Schmerzmittel – ja oder nein?
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Hallo ihr,
meine Hundedame hat folgendes Problem und hoffe ihr könnt mir helfen…
Sie kam mit einem Jahr zu uns. Nach ca. zwei Wochen stellte sich heraus, dass sie Probleme mit den Hinterbeinen hat. Ich war mit ihr bei unserer „Wald und Wiesen-Tierärztin“. Sie war der Ansicht, dass sie die Probleme durch zu wenig Gelenkflüssigkeit hat. Sie bekam zweimal Spritzen und das Problem löste sich quasi in Luft auf.
Jetzt 6 Jahre später, merke ich bei ihr zunehmend, dass sie müder und noch ruhiger wird als sie sowieso schon ist. Auf den Spaziergängen ist sie oft langsam und hinterher, wobei sie zwischendurch auch mal durchstartet. Vor allem das Training macht ihr Spaß. Ich mache auch Mobility und Agility mit ihr, wo sie richtig aufblüht, aber im Alltag ist sie wie gesagt, sehr gemütlich unterwegs. Das fiel mir in letzter Zeit sehr stark auf und für einen mittelgroßen Hund sind sieben Jahre noch kein Alter wie ich finde.
Deshalb war ich vor kurzem mit ihr in einer Tierklinik. Als die Tierärztin versuchte ihr rechtes Bein nach hinten zu „drehen“ / strecken, machte es relativ schnell stopp. Es sei wohl ein funktionales Problem. Wir machten ein Röntgenbild von der Seite und die Tierärztin erkannte darauf eine deutliche Beckenfraktur. Vermutlich durch einen Unfall oder eine Misshandlung. Ein richtiges Röntgenbild (Arthrose / HD) lässt sich laut Tierärztin nicht machen, da sich das Bein dafür nicht ausreichend strecken lässt.
Mir wurde empfohlen ihr für drei, vier Tage ein Schmerzmittel zu geben und zu schauen, ob sie sich verändert. Naja, was soll ich sagen. Ich finde, sie hat sich in der Zeit der Schmerzmittelgabe schon etwas positiv verändert. Mein Freund wiederum meinte, sie hätte sich überhaupt nicht verändert und was ich da rein interpretieren würde, wäre nur eine Art Placebo-Effekt und ja, ich bin mir selbst nicht sicher. Ich frage mich auch, ob ich ihr wegen einer so kleinen Veränderung nun ihr Leben lang Schmerzmittel reindrücken soll und, ob das nicht schädlich ist im Vergleich zu dem Benefit den sie daraus zieht.
Wegen Agility fragte ich die Tierärztin auch, ob das so ok sei. Sie meinte, das sei schwer zu sagen und so lange sie danach nicht humpelt und es ihr Spaß macht, wäre es ok. Ich bin mir aber auch hier sehr unsicher…Naja, vielleicht hat jemand von euch Erfahrungen damit.
Ich habe auch gehört, dass Tramadol gegen Schmerzen sehr gut sein soll. Hat jemand Erfahrungen damit?
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Hi,
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Welches Schmerzmittel bekommt Deine Hündin denn? Viele Schmerzmittel brauchen ein paar Tage, bis ein konstanter Wirkstoffspiegel aufgebaut ist und ein Effekt sichtbar wird.
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Hallo,
Agility und jeglichen Sport mit Sprüngen solltest du deinem Hund nicht antun.
Ich kann die Aussage eines Tierarztes nicht verstehen der weiß das der Hund Probleme hat. Selbst wenn der Hund Spaß hat und nach dem Training nicht humpelt, heißt das doch nicht das die Beschwerden nicht da sind.
Agility mache ich schon ziemlich lange und mitmachen dürfen nur völlig gesunde Hunde. Meine beiden Junghunde lasse ich erst trainieren wenn ich weiß das die Gelenke und der Rücken ok sind.
Wenn dein Hund mit Schmerzmitteln besser läuft braucht er sie und wahrscheinlich nicht nur ein paar Tage.
Ich würde es probieren und zusätzlich Physiotherapie machen.
Sind auch Blutwerte gemacht worden. Wenn ein Hund in dem Alter müde erscheint und träge ist, wäre das Blut so ziemlich das Erste was ich checken lasse. Vielleicht liegt das Problem auch gar nicht an einem alten Bruch. Trotz allem würde ich keinen Sport mehr machen.Gruß Terrortöle
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Hallo,
also sie hat folgendes Schmerzmittel bekommen: Rimadyl Kautabletten 50 mg. Es riecht sehr gut. Mein Rüde hatte sich schon die Packung stibitzt und wollte sie verspeisen. Zum Glück habe ich es rechtzeitig gemerkt
.Das Problem ist halt, dass ich mir einfach nicht sicher bin, ob sie in den drei Tagen besser drauf war bzw., wenn dann war es nur eine kleine Veränderung. Die Meinung von mir und meinem Freund gehen da schon sehr auseinander...
