Forthyrondosis erhöhen?
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HermannDS -
4. Dezember 2013 um 12:39
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Hallo an alle, die einen Hund mit subklinischer SDU haben oder sich damit anderweitig auskennen,
ich hab hier gerade ein kleines Problem mit Hermanns Tierärztin.
Vorgeschichte:
Anfang Oktober habe ich Hermanns Schilddrüse untersuchen lassen. Trotz der spezifischen Bitte hatte die Tierärztin damals nur T4, fT4 und TSH getestet und das Ergebnis "alles im Rahmen" mitgeteilt.T4: 2,4 (1,3-4,5)
fT4: 11 (7-45)Ich hatte trotz des relativ normalen T4-Wertes auf die weiteren Werte gepocht und hatte damit auch Recht behalten. Alle Werte waren an unterster Grenze, der fT3-Wert sogar unterhalb der Grenze. Ein erhöhter Fructosaminwert (ließ gleich ein komplettes Blutbild erstellen) deutete ebenfalls auf eine SDU hin.
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich gerade die Werte nicht finde, da meine Wohnung vor Papier und Büchern wegen der Bachelorarbeit überquillt und ich eben feststellen musste, dass ich die Ergebnisse wohl noch nicht einsortiert hatte.
Aufgrund der gesamten Wertetabelle entschied man dann, Hermann Forthyron400 zu verabreichen. 2x täglich eine halbe Tablette (also dann 400mg (?) pro Tag). Als Dosieranweisung gab es die Info: Mind. eine halbe Std. vor dem Füttern.
Letzte Woche (2 Monate später) folgte ein weiterer Bluttest, um die Werte zu kontrollieren.
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Gestern kamen dann die Ergebnisse. Erste Aussage der Tierärztin: "Die Werte haben sich super entwickelt!"
Klasse!, dachte ich mir. Thema für mich gegessen... aber die Tierärztin zählte dann wieder die Werte auf.
Sie hat erneut nur T4 und fT4 bestimmt (oder bestimmen lassen). Hab dann aber erstmal gedacht, da es ja um Referenzwerte geht, könnte das möglicherweise ausreichen. Ausgespuckt wurde dann:
T4: 2,0
fT4: 11
*gleicher Werterahmen wie obenT4 also noch gesunken (!) und fT4 exakt gleich geblieben. Frau Ärztin scheint also nicht mal die alten Werte betrachtet zu haben. Als ich sie darauf aufmerksam gemacht hatte, kam dann:
"hm... ahjaa... ja, ich hatte sowieso gedacht, er könnte wohl noch ein bisschen mehr bei der Dosierung vertragen. Geben Sie ihm mal 1 1/2 Tabletten am Tag (Erhöhung also um 200). Das können wir einfach mal machen und in spätestens 3 Monaten sollten wir dann eh nochmal untersuchen."

