Ist es egoistisch meinen Hund zu behalten?
-
-
Hallo,
durch unvorhergesehene berufliche Veränderung sind wir nun beide 9-10h außer Haus. Wenn alles gut geht, hat mein Freund ab übernächster Woche einen Tag pro Woche Homeoffice und ich hoffentlich in 2-3 Monaten auch. Aber momentan sind wir 5 Tage pro Woche weg.
Amber wird so lange (super) betreut. Sie ist abends so müde, dass sie nur noch schläft. Trotzdem fühlen wir uns schrecklich, da wir ihr gar nicht gerecht werden. Klar, am Wochenende. Momentan ist es auch extrem, weil wir mitten im Umzug stecken. Da haben wir selbst am Wochende wenig Zeit, gibt für sie sicher schöneres als uns beim Streichen zuzuschauen.
Sie ist ausgelastet und sie muss nicht länger als max. 2h alleine sein- aber sie sieht uns eben kaum noch.
Diese Situation wird erstmal 2 Jahre so bleiben. Danach weiß ich es nicht. Sie ist 11 Monate alt- und es würde mir as Herz brechen sie abzugeben. Aber ich will ihr auch nicht schaden.
Jetzt im Winter ist es natürlich besonders schlimm, im dunkeln kann man einfach nicht so viel machen.
Aber werden wir ihr so noch gerecht? Verliert sie den Bezug zu uns?Traurige Grüße :-/
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Ist es egoistisch meinen Hund zu behalten? schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Hallo,
nicht schön, aber super, dass ihr euch Gedanken macht!
Ich würde schauen, wie absehbar das ist. Der Umzug wird nicht ewig dauern und wenn in zwei bis drei Monaten jeder von euch je einen Tag Home Office hat und dein Freund schon in zwei Wochen, sind das ja nur noch drei bis vier Tage, die eure Maus beim Hundesitter ist. Das finde ich nicht schlimm.
Unter diesem Gesichtspunkt finde ich es nicht egoistisch, den Hund zu behalten. Wobei es jetzt nur um den zeitlichen Aspekt geht, die Auslastung eurerseits ist natürlich eine andere Frage...
Liebe Grüße
-
Ich finde deine Schilderung jetzt nicht so tragisch...
Wasser Auslastung angeht: man gewöhnt sich eigentlich schnell dran mit dem Hund auch im
dunklen etwas zu unternehmen. Sei es spazieren oder auch drinnen tricksen oder ZOS aufbauen oder andere Nasenspiele und Denkaufgaben.
Wenn ihr das, sobald es sich bei euch eingespielt hat und ihr umgezogen seid, hinbekommt, dann ist doch eigentlich alles gut.
Mit einer ordentlichen Betreuung für eure Maus, sehe ich da kein größeres Problem und die habe ihr ja. -
Ja, also bevor der Umzugsstress anfing, haben wir am Wochenende immer einen Tag mit ihr Dummytraining gemacht. Lange Spaziergänge bekommt sie so oder so- es geht mehr um die Kopfsachen, denn sie ist ein Arbeitshund und braucht viel geistige Beschäftigung. Fühlt sich schlimm an, sie jeden Tag wegzugeben, da ich fast 8 Monate zu Hause war.
Was ist ZOS? Dummys suchen im dunkeln find ich schwierig. Tricks drinnen werd ich mal wieder mit beginnen. Es sind halt so die Kleinigkeiten, man verbringt einfach wenig Zeit mit ihr und die Erziehung kommt dann auch zu kurz, auch wenn die Sitterin das auch gut macht.
-
Zitat
(...)
Jetzt im Winter ist es natürlich besonders schlimm, im dunkeln kann man einfach nicht so viel machen.
Aber werden wir ihr so noch gerecht? Verliert sie den Bezug zu uns?Traurige Grüße :-/
Ich weiß ja nicht, wie ihr wohnt, aber ich finde, dass man sich auf die Dunkelheit einstellen kann. Taschenlampe, Kopflampe, beleuchtete Strecken laufen (ggf. hinfahren), auf beleuchteten Plätzen Apportieren usw. - Aber ich weiß nicht, wie ihr wohnt, bei mir geht das.Ob sie den Bezug zu euch verliert? Ich finde wichtig, im Sinne von artgerecht, dass der Hund sich binden kann. Wenn er mit jemand anderen mehr Zeit oder auch tolle Zeit mit Action usw. hat, kann es sein, dass er sich dorthin stärker bindet. Aber da solltet ihr dann drüber stehen und euch freuen, dass euer Hund das alternative Beziehungsangebot annimmt, weil ihr gerade so eingeschränkt seid zeitlich. Letztlich ist für den Hund die Beziehung wichtig, weniger das Wer.
Und dann noch als Gedankenimpuls: Man kann sich das angucken und jederzeit neu entscheiden, sich umentscheiden.
Mich würde die Situation frustrieren, denn ich hab den Hund ja geholt, um mit ihm Zeit zu verbringen. Aber für machbar halte ich sie schon, denn der Hund ist ja, wie du schreibst, gut betreut und ausgelastet - nur halt nicht mit euch.
