Probleme mit der Erziehung. Hilfe

  • Hallo ihr Lieben!

    Ich schreibe, um etwas Hilfe bei unseren Problemen mit unserer Hündin zu bekommen.
    Sie ist 12 Monate alt, ein Labrador-Dobermann Mix, sehr ängstlich aber auch sehr agil!

    Sie ist bei uns, seit dem sie 10 Wochen alt ist. Wir haben Schrittweise alles mit ihr geübt und sie hat auch gelernt allein zu sein.

    Nun zu den "Problemen"
    - Wir sind umgezogen, und seit dem wir hier wohnen Zieht sie wie eine Blöde an der Leine, es war auch vorher so dass sie nicht super an der Leine laufen konnte, aber hier.. sie ist nicht mal ansprechbar.. immer geradeaus, zur seite.. man kann stehen bleiben, sie zurück ziehen, egal was.. sie rennt wieder nach vorn. was kann man da machen? :(

    - Außerdem gibt es seit dem sie etwa 6 Monate ist arge Probleme beim allein lassen.. egal ob es 10 min, 1 Stunde oder 3 Stunden sind.. Sie macht alles kaputt!
    Kaut an kissen, zerfetzt sie, verfleischt die Couch, "buddelt" Löcher in die Wände.. Wir sind wirklich am Ende mit ihr. DAVOR hat es immer super geklappt!

    - Das letzte, was uns so richtig stört, ist dass sie, wenn andere Hunde auf uns treffen (z.b. Beim Spazieren gehen) einfach total austickt.. SOLANG man sie NICHT hinlässt. Wenn man zb. weiter geht und sie ablenken will.. Sie zieht wie irre, kläfft und fletscht die zähne.. geht man aber auf den anderen Hund zu freut sie sich voll&will spielen!!

    Ich würde mich super freuen, wenn jemand das Problem kennt und vielleicht tipps hat! Danke :-*

  • Hallo :smile:

    Vorweg ein zwei Fragen um die Situation besser einschätzen zu können:

    Wieviel und welche Beschäftigung bekommt der Hund am Tag?
    Wie verhält sie sich, wenn jemand zu Hause ist?
    Wie lange muss sie alleine zu Hause bleiben?

    Allgemein sagst du ist sie nicht super leinenführig. Wenn ihr gerade umgezogen seid, ist die Umgebung für sie neu und aufregend, sodass sie nicht entspannt an der Leine laufen kann. Deine Hündin möchte alles erkunden. Nun ist das Wichtigste, dass du nicht immerzu die Methode wechselst, sondern konsequent längere Zeit - das können Wochen oder auch Monate sein- bei einer bleibst. Das dauert seine Zeit und durch die Aufregung ist deine Hündin nur bedingt aufnahmefähig. Vielleicht hast du die Möglichkeit sie erst ein wenig freilaufen zu lassen, damit sie die angestaute Energie loswerden darf und sich anschließend auf das Leinenführigkeitstraining konzentrieren kann.

    Zum Alleinebleiben gibt es nun mehrere Möglichkeiten, warum sie sich so benimmt. Hilfreich wäre es eine Kamera aufzustellen, wenn keiner zu Hause ist oder zumindest (mit einem Handy oder ähnlichem) den Ton aufzunehmen.
    Es kann natürlich mit dem Umzug zusammenhängen, dass sie nun nicht mehr alleine bleiben mag. Dann müsste man das ganz langsam und behutsam in Minischritte von vorne neu aufbauen.
    Eine andere Möglichkeit ist, dass sie schlichtweg gelangweilt ist und sich Beschäftigungen sucht. Sie ist nun ein Jahr alt, da bekommen viele Hunde einen "Energieschub". Sie werden vom Welpen/Junghund zum Jugendlichen. Dabei entdecken sie ihre Kraft und ihr Temperament schäumt dann manchmal über.
    Genauso wäre es möglich, dass sie zu hochgepusht ist und deswegen nicht zur Ruhe kommt, wenn sie alleine ist.

