Zwang-Gewalt-Strafe
-
-
Zitat
Das war eher auf Ceris Beitrag bezogen. Dein Beispiel spielt ja auf dem Platz, meine Sorgen gelten aber nur dem Alltag. Mir war ehrlich gesagt nicht bewusst, dass ich auf lange Sicht jedes "Weiter", wenn wir irgendwo hin wollen, jedes Abbruchsignal, wenn sie ein Stück Folie auf dem Gehweg anpinkeln will und jeden Seitenwechsel, mit dem wir Fahrrädern etc. ausweichen loben soll. Wobei das ja noch geht. Was wäre denn, wenn es bei uns Hausregeln gäbe wie "Du darfst nicht in die Küche." Würde ich dann jedes davor stehen bleiben loben? Ihr Leben lang?

ich kann dir gerne sagen, wie ich es machehier gibts gerade beim Seitenwechsel einfach ein "Supi" als Bestätigung für gutes Verhalten
oder nach einem "Lass es", wenn Hund davon ablässtHund darf nicht aufs Sofa = Regel
Hund springt drauf = negative Konsequenz
Hund lässt es = keine negative Konsequenzoder sollte ich ihn auch fürs Atmen belohnen?
Belohnt wird er für gutes Verhalten, Ausführen von Kommandos
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Zwang-Gewalt-Strafe schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Damit ist dann diese Frage doch noch geklärt, glaube ich.
ZitatDa käme ich gar nicht durch den Alltag. Wenn ich z.B. die Leinenführigkeit über Lob aufgebaut hätte, dann müsste ich ja den ganzen Weg zum Park loben.
Ist deshalb die Erziehung über Strafe manchen lieber?Jetzt versuche ich erst mal, die Stromhalsbandgeschichte durchzulesen. :|
-
Wir haben die leinenführigkeit auch über "Strafe" aufgebaut. Wenn Mila zieht, muss sie zu mir kommen (ich bleibe stehen) (muss also erst ganz weit Weg von ihrem Ziel) und darf Dann erst weitergehen. Ist die Leine locker, darf sie zur Belohnung dahin, wo sie hin will. Ist die Leine immernoch gespannt, machen wir das gleiche Spiel normal. Hier belohnt Madame sich selbst, indem sie vorankommt, bzw dahin kommt, wo sie hin will. Wenn sie einfach artig nebenher läuft, gibts verbales Lob - und ich finde nicht, dass das im Alltag stört. Ich werde zwar ab und an doof angeguckt weil ich mit meinem Hund rede, aber was Solls. ^_^
Ich glaub das "lob" bedarf auch einer Definition?
Für mich bedeutet belohnen z.b. Nicht, dass es jedes mal n Keks gibt, oder gespielt oder gekuschelt wird (das ist im Alltag glaub ich echt schwer) manchmal gibts auch nur ein "fein", einfach damit sich Hundi daran orientieren kann und weiß, dass sie sich jetzt gerade richtig verhält.
Ist das bei euch auch so? Oder bedeutet bei euch immer "Lob = lecker, spielen, kuscheln etc."Übrigens ist für mich körperlich werden (mal meine. Hund beiseite stubsen, wenn sie im Weg steht ö.ä.) und auch ein Donnerwetter keine Gewalt. Ersteres ist für mich nichtmal eine Strafe. Ich will da halt durch und der Hund liegt im Weg. Wenn mein Hund was von mir will (mitteilen, dass sie raus will zB) stubst sie mich auch..
Kleine körperliche Kontakte dienen bei mir, um die Aufmerksamkeit meines Hundes umzulenken. -
Lob = Bestätigung
da fällt u.a. drunter
- Spielen/Toben
- Leckerlie
- Streicheln
- nettes WortSituationsabhängig
Lobe ich Luna dafür, dass sie mich beim Fuß gut anschaut, gibts ne stimmliche Bestätigung und es geht weiter
mit Spielen würde ich sie zu hochpuschen -
Maanu
Das ist aber nur deine Definition. Ein Lob ist bei mir kein Spielen, kein Leckerli oder eine andere Belohnung, sondern ein Lob ist eine Anerkennung für eine Leistung. Ein Lob kann ein Verstärker sein, muss es aber nicht
@anfängerinAlina
Wenn du deiner eigenen Logik folgst, wirst du sehr schnell merken, wo sich der Denkfehler eingeschlichen hat. Warum musst du ihr Leben lang belohnen? Es ist viel wirksamer, etwas, was der Hund kann, nicht ständig und vor allem auch abwechslungsreich zu belohnen, das verstärkt das Verhalten.Andererseits - das ganze Leben lang tadeln geht scheinbar schon, oder? Gerade wenn ich hier lese, dass die allermeisten Hunde doch hin und wieder erinnert werden müssen. Hin und wieder belohnen ist aber zu umständlich?
