Mein Pflegefall...

  • ...in meinem letzten Thread habe ich ja schon berichtet das ich nun einen "Pflegehund" habe. Gestern hatte ich schon die Hoffnung sie an eine gute Familie vermittelt zu haben... falsch gedacht, heute morgen hat das Pärchen die kleine zurück gebracht. Nachdem ich gegangen bin war bei denen wohl die Hölle los... ständiges fiepen, knabbern, bellen und sie hat der Frau angeblich ins Bett gepinkelt. :verzweifelt:

    Bei mir hat sie sowas nicht gemacht. Okay, ab und zu hat sie gebellt wenn jemand im Treppenhaus war und gefiept wenn sich keiner mit ihr beschäftigt hat. Aber so wie es die Frau beschrieben hat, war es wohl sehr extrem.

    Nun hab ich mir überlegt, ob ich nicht doch erst mal ein bisschen "Erziehung" nachhole. Ich möchte nicht direkt zur Hundeschule gehen, sondern erst mal probieren ihre "kleinen" Macken auszuräumen.

    Ich zähle am besten mal die Problemchen auf die mich am meisten stören.

    1. Das zerren an der Leine, Bei Fuss kennt sie nicht.
    2. Das bellen wenn jemand im Treppenhaus ist. Ich möchte nicht das die Nachbarn sich beschweren.
    3. Das anbellen von fremden Menschen auf der Straße. Das ist mir echt unangenehm wenn sie anfängt fremde Leute anzugehen.
    4. Das "Ooohhh ein Hund! Da muss ich sofort hin" geturne und gehüpfe. Sie ist zwar relativ klein und leicht aber es nervt einfach.

    Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps wie ich damit arbeiten kann. Ich denke mal um einen Hundetrainer werde ich aber so oder so nicht rum kommen.

    Ach ja, wie habt ihr euren Hunden beigebracht abrufbar zu sein? Bisher nehme ich die kleine nur von der Leine wenn niemand anderes in der Nähe ist.. und meine Boxer Hündin war eigt schon immer mehr oder weniger Pflegeleicht.. da musste ich nie viel für tun..

    Würde mich über Tipps freuen..

  • Wäre es nicht sinnvoller, dich erst mal zu entscheiden ob du sie nun behalten oder vermitteln willst?

    Wenn du sie nämlich vermitteln willst, sollte doch der neue Besitzer sie (nach seinem "Geschmack") erziehen.
    Was dich nun "stört", könnte er ja gut finden (vielleicht will er einen bellenden Wachhund?).

  • Zitat

    Wäre es nicht sinnvoller, dich erst mal zu entscheiden ob du sie nun behalten oder vermitteln willst?

    Wenn du sie nämlich vermitteln willst, sollte doch der neue Besitzer sie (nach seinem "Geschmack") erziehen.
    Was dich nun "stört", könnte er ja gut finden (vielleicht will er einen bellenden Wachhund?).

    Das ist ein kleiner Labbi mix. Wenn der jenige einen Wachhund haben wollen würde, würde er sich sicher nicht bei mir umgucken.

    Abgesehen davon, wer weiss wie lange sie bei mir bleibt. Mich stört es und ich möchte das ändern.

    Ich muss sie doch nicht so unerzogen lassen nur weil ich noch niemanden gefunden habe.. wie lange soll ich das denn noch zulassen? Wenn ich sie in ein paar Monaten erst vermitteln kann denken sich die zukünftigen Besitzer doch auch, hat die einfach keine Ahnung oder ist der Hund mit Absicht so verzogen?

    Ich denke auch kein Hund sollte Menschen einfach angehen, damit würde ich den Zukünftigen Besitzern auch einen gefallen tun wenn ich ihr das austreibe..

