Epilepsie und andere Anfälle
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Hallo ihr Lieben,
seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit einem Hund, der seine Welpenzeit rund 4 Jahre hinter sich gelassen hat. Dieser Hund hatte in seinem Hundeleben 3 "Anfälle" - ca 1 Minute lang haben die Glieder und der komplette Hund gezittert und keine Kontrolle mehr über sich selbst - war aber ansprechbar. Diese Anfälle fanden in extremen Stresssituationen statt.
Nach mehreren Untersuchungen beim Tierarzt konnte die Ursache nicht festgestellt werden.
Kann es sich um Epilepsie handeln?
Würdet ihr einem solchen Hund ein zu Hause schenken?
Was für Kosten kommen auf einen zu, wenn der Hund tatsächlich (ernsthaft) krank ist?
Mehr Informationen besitze ich leider nicht.
Vielen Dank für eure Antworten :)
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Das kommt gar nicht so selten vor, dass Hunde solche Anfälle haben, wo keine Ursache gefunden wird.
Wenn der Hund in 4 Jahren nur 3 Anfälle hatte, muss man da auch nichts machen.
Ich habe auch eine Hündin aus dem Tierschutz, die in 6 Jahren vielleicht 4 mal solche Anfälle hatte. Die Anfälle sind nie schlimmer geworden.
ZitatWürdet ihr einem solchen Hund ein zu Hause schenken?
Ja, das würde ich.
Du kannst auch einen Welpen vom Züchter holen und der wird mit einem Jahr schwer krank.
Man hat nie eine Sicherheit, wenn es um Krankheiten geht.ZitatWas für Kosten kommen auf einen zu, wenn der Hund tatsächlich (ernsthaft) krank ist?
Das kann man nie abschätzen, ob ein Hund krank wird.
Es ist gut möglich, dass dieser Hund alle 1-2 Jahre einmal eine Minute solch einen Zitteranfall hat.
Sollte sich daraus eine Krankheit entwickeln, kann das natürlich einiges kosten.Man kann aber auch selbst viel tun, damit ein Hund gesund bleibt, durch gesunde Haltung und Ernährung. Ich lasse meine Hunde immer am Anfang, wenn sie bei mir einziehen, mit der klassischen Homöopathie behandeln, um ihre Gesundheit zu stärken.
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ZitatAlles anzeigen
Das kommt gar nicht so selten vor, dass Hunde solche Anfälle haben, wo keine Ursache gefunden wird.
Wenn der Hund in 4 Jahren nur 3 Anfälle hatte, muss man da auch nichts machen.
Ich habe auch eine Hündin aus dem Tierschutz, die in 6 Jahren vielleicht 4 mal solche Anfälle hatte. Die Anfälle sind nie schlimmer geworden.
Ja, das würde ich.
Du kannst auch einen Welpen vom Züchter holen und der wird mit einem Jahr schwer krank.
Man hat nie eine Sicherheit, wenn es um Krankheiten geht.Das kann man nie abschätzen, ob ein Hund krank wird.
Es ist gut möglich, dass dieser Hund alle 1-2 Jahre einmal eine Minute solch einen Zitteranfall hat.
Sollte sich daraus eine Krankheit entwickeln, kann das natürlich einiges kosten.Man kann aber auch selbst viel tun, damit ein Hund gesund bleibt, durch gesunde Haltung und Ernährung. Ich lasse meine Hunde immer am Anfang, wenn sie bei mir einziehen, mit der klassischen Homöopathie behandeln, um ihre Gesundheit zu stärken.
Vielen lieben Dank für deine Antwort! :)
Ich habe mich heute den ganzen Tag durchs Internet gelesen und mir auch Videos von epileptischen Anfällen angeguckt. Das war nicht schön zu sehen, aber es ist gut zu wissen, was kommen KÖNNTE.
Das mit dem Welpen ist ein Argument, dass ich auch meinem Umfeld mitteile. Dennoch wird mir "abgeraten" einen "kranken Hund" zu holen. Das verunsichert mich, denn sonst geht es dem Hund gut und er war noch nie ernsthaft krank.
Wie liefen die Anfälle bei deiner Hündin ab? Über einen längeren Zeitraum? Gab es einen bestimmten "Auslöser", wie zb Stresssituationen?
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Bei meiner Hündin waren die Anfälle auch mit Zittern verbunden, Schwanken, Taumeln, sie wurde unruhig. Die haben ungefähr 1-2 Minuten gedauert. Es wurde auch keine Ursache gefunden. Die Anfälle waren abends, wenn wir schon im Bett waren, also alles ruhig, die Hündin lag in ihrem Korb oder auch tagsüber.
Ich habe mich dann zu ihr gesetzt und sie in den Arm genommen.
Kurz danach ist sie wie immer, kann wieder laufen und ist munter.Es ist, als wäre ein Schalter wieder ausgeschaltet worden.
Man sollte bei solchen Hunden vorsichtig mit Nervengiften sein.
Also möglichst keine unnötigen Wurmmittel, Zeckenmittel, Impfungen. -
Zitat
Hallo ihr Lieben,
seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit einem Hund, der seine Welpenzeit rund 4 Jahre hinter sich gelassen hat. Dieser Hund hatte in seinem Hundeleben 3 "Anfälle" - ca 1 Minute lang haben die Glieder und der komplette Hund gezittert und keine Kontrolle mehr über sich selbst - war aber ansprechbar. Diese Anfälle fanden in extremen Stresssituationen statt.
