Welpe zerrupft Katze und bellt
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Guten Morgen, wir haben seit Samstag einen Rehpinscher Welpen im Alter von 9 Wochen. Die Katze hatten wir schon vorher. Anfangs ging alles gut. Unser Welpe Gino hat ab und zu mal an der Katze Geschnüffelt und sie dann in Ruhe gelassen. Seit Montag allerdings lässt er die Katze nicht mehr aus den Augen. Bei jeder Gelegenheit rennt er zu ihr und fängt an sie anzubellen, zu "Beissen", rammelt sie an usw.. Ich muss dazu sagen das die Katze eine Perserkatze ist und ein sehr ruhiges Gemüt hat und sich dementsprechend auch kaum wehrt. Sie schlägt ab und zu nach ihm und gestern hat sie ihm eine Kralle in Gesicht und ins Ohr gehauen so das Gino gejault hat. Ich gehe immer dazwischen und versuche aufzupassen das er die Katze in Ruhe lässt aber das geht nicht immer. Wenn ich Gino von der Katze weg hole schimpfe ich mit ihm und setze ihn in sein Körbchen aber das bringt nichts. Sobald ich ihm den Rücken zukehre ist er wieder bei der Katze. Ich weiss nicht was ich machen kann damit er die Katze "langweilig" findet. Überall in der Wohnung liegen schon Fellknäuel rum die er ihr rausgerupft hat
. Habt ihr vielleicht ein paar Tipps für mich? Ich glaube er denkt das unsere Katze ein Spielzeug für ihn ist
.Dann noch eine andere Frage und zwar: stimmt es das man Hunden das Knabbern am Menschen nicht verbieten soll? Ich habe gelesen das die Hunde sonst einen psychischen Schaden davon bekommen können....Das Problem ist halt das er meine Kinder (3 und 5) auch anknabbert und denen das weh tut.
Liebe grüße - Vor einem Moment
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Hi, Laramichelle,
das mit der Katze würde ich weiterhin strikt unterbinden. Bei uns in der Nachbarschaft gibt´s nen einäugigen Hund - der hatte sich auch mit der eigenen Katze eingelassen, die das nicht wollte, kann also echt gefährlich werden, wenn die sich dann mal richtig wehrt! Heute läßt er die Katze in Ruhe - aber das war ein teurer Spaß für ihn, den er mit dem einen Auge bezahlt hat!
Einfach geduldig sein, immer wieder wegnehmen von der Katze, evtl. stattdessen ein Spielzeug geben uns ins Körbchen setzen. Sodaß er eben weiß, Katze ist tabu, aber Plüsch-Viech kann ich fleddern.
Wenn Du (zB wegen Putzen/Kochen oder Abwesenheit) nicht in der Lage bist, auf beide aufzupassen, würde ich den Hund sichern im Körbchen, oder irgendwo ne Türe zwischen den beiden schließen.
Das mit dem Beißen sollte man abgewöhnen, ja -das gibt mit Sicherheit keinen psychischen Schaden, das wär ja noch schöner ;-) Wenn er beißt, genauso vorgehen: man kann quietschen, aufstehen und weggehen, oder einfach laut und bestimmt NEIN sagen und ihm stattdessen einen Gegenstand geben, auf dem er rumkauen kann. Speziell im Zahnwechsel sind die halt recht knabberfreudig *gg
Wenn Ihr immer aufschreit/quietscht, wenn er Euch wehtut, lernt er schnell, seine Kraft zu dosieren im Spiel. Meine knabbern heute gerne an meiner Hand rum, während ich sie knuddele o.ä., aber sie haben gelernt, dies ganz sanft zu tun, ist also echt nur noch ein liebevolles Knabbern. Andere verbieten Knabbern generell, das ist Einstellungssache.... (mit so kleinen Kindern im Haus würde ich das evtl. sogar auch tun)
Wenn der Kleine etwas tut, was er nicht soll, immer eine Alternative geben - es ist einfacher, ihm beizubringen, was er darf, als immer nur alles zu verbieten, das frustriert, und er weiß dann immer noch nicht, was er stattdessen tun darf und verunsichert daher den Hund, weil er immer nur ausprobieren kann, ob er dies oder jenes darf, und dabei immer mit einem Abbruch durch Euch rechnen muß.
Generell ist es auch besser, wenn man den Hund genau beobachtet, und schon erste Schritte in Richtung von was Verbotenem unterbricht, indem man eine Alternative anbietet. Also: Hund schnuppert am Teller aufm Wohnzimmertisch, und Du kannst in dem momentsofort was Anderes anbieten, sodaß er gar nicht auf die Idee kommt, das Bröchen zu packen und zu futtern, sondern evtl. den Ball nimmt und damit spielt, oder mit dem Kauknochen auf seinen Platz geht und Ruhe gibt.
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Natürlich darf er weder die Katze, noch die Kinder "anknabbern". Solange das nicht begriffen ist, gibt's kein unmoderiertes Zusammensein. Vermutlich müssen auch Deine Kinder lernen, den Welpen mit Ruhe zu behandeln und ihn nicht zu seinen Attacken zu provozieren. Schnelle Bewegungen kleiner Kinder sind für einen Welpen natürlich verführerisch, auch wenn es gänzlich ungewollt ist. Neben der Gefahr für die Kinder ist auch ein zarter Zwergpinscherwelpe leicht zu verletzen, unbeabsichtigt bei Abwehr von Katze und Kindern.