  • Also ich versuche meinen Pflegehunden eine gwisse Leinenführigkeit beizubringen sowie Basics wie Sitz und Platz, wenn sie jetzt irgendwelche krassen Macken die mich stören (ständiges Anschlagen, Hunde anpöbeln, zu menschen komisch sein etc.) versuche ich daran zu arbeiten das sich das Problem nicht festsetzt. allerdings gehe ich nicht mit ihnen jetzt richtig ins Training in die Hundeschule, ich versuche nur sie bestmöglich auf das leben vorzubereiten und das mache ich bei jedem meiner Pflegis (je nachdem wie sie hatl drauf sind bzgl. Angst und so) von Ánfang an denn ich weiß ja nie wann sie wieder ausziehen, wozu dann warten.....

    DAs der Hund sich bei den neuen "Besitzern" anfangs anders verhält empfinde ich im Übrigen als ganz normal und das sage ich auch jedem einzelnen der den Hund als Endstelle nimmt das alles was hier geklappt hat dort nicht merh klappen muss, dann erlebt man manchmal nicht ganz so böse Überaschungen wenn die leute einfach w2issen was auf sie zukommen könnte

  • Zitat

    Also ich versuche meinen Pflegehunden eine gwisse Leinenführigkeit beizubringen sowie Basics wie Sitz und Platz, wenn sie jetzt irgendwelche krassen Macken die mich stören (ständiges Anschlagen, Hunde anpöbeln, zu menschen komisch sein etc.) versuche ich daran zu arbeiten das sich das Problem nicht festsetzt. allerdings gehe ich nicht mit ihnen jetzt richtig ins Training in die Hundeschule, ich versuche nur sie bestmöglich auf das leben vorzubereiten und das mache ich bei jedem meiner Pflegis (je nachdem wie sie hatl drauf sind bzgl. Angst und so) von Ánfang an denn ich weiß ja nie wann sie wieder ausziehen, wozu dann warten.....

    DAs der Hund sich bei den neuen "Besitzern" anfangs anders verhält empfinde ich im Übrigen als ganz normal und das sage ich auch jedem einzelnen der den Hund als Endstelle nimmt das alles was hier geklappt hat dort nicht merh klappen muss, dann erlebt man manchmal nicht ganz so böse Überaschungen wenn die leute einfach w2issen was auf sie zukommen könnte

    Die Grundkommandos beherrscht sie soweit. Und arbeiten würde ich an ihren Macken liebend gerne, habe leider nur keine Ahnung wie ich es angehen soll.. deshalb dachte ich schon an einen Hundetrainer :/

    Dem Pärchen habe ich gesagt das sie Macken hat und diese hab ich auch Ausfürhrlich aufgeführt. Für die 2 gar kein Problem sagten sie... naja Pustekuchen. :muede:

  • Zitat

    .... wenn ich ihr das austreibe..

    Mit so einer Einstellung da ran gehen ist .. :xface:

    Leine zerren: leine stramm = stehen bleiben! haben meine Welpen innerhalb zweier Tage kapiert.
    Anschlagen: Geräusch - Bellen - Hund locken, "Ist OK!", Lecker oder Spiel. Hat bei meinen, mittlerweile 6, bisherigen Welpen/Junghunden auch innerhalb kurzer Zeit geklappt. Nun melden sie einmal und kommen dann ihre Belohnung abholen! :D

    Menschen und Hundebegegnungen: Beides ähnlich. Hund hinter mich, ich regle die Begegnung! Ist der Hund leinenführig, überhaupt kein Problem! Allerdings am Anfang mit größerem Abstand üben!
    meine Hunde haben gelernt, an der Leine gibt es niemals Kontakt! Abgeleint wird erst, wenn der Hund bei mir sitzt und mich anschaut! Alles passiert nur über mich!

  • Leute, die den Hund nach einer Nacht wegen Unruhe und Fiepen zurück bringen, werden es schwer haben den passenden Hund zu finden. Jeder Hund braucht eine gewisse Zeit um sich an das neue Umfeld und die Menschen dort zu gewöhnen und viele reagieren auf die plötzlich veränderte Umgebung gestresst und unruhig - für den Menschen natürlich nervig, aber da muss man durch.