Punkt 1
"Wir können einfach mal..." ist mir ein Dorn im Auge. Ich fühl mich in der Praxis eigentlich super aufgehoben, allerdings klingt das für mich nach "Rumprobieren" und nicht nach "Wissen".
Punkt 2
Mir wurde jetzt letzte Woche erst mitgeteilt, dass ich darauf achten soll, dass die beiden Tablettenvergaben möglichst 12 Std. auseinander liegen. Ich hatte zwar immer auf die "mind. 30 Minuten vor Fütterung" geachtet, da Hermann aber sein Abendmahl am späten Nachmittag bekommen hatte, eben nicht auf die 12 Stunden.
Frage 1
Mich wundert es, dass Hermanns Werte scheinbar sogar gesunken sind, obwohl er 2 Monate Forthyron bekommen hat.
Seit letzter Woche achte ich auf die 12 Std., sodass er morgens vor der Runde seine Tablette bekommt und nach der Runde sein Frühstück (ca. ein bis anderthalb Stunden dazwischen) und Tablette und sein Abendessen erst nach der letzten Runde (das sind dann 30 Min. dazwischen).Haben sich Hermanns Werte wegen meiner falschen Tablettenvergabe nicht geändert? Oder kann man hier vielleicht von einer falschen Messung der Ärztin ausgehen?
Frage 2
Erhöhe ich jetzt die Dosis um die Hälfte, wie es meine Tierärztin angeraten hat?
Oder: Wenn die Situation von Frage 1 meine Schuld war. Achte ich jetzt weiterhin auf die >30min. + 12 Std.- Regel und belasse es bei der alten Dosis?
Frage 3
Muss ich darüber nachdenken, den Arzt zu wechseln?
Generell fühlte ich mich dort sehr wohl. Momentan zweifle ich ein wenig an der Kompetenz. Ein neuer Arzt würde wohl auch eine komplett neue Untersuchung bedeuten und damit möglicherweise nochmal 200-300€...
PS: Weiterer möglicher Vorgangsfehler. Bei der letzten Blutuntersuchung hat Hermann morgens sowohl seine Tablette als auch später sein Frühstück erhalten (hatte die Ärztin vorher gefragt wie ich es machen soll; so war das aber wohl in Ordnung). Ich hatte dementsprechend mit sehr hohen Werten gerechnet...
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Hi,
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Achso - vielleicht noch als Ergänzung:
Hermann ist mittlerweile in einigen Punkten ruhiger. Ich kann aber weder versichern, noch ausschließen, ob das von den Tabletten kommt. Bei der Untersuchung damals hatte er 6 Stress-Horror-Tage am Stück (so lang war's noch nie), die allerdings 2 Tage bevor es mit den Tabletten anfing aufgehört hatte. Ich weiß also nicht, ob er "nur" keinen Rückfall mehr erlitten hat, was die Panikattacken angeht oder ob es in Verbindung mit den Tabletten ist.
Vom Körperlichen her hat er aber nun ein deutlich dichteres Fell, sein Bauch wächst auch zu (war vorher flächenweise kahl), seine Nase ist endlich feucht und hat keinen Schorf mehr oben drauf (sah ein bisschen aus, wie eine geteerte Straße) und die Verheilung von kleinen Verletzungen ist auch deutlich besser und schneller.
Vorher hat eine Schramme, die er sich an 'nem Busch zugezogen hat, gut anderthalb Monate gebraucht, bis alles verheilt war.
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Hi :)
Da du ja aus Köln kommst, wenn ich mich richtig erinnere, empfehle ich dir, den Arzt zu wechseln und die paar Kilometer bis nach Dormagen zur Frau Boden auf dich zu nehmen.
Sie ist absolute Expertin auf dem Gebiet SDU und Verhalten. Ich denke schon, dass da nochmal neu Blut genommen werden muss. T4 und ft4 reichen für eine genaue Einstellung nicht aus.
Bei uns hat die Erstdiagnostik damals (aber inkl. Ernährungsberatung und noch nem anderen Test (MDR1-Defekt)) knapp 200 Euro gekostet, soweit ich weiß. Dafür ist diese Frau richtig kompetent und macht sich ein sehr umfassendes Bild, die Erstdiagnostik umfasst auch einen Check-Up/eine Begutachtung von etwa 1 Std. und einen ziemlich langen Fragebogen, den sie vorher anschaut.
Hier ist der Link: http://www.tierarztpraxis-boden.de
Liebe Grüße,
Anni -
... noch ne Möglichkeit wäre, evtl. direkt beim Labor T3, ft3, TSH nachzuordern. Sprich mal die in der Praxis drauf an.

Mit den Werten würde ich dann aber so oder so zu einem spezialisierten TA gehen!
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Hallo Annika,
beim ersten Test hatte ich ja dann alle Werte, aber es ist wohl unumgänglich, diese jetzt nochmals einzufordern.
Danke für den Link. Die Praxis schaue ich mir nochmals genauer an. Vor allen Dingen, wie die Verbindungen so sind. Weiß nicht, wie lange ich mein Auto noch habe

Köln hat wohl auch eine Spezialistenpraxis, die allerdings NUR mit Überweisung arbeitet.
Du weißt nicht zufällig, wie schädlich das wäre, einen Tierarztwechsel bis zum nächsten Monat zu verschieben? (und so lange die bisherige Dosis weiterzugeben)
Dezember ist immