Hat unser Welpe Angst vor uns und hört deshalb nicht??

  • Hallo, so ich bin neu hier im Forum und habe eine Frage aber zuerst zu uns:
    Ich habe eine 3 Monate junge Weimeraner Dame die seit 3 Wochen nun bei mir und meinem Mann lebt.
    Grundgehorsam klappt schon ziemlich gut (sitz, platz, bleib) nur haben wir ein grosses Problem mit dem Befehl "komm her" zuhause klappt es zu 50 % draussen überhaupt nicht das gleiche mit dem Namen
    So anfangs haben wir sie auch mal auf einem Feld laufen lassen sie ist immer zurück gekommen nun ist dies allerdings seit 3 Tagen nicht mehr der Fall sondern sie läuft davon oder sie ignoriert uns einfach.

    Gestern ist sie dann weg als mein Mann sie rufen wollte und als ein Auto angerast kam ist er ihr hinterher gelaufen als er näher kam hat unser Welpe sehr laut mit fiepen begonnen und hat sich auf den Boden gelegt als ob sie Todesangst hätte... Uns blieb wegen dem Auto in dieser Situation allerdings keine andere Wahl...
    Nun das macht mir ein wenig Sorgen hat sie Angst vor ihm? Was könnte dieses verhalten bedeuten und wie bekommt man dies in den Griff? Ich möchte sie nämich ab und zu auf einem Feld oder im Wald mal loslassen damit sie rennen kann allerding muss der Befehl dann ausnahmslos funktionieren. Bin dankbar für jede Hilfe ...

  • Hey :)

    Ist das eurer erster Hund?
    Ist doch klar das ein 3 Monate alter Welpe schiss bekommt wenn ein grosser Mann auf ihn zu rennt. Stell dir vor du wärst so hilflos und eine so riesige Person "greift dich an".. ;)

    Ansonsten würde ich der Kleinen nicht zu viel zumuten. Wenn sie tatsächlich schon Sitz, Platz und sogar bleib kann in dem alter würde ich mal nen Gang zurück schalten. Lasst die Maus lieber auf sicherem Gelände frei laufen und die Welt entdecken, spielt mit ihr draussen und baut vertrauen auf. Den Rückruf finde ich allerdings schon wichtig, wenn ihr so Angst habt das sie abhaut macht eben ne ganz leichte Schleppleine ans Geschirr.

    Ich habe meinen Hund in dem alter einfach frei laufen lassen, wenn sie noch so klein sind latschen sie einem ja eh nach...nutzt das auf jedenfall aus! Ansonsten würde ich euch mal raten in ne gute Hundeschule zu gehen, ihr habt euch da ja nicht unbedingt die einfachste Rasse ausgesucht.

  • Ja es ist nicht die einfachste Rasse dessen bin ich mir Bewusst. Mit dem nachlaufen stimmt schon sie bleibt in der Gegend doch immer so auf 5m Abstand und wenn man sie dann ruft haut sie ab oder ignoriert es wenn man sich dann nähert entfernt sie sich ebenfalls. Das erschwert natürlich das Anleinen grade wenn andere dort joggen spazieren oder ein anderer Hund kommt ich will ihr aber auch keine Angst einjagen indem ich ihr nachlaufe. Das mit der Schleppleine ist eine gute Idee werd ich versuchen damit hat sie ja troz allem Freiraum :smile:
    Ich gehe auch mit ihr zur Zeit in die Welpenschule da machen wir Sozialisierung.

  • wahrscheinlich hat sie einfach noch nicht verstanden, was genau ihr mit dem rufen meint, daher das vermeintliche 'ignorieren'

    habt ihr mal versucht, in die Hocke zu gehen und sie mit hohen Quietschtönen anzulocken? Darauf reagieren die meisten Welpen gut ;)

  • Wie hat sie denn vorher (beim Züchter) gelebt? Hat sie dort gelernt, dass man (s)einem Menschen folgt, auch in fremder Umgebung? Was wurde zur Umweltgewöhnung getan die letzten Wochen?

    Wie trainiert ihr, dass sie sich an Euch orientiert? Den Rückruf würde ich noch gar nicht trainieren, wenn es derartige Probleme im Zusammenleben gibt. Ich würde zunächst üben, dass sie in stressigen Situationen lernt sich an Euch zu orientieren. Übungen dazu sollten sich reichlich in einer gut geführten Welpenstunden finden lassen, die man als Welpenbesitzer natürlich täglich in wechselnder Umgebung trainieren muss.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Erst mal muß Dein Welpe wissen, WARUM er zurückkommen soll. Weil es sich lohnt! Bei Spaziergängen mit Junghunden habe ich die Tasche voll mit Spielzeug und Leckerkram, und Ranrufen wird bald sehnlichst erwartet, weil es der Auftakt zu was Schönem ist.

    Ich suche mir eine ruhige Wiese ohne große Ablenkung, und lasse den Welpen gern einige Meter hinter mir schnüffeln. Es kommt der Moment, wo er realisiert, daß ich die Richtung gewechselt habe oder deutlich vor ihm laufe, und er peest mir nach. In der Sekunde, wo er ambitioniert in meine Richtung rennt, kommt der Lockruf, und bei mir eine kleine Belohnung (z.B. Lob, Knuddeln, Lecker, Spieli). Kein Festhalten oder Anleinen, gleich wieder Freigabe. Und nach 5 Minuten wieder rufen, wenn der Kleine eh' auf dem Weg zu mir ist. Der Kleine soll begreifen, daß es sich IMMER lohnt, Frauchen anzulaufen. Ich vermeide das Rufen, wenn er gerade abgelenkt ist mit einer spannenden Beschäftigung, vor mir läuft und umdrehen müßte, und wenn die Gegend gefährlich ist und das Nichtbefolgen des Rufes ein "Einfangen" des Welpen notwendig machen würde.

    Das Ranrufen mache ich nicht nebenher und wenn bereits Gefahr im Verzug ist, sondern ich plane den Aufbau, weil der sichere Rückruf für das ganze Hundeleben ungeheuer wichtig ist. Richtige Verknüpfung beim Welpen und Zeit lassen lohnt sich!

    Wenn der Junghund schon unschöne Erfahrungen mit "Einfangen" gemacht hat, würde ich eine leichte Schleppleine dranlassen und besonders sorgfältig positive Erfahrungen organisieren. Nie abrupt das "Ranrufen"-Spiel beenden mittels Leine dran und aber jetzt zackig mitgekommen! Lieber noch an der Leine ein Spielchen dranhängen.

    Erst VIEEL später kommt der Rückruf aus der Vorwärtsbewegung, unter Ablenkung, ohne großes Heititei. Aber selbst bei meinen alten Hunden sehe ich die Freude, wenn sie bei mir mit Lob und Zuneigung empfangen werden, und vielleicht einem winzigen, eher symbolischen Leckerlie dann und wann.

  • Welches quietschende Geräusch sollte das denn sein? Also ich gehe nach einer Zeit automatisch in die Hocke dennoch kuckt sie mich von weitem dann oft an und dreht sich dann trotzdem wieder um und macht "ihr Ding" :???:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!