Hyperaktivität - wie verhalte ich mich ?

  • Zitat

    Mit Unterordnung und Unterwerfung kommt man nicht weit. Es ist viel einfacher, einen Hund zu erziehen, wenn die Bindung gut ist.

    Ein Hund, der freiwillig gehorcht, weil sein "Rudelführer" liebevoll, souverän und sozial kompetent ist, ist viel leichter zu lenken.


    Eine gute Bindung entsteht durch Verständnis, Respekt vor dem anderen Lebewesen.
    Wenn meine Hunde nicht mit ins Haus wollen, können sie im Garten bleiben und toben. Ich schränke sie nicht ständig in ihrer Entscheidung ein. Wenn ich weg will und sie darum ins Haus müssen, kommen sie ohne Probleme.

    Deine Hündin ist nicht hyperaktiv, sondern hat das Temperament einer jungen Hündin von 7 Monaten. Sie muss ihre Energie durch Bewegung loswerden. Wenn Du dafür Verständnis hast, tut das eurer Beziehung gut.

    Sehr gut beschrieben. :gut:

  • Zitat

    Mit Unterordnung und Unterwerfung kommt man nicht weit. Es ist viel einfacher, einen Hund zu erziehen, wenn die Bindung gut ist.

    Ein Hund, der freiwillig gehorcht, weil sein "Rudelführer" liebevoll, souverän und sozial kompetent ist, ist viel leichter zu lenken.


    Eine gute Bindung entsteht durch Verständnis, Respekt vor dem anderen Lebewesen.
    Wenn meine Hunde nicht mit ins Haus wollen, können sie im Garten bleiben und toben. Ich schränke sie nicht ständig in ihrer Entscheidung ein. Wenn ich weg will und sie darum ins Haus müssen, kommen sie ohne Probleme.

    Deine Hündin ist nicht hyperaktiv, sondern hat das Temperament einer jungen Hündin von 7 Monaten. Sie muss ihre Energie durch Bewegung loswerden. Wenn Du dafür Verständnis hast, tut das eurer Beziehung gut.

    :reib:
    Ich bin auch der Meinung, deine Hündin verhält sich vollkommend normal. Natürlich soll sie trotzdem kommen wenn du sie rufst, aber das erreichst du nicht mit Chef-Gehabe ;)
    ich würde dir empfehlen, dass du ihren Bedürfnissen nachkommst und sie möglichst einmal am Tag RICHTIG toben lässt und auch mal mit ihr rennst und spielst, einfach mal 10 Minuten oder auch länger mit ihr Spaß hast.
    Nebenher festigst du auch noch den Rückruf. Lass sie laufen nimm dir ein Spielzeug und ruf sie, Anfangs zeigst du ihr noch das Spielzeug und spielst gleich mit ihr, später kannst du sie erst herankommen lassen, kurz warten dass sie zum Beispiel absitzt und dann als Belohnung mit ihr Spielen. Anschließend gibst du sie wieder frei und lässt sie sausen.
    Das ist mal eine Grundlage auf der man aufbauen kann. Wenn sie alleine im Garten ist und nicht gleich kommt,wirklich nur einmal rufen und dann komentarlos reingehen. Wenn sie dann aber in der Tür steht lob sie. Sie versteht schon dass du sie fürs kommen lobst und nicht fürs erst noch fertig toben und mit der Zeit wird sie immer bälder kommen. Wenn sie mit anderen Hunden spielt ist wichtig dass du den richtigen Moment abpasst. Jed gescheiterte Rückruf ist ein großer Rückschritt, deshalb solltest du die Ablenkung immer nur langsam steigern. Am besten du lässt sie zum Beispiel eine weile Spielen, und wenn sie dann gerade mal verschnauf-Pause machen und sie dich am besten sogar kurz ansieht, dann rufst du sie und spielst als Belohnung mit ihr, oder rennst ein Stück und gibst ihr dann ein Leckerli oder oder oder. Dann gibst du sie wieder frei. Sicherheits halber, damit kein Rückruf in einem Fangenspiel endet, kannst du eine Schleppleine dran machen, aber da muss man das Spiel gut beobachten, damit sie sich nicht verwickeln. Aber auch mit Schleppleine: Nur rufen wenn sie es auch schaffen kann zu kommen. Das braucht viel Übung bis sie wirklich direkt aus dem Spiel heraus abrufbar ist.
    eine Schleppleine dran zu machen, da muss man hatl vorsichtig sein mit

