In die Wohnung machen aus Protest

  • Hallo !!

    Unsere Hündin hat seit einer Woche eine neues sehr nerviges Verhalten an den Tag gelegt :/

    Sie macht jetzt leider sch täglich in die Wohnung.
    Sie ist mitlerweile 11 Monate alt, hat sehr lange gebraucht bis sie richtig stubenrein geworden ist aber es hat dann schlussendlich doch geklappt :smile:

    Wir haben unsere Wohnung abgetrennt, sodass Nelly nicht in die Schlafräume kann. Das ist eig immer schon so, da sie damals als Welpe immer in den Hinteren flur gegangen ist um dort ihr Geschäft zu verrichten, da sie dort meistens ungestört war. Seit dem ist diesesr Bereich abgesperrt und sie akzeptiert das eig sehr brav. Wenn ich mich jetzt länger im "abgesperrten Bereich" aufhalte, dann gebe ich die Absperrung weg und lass sie zu mir, damit sie nicht so weggesperrt ist.
    Seit kurzem macht sie, ich nehme an aus protest, immer in die Wohnung wenn sie einmal nicht in den abgesperrten Bereich darf. Wenn sie mitdarf, dann ist es kein problem, dann macht sie auch nicht rein, aber wehe sie wird weggesperrt. Das war früher nie so, sie hat es immer akzeptiert wenn sie nicht hin durfte. Es ist auch nicht so das sie dann alleine im Wohnzimmer ist, es ist meistens wer bei ihr, aber trotzdem macht sie rein.

    Sollten wir sie nicht wegsperren und ihr die Möglichkeit geben in der ganzen Wohnung herum zu gehen ?
    Wir schimpfen immer sehr mit ihr wenn sie reingemacht hat aber trotzdem macht sie es dann wieder.
    Was können wir nur tun ? sie gar nicht mehr in den abgesperrten Bereich lassen ?

    bitte um Hilfe !!

  • Ich würde mal testweise direkt, bevor du in den abgesperrten Bereich ohne sie gehst, nochmal mit ihr zum Pinkeln rausgehen.
    Könnte mir eher vorstellen, dass sie Stress hat, weil sie nicht mit darf, und es deswegen laufen lässt - denke weniger, dass das gezielter "Protest" ist, solche Empfindungen haben Hunde eigentlich nicht :)

  • Zitat

    Wir schimpfen immer sehr mit ihr wenn sie reingemacht hat aber trotzdem macht sie es dann wieder.
    Was können wir nur tun ? sie gar nicht mehr in den abgesperrten Bereich lassen ?

    Mit dem Schimpfen machst du das ganze nicht besser, eher ist das Gegenteil der Fall.
    Lass das sein und sperr den Hund nicht weg. :|

  • Ja wir werden die Absperrung jetzt eh weggeben.

    Aber nicht das ihr glaubt wir sperren sie jetzt in ein zimmer mit tür zu und tschüss oder so.. es ist so ein gitter was gerade mal einen meter hoch ist, sie kann drüber schauen und sieht uns und fühlt sich sicher nicht alleine, aber anscheinen will sie einfach richtig mitten drin sein.
    wir werden das jetzt mal machen :smile:

  • Ich lese gerade "das andere Ende der Leine" und da dort etwas ähnliches geschildert wird, werde ich das mal kurz aufführen. Also erstmal machen Hunde an die Stellen an denen schon Urin oder Kotgeruch ist, daher auf jeden Fall extrem gut alles entfernen und den Geruch mit etwas anderem überdecken.
    Das andere ist, dass Hunde natürlich die Wohnung Haus nicht mit dem gleichsetzten was du dir darunter vorstellst. Hunde machen "eigentlich" nicht in ihr eigenes Haus(Bereich), daher wäre es logisch das sie an die Ecken machen, in denen du und deine Hunde sich selten aufhalten, da dort weniger Geruch von euch vorhanden ist. In dem Buch steht noch der Tipp das man sich in diesen Bereich - natürlich wenn alles sauber ist - zusammen mit dem Hund häufiger aufhalten sollte, damit er merkt das dieser Teil auch Teil seines Bereiches ist und er ihn dadurch auch sauber hält.

    Hat er eine bestimmte Stelle an der sich der Hund erleichtert. Gibt es irgendein Muster ausser, dass du in einem für sie geschlossenen Bereich bist? Ist der Kot normal? Ich glaube nicht, dass der Hund aus Protest an diese Stellen macht. Und mal angenommen es wäre so, dann würdet ihr es durch euer Schimpfen, bzw. die Aufmerksamkeit ja nur verstärken. Falls der Hund Angst hat, würde ich ihn an ein Softkennel gewöhnen und in dieser Zeit dort lassen, anfangs kann man ihn schliessen, später auch offen lassen. Er sollte das Kennel lieben und sich dort entspannen also gut daran gewöhnen.