    So wie bei diesen Leuten wird der Hund also auch bei anderen Adoptanten reagieren und da kannst du mit Training bei dir zu Hause nur begrenzt etwas erreichen. Selbst wenn der Hund bei dir nicht mehr auf jedes Geräusch reagiert, wird er es vermutlich im neuen Haushalt wieder tun.
    Wichtig ist es also vor allem die neuen Besitzer vorzubereiten und ihnen Tipps an die Hand zu geben. Oft hilft ein gemeinsamer Spaziergang mit Hund bevor er mit ins Haus genommen wird. Dort sollte der Bewegungsspielraum zunächst nicht zu groß sein und natürlich sollte alles vermieden werden, was noch mehr Unruhe in die Situation bringt. Auf Umherrennen, Fiepen, Bellen, Hecheln, etc. sollte man gefasst sein und die Flinte nicht gleich ins Korn werfen.

    Abgesehen davon gehe ich auch mit jedem neuen Pflegehund, mit dem ich Gassi gehe um, als wäre es meiner. Ich achte also auf die Leinenführigkeit und trainiere den Rückruf etc.

  • Zitat


    Wenn du sie nämlich vermitteln willst, sollte doch der neue Besitzer sie (nach seinem "Geschmack") erziehen.
    Was dich nun "stört", könnte er ja gut finden (vielleicht will er einen bellenden Wachhund?).

    Die Hündin ist sechs Monate alt und bellt vermutlich aus Unsicherheit, was keine gute Voraussetzungen für einen Wachhund wären.

    Zitat

    3. Das anbellen von fremden Menschen auf der Straße. Das ist mir echt unangenehm wenn sie anfängt fremde Leute anzugehen.

    Zitat

    wie lange soll ich das denn noch zulassen? Wenn ich sie in ein paar Monaten erst vermitteln kann denken sich die zukünftigen Besitzer doch auch, hat die einfach keine Ahnung oder ist der Hund mit Absicht so verzogen?]

    Zitat

    damit würde ich den Zukünftigen Besitzern auch einen gefallen tun wenn ich ihr das austreibe..

    Ob du wirklich Ahnung hast?
    Verhaltensweisen einfach "auszutreiben", ohne zu wissen, warum ein Hund so agiert, ist schon mal der falsche Ansatz.
    Wenn ein Hund es nötig hat, auf der Straße fremde Menschen anzubellen, geschieht das meist aus Unsicherheit.
    Unsicher fühlt sich ein Hund in solchen Situationen, weil da niemand ist, der in souverän führt und ihm Sicherheit vermittelt.
    Wenn man keine Ahnung hat, wie das geht, ist das keine Schande, dafür gibt es ausgebildete Leute, die einem das zeigen können.
    Die Hündin fordert aller Wahrscheinlichkeit nach eine Individualdistanz ein, du musst dafür sorgen, dass sie die bekommt.

    Gruß
    Themis

  • Na das sind ja tolle Interessenten. Was erwarten sie denn wenn sie sich für einen Hund interessieren der gerade mal ein halbes Jahr alt ist?
    Ich gehe außerdem davon aus dass du die Interessenten darüber aufgeklärt hast dass der vorherige Besitzer nicht viel mit der Kleinen trainiert hat.
    Mach es der Kleinen nicht so schwer, suche ihr ordentliche Interessenten die wissen was sie da vor sich haben und lass sie die Erziehung übernehmen. Du weißt dass du sie nicht übernehmen wirst, also lass die Bindung zwischendurch nicht noch größer werden!
    Vllt. Lässt du dir bei der Vermittlung auch einfach von einem Tierheim helfen, da sind solche Labradore ja sehr beliebt und sie findet sicher ein gutes zuhause!

    Von unterwegs...

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