  • Fillis
    Das ist eine sehr gute Beschreibung und ein Beispiel dafür, wie mühevoll es ist, wenn man den Rückruf trainieren muss.

    Ich habe in 40 Jahren noch nie den Rückruf geübt. Hunde kommen auch einfach so, wenn sie eine gute Bindung haben.
    Gerade bei Welpen ist das so einfach. Meine kleinen Stöpsel haben im Garten immer ihr Spiel unterbrochen, wenn ich aufgetaucht bin. Einmal, weil man mehrmals am Tag mit der Futterschüssel kommt, weil der Mensch irgendwann statt der Mutterhündin Bezugsperson ist, weil Welpen neugierig sind und sich über jede neue Ablenkung freuen, weil sie Geborgenheit brauchen, um zu überleben.

    Dieses freudige Kommen muss man sich einfach erhalten. Da muss man nicht loben und mit Leckerlies das Kommen belohnen und üben.
    Natürlich habe ich meine Welpen mal geknuddelt, einfach weil ich sie gerne habe. Ich habe auch mit ihnen gespielt, wenn sie gekommen sind, weil es Spaß macht. Ich bin aber auch mal einfach an ihnen vorbei gegangen, weil ich den Kompost wegbringen wollte.

    Ich glaube dass Hunde diesen Unterschied spüren, ob man sie einfach gerne um sich hat und darauf vertraut, dass sie kommen oder ob man das Heranrufen übt, um Kontrolle auszuüben.

    Eine gute Beziehung ersetzt weitestgehend die Erziehung.

  • DAmit ein Hund immer und überall auf seinen Halter hört muss die Beziehung stimmen. Und so eine Beziehung baut man wahrlich nicht von heute auf morgen auf. Natürlich möchte man, dass ein Hund immer abrufbar ist und Kommandos sofort ausführt. Das setzt man aber nicht mit Druck durch. Denn Druck erzeugt Gegendruck. Und in einer unentspannten Atmosphäre lernt ein Hund nicht! Viele HAlter neigen leider dazu sofort viel Druck (dazu reicht körperliche Presenz oder auch die Stimmlage) auszuüben. Und das häufig in Situationen, in denen der Hund von vornherein keine Change hatte zu hören, weil er einfach überfordert oder abgelenkt ist.
    Du hast selbst schon bemerkt, dass in der Situation im Garten es kontraproduktiv ist, wenn du auf deinen Hund zu gehst. Also machst du genau das nicht! Wenn du möchtest, dass dein Hund mit dir ins Haus kommt, dann gehst du vor und wartest bis dein Hund kommt und machst dann im Haus riesen PArty. Oder aber du hochst dich im Grad Winkel hin und lockst deinen Hund zu dir. Das machst du immer wieder mal auch im Spiel. Du musst loben, wenn dein Hund bei dir ist und gibst ihn wieder frei. Irgendwann, wenn du wirklich rein gehen möchtest, dann lockst du den Hund zu dir und´nimmst ihn einfach freundlich mit.

    Wichtig finde ich aber auch, dass du viel mit deinem Hund machst, was die Energie raus lässt. Viele Hund lieben Renn- und Fangspiele. Dazu braucht ihr nicht einmal ein Spielzeug.
    Richtiges Spielen ist für mich sowas hier (vielleicht nicht immer so extrem, aber ein schönes Beispiel:

    http://www.youtube.com/watch?v=f30zUSZkGaM

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!