Das kommt mir sehr bekannt vor, gerade in extremen Stresssituationen und auch unser Fussel ist dann überwiegend ansprechbar, doch lag seine Anfallshäufigkeit bis zu letzten Oktober noch bei 8x im Jahr.
ZitatNach mehreren Untersuchungen beim Tierarzt konnte die Ursache nicht festgestellt werden.
Was wurde denn alles untersucht? Meine Erfahrung sagt, das nicht mal ein großes Blutbild ausreicht, denn manche Mängel werden so nicht aufgedeckt, wie B12 und Taurinmangel etc., die habe ich in Auftrag gegeben.
Konnte eine Unterszuckerung ausgeschlossen werden, Herzultraschall, neurologische Untersuchungen, Organschallungen, Stoffwechselentgleitungen, letztendlich noch ein MRT des Gehirnes, denn das alles umfassend nennt man dann eine Ausschlussdiagnostik. Mittelmeertest, falls der Hund aus dem Ausland kommt und Zeckenerkrankungen, die auch teilweise Krampfanfälle auslösen.
Findet man dann nichts, heißt das nur das man nicht weiß was es ist und nennt es idiopathische Epilepsie (wahrscheinlich vererbt)Krampfanfalle können auch nach Impfungen, Spot On oder Wurmkuren auftreten!
ZitatKann es sich um Epilepsie handeln?
Bei unklaren Fällen wäre ein Video hilfreich und das kann nur ein Fachmann beurteilen.ZitatWürdet ihr einem solchen Hund ein zu Hause schenken?
Ich bewundere Menschen die solch einem Hund bewusst ein Zuhause geben, doch "ich" würde keinen Hund mehr mit Epilepsie aufnehmen, denn diese Sorgen, Ängste, Hilflosigkeit, Einschränkungen und Schlaflosigkeit würde ich nicht mehr haben wollen, auch wenn wir Fussel über alles lieben, schon 4,5 Jahre mit dieser Erkrankung leben, er nicht so stark betroffen ist und er, nach viel Einsatz meinerseits, in den letzten 7 Monaten nur einen, kurzen Anfall hatte.
ZitatWas für Kosten kommen auf einen zu, wenn der Hund tatsächlich (ernsthaft) krank ist?
Das kann im Rahmen von 100€ monatlich bis tausende Euros schwanken, je nach dem wie krank der Hund ist, wie stark und oft die Anfälle auftreten, ob dann ein Medikament ausreicht oder Add On dazu gegeben werden muss, bis hin zu Klinikaufenthalte bei Serienanfällen oder Status.
ZitatMehr Informationen besitze ich leider nicht.
Wo kommt der Hund her und wie hat er bis jetzt gelebt?
Falls du dich intensiver mit dieser Erkrankung auseinandersetzen möchtest, Informationen oder Rat, melde dich hier an:
LG Sabine
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Die Frage ist, was bisher schon alles untersucht worden ist und was man ausschließen kann.
Epilepsie ist im Grunde nur ein großer Überbegriff.
Über Hirntumoren, bis hin zum Lebershunt oder idiopathischer Epi gibt es ein sehr großes Spektrum von Erkrankungen, die ein Anfallsgeschehen auslösen können - nach ihnen richtet sich letztendlich auch die Prognose, die Behandlung und die weitere finanzielle Belastung.
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Mal ganz kurz eine Zwischenfrage:
Heute wurde ich leider Zeuge eines epileptischen Anfalls bei einem Menschen. Es war absolut schrecklich für mich!
Soll ich noch weiter darüber nachdenken, einen Hund mit Anfällen zu nehmen? Wie verhält man sich in so einem fall? Ist es "anders" als bei Menschen?
Oh Gott, mir fehlen die Worte und ich bin nun völlig verwirrt...:(
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Zitat
Soll ich noch weiter darüber nachdenken, einen Hund mit Anfällen zu nehmen? Wie verhält man sich in so einem fall? Ist es "anders" als bei Menschen?"Anders" ... nicht unbedingt, denn auch bei Menschen variieren die Anfallshäufigkeiten und Stärken und auch jeder Mensch reagiert eventuell davor oder danach anders.
Manche Hunde sind vor und nach den Anfällen wieder vollkommen normal, andere knurren wollen sich nicht anfassen lassen oder laufen stundenlang unruhig umher.
Fussel war vor den Anfällen vollkommen durch den Wind, unruhiger, panischer, bellte vermehrt, aggressiver zu anderen Hunden ... das waren meistens seine Vorboten / Auren schon Tage vor einem Anfall, wenn er den Anfall nicht direkt aus dem Schlaf bekommen hat.Auch wie man sich verhält bei einem Anfall, kommt auf den Hund an, es gibt da kein Patentrezept.
Du solltest dich eingehender mit Epilepsie bei Hunden beschäftigen (dafür der Link ), denn wenn jemand einen dieser Hunde aufnehmen möchte, der sollte gut vorbereitet und gefestigt sein, denn Hilflosigkeit oder Mitleid, hilft dem Hund bei dieser Erkrankung am wenigsten.
LG Sabine
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