-
-
ZOS heißt Zielobjektsuche... Eine tolle Beschäftigungssache, angelehnt an die Ausbildung von Spürhunden. Der Hund wird dabei auf verschiedene kleine Gegenstände konditioniert und soll diese suchen und anzeigen.
Das kann man auch prima im Haus machen, finde ich. Grade zu Beginn wenn man es noch aufbaut hat man da viel zu tun, was man mit wenig Platz und Aufwand umsetzen kann, aber auch später.
Ansonsten auch so Sachen wie Geruchsunterscheidung z.b. mit Teebeuteln oder ähnliches.
Amber ist ein Retriever richtig? Dann machen ihr solche Nasensachen doch sicher Spaß. -
Ja, Labrador Retriever. ZOS klingt super, da lese ich mich mal ein. Sie liebt ja schon die Dummyarbeit und ist auch sehr begabt.
Hmm, wir wohnen sehr ländlich- beleuchtet ist außer der Straße durchs Dorf nichts. Stirnlampe habe ich. Mit Freund zusammen würd ich mich dann auch raustrauen
Aber in der Wohnung ist auch eine gute Idee- an Bewegung mangelt es ja nicht. -
Ich gehe auch Vollzeit arbeiten und bin täglich 9 Stunden außer Haus.
Meine Hündin ist derzeit meist bei meinen Eltern zur Betreuung.
Und das geht schon eine längere Zeit so, und es ist definitiv nicht so, dass die Bindung schwächer wird oder gar verloren geht.
Sie mag meine Eltern keine Frage, aber sie grenzt sehr deutlich ab zwischen ihrer Bindungsperson und anderen.
Sobald ich da bin, werden die meisten anderen ziemlich ignoriert
. Sie weiß genau wo sie hingehört.Sie wird es also verkraften. Für mich wäre das absolut kein Trennungsgrund.
Tricks doch einfach abends ne Runde mit ihr. Etwas was ausschließlich du mit ihr übst. Das ist auch Beschäftigung und macht doch vielen Hunden irre viel Spaß.
-
Ich finde es toll dass ihr euch so viele Gedanken macht.
Ich finde es jetzt nicht schlimm, auch wenn ich deine Gefühle verstehen kann, mir würde es nicht anders gehen.
Solange es deinem Hund bei der Betreuung gut geht und er nicht 10 Stunden alleine zuhause sitzen muss finde ich da kein Problem.
Außerdem wenn dein Freund und du jetzt je einen Homeoffice-Tag macht dann sind es ja nur noch 3 Tage die der Hund wirklich nicht bei euch ist.
Andere Hunde gehen 5 Tage in Betreuung und es geht ihnen gut damit.
Wichtig ist die Zeit die ihr habt Qualitativ gut zu nutzen, d.h. gemeinsam lernen, arbeiten, spielen.
Z.b. Dummy Arbeit oder ZOS, . . . solche Dinge kann man auch auf beleuchteten Plätzen Abends machen oder sogar in der Wohnung.
Hundeschule wäre ja auch in der dunklen Jahreszeit möglich, vielleicht Dummy-Kurs oder Unterordnung meine Hündin liebt es mit mir zusammen zu arbeiten, egal was gemacht wird, sie findet es toll und ist danach gut ausgelastet. -
Hallo,
mir geht es ganz ähnlich wie Euch.
Ich bin auch 9 bis 10 außer Haus. Mein Hund geht in dieser Zeit zu einem Sitter. Der Sitter isr Rentner, hat selbste ine Hündin und ist mit den Beiden zwischen 2 und 5 Stunden unterwegs. Jeden Tag woanders. Mein Hund liebt es bei ihm zu sein. Ich mache morgens die Autotür auf und rennt direkt zur Haustür und wartet das sie endlich aufgeht.
Teilweise komme ich fast um vor schlechtem Gewissen, da ich mich unter der Woche so gut wie gar nicht um ihn kümmern kann. Wir gehen Abend noch eine Minirunde zum Pipi machen und ab und an tricksen wir noch etwas. Bis vor einem halben Jahr waren wir nocheinmal die Woche beim Agy. Das kann ich nur leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr (Op am Sprunggelenk, darf nicht mehr laufen).
der Hund wurde in einer völlig anderen Situation angeschafft, ich habe Teilzeit gearbeitet und konnte den Hund mit ins Büro nehmen. Leider hat sich mein Leben dahingehend völlig verändert. Meine Freundin der ich ab und zu mein Leid plage sagt dann immer: "Du tust doch das bestmöglichste für ihn. Er ist den ganzen Tag optimal betreut. Am Wochenende sorgst du für tolle Spaziergänge, was willst du den mehr" Und ich denke eigentlich hat sie recht. Viel schlimmer wird es wenn er dann am Wochenende Abends nochmal 2-3 Stunden alleine bleiben muss. Ihn stört es glaube ich gar nicht sooooooo schlimm. Ich leide viel mehr.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!