  • Guten Morgen :)

    Ich nutze diesen Thread mal, um nun extra keinen neuen auf zu machen. Ich störe mich an einem Problem unserer kleinen (5Jahre alt) Mischlingshündin. Ich hole mal ein klein wenig aus. Sie hat unten in der Wohnstube ein Körbchen und oben in der ersten Etage eines. UND sie darf oben, in meinem Zimmer, auf die Couch. Nur da und NICHT unten im Wohnbereich. Früher durfte sie bei unserer Tochter IMMER nachts ins Bett. Aber seit unsere Tochter keine Lust mehr hatte, wegen Haare im Bett, unruhiger Schlaf ect. wurde sie, für Nachts, nach draussen auf Ihren Platz "verbannt"
    Nächsten Morgen unten auf dem Parkett, vor dem Fernseher, Pipipfütze. :omg: Uns viel auf, wenn Tochter dann mal wieder Lust hatte, den Hund nachts bei sich zu lassen, war nix. Immer wenn der Hund ausgesperrt wurde. Auch hatte ich den Hund mal nachts auf meiner Couch schlummern gelassen. Sieht ja immer putzig aus und ich will ja nicht Herzlos sein. ;) Dann hatte meine Frau den Hund wieder auf das Körbchen, für die Nacht, auf den Flur gebracht. Zack, nächsten Morgen, wieder Pfütze unten im Wohnbereich. :sad2: Das finde ich dann weiß Gott nicht mehr lustig. Wir gehen mit ihr auch abends raus. Mir kommt es so vor, dass ihr die gewährte Freiheit (Couch,nachts bei Tochter schlafen), nun bei Entziehung bzw. nicht gestatten, damit ein Zeichen gesetzt wird? :???:
    Vor allem WIE kann ich das unterbinden? Wir wollen Renovieren und ich will neues Laminat verlegen. Habe aber keine Lust, dass sie es wieder unter Wasser setzt. Sind wir/ich zu inkonsequent? Sollte ich ihr die Couch ganz verweigern UND auch das Tochter ebenso auch klar die Regel einhält, entweder ganz oder garnicht? Meine Tochter (15) will uns in Hundeerziehung immer aufklären wie wir was zu machen haben ect.

    Hoffe man kann vielleicht ein wenig dieses nachvollziehen.
    Dank und Grüße
    Thomas

  • Hallo Thomas,
    "unterbinden" ist der falsche Ausdruck, da der Hund nicht aus Protest die Pfütze macht. Vielmehr schein er gewissen Stress damit zu haben, dass er draußen ausgesperrt schlafen soll. Der Stress äußert sich eben mit Pfütze machen.
    Entweder übt ihr ganz gezielt dass der Hund mal allein also ausgesperrt sein kann in kleinen Trainingsschritten solange bis er es kann.
    Oder ihr ermöglicht es dauerhaft, dass der Hund bei euch (oder Tochter) im Zimmer schlafen kann. Das ewige mal darf er, mal darf er nicht ist keine klare Strucktur im Hundeleben. Aber klare Struckturen brauch ein Hund.
    Wie wäre es denn, wenn ihr ein Körbchen in der Nähe des Bette platziert, wo er schlafen kann. Er muss ja nicht gleich ins Bett. Das kann man ihm durchaus beibringen, dass er erstmal nur in seinem Körbchen schlafen soll. Dazu müsst ihr nur mit viel Geduld und Ausdauer den Hund immer wieder aus dem Bett schmeißen und in sein Körbchen beordernd. Muss man halt auch ein wenig üben.

    So als Beispiel: Unsere Maus schläft grundsätzlich in ihrem eigenen Hundebett bei uns im Schlafzimmer. Ist nur einer von uns da, weil der andere außerhalb nächtigt, dann darf sie mit im Bett pennen. Auch morgens, wenn einer von beiden früher raus muss, darf sie zum anderen ins Bett. Aufs Sofa darf sie immer.
    Ist aber mal Besuch da, und kein Platz aufm Sofa, oder wir haben keinen Bock dass sie ins Bett kommt, dann können wir sie jederzeit problemlos mit dem Kommando "Decke" auf ihren eigenen Platz schicken, wo sie auch ohne zu murren hin geht.

    Für viele Hunde ist es wichtig zumindest in der Nähe ihrer Menschen zu sein. Und wenn sie dann ausgesperrt werden, was jahrelang nicht so war, verstehen sie die Welt nicht mehr.
    Ihr müsst euch also überlegen ob es von eurer Alltagsstrucktur her einen Mittelweg gibt mit dem Körbchen neben dem Bett, oder ob ihr generell möchtet, dass der Hund draußen schläft. Und dann wird das solange geduldig trainiert bis keine Pippipfützen mehr da sind [emoji6]


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  • Ich schliesse mich Luna77 an. Und lustiger Weise handhaben wir es mit dem Bett genauso ;) Sie darf immer ins Bett wenn einer von uns nicht da ist. Und nie, wenn beide drin sind.
    Würde Kimba mal nicht mit ins Bett dürfen, wenn einer von uns nicht da ist, hätte ich einen sichtlich verunsichernden und fragenden Hund.

    Zitat

    Mir kommt es so vor, dass ihr die gewährte Freiheit (Couch,nachts bei Tochter schlafen), nun bei Entziehung bzw. nicht gestatten, damit ein Zeichen gesetzt wird?

    Du schreibst wie es dir vorkommt, ich schreibe mal, wie es dem Hund vorkommen könnte:

    Kann es sein, dass sie der zeitweilige Entzug (Couch, Nachts bei Tochter schlafen) aus ihr nicht erkenntlichen Gründen als Ausgrenzung, bzw Strafe empfindet und sie beim besten Willen nun nicht weiss was sie angestellt hat?
    Wie bringt deine Frau den Hund vom Sofa (auf das er ja durfte und du ihn ja auch erlaubt hast zu bleiben) in sein Bettchen? Liebevoll und freundlich, oder mit der Mitteilung, da gehörst du hin und nicht aufs Sofa?.......

    Viele Hunde biseln aus Stress, Kompensation, Unsicherheit....

    Deine Tochter sollte sich überlegen, was sie will. Entweder immer oder garnicht. Oder immer zur selben Zeit/bzw. selben Situation. (Ritual)

    Gruss Eva

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