Ständiges Bellen...

  • Hallo Ihr Lieben,
    ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Tipps zur Hilfe nennen....
    So, mein Problem ist meine Ridgeback/Labrador Dame von 16 Monaten. Sie bellt permanent zu Hause, wenn Sie Sachen fordert, Langeweile hat oder sogar nur aus dem Fenster schaut. Ich habe viel Geld und Nerven in eine Tiertrainerin gesetzt und leider ohne Erfolg. Wir haben Ignoranz probiert (ohne Erfolg), in ein anderes Zimmer gebracht (bis sie wieder zu uns kommt, und weiter wird gebellt), mit einem Abruch versucht leider auch dieses ohne Erfolg! So langsam sind wir am Ende der Ideen und wäre super dankbar wenn ich von euch ein paar Infos bekommen könnte. Falls ihr noch Fragen habt, einfach raus damit ;)

    Schonmal DANKE im voraus....

  • Zitat

    Wir haben Ignoranz probiert (ohne Erfolg), in ein anderes Zimmer gebracht (bis sie wieder zu uns kommt, und weiter wird gebellt), mit einem Abruch versucht leider auch dieses ohne Erfolg!

    Ignoranz, Wegsperren und Abbruch finde ich alles nicht sehr hilfreich.
    Du solltest erstmal herausfinden, warum sie soviel bellt.

    Wie ist der Tagesablauf Deines Hundes? Das ist immer die erste wichtige Frage.

  • Hat sie als Welpe Ruhe gelernt? Hat sie als Welpe Frustrationstoleranz gelernt?
    Kannst Du sie z.B. mal auf ihren Platz schicken und sie bleibt da?

    Abbruch hilft nur, wenn der Hund es ordentlich gelernt hat.

    Ignorieren hilft nur bei nicht selbstbelohnendem Verhalten des Hundes.

    In welchen Situationen genau bellt sie? Immer nur in Form von aufmerksamkeitsforderndem Verhalten oder auch in anderen Situationen? Hast Du das als sie klein war unbewusst verstärkt, weil Du immer darauf eingegangen bist?

    Wie forderst Du Deinen Hund? Wie viele Entscheidungen triffst Du im Alltag, wie viele der Hund?

    Wie genau sah das Training mit dem Hundetrainer aus? Immer nur Ausprobieren verschiedener Dinge oder seid ihr auch mal bei einer Sache geblieben?

    Was hast Du als Welpe mit ihr gemacht? Was kann sie gut, woran hat sie Spaß?

  • Danke für die Antworten erstmal...
    nein, runterkommen hat sie nicht gelernt. Frustrationstoleranz haben wir mit ihr geübt, wo sid noch was kleiner war. Auf ihren Platz geht sie, bleibt aber nicht da. Sie bellt z.B. meine Tochter Frühstückt, Hanny bellt sie fordernd an. Hanny möchte, dass wir sie beachten, sie bellt. Hanny hat Langeweile, sie bellt. Usw.
    Wir haben es am Anfang natürlich immer probiert es abzubrechen, ging nicht.
    Wir gehen zu 80% einmal am Tag in den Wald oder zum See, damit sie auch einfach mal die Klappe hält, es nervt ganz extrem.
    Unsere Trainerin hat uns erst gesagt, wir sollen es ignorieren, Hanny bellt auch eine Stunde lang!
    Dann meinte Sie Abbruch, dann schaut Sie kurz und weiter gehts....
    Was in Ihrer Scheinschwangerschaft geklappt hat, war Ihre Hausleine. Sie wurde wieder normal und weiter ging es.
    Wie fordere ich sie, was meinst du damit? Unser Training?
    Sie tobt noch immer total gerne, sie ist noch immer nicht erwachsen. Bei ihr drückt sich der Ridgeback komplett durch. :-)
    Zum Thema Tagesablauf, den haben wir komplett umgeschmissen, damit der Hund nicht zu kurz kommt.
    Morgens gehen meine beiden Damen ihre Runde pinkeln. Ca. 20 min. Dann gibts Fressen. (Wenn sie morgens erstmal nicht raus wollen, gibts erst Futter) Ich fahre dann zur Arbeit, sobald meine Tochter nach Hause kommt, geht sie mit ihr nochmal eine kleine Runde. Wenn ich Feierabend habe, packen wir uns sie und los gehts, die Riesenrunde geht los. Wir kommen nach Hause, es gibt Futter. Jetzt spielen meine Kids meustens mit ihr, oder es werden Kleinigkeiten mit ihr eintrainiert. Und das wars...
    Icb hoffe ihr könnt mir weiter helfen

  • hm, also zum tagesablauf: könnte es sein dass der hund unterfordert ist? unsere hündin ist extrem viel ruhiger wenn wir sehr viel trainieren, wühlkiste spielen, usw. einfach geistige auslastung. einfach nur laufen und rennen ist da nix.

    Zitat

    (Wenn sie morgens erstmal nicht raus wollen, gibts erst Futter)

    hm, ich finde du solltest bestimmen wie der ablauf geht. nicht die hunde.

  • Zitat

    Wie fordere ich sie, was meinst du damit? Unser Training?
    Sie tobt noch immer total gerne, sie ist noch immer nicht erwachsen. Bei ihr drückt sich der Ridgeback komplett durch. :-)
    Zum Thema Tagesablauf, den haben wir komplett umgeschmissen, damit der Hund nicht zu kurz kommt.
    Morgens gehen meine beiden Damen ihre Runde pinkeln. Ca. 20 min. Dann gibts Fressen. (Wenn sie morgens erstmal nicht raus wollen, gibts erst Futter) Ich fahre dann zur Arbeit, sobald meine Tochter nach Hause kommt, geht sie mit ihr nochmal eine kleine Runde. Wenn ich Feierabend habe, packen wir uns sie und los gehts, die Riesenrunde geht los. Wir kommen nach Hause, es gibt Futter. Jetzt spielen meine Kids meustens mit ihr, oder es werden Kleinigkeiten mit ihr eintrainiert. Und das wars...
    Icb hoffe ihr könnt mir weiter helfen

    Du hast auch geschrieben:
    "Wir gehen zu 80% einmal am Tag in den Wald oder zum See, damit sie auch einfach mal die Klappe hält, es nervt ganz extrem. "

    Kannst Du das alles mal genauer beschreiben:
    Was heißt "wir gehen zu 80% einmal am Tag in den Wald"? Das klingt für mich, als würdet Ihr nicht jeden Tag mit ihr gehen?
    Wann geht Ihr morgens?
    Wann die Tochter (du schreibst nur, wenn sie nach Hause kommt)?
    Wann hast Du Feierarbend? Wann geht Ihr dann?
    Lauft Ihr nur oder macht Ihr sonst irgendwas (Ball spielen, Suchspiele ...?)
    Was heißt, die Kids spielen "meistens" mit ihr? Wie oft, wie lange, was spielen sie?

    Was tut Ihr, wenn sie auf den Platz geschickt wird und wieder aufsteht?
    Was tut Ihr, wenn sie beim Frühstücken die Tochter anbellt?

    Ich denke, so rein vom ersten Lesen Deines Beitrags, dass es eine Mischung aus fehlender Konsequenz Eurerseits und derzeit mangelnder Auslastung (als junger Hund vermutlich zu viel Action) ist.

  • Nicht falsch verstehen, wenn wir nicht im Wald oder zum See fahren, gehen wir einen längeren Weg mit ihr. Wir gehen morgens zwischen sieben und acht.
    Meine Tochter kommt zwischen zwei-drei uhr nach hause und ich habe um halb fünf in der Tagschicht, um halb drei in der Frühschicht Feierabend. 30 min später bin ich zu hause und dann gehen wir auch direkt.Wenn wir gehen, spielen wir nicht mit dem Ball, uns wurde gesagt, dass sie kein Ball junkie werden soll. Sie will sber auch nur mit anderen Hunden dann spielen, zeigt überhaupt kein anderes Interesse... :-(
    Wenn wir zu hause mit ihr spielen, sind es meistens zerrspiele und kontroliertes Spielen, ca. 10 minuten 3-4× tägl.
    Wenn sie nicht auf ihrem platz bleiben will, dann schicke ich sie immer wieder hin....
    Wenn sie Frühstückt, und sie bellt, schicke ich sie aus dem Zimmer und muss die Türe schließen, dann ist Ruhe. Geistig Unterfordert, könnte gut sein, wie laste ich sie da denn richtig aus?
    Danke

  • Ich glaube auch, dass der Hund geistig deutlich unterfordert ist.

    Du hast eine Mischung aus zwei Jagdhundrassen - da sollte jagdlich alternative Arbeiten auf jeden Fall auf dem Plan stehen.

    Lange Spaziergänge sind nicht das, was den Hund auslastet, sondern vielleicht sogar noch hoch pusht, ebenso wie das "Spielen" mit ihr.

    Anbieten würde sich je nach Talent des Hundes ruhiges und konzentriertes Arbeiten mit der Nase, also so was wie Suchen-Finden-Bringen.
    Dummytraining, Fährte, ZOS - das könnte dem Hund Spaß machen.

    Der Labrador trägt und bringt gerne Dinge, der Ridgeback eher nicht. Dem Ridgeback liegt das Trailen und Fährtenarbeit mehr.
    Da müsstest Du mal schauen, in welchem Bereich Dein Hund motivierbar ist.

    Insgesamt würde ich auf jeden Fall dran bleiben und Ruhe einfordern und an der Frustrationstoleranz arbeiten, auf der anderen Seite würde ich dem Hund aber auch dafür deutlich mehr Arbeit geben. Spaziergänge vielleicht verkürzen, dafür aber mehr geistig auslasten.

  • Danke für die sehr hilfreiche Antwort :-)
    Sie trägt sehr gerne Sachen, spürt aber auch sehr gerne Fährten auf. Soll ich sowas eher in der Hundeschule trainieren? Obwohl, da habe ich ja wieder nur einen Tag in der Woche. Könnt ihr mir vielleicht ein paar Ideen vor den Kopf knallen? Lecker Suchspiel könnte ich ja gut selber bauen, oder?
    Meine Tiertrainerin meinte, ich solle mehr mit ihr raus, hier dreht sich aber nur noch ums raus gehen mit dem Hund, was ich echt gerne mache....! Aber auch mal Ruhe zu hause haben, finde ich auch mal schön. Also, im Prinzip mal etwas mehr Ruhe in den Hühnerstall bringen. Wie trainiere ich denn die Frustrationstoleranz? Ich habe die damals so mit ihr gemacht..., ein Lecker in die Mitte des Raumes gelegt und sie durfte nicht dran gehen. Macht man es jetzt weiter so?

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