Meine Hündin ist schon immer sehr ruhig. Ein Blutbild wurde zuletzt vor zwei, drei Jahren gemacht wegen einer OP. Da war alles gut. Naja, auf mich wirkt sie wie mein früherer Hund als der alt wurde, aber mit sieben Jahren? Wenn sie zwölf wäre, würde ich sagen, völlig normal, aber naja vielleicht muss ich wirklich mal von vorne bis hinten durchchecken lassen.
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Zitat
Mir wurde empfohlen ihr für drei, vier Tage ein Schmerzmittel zu geben und zu schauen, ob sie sich verändert. [...] Ich frage mich auch, ob ich ihr wegen einer so kleinen Veränderung nun ihr Leben lang Schmerzmittel reindrücken soll und, ob das nicht schädlich ist im Vergleich zu dem Benefit den sie daraus zieht.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Schmerzmitteltest nur bei der Diagnose helfen soll. Also, dass die Tierärztin nur auf diesem Weg herausfinden will, ob die Hündin überhaupt Schmerzen hat.
Das Problem mit dem Placeboeffekt auf die Halter kenne ich gut, das geht mir auch immer so und ich zweifle mittlerweile schon fast grundsätzlich an meiner Wahrnehmung.
Ich würde das wohl der TÄ so schildern und hoffen, dass sie einen Plan B hat. -
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Ich würde das Rimadyl, wenn schon damit angefangen wurde, mindestens eine Woche geben, um den Effekt beurteilen zu können. Blutbild wäre auch wirklich keine schlechte Idee. Schonen wird unumgänglich sein, ich glaube, einen Hund mit einer suboptimal verheilten Fraktur im Beckenbereich hätte ich erst gar nicht in Agility trainiert, das ist etwas für durchuntersuchte Hunde mit gesunden Knochen und Gelenken.
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Möglich wäre aber auch, dass sie das Schmerzmittel einfach nicht verträgt und Magenprobleme davon bekommt. Und deswegen ruhiger wird ....
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Ich könnte mir vorstellen, dass der Schmerzmitteltest nur bei der Diagnose helfen soll. Also, dass die Tierärztin nur auf diesem Weg herausfinden will, ob die Hündin überhaupt Schmerzen hat.
Ja genau das war der Plan
, aber ich bin halt genauso klug wie vorher...Leider wussten wir ja nichts von der Fraktur, sonst hätten wir mit dem Agility vermutlich gar nicht angefangen. Die Tierärztin meinte, da die Fraktur ja schon über sechs Jahre alt ist, sie ja bisher auch gut damit zurechtkam und, dass sie nicht denkt, dass die Probleme jetzt von heute auf morgen auftreten. Deswegen meinte sie, wir könnten mit dem Agility weiter machen, wenn sie keine Beschwerden im Abschluss an das Training zeigt.
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Aber Deine Hündin hatte seit Beginn Probleme mit der Hinterhand, die "weggespritzt" wurden. Und da hast Du nicht das ganze Hintergestell + Wirbelsäule röntgen lassen, wenn Du mit diesem Vorwissen an Agi denkst?
Schlecht verheilte Frakturen bergen immer die Gefahr, daß es zu Fehlbelastungen im gesamten Bewegungsapperat kommt. Damit steigt die Gefahr des frühzeitigen Verschleißes in den Gelenken. Das kann ein schleichender Prozeß sein, der sich in Bewegungsunlust, Schonhaltungen oder auch Lahmheiten zeigt.
Meiner Meinung nach gehört der Hund ordentlich durchgecheckt.
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Zitat
Aber Deine Hündin hatte seit Beginn Probleme mit der Hinterhand, die "weggespritzt" wurden. Und da hast Du nicht das ganze Hintergestell + Wirbelsäule röntgen lassen, wenn Du mit diesem Vorwissen an Agi denkst?
Schlecht verheilte Frakturen bergen immer die Gefahr, daß es zu Fehlbelastungen im gesamten Bewegungsapperat kommt. Damit steigt die Gefahr des frühzeitigen Verschleißes in den Gelenken. Das kann ein schleichender Prozeß sein, der sich in Bewegungsunlust, Schonhaltungen oder auch Lahmheiten zeigt.
Meiner Meinung nach gehört der Hund ordentlich durchgecheckt.
Die Tierärztin, die ich damals hatte, hielt es nicht für nötig das weiter durchzuchecken. Für sie schien es relativ klar, dass es an fehlender Gelenkflüssigkeit liegt und sie sagte, die Bildung ließe sich anregen. Das habe ich so auch geglaubt, da es danach gut war und nicht wieder kam... Agility machen wir erst seit einem guten Jahr und da war das ganze nicht mehr so aktuell für mich. Ich habe mir darüber nicht mehr allzuviele Gedanken gemacht was sicherlich ein Fehler war, aber nicht mehr zu ändern ist. Ich meine wir machen das jetzt auch nicht als "Hochleistungssport", sondern 1-2 x / Woche für eine Stunde. Ich finde es halt schade, da das so ziemlich der einzige Sport ist, der ihr richtig Spaß macht. Sie lässt sich für wenig motivieren, aber neben dem Apportieren ist es das einzige wo sie wirklich aufblüht.
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