Aufbau des ultimativen Rückrufs

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    BieBoss
    Der Rückruf sitzt (naja, fast immer) und den habe ich auch genau so, wie du es beschrieben hast aufgebaut. Müsste ich jetzt beim Superrückruf jetzt auch bei Null anfangen? Trainiere ich dann nicht zwei gleichwertige Rückrufe? Oder unterscheidet der Hund dann zwischen "Komm her" und Pfeife durch die unterschiedliche Belohnung? Ich stelle mich total dämlich an, aber mir ist nicht klar, wo jetzt der Unterschied liegt, wenn er das Superleckerli genau so oft bekommt wie damals das Frolic beim Aufbau. Ich habe irgendwie Angst, dass er sich während des Trainings schon an das Superleckerli gewöhnt und abstumpft. Versteht mich noch einer :D ?
    .......

    Jo - ich versteh´s *gg
    Naja - wenns beim normalen Rückruf geholfen hat, Leckerli warum soll´s dann jetzt nicht helfen? ;-) Meist führt man die Pfeife jedoch ein, weil sie einfach weiter hörbar ist mit dem durchdringenderen Tonfall, und auch irgendwie neutral (wie der Clicker halt auch), sodaß man keinen Ärger in der Stimme hat beim Rückruf, wenn der Hund grade Unsinn macht (wie z.B. Hasen jagen *gg). So ist die Wahrscheinlichkeit, daß der Hund zurückkommt, eben entsprechend größer.

    Ich hab die Pfeife eigentlich nicht als Super-Rückruf geplant gehabt, mir ging es eher darum, net so laut rumschreien zu müssen, weil Bossi sich meist recht weit entfernt aufhielt - das Herkommen funktioniert auch ohne Pfeife, aber mein Ton muß ihn halt erreichen. Und nachdem ich dann paarmal mit Kopfschmerzen oder erkltung unterwegs war und nicht schreien wollte, kam mir die Pfeife als Idee, also als Alternative zum normalen Abruf. (das HIER funktioniert auch immer super, aber das will ich nicht abnutzen, weil ich unterwegs nie darauf achte, ob der Hund dann wirklich vorsitzt, damit würde ich mir das HIER kaputtmachen).

    Viele Leute haben ja das Problem, daß man schnell mal im Alltag das Komm-Signal abnutzt, weil man nicht 10000%ig konsequent ist bei der Verwendung, die bauen halt dann den Pfiff nochmal neu und konsequenter auf. Sozusagen als funktionsfähige Variante, die dann eben immer funktioniert, weil besser aufgebaut.

    Bei mir war´s eben nur die größere Reichweite der Pfeife, die die Häufigkeit des Erfolges noch etwas gesteigert hatte (auf Entfernung erreicht ihn der Ton der Stimme halt manchmal net, noch dazu, wenn der Wind den Schall vom Hund weg trägt), und der durchaus recht durchdringende Tonfall, der ihn auch aus Spielsituationen regelrecht rausreißt und zu mir schießen läßt. Beim Jagen hab ichs nooch net getestet, weil ich dafür inzwischen zu sehr erfolgreich aufpasse, daß uns kein Wild bei freilaufendem Hund über´n Weg läuft *gg Ist mir halt allemal noch sicherer als ein "evtl. auch in dieser Situation funktionierender" Rückpfiff.... ;-)

    Du brauchst das auch net täglich 10-20x auszutesten. Meist kapieren die Hunde das relativ schnell, und ich würde dann auch net mehr als 2-3mal die Woche pfeifen, jedesmal in unverfänglichen Situationen, um das neu positiv "aufzuladen", wie man so schön sagt, jeweils mit steigender Ablenkung, wenns vorher funktioniert hat. Ansonsten das normale Rückrufen kannst mit "normalen" Leckerlis belohnen (notfalls irgendein gutes Trockenfutter oder eben verbal oder kurzes Spiel), und den Super-Pfiff halt dann mit was Supertollem - ne ganze Portionspackung Leberwurscht reinstopfen z.B., also auch eine deutlich erhöhte Menge beim Superpfiff. Wenn Du´s net zu häufig machst, gewöhnt er sich auch net dran, daß er dauernd Leberwurscht reingestopft kriegt *gg

    Daß der Rückruf fast immer sitzt - ja... das ist immer so ne Sache. Wenns das tatsächlich täte, wärst ja nicht auf die Idee mit dem Superpfiff gekommen ;) . Würde man (und das schließt mich mit ein, ich glaube, das trifft jeden) das normale KOMM-Signal nicht ständig im Alltag abnutzen, sprich "verschleudern" sozusagen, könnte man sich ja ein Supersignal sparen..... Bei uns hat KOMM daher inzwischen den unausgesprochenen Zusatz "wenn Du fertig bist mit Pieseln/Schnüffeln/etc.", während ich schon mal weitergehe. Ich weiß, daß Hundi zu 99,9% dann auch kommt, ohne, daß ich nochmal gucken oder rufen muß - aber dann, wenn er eben fertig ist, und das reicht mir bei diesem Kommando, da geht´s mir nur darum, daß er eben mitkommt, weil ich weiter will, oder daß er kommt, weil ich sehe, daß dort wer mit Hund kommt, und ich ihn eben net ungehindert hinlaufen lassen möchte, etc. Die B-Note (Hohe Geschwindigkeit und sofortige Reaktion) ist mir da wurscht. Und wenns tatsächlich wichtig ist (Auto im Anmarsch oder geifernder Feindhund), dann gibt´s ein HIER (mit Vorsitz) oder eben den Pfiff. Oder halt, wenn ich mal erkältet bin und net so schreien kann. Und der Pfiff dann auch ohne weitere Anforderungen wie Vorsitzen o.ä. - der Pfiff heißt also eigentlich: "Achtung - es gibt nen Jackpot!".

  • es gibt hunde die suchen ja bei einem rückruf regelrecht nach dem interessanten "etwas". deshalb wie schon gesagt: die mehrheit der rückrufe sollte ohne grund sein (am anfang).

    und ich bin auch für: pfiff- leckerli, pfiff-leckerli, pfiff-leckerli... das muss dann so arg ins gehirn rein dass der hund gar keine möglichkeit hat zu entscheiden. in der theorie jedenfalls funktionierts ;)

  • Zitat


    und ich bin auch für: pfiff- leckerli, pfiff-leckerli, pfiff-leckerli... das muss dann so arg ins gehirn rein dass der hund gar keine möglichkeit hat zu entscheiden. in der theorie jedenfalls funktionierts ;)

    Ich glaube, bei meinem funktioniert das wirklich :lol: . Der kann wahrscheinlich an nichts mehr als an sein Katzenfutter denken, wenn ich pfeife. Jedenfalls leckt er sich auf dem Weg zu mir schon das Maul. Da ist das flüchtende Reh sowas von egal.

    Ich habe das auch am Anfang überhaupt nicht auf Distanz aufgebaut, der Hund saß direkt vor mir, sondern nur die Verknüpfung Pfiff= Jackpot hergestellt. Dass der Hund dafür zu mir kommen muss, wenn er weit weg ist, war für den Hund dann einfach. Insofern ist der Aufbau ja schon etwas anders als der normale Rückruf. Eher wie die Konditionierung des Clickers.

    Bei mir ist es durch die Belohnung nicht gleichwertig. Für den normalen Rückruf gibt's langweiliges Trockenfutter, für den Pfiff gaaaaaanz tolles und nur da verwendetes Katzenfutter. Und das ist für den Hund Motivation genug, auch flüchtendes Wild links liegen zu lassen. Das würde er für nen Brocken Trockenfutter nicht tun ;).

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