    Es ist schwierig von hier aus die genaue Ursache zu finden. Deshalb auch die Fragen oben.

    Zu dem letzten Problem:
    Sie will spielen und ärgert sich, wenn sie nicht darf. Da hilft es dem Hund beizubringen sich hinzusetzen, dich anzuschauen und erst dann auf ein Signal von dir loslaufen zu dürfen. Das ist hilfreich nicht nur wenn andere Hunde kommen, sondern auch generell vor dem Freilauf. Bei fremden Hunden zunächst in einem Abstand absitzen lassen, bei dem es funktioniert und der Hund sich noch nicht in Rage gebracht hat. Das Ziel ist, dass der Hund lernt auf dein Kommando zu hören bevor er los darf. Und wenn er mal nicht hindarf, muss er auch solange sitzen bleiben bis du etwas anderes sagst. Such mal hier im Forum nach Impulskontrolle. Da solltest du einige hilfreiche Tips finden.

  • Mhhm, naja also wir gehen jeden Morgen eine 3/4 Stunde mit ihr raus.. Erst so ca 20 Minuten Bällchen spielen (sie kann sehr gut apportieren) und danach üben wir dann immer das "an der Leine gehen" die restlichen 25 Minuten..
    Zur Zeit mache ich es so, dass ich immer, sobald sie an mir vorbei geht, in eine andere Richtung gehe.. Das kann ich nur im Hof üben da ich auf der Straße da keinen Meter vorwärts käme.. Sie versteht das ganze einfach nicht.. welche Methode schlagt ihr denn vor? Vielleicht ist meine auch einfach zu blöd^^

    Nachmittags wenn dann einer heim kommt, gehen wir eine große Runde, dauert auch so meist ne 3/4 bis 1 Stunde.. und abends gibt's dann nochmal spielen mit dem ball, 20 min oder so.

    Dann, wie sie sich verhält wenn jemand da ist..
    Nunja.. sie spielt teilweise mit sich selber, kaut auf ihrem Spielzeug, wirft es durch die gegend..
    Oder liegt auf ihrer decke, gern schaut sie auch aus dem Fenster und beobachtet alles was draußen so passiert (wir haben eine etwa 2 meter lange bodentiefe Fensterfront).. Tauben, Menschen,.. sowas beobachtet sie dann gern (:
    Wenn wir den raum verlassen tapst sie uns manchmal nach.. manchmal bleibt sie aber auch allein zurück.

    &zum alleinbleiben.. wenn wir arbeiten sind ist sie ca 5-5,5 Stunden allein.
    Aber sie stellt den Mist ja auch an wenn sie nur mal 10 min allein ist ._.

  • Naja, die Frage ist.. wie lernt man ihr sowas? Sie ist unser Ersthund.. ich weis, das ersetzt nicht dass wir uns nicht über alles informieren.. Aber wie lernt man ihr genau das, was du gerade sagst?

  • Wie viel schläft sie über den Tag verteilt?

    Weil du nach dem Üben gefragt hast: kannst du vor ihrer Nase mit dem Bällchen spielen, ohne dass sie ran will?
    Kannst du ein Tabu aufstellen, welches sie einhält?
    Kann sie Bewegungsreizen widerstehen?
    Kann sie vor nem Wiener würstchen ruhig sitzen, ohne, dass sie ran darf?
    Bei Hunde tickt sie aus, das erwähntest du bereits.

    Das alles übst du in kleinen Schritten und belohnst jeweils das ruhige Verhalten.

    Bällchen werfen würd ich sein lassen. Das hat oft wenig Wert. Wozu machst du das mit ihr? Was ist dein Ziel dabei?

  • Oh man, scheint als hättest du echt eine Menge Ahnung von Hunden ._.

    Mit einem Bällchen spielen, ohne dass sie rann will, geht nicht :/ Wir schaffen es dass sie etwa eine Minute da sitzt, den ball fixiert.. und nichts macht.. sie will ihn aber trotzdem haben und wartet nur so darauf, dass sie ihn bekommt (zumindest bei ihrem Spielball, mit einem anderen haben wir es noch nie getestet)

    Wenn wir ein Tabu aufstellen (z.B. nicht auf die Couch gehen.. dann hält sie es ein, wenn wir da sind.. manchmal sitzt sie zwar da, legt ihren kopf hoch und jammert etwas.. kommt aber nicht hoch. Wenn wir nicht da sind, geht sie auf die Couch-.-)

    Das mit dem Wiener funktioniert! Also da gibt's keine Probleme, sie will es zwar haben.. wenn ich aber sage "Nein" dann geht sie auch wieder..
    Sie ist eher der Hund der bei Spielzeug statt bei Futter austickt ._.

    Was ist denn an Bällchen werfen so schlecht? Sie hat da total Spaß dran! :(
    Ich komm mir gerade vor, als hätte ich gar keine Ahnung mehr von Hunden..

    Was soll ich statdessen mit ihr spielen?

  • Leider wird der Stress, den viele Hunde beim Ballspiele haben als Spaß fehlinterpretiert. Ballspiele ist keine geeignete Beschäftigung für den Hund. Meistens werden sie davon nicht ruhiger, sondern wilder. Es spricht ihren Hetztrieb an und sorgt für ein ähnliches Gefühl wie beim Jagen.

    Gute Alternativen wären:
    - Spielzeug/Futter suchen, nachdem du es versteckt hast
    - Bringe ihr Tricks bei

    Vermeide aufpushende Spiele. Körperlich auslasten kannst du sie, indem sie mit anderen Hunde spielen darf oder mit Fahrradfahren, joggen, schwimmen (sofern sie das mag) oder auch lange Spaziergänge mit viel Freilauf.
    Auch beim Spaziergang gibt es Möglichkeiten die Aufmerksamkeit und Konzentration zu verbessern.
    Lass sie auf etwas rausspringen oder unten durch krabbeln, auf einem Baumstamm balancieren, Sachen suchen und so weiter. Da muss man ein wenig kreativ werden.

  • Kann den Beitrag leider nicht mehr ändern.

    Ballspielen würde ich komplett sein lassen! Natürlich muss sie sich bewegen, aber wie das möglich ist, habe ich gerade schon beschrieben.

    Alle Hunde, die ich kenne schlafen zu Hause. Da sind auch jüngere dabei. Manchmal gibt es ein wenig ruhige, geistige Beschäftigung, aber nichts wildes. Ein Kong ist eine super Sache für zu Hause.

    Darf deine mit anderen Hunden spielen?

  • Oh okay.. Das war mir nicht so bewusst.. Weil immer so viele Leute was vom Apportieren halten&sie das den ganzen Tag machen kann.. dachte ich es ist ne super Sache für sie.:/

    Ich weis nicht.. Fahrradfahren würde ich gern mit ihr, das geht ja aber erst wenn sie sich an der Leine benehmen kann..
    Außerdem ist jetzt gerade eine schlechte Zeit dafür ._.
    Und solange sie zu jedem Hund hinrast, wie eine Blöde und nicht einfach nur geradeaus laufen kann, wird das auch nichts mit dem Rad, da reißt sie uns ja nur hin und her :(

    Die anderen Alternativen haben wir auch zwischendrin mal gemacht, zur Abwechslung.. Aber das ist ja nichts zur Auslastung. Sie ist sehr sehr agil, kann lange und schnell rennen - bevor wir arbeiten gehen müssen wir sie richtig Auslasten sonst macht sie wirklich noch mehr kaputt :(

    Sie darf mit anderen Hunden spielen, nur wir sind ja neu her gezogen und kennen noch keine weiter.

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