • Naja, also, in der Hundeschule habe ich gelenrt, dass tiefe Bindung eben nur durch die natürliche Kommunikation mit dem Hund entstehen kann. Das klingt für mcih auch plausibel. Das bedeutet NICHT, dass man anfangen muss auf allen vieren zu kriechen und den Hund abzuschlecken (Hier wieder das überflüssige alles-oder-nichts-Prinzip),
    aber Leckerlis sind für mich keine natürlichen Kommunikationswege.
    Natürlcihe Kommunikation läuft für mich über Artgerechtes spielen, den Hund genau Beobachten.
    Es ist einfacherer und vielleicht auch schneller Zielführender, dem Hund, wenn er etwas gut gemacht hat, Hundeschokolade zu geben als Zerrspiele zu machen, mit ihm ein bisschen zu raufen (meiner steht da total drauf), um die Wette zu rennen oder mit ihm zusammen Schwimmen zu gehen. Wo er sein kann, wie er ist. Aber für mich persönlich ist das nichts.
    Wie genau diese natürliche Kommunikation erklärt wird, werde ich morgen den Trainer fragen, vllt kann ich dann euren Fragen gerechter werden.

  • Wenn der Hund etwas vom Boden in den Mund genommen hat (draussen), habe ich "nein" oder "aus" gesagt und es ihm aus dem Mund genommen. Das ist keine "Strafe". Nach kurzer Zeit hat er begriffen, dass die DInge, die auf dem Boden liegen nicht zum Fressen da sind und sie vollständig ignoriert.
    Ich finde nciht, dass es grausam ist, dass ich ihm kein Leckerli gegeben habe, nachdem ich es ihm aus dem Mund genommen habe. Wir gingen spazieren, ich hab ihm etwas aus dem Mund genommen, wir sind weitergegangen und hatten unseren Spaß.

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