Das verstehe ich nicht so ganz. Ohne Wertung bitte.Gerade wenn du etwas aufbaust, dann bestrafst du auch jedes Fehlverhalten, oder? Ob ich nun jedes gute Verhalten belohne oder jedes Verhalten bestrafe, das ich nicht gut finde, ist doch nicht viel anders, was den Aufwand betrifft?
-
-
Zitat
Maanu
Das ist aber nur deine Definition. Ein Lob ist bei mir kein Spielen, kein Leckerli oder eine andere Belohnung, sondern ein Lob ist eine Anerkennung für eine Leistung. Ein Lob kann ein Verstärker sein, muss es aber nicht
ich sagte doch, Lob = Anerkennen
widerspricht das deiner Definition?ok, darunter gehören "für mich" u.a.
wäre vermutlich für dich schlüssiger formuliert gewesen, entschuldige
-
Gibt ja auch die bedürfnisorientierte Belohnung. :)
-
Weißt du, Maanu, alleine, dass du immer belohnst, zeigt mir, dass unsere Ansicht von Belohnung verschiedener nicht sein könnte. Das ist nicht einmal böse gemeint.
Ein Anerkennen hat für mich nichts mit einer Belohnung im eigentlichen Sinne zu tun, die man als Strategie einsetzt. Hier kommt die viel genannte Authenzität. Ich freue mich ehrlich(Lob), wenn der Hund was toll gemacht hat. Ob das gerad sein Bedürfnis befriedigt oder nicht.
Lob scheint für dich ein Synonym für Belohnung zu sein, ist auch okay, aber es ist für die Sache nicht so dienlich. Wir haben ja feststehende Begriffe. Ich weiß auch nicht, warum Strafe hier als so extrem schlimm aufgefasst wird, das keiner seinen Hund bestrafen will/tut. Jeder bestaft seinen Hund irgendwann mal - auch ungewollt.
Klar, krazt manche das Donnerwetter nicht (kenne ehrlich gesagt nur dauergestrafte Hunde, bei denen das so ist, die quasi schon abgestumpft sind)... Ein Donnerwetter ist aber doch bitte nie angenehm, selbst wenn der Hund es ignorieren sollte.
Ich weiß nur, dass ich damit sein Verhalten nicht auf Dauer ändere, dazu noch mal Estandias fabelhaften Beitrag:
ZitatUm das mal aufzugreifen ...
Langsam glaube ich manche Hundehalter meinen sie setzen Grenzen indem sie den Hund mal in einem "Fehlverhalten" unterbrechen und er dann (aufgrunddessen) etwas anderes tut. Wenn der Hund dann wieder das "Fehlverhalten" zeigt (weil es ja nur eine Unterbrechung war), dann scheinen viele zu denken, sie MÜSSTEN nun strikter/böser/lauter/ernster werden, weil der Hund "testet". So kommt es mir vor.
Hunde tun nunmal das was sich LOHNT. Für sie. Und wenn auf eine Unterbrechung keine Konsequenz folgt, dann war es eben nur das und keine "gesetzte Grenze". Irgendwie glaube ich auch, Hunde bewegen sich innerhalb eines imaginären Verhaltens-Radius und wenn sie ihn übertreten, kommt das Donnerwetter. Oder die Strafe. Wie man's nennen mag...
-
Da ich wohl diejenige bin, die das Wort "Lob" hier reingeschummelt hat: Das war als Kurzform für verbales Lob gemeint. Darunter verstehe ich Fein, Gut, Super, freundliche Ansprache und sowas. Kein Markerwort. Erschreckt mich ein bisschen, dass ich jetzt anscheinend nicht mal Lob korrekt definieren kann. Wo steht die korrekte Bezeichnung nachzulesen? :book:
-
Zitat
Maanu
Das ist aber nur deine Definition. Ein Lob ist bei mir kein Spielen, kein Leckerli oder eine andere Belohnung, sondern ein Lob ist eine Anerkennung für eine Leistung. Ein Lob kann ein Verstärker sein, muss es aber nicht
Das heißt, du lobst nur bei außerordentlichen Situationen? (Also z.b. Bei nem neuen Trick oder beim Sport oder so? Und im Alltag beim locker an der Leine laufen nicht?
Ich finde das total spannend, weil ich ja nur "meine Variante" kenne, und der kleine Hund lernt ja zzt noch, was richtig und was verkehrt ist, daher lobe/Tadel ich noch recht viel. (Wobei das Lob deutlich überwiegt.) - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!