bettelt und klaut und nichts hilft ...
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ich bin mittlerweile tierisch genervt, und grad eben besonders.
komme in die garage, wo ich heute mittag biomüllreste hingestellt hatte, um sie später rauszubringen (paprika, gurke, eier- und kartoffelschalen, aber auch küchentücher, mit denen ich die pfanne ausgewischt hatte) und finde alles verstreut auf dem boden: herr hund ist irgendwie drangekommen (obwohl ich den behälter schon extra höher gestellt hatte), hat alles runtergerissen und zerfetzt - und wohl auch jede menge von den abfällen gefressen. jetzt liegt er in der ecke und guckt etwas plümerant - entweder schuldbewußt, weil er weiß, dass er das nicht darf (geschimpft habe ich ihn nicht, weil ich nicht weiß, wann er bei den sachen war) oder weil er sich überfressen hat bzw. was dabei war, was ihm nicht bekommen ist.das geht im moment nur so - er klaut alles, was er kriegen kann - wenn wir den tisch gedeckt haben, müssen wir schon immer aufpassen, dass er keine minute mehr in der küche bzw. im wohnzimmer allein bleibt, weil er sich sonst was nimmt - neulich war es eine orangenscheibe, die dann aufgedröselt auf dem teppich lag, er bettelt, wenn wir essen zubereiten, egal, wie oft wir ihn wieder auf seinen platz schicken und ihn fürs dort bleiben belohnen, oder wie gestern im wohnzimmer essen, weil wir besuch hatten. er rennt dann von einem zum anderen und guckt allen das essen aus der hand. auf den platz schicken funktioniert immer nur kurzzeitig, meistens macht er sich dann ganz schnell wieder auf zu irgendjemand anders und bettelt da weiter. und sobald irgendwo was runterfällt, würde er sich am liebsten drauf stürzen. man muss ihn eigentlich die ganze zeit unter kontrolle haben, damit er nicht in einem unaufmerksamen moment wieder "zuschlägt",
gestern wurde mir das irgendwann zu blöd und ich hab ihn rausgeschmissen nach hinten im flur auf seinen platz, aber dann sitzt er da und kläfft die ganze zeit, weil er dabei sein will. und heute haben wir mittags draußen gegessen (jeder hat seinen teller in die hand genommen und wir haben uns damit auf die gartenbank gesetzt, ganz unspektakulär also) und ich hab ihn drin gelassen, weil er sonst die ganze zeit vor uns sitzt und einen von uns fixiert und/oder wir dermaßen damit beschäftigt sind, ihn immer wieder auf seinen platz zu schicken, dass wir nichts vom gemeinsamen mittagessen haben als nerverei und streß. aber dann hockt er drinnen und kläfft herum - auch nicht wirklich einer entspannten mittagsmahlzeit förderlich.er hat das seit seiner kastra, aber es wird irgendwie immer schlimmer, obwohl er schon lange konsequent nichts anderes mehr kriegt als sein futter zu festgelegten zeiten, das sofort wieder weggestellt wird, wenn er es nach zehn minuten nicht angerührt hat (das er aber nach wie vor nur frißt, wenn es tatsächlich sein muss, weil er nichts anderes abstauben konnte).
gebt mir doch bitte mal den ultimativen erziehungstipp - sonst läuft es darauf hinaus, dass wir ihn immer separieren, wenn wir kochen oder essen.
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Phi, das ist anstrengend, das. Glaub ich dir sofort!
Als erstes würde ich die Küche zur Tabu Zone erklären. Wenn ich dass richtig verstanden habe, esst ihr in der Regel dort und nur wenn Besuch kommt im Wohnzimmer. Dann habt ihr während den Familienessen, dem kochen und zum Tisch decken etc eure Ruhe.
Evtl. mit einer Absperrung, dann sieht er euch, aber kann nicht um euch rumtigern/klauen/betteln.
Würde das nicht negativ sehen, denn für ihn ist das ja auch stress pur, wenn er dauernd überlegen "muss", wie komm ich jetzt an die Leckereien ran?!Vielleicht das Kommando auf deinen Platz neu aufbauen... Er darf dann erst wieder von seinem Platz wenn ihr das Kommando auflöst.
Anstrengend, ich weiss, und es braucht unbedingte Konsequenz eurerseits, aber auf lange Sicht hin sicher entspannter als dass was ihr jetzt habt!
Ganz wichtig, er darf an nix mehr rankommen, ich sage nur selbstbelohnend....Wir füttern nicht zu festgelegten Zeiten.
Viel Erfolg und Durchhaltewillen!!
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Ich würde ebenfalls Tabuzonen einrichten und dem ausserdem beibringen, auf seinem Platz zu bleiben. Das setzt eine gewisse Frustrationstoleranz voraus, die er nicht zu haben scheint.
Hier müsste man mal den allgemeinen Umgang mit dem Hund im Alltag beleuchten. -
das "auf dem platz" bleiben klappte lange sehr gut.
aber je älter er wird, desto schlimmer wirds irgendwie.
mittlerweile springt er schon auf, wenn ich die essensreste raus bringe. ich schicke ihn dann auf seinen platz zurück und gehe erst raus, wenn er da sitzt. und kaum bin ich aus der tür, kommt er mir nach, um zu schauen, wo ich mit den abfällen bleibe.wir schicken ihn auch auf seinen platz, wenn wir kochen - da bleibt er dann auch erstmal, aber immer in habacht-stellung (könnt ja was runterfallen) und kriegt sogar ne belohnung (nix mehr aus der küche, sondern nur noch leckerli). und irgendwann steht er dann wieder hinter uns auf der lauer und wird wieder auf seinen platz geschickt, wohin er sich dann aber erst nach zweimaliger am ende sehr nachdrücklicher, unfreundlicher aufforderung murrend begibt und das spiel geht von vorn los.
türgitter ist per se nicht schlecht, aber ich mag keine offenen türen, zumindest nicht im winter - dafür kommt mir zuviel kälte rein (wir haben ein sehr altes haus, das zwar schon an vielen stellen isoliert ist, aber eben nicht an allen).
ich hab schon überlegt, ihn in der küche auf seinem platz anzuleinen, wenn er einfach nicht bleibt ...
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Ja, warum nicht?
Das Problem ist, dass er immer wieder von selber den Platz verlässt. So kann er schlichtweg nicht lernen, dort zu bleiben. Du musst ihm die Möglichkeit geben, zu verstehen, was du von ihm willst.Wenn du mit ihm übst, sollte gewährleistet sein, dass er das Kommando auch erfolgreich ausführt und eben nur auf dein Signal hin den Platz wieder verlässt.
D.h. wenn du aus dem Raum gehst und du bist dir nicht sicher, ob er bleibt, löse vorher auf oder mach ihn fest.Aber dieses Wischi Waschi Training bringt nichts.
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Vielleicht ist das aber auch ein körperliches Problem? Wie verhält er sich sonst so z.B. draußen?
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Was genau meinst du mit körperlich?
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wie meinst du das genau?
seine körperliche verfassung und seine lust auf "draußen" waren schon mal sehr viel schlechter. es gab zeiten, da hat er nach erledigung der geschäfte sofort wieder kehrt gemacht und wollte nach hause oder ist unterwegs, wenn er merkte, wir laufen ne andere strecke als sonst, einfach nicht mehr weitergelaufen. im moment ist er wieder gern draußen und flitzt wie ein junger gott über die wege. -
Naja vielleicht hat der einfach Hunger und das kann verschiedene Ursachen haben. Allerdings frisst er sein normales Futter nicht. Das ganze Verhalten klingt irgendwie absurd und seltsam.
Habt ihr mal das Futter gewechselt? -
Hallo,
Ich würde an deiner Stelle das "Ins Körbchen" Kommando so aufbauen, dass er auch drin bleibt, bis du ihn wieder frei gibst. Das bedeutet aber wieder ein gutes Stück arbeit (und Nerven).
Sonst könnte ich mir vorstellen, dass er evtl. eine Handlungskette aufgebaut hat: Also Betteln -> Dann gibts (wenn auch nur negative) Aufmerksamkeit, dann geht er wieder weg und das Spiel beginnt von vorne. Er hat ja einen starken Drang bei euch zu sein und eure Aufmerksamkeit zu bekommen (wenn er bellt, wenn er vor die Türe kommt).
Ich würde betteln mit einer Maßnahme beantworten die er doof findet. Also kurz vor dir Türe setzen/ Rücken zu drehen oder auf dem Platz anleinen... Das lernen viele Hunde sehr schnell. - Vor einem Moment
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