Am Besten wäre ein Trainer, der Euch zeigt, wie Ihr erstens dem Welpen "Nein!" als Abbruchsignal beibringen könnt und zweitens Euch geeignete Spielmethoden zeigt, mit dem Ihr das Interesse und das Temperament des Welpen auf Spielzeug und Aktion mit Euch umlenken könnt. Verbieten, ohne Alternativen aufzuzeigen, bringt nämlich nicht viel. Auch Ruhe und einen sicheren Rückzugsort anzunehmen, muß der Welpe erst lernen.
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Danke für die Antworten. Ihm eine Alternative anzubieten ist mir ehrlich gesagt noch gar nicht in den Sinn gekommen. Werde es auf jeden Fall so machen.
Wegen dem Beissen werde ich das auch so machen. Was kann ich meinen Kindern denn sagen wie sie reagieren sollen wenn er wieder zwickt? Er muss doch auch Lernen das die Kinder auch "Nein" sagen dürfen, oder? Und da fällt mir direkt wieder was ein: Wie siehts mit dem Bellen aus? Er bellt beim Spielen und auch wenn er zum Spielen auffordern möchte. Das ist aber erlaubt oder?
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Am einfachsten ist es, wenn deine Kids einfach "quietschen", wenn der Welpe "beisst". Schoen waere es, wenn sie dabei ruhig (im Sinne von "unbewegt") bleiben koennten und sobald der Welpe loslaesst einfach weggehen.
Das ist meiner Meinung nach besser als "nein", denn aus eigener Erfahrung mit den 3 und 5 jaehrigen, die hier rumlaufen, weiss ich, dass dir wiederholtes Kindergerufe "nein, nein, nein...nein...nein..." das gelernte Kommando "kaputt" machen kann. -
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Zielführender ist es , dem Welpen zu zeigen, welches Verhalten richtig ist, anstatt zu schimpfen und zu massregeln.
So baut sich nämlich noch mehr Frust und Stress auf. -
Du solltest die beiden voreinander schützen. Welpe und Katze niemals zusammen alleine lassen - auch nachts nicht. Benutzt Du keinen Kennel für den kleinen Rüden, gibt es solche Klemmgitter für zwischen Türen, da lässt sich das gut machen. Der Hund will einfach nur spielen, er will wie im Welpenrudel seine Kräfte messen - und auch wenns eine relative kleine Hunderasse ist, werden beide in der Regel nie auf Augenhöhe spielen - ein junger Hund ist einfach zu grob und Deine Perser zu sanft. Mag sein, sie liegen irgendwann, wenn er erwachsen ist, nebeneinander und schlafen oder putzen sich - aber mehr sollte man von Anfang an unterbinden, sonst überforderst Du die Miez und irgendwann versteckt sie sich nur noch - das kann nicht Ziel sein. Futterplätze von Anfang an trennen, schnell hat ein Hund mal zugebissen, wenn sich Miez unbeschwert nähert - wir haben wie so oft in Hund-Katze-Haushalten üblich, die Fressplätze der Katzen in der Küche hoch gestellt - abgesehen davon, darf Ches erst gar nicht in die Küche. Er wartet davor. Auch das kann er schnell lernen, wenn ihr ihn konsequent vom Betreten eines bestimmten Raumes abhält.
Ganz klar: geht Hund auf Katze zu, nein, schaut er nur interessiert in ihre Richtung, ein lautes NEIN GINO! oder TABU GINO! Und ihn dann wegbugsieren und ablenken. Er wird mit der Zeit lernen, dass er an der Miez nichts verloren hat - unser Ches hat dafür bis zu seinem achten Lebensmonat gebraucht - inzwischen müssen wir die Tiere nicht mehr trennen oder aufpassen. War ne nervige Zeit - aber jetzt ist alles gut. Wobei wir sie nachts immer noch getrennt halten, damit er in Ruhe schlafen kann, denn nachts drehen Katzen oft auf. Wenn so ein großer Hund zubeißt, wars das schnell mit der Katze und wenn einer unserer Waldtiger ihm eine panisch flatschen würden, wäre schnell ein Auge weg.
Knabbern, beißen in Hände? Nee nee, von meinen Vorrednern hast Du schon Tipps bekommen. Ich nutze für alles, was nicht geht, ein NEIN CHES! gehorcht er nicht unmittelbar, erneutes Kommando - sind die Ohren auf Durchzug helfe ich dann unmittelbar nach: bei Grobheiten an mir mit Abwendung, bei "Untaten" mit wegbugsieren, zur Not mit der Retrieverleine (die legt sich wie ein Lasso locker um den Hals - höchst praktisch). Wildes spielen und rennen in der Wohnung haben wir von Anfang an unterbunden. Dafür gibts den Garten, Wiesen und Felder und natürlich wichtig: andere Hunde ... im Haus läuft so was nicht.
Viel Spaß mit Eurem Pimpf - ist ne schöne Zeit, aber die konsequente Erziehung muss sein, dann haben es alle schnell viel leichter. Ein Hund braucht verlässliche und faire Führung, damit kann er gut umgehen.
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