Entzündung oder doch Tumor - Probleme mit Blase u. Harnleite

  • Hello zusammen,

    bin neu hier, habe mich eh schon vorgestellt, bin "Hundemama" eines 7 jährigen Labradors namens Rocky.

    Wir sind seit einem guten Jahr kastriert und da fingen sofort ein paar Tage danach die Probleme mit der Blase an. Noch in der Woche nach der Kastration hatten wir die erste heftige Blasenentzündung, zu Weihnachten 12 die 2te. Jetzt haben wir seit Dienstag diese Woche wieder Probleme, aber dieses Mal mit anderen Symptomen. Wollte er die beiden ersten Mal dauernd raus und pieselte wenig unter starken Schmerzen, hat er das dieses Mal nicht so. Mir fiel Dienstag nach der Arbeit aber auf den Verdacht meines Mannes von der Morgenrunde aber auf, dass er zwar pieseln wollte, aber nix kam, er musste pressen, erst beim 5. Versuch kam ein mehr als magerer Strahl. Wir sind sofort zum Tierarzt. Dort wurde eine Urinprobe genommen, in dem Eiweisse und "Schlacken" mit freiem Auge zu sehen war, es stank bestialisch nach "Aas" und abgestanden, wie auf einem Bahnhofsurinal. Wir haben Antibiotika, Rimadyl und eine Paste zum Harnansäuern mitbekommen. Do dann das Ergebnis vom Urin - kein Griess im Harn, kein Blut, keine Krebszellen, viele Proteiene, wenig Kristalle, ph Wert leicht im basischen Bereich, Glukose und weisse Blutkörperchen sowie ein wenig Epithelien und massiv Bakterien. Verdacht der TA auf eine Blasenentzündung verursacht durch einen Stein, der ev. auch was verlegt. Heute Termin Ultraschall und Röntgen.

    So, nun war aber leider weder am Röntgen noch am Ultraschall ein Stein oder Griess (hätte man angeblich auch am Harn sehen müssen) zu finden! Auch denke ich nicht, dass wie beim 1. Mal die Blasenschleimhaut besonders dick war.

    Tierärztin wurde hochgradig nervös, wir sollen nun über Weihnachten weiter Antibiotika und Rimadyl geben, und im Jänner dann in die Uniklinik fahren, besseres Ultraschall und ev. endoskopische Untersuchung machen, weil "irgendwas muss ihm ja den Harnleiter verlegen" - und plötzlich ist die Krebsangst wieder da. Vor allem, weil die Ärztin meinte, sowas hätte man am Röntgen sowieso nicht gesehen....Und sie glaubt nicht, dass die Schleimhaut so dick ist, dass ihn das am pinkeln hindert. Aber hätte man einen Harnröhrentumor nicht auch an Krebszellen im Urin gemerkt? Und sieht man sowas wirklich nicht am Röntgen, nicht mal einen Schatten? Ein Ding, dass so gross ist, dass es die Harnröhre verlegt?

    Aber - irgendwie kommt mir das komisch vor alles, unstimmig, denn einerseits kam sie mit dem Katheter problemlos durch den Harnleiter - das hat sie auch gesagt - wie kann er dann einen Stein haben, der den Abfluss verringert? Die Antibiotika und Rimadyl wirken, es kann besser pinkeln, aber so wie normal ist es noch nicht jetzt nach 4 Tagen Behandlung.

    Ich sage lieber auch noch dazu - eine heftige Ohrenentzündung hat er auch noch gleichzeitig, hier warten wir noch auf die Laborkultur.

    Habt ihr Tipps, was wir tun sollen?

    Danke und Lg
    Elisabeth

  • Vergessen habe ich auch noch - zu Beginn der Erkrankung hat mein Mann bei der Körperpflege des Hundes Ausfluss an der Spitze seines Pipmatzes gefunden, die Spülung war nicht wie sonst, und er schleckt vermehrt...dürfte ihn also jucken oder brennen!

  • Das hört sich ein bischen an wie bei meinem Quintus. Er hat eine Refelexdyssynergie.

    Dabei ist das Zusammenspiel zwischen Kontraktion der Blase und Öffnung des Blasenschliessmuskels gestört.
    Die Hunde pressen vergeblich weil sich der Schliessmuskel nicht, oder nicht vollständig, offnet. Mit einem Katheder kommt man problemlos durch, oft löst das den Muskel so das der Hund anschließend pieseln kann.
    Dadurch das ständig Restharnmengen in der Blase verbleiben neigen sie zu Blasenentzundungen.

    Die Erkrankung ist sehr selten, es hat ewig gedauert bis wir eine Diagnose hatten. Drei Jahre lang habe ich Quintus 2 - 10 mal im Monat einen Katheder geschoben, wenn wieder nichts kam.
    Mittlerweile ist er gut mit Dibenziran(eigendlich ein Blutdruckmittel, was aber auch bei neurologisch bedingten Blasenentleerungsstorungen eingesetzt wird) eingestellt und kann recht gut pieseln. Die entzundungsneigung ist gebieben weil wohl trotzdem Restmengen in der Blase bleiben.

    Ihr solltet vieleicht einen Tierarzt aufsuchen der Erfahrung mit neurologischen Erkrankungen hat, und ihn mal darauf ansprechen.

  • Hallo.
    Bruno hatte im Sommer aufgehört mit Fressen, sonst ist er ein Staubsauger. Sonst war nichts zu beobachten. Am 3. Tag sind wir zum TA und haben, warum auch immer, eine Pinkelprobe mitgenommen. Die TÄ konnte nichts feststellen, dann haben wir noch auf die Urinuntersuchung gewartet (TA meinte, das wäre nicht nötig, sie ruft dann an). Die Probe war voller Blut und Leukozyten. Bruno hatte eine starke Blasenentündung, die keinerlei Anzeichen hatte, außer der Appetitlosigkeit.
    Ein anderes Mal hat er sich mehere Male hingehockt und wollte pinkeln, nichts kam. Drinnen habe ich dann kontrolliert und hat er sich die Haar am Penis in die Harnröhre hineingezogen und wollte/konnte nicht mehr pinkeln, weil es so weh tat. Ich habe die Haare vorsichtig herausgezogen und jetzt kürze ich sie immer.

  • Gibts was neues?

    Sollte es wirklich Reflexdyssynergie sein, und ich finde es hört sich danach an, wird das nicht oder schlecht pieseln wieder verschwinden. Aber nach Tagen oder Wochen wiederkommen. Ebenso wie die Neigung zu Blasenentzundungen.

    Da dieses Krankheitsbild extrem selten ist, kennen es die allermeisten Tierärzte nicht, was die Diagnose schwierig macht.

    Es wäre toll, wenn ihr berichten könntet wie es weiter geht. Da Quintus seit mittlerweile 5 Jahren die Reflexdyssynergie hat, interessiert mich das sehr.

    Alles Gute!

  • Liebe Ilona,
    Wir haben anscheinend eine Super Ärztin, denn wir sitzen heute mit dem Verdacht auf Reflexdyssynergie in der Uniklinik beim Ausschluss-Ultraschall. Ich melde mich wieder.

    Lg
    Lissy

  • Hello Ilona,

    ich möchte dich um deine Hilfe bitten. Du hast mir ja schon kurz nachdem die Nicht-Pieselei passenderweise am 24.12. begonnen hat, schon mit dem Verdacht Reflexdyssynergie geantwortet, noch bevor ich damit etwas anfangen konnte.

    Unsere Ärztin hat uns am 26.12. die Verdachtsdiagnose Reflexdyssynergie gestellt, den Hund unter Dibenzyran gestellt, und uns damit am 27.12. auf die Uniklinik in Wien zum Ultraschall / Röntgen geschickt. Festgestellt wurde dort eine vergrösserte / veränderte Prostata. Krebsangst-Schock! Eine 1. Biopsie am selben Tag durch die Harnröhre ergab - keine Krebszellen. Für Mo, 30.12. zur Feinnadelbiopsie. 1. Biopsie - nicht diagnostisch. 2. Biopsie - Frauli schon fast tot vor Angst - ebenfalls nur Blut mit Verkalkungen. Diagnoseverdacht Benigne Prostatahyperplasie. Anti-Testosteron Spritze und starkes Antibiotikum. Dibenzyran abgesetzt. An dem Tag 2x Harnkatheter. Am 31.12. und 1.1. gut gepieselt, am 2.1. wieder versickert, am Samstag 4.1. morgens leicht Fieber und es ging wieder nichts. Gott sei Dank kann Frauli seit dem 31.12. selbst Katheter setzen. So, heute haben wir uns wieder eine Antibiotika Spritze geholt und warten auf Besserung - aber die Hoffnung ist nicht gross. Wir nehmen nun seit Samstag Abend wieder Dibenzyran - viel merken von der Wirkung tun wir allerdings nicht.

    Schwere Blasenentzündung und Entzündung der Prostata - ist nachgewiesen. Nur ist fraglich - kann er wirklich durch die Schwellung der Schleimhaut schon seit 2 Wochen nicht pinkeln? Oder ist es wirklich die Prostata, die alles abdrückt? Er pieselt beim Katheterlegen oft direkt "neben" dem Katheter mit....das würde für das "loslösen" des Muskels sprechen - aber warum wirkt dann Dibenzyran nicht? Wie oft brauchte dein Hund am Anfang Katheter - und konnte er selbst gar nicht, oder nur tröpfchen wie unserer, der wechselt auch mal, wir haben das Gefühl, nach dem Katheter geht es eine zeitlang, dann versiegt es - unsere Ärztinnen sagen mind. 1x täglich Katheter, wenn gar nix geht - aber auf Dauer geht das halt nicht.....

    Wir würden dich gerne nach dem Verlauf deiner Diagnosestellung fragen und ev. fragen, ob du uns auch den Arzt verrätst? Wir sind zwar in Ö daheim, aber unsere Ärztin telefoniert auch bis in die Klinik Norderstedt/Hamburg rum weil sie dort den Chef kennt...

    Wir sind schon wirklich kurz vorm Verzweifeln, haben Angst, unseren Hund zu verlieren, ich bin selbst auch ziemlich krank (Rheuma und das mit Anfang 30) und habe kaum noch Kraft. Abgesehen von den versiegenden Geldquellen - und wir haben schon in Diagnostik und Medikamente seit Weihnachten hunderte von Euros gesteckt...

    Danke vielmals von mir, meinem Mann und unserem Hundilein - Labrador Rocky, 7 Jahre, 40 kg - passt ja ins "Beuteschema" der Reflexdyssynergie....

    Lg
    Elisabeth

  • Das hört sich ja alles nicht so gut an.

    Ich kann mir allerdings nicht vorstellen das die Prostata das Problem auslöst, aber vieleicht verschlimmert sie es.
    Wenn die Harnröhre abgedrückt würde, würde der Katheder nicht so prolemlos durch gehen.

    Auch das neben dem Katheder pieseln kenne ich von Quintus. Wenn der Muskel sich löst sind alle Schleusen offen.
    Bei Quintus habe ich die volle Wirkung vom Dibenziran nach ca. 3 Tagen gehabt. Er kommt gut damit klar.
    Es gibt auch noch einige andere Medies die man bei der Reflexdyssynergie einsetzen kann.
    Mit Quintus war ich damit bei Prof. Dr. Kresgen in der Tierklinik Duisburg Kaiserberg.

    Vieleicht kontaktiert ihr ihn einfach mal.

    Alles Gute.

  • Seit ihr denn sicher das das Antibiotikum greift?
    Das Fieber spricht ja auch dafür, das er noch mit der Entzündung kämpft.
    Ich würde ein Antibiogram machen lassen um sicher zu gehen.

    Die immer mal wieder Auftretenden Blasenentzundungen verschlimmern es bei Quintus auch kurzzeitig.


    Bei ihm wurde nicht so viel Diagnostik betrieben. Nachdem im Dopplerultraschall keine Ursachen gefunden wurden, bekam er aufgrund des klinischen Bildes Dibenziran. Das greifen des Medikamentes bestätigte dann die Diagnose.

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