• Hallo Zusammen,
    ich habe einen Old English Bulldog der am 18.03.2014 2 Jahre alte geworden ist.
    Wir haben letztes Jahr im Herbst die Begleithunde Prüfung absolviert und wollen nun nach einer kleinen Winterpause wieder ins Training einsteigen.
    Wir haben uns für eine Mischung aus Schutzhundprüfung und Begleithund Teil || entschieden.

    Allerdings ist eine Voraussetzung für die Prüfungen das der Hund zuverlässig das Kommando AUS befolgt und da ist schon das Problem.

    Ich werfe das Spielzeug und er bringt es auf direktem Wege aber abgeben?! keine Chance.
    Er steht dann ganz provokant vor mir kaut und knautscht aber loslassen ... niemals...
    Natürlich habe ich es mit tauschen probiert funktioniert auch allerdings "tausche" ich jetzt seit fast 4 Wochen und es geht keinen schritt voran ich kriege das Spieli ausschließlich wenn getauscht wird. wenn er das tausch Spielzeug nicht sieht gibt er das andere nicht her.

    Den Hund und das Spielzeug ignorieren damit Ihm langweilig wird.. auch schon probiert... er Trägt es mit hoch erhobenem Haupt bis nach Hause ohne auch nur in Erwägung zuziehen es auch nur für einen Moment aus dem Maul zu lassen.

    naja ich hoffe Ihr habt noch Tipps für mich
    Liebe Grüße aus Köln

  • Tauschen ist ein guter Ansatz.
    Ich würde es jedoch in die Richtung lenken, dass du Spielzeug gegen Leckerli tauscht, das du zB in der rechten Hand hast. Du zeigst es ihm, auf "aus" wird getauscht. Wenn du dann zB eine Faust machst (und ihn schnüffeln lässt) , sieht der Hund nicht, ob da nun wirklich ein Keks drin ist, und wenn die ersten Male immer eines drin war, entwickelt er eine Erwartungshaltung.

    Und dann Stück für Stück die Kekse weglassen.

    Sowas kann man auch mit dem Clicker konditionieren, auf jeden Fall würde ich den Hund aber an der Schlepp sichern, damit er nicht mit der Beute abhauen kann, und so wieder gewinnt.

  • Wahrscheinlich nicht pädagogisch korrekt und von einem vernünftigen Aufbau weit entfernt.

    Ich variiere. Einmal gibt´s ein Leckerli, einmal bekommt sie das Spielzeug sofort zurück, einmal muss sie es gar nicht geben, natürlich dann auch kein Aus, und es wird gezerrt, einmal fliegt das Spielzeug wieder, oder ich gebe die Chance es wieder zu schnappen und zu zerren.
    Wollte sie es nicht geben, mit Leckerli vor der Nase klappt es sofort, habe ich hinter das Spielzeug gefasst und sie auf der Zunge gekitzelt. Um es sofort wieder in die Gosch zu schieben, muss sie ja wenigstens kurz loslassen.

  • Ich würde das Werfen erst mal weg lassen, das bringt zu viel Energie rein. Und evtl. ein Spielzeug nehmen, das er entweder nicht kennt oder noch sooooo reizvoll findet. Und diese Spielzeug gibt es dann auch nur in Verbindung mit Dir.

    Dann das Spielzeug nehmen (Knoten oder so was), den Hund anpacken lassen, ganz ruhig ein bisschen zergeln, falls der nicht anpacken will, dann AUS und Lecker rein. Den Knoten ruhig auch mal auf den Boden legen und Hund darf ihn nicht nehmen. Du solltest ihm insgesamt vermitteln, dass es Spielregeln gibt und DU den Knoten verwaltest. Das hilft dann sicher auch bei dem Kommando AUS.

    Energielevel erst nach und nach erhöhen, wenn der Hund zuverlässig Aus gibt und das dann auch auf alles andere generalisieren, andere Spielzeuge sowie andere Situationen und andere Umgebung.

