Die Gebärmutter muss raus
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BoxerLove -
14. April 2014 um 14:05
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Hallo liebe Foris...
Letzten Monat war die Hündin eines Freundes läufig. Als er nicht aufgepasst hat wurde sie wohl "kurz" gedeckt, er weiß nicht ob überhaupt was passiert ist, hatte aber die Sorge das sie Trächtig sein könnte. (Wie wann und wo das passiert ist weiß ich nicht, also bitte keine Diskussionen darüber. Es ist eben passiert.)
Nun ist es so das sie nach der Läufigkeit trotzdem hin und wieder vaginal geblutet hat. Er war dann heute mit ihr beim Tierarzt. Scheinbar ist die Gebärmutter voller Eiter und müsse entfernt werden. Morgen ist auch schon der Termin und ich soll ihm beistehen.
Jetzt meine Frage, habt ihr eine Hündin ohne Gebärmutter? Verlief die OP Problemlos? Kann das Problem mit der Gebärmutter vom Deckakt kommen?
Er macht sich natürlich riesige Sorgen und ich weiß einfach nicht was ich ihm sagen soll.. Verändern sich die Hündinnen dann im Verhalten oder so?
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Offene Pyometra, schätze ich mal?
Meine zweite Hündin hatte das auch und wurde mit fast elf Jahren kastriert, völlig problemlos. Keine Inkontinenz, kein verändertes Verhalten, kein erhöhtes Fress-Bedürfnis.
Soviel zu meinen Erfahrungen damit.
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Roonie ist kastriert, Gebärmutter wurde mit rausgeholt. Das ist nun knapp 3 Jahre her, es gab keinerlei Komplikationen, selbst die Narbe sieht man kaum, wegen einer "Schönheitsnaht" bei der die Fäden nicht gezogen werden mussten.
Inkontinent ist sie auch (noch?) nicht, alles gut gelaufen

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Bertha ist auf Grund einer Gebärmuttervereiterung jetzt seit 3 Jahren leer.
Die OP verlief so gut, dass sie abends sogar schon wieder von alleine ins Bett gesprungen ist

Futter hatte sie früher immer stehen. Seit der OP geht das aber nicht mehr und sie wird seither 2mal täglich gefüttert.
Verhaltensveränderungen merke ich jetzt. Kann allerdings auch sein, dass diese auf Grund von gravierenden Veränderungen in den letzten 2 Jahren kommen. Wer weiß?!
Inkontinent ist sie bis jetzt auch noch nicht (obwohl sie in den letzten 2 Monaten zwei mal im Schlaf ein paar tropfen verloren hat)
Viel Glück für die OP.
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Wir hatten dasselbe erst letzten Herbst. :|
Bei meiner damals noch 6-jährigen Hündin wurde entdeckt, dass ihre Gebärmutter voller Eiter war und sie musste noch am selben Tag operiert werden.Auch hier verlief zum Glück alles gut und wir haben bis jetzt auch noch keine der unangenehmen Folgen zu vermelden, wie z.B. Wesensveränderung, Gewichtszunahme, Inkontinenz usw.

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Zitat
Jetzt meine Frage, habt ihr eine Hündin ohne Gebärmutter?
Bei einer Kastration wird der Hündin die Gebärmutter entnommen, insofern wirst Du hier im Forum viele Besitzer von Hündinnen ohne Gebärmutter finden.
ZitatVerlief die OP Problemlos?
Abgesehen vom Narkoserisiko selbst gibts bei einer Pyometra (= Gebärmuttervereiterung) halt das Risiko, dass die Gebärmutter bei der Entnahme platzt und die Keime so in die Bauchhöhle gelangen. Die Regel ist aber eine komplikationslose OP.ZitatKann das Problem mit der Gebärmutter vom Deckakt kommen?
Muss nicht, kann. Eine Pyometra entsteht, weil Keime durch den offenen Muttermund (am Ende der Läufigkeit) in die Gebärmutter aufsteigen. Dort gibts dann ggf. eine Entzündung, die ihrerseits Zeit braucht, sich zu entwickeln. Darum werden Gebärmutterentzündungen am häufigsten zwischen 3 und 8 Wochen nach Ende der Läufigkeit diagnostiziert.ZitatVerändern sich die Hündinnen dann im Verhalten oder so?
Muss nicht, kann. Die Wahrscheinlichkeit einer Verhaltensänderung scheint dann höher zu sein, wenn die Hündin vor der Kastration schon eher zu den zickigen Kandidaten gehört hat und die Kastration in eine hormonell aktive Phase fällt, was ja bei der Hündin Deines Freundes zumindest der Fall ist. -
Zitat
Bei einer Kastration wird der Hündin die Gebärmutter entnommen, insofern wirst Du hier im Forum viele Besitzer von Hündinnen ohne Gebärmutter finden.
Muss nicht sein.
Es ist durchaus üblich und setzt sich meines Wissens auch immer mehr durch, bei einer Kastration "nur" die Eierstöcke zu entfernen und die Gebärmutter - sofern sie intakt ist (was hier ja nicht der Fall ist) - drin bleibt.
Hat die Vorteile, dass man dem Körper ein großes Organ belässt, das womöglich noch andere Funktionen hat als Vermehrung. Die Gebärmutterhörner haben eine Resthormonaktivität und es kommt später seltener zu Harninkontinenz, weil der Blasenapparat am Gebärmutterhals mitverankert ist.
(Die Krebsverhütung, die viele bei der Entfernung der Gebärmutter antreibt, ist zu diskutieren.)
- Nur der Richtigkeit/Vollständigkeit halber
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Zur Sache selbst:
Eine Gebärmuttervereiterung kann tödlich enden für die Hündin. Es ist abzuwägen, ob man mit Antibitotika und engmaschiger TA-Kontrolle versucht, die Gebärmutter zu erhalten oder sie entfernt. Ich würde das nur im Austausch mit einem TA, dem ich vertraue, entscheiden wollen.
Die Gebärmutter zu entfernen ist schon ein großer Eingriff, wenn auch gleichzeitig Routine. Aber halt belastend für den Hund, der Eingriff selbst, Vollnarkose, die Heilung und: nicht wieder rückgängig zu machen. Raus ist raus.
Ob sich das Verhalten ändert: kann, muss nicht.
Natürlich würde ich die Gesundheit bzw. das Leben der Hündin über alles stellen und dafür auch eine Gebärmutterentfernung akzeptieren.
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