  • "Aus" funktioniert bei uns immer, egal ob direkt neben mir oder 500 Meter entfernt während dem Spiel mit anderen Hunden ;)

    Aufgebaut ganz einfach:

    Knochen hinhalten und knabbern lassen, du lässt den Knochen aber nicht los.
    Mit der anderen Hand und ner tollen Belohnung (Würstchen, Keks, Käse) vor die Nase und sobald er den Knochen los lässt sagst du "aus" und führst ihn mit der Belohnung wenige cm vom Knochen weg, so dass er ein wenig weg schaut, dann gibt's sofort die Belohnung. Mehrere Wiederholungen über mehrere Tage (lass ihm Zeit), wenns klappt ohne Belohnung vor der Nase ersetze den Knochen durch ein Spielzeug. Ich hab nicht wirklich trainiert das er es auf Distanz macht, das kam bisher bei jedem meiner Hunde von alleine.

    Wichtig ist das er freiwillig los lässt und du den Knochen nicht weg ziehst, tut er das nicht ist die Belohnung nicht hochwertig genug. Das "Aus" muss immer direkt kommen wenn er los lässt, erst wenn er verstanden hat was es bedeutet kannst du es davor sagen.

    Bei dir geht's ja aber eigentlich darum das er nicht richtig apportiert oder?

    Sowas kann ziemlich lange dauern bis es perfekt klappt :)

    Leine ans Halsband, Hund in die Grundstellung, Beisswurst (oder was auch immer) werfen, kurz warten, los schicken, wenn ers hat an der Leine zurück ziehen und Zerrspiel mit der Beisswurst, abgeben muss er sie erstmal nicht, lass ihm das Teil. Wenige male wiederholen und er bringt dir alles weils ein Spiel gibt ;) Weil du ja das "aus" geübt hast kannst du es einsetzen sobald er gut bringt, lässt er ab, gib es ihm sofort wieder und motiviere ihn. Sobalds läuft das Spiel wieder abbauen und ein anständiges halten + abgeben üben. Dafür brauchts erstmal kein Futter, je nach Hund nur viiiiiel Motivation deinerseits, immer Gas geben, nie langweilig sein und eher kurze Übungseinheiten.

  • Meiner Erfahrung nach wird beim Tauschen oft ein Fehler gemacht, der das Ganze stagnieren lässt: Das Signal/Kommando kommt gleichzeitig mit der Präsentation des Tauschgegenstands oder -futters.

    Die Abfolge sollte so aussehen:

    "Aus", dann wird kurz danach (höchstens eine Sekunde) das Tauschgut präsentiert (das vorher nicht zu sehen und wahrzunehmen war).

    Geschickterweise macht man das in einem Augenblick, in dem der Hund nicht "in Rage" ist, sondern eher ruhiger. Ich würde die Beute anfangs auch anbieten, die Hand dranlassen und das erst so weit üben, bis der Hund auf das Aus bereits mit loslassen reagiert und nicht erst auf das Tauschgut.

  • Danke für die Tipps werde mein Tauschgeschäft noch mal überarbeiten und ein bisschen mehr Abwechslung mit rein bringen

    Chickenbanicken: richtig das apportieren ist mir gar nicht so wichtig.. es geht einfach darum das er sofort Aus macht wenn ich das von Ihm verlange, da er ja schließlich z.B. bei der Schutzhundprüfung in den "Arm" des Helfers beißt

  • Ok, bei uns klappt das "Aus" im Schutzdienst ebenfalls so wie ich es dir beschrieben habe :)
    Dann habe ich dich falsch verstanden wegen dem apportieren, ich dachte weil du was von werfen geschrieben hast, sorry.

    Viel Spass euch beiden!

  • Ich habe dasselbe Problem und habe auch festgestellt, dass ein z.B. geworfenes Spielzeug, dem er hinterherlaufen darf viel schwieriger ist abzugeben als eines das er mit der Nase suchen musste.
    Ich habe mit nem Futterdummy angefangen zu üben. Der Racker ist total verfressen und hat schnell gemerkt, dass er nur eine Belohnung bekommt wenn er es mir gibt ;)! Dann hab ich mit nem neuen Spielzeug angefangen, das NOCH NIE geworfen wurde. Auch bei dem sind wir mittlerweile soweit, dass ich nichts mehr zum tauschen brauche. Und auch wenn er mal sieht wenn ich es "wegwerfend" verstecke ;) wird es brav abgegeben.
    So arbeite ich mich langsam durch die Spielzeuge durch. Lustigerweise hat er mit neuen Spielzeugen weniger Probleme als mit alten. Vielleicht weil er damit die neuen Regeln verknüpft, ich weiß es nicht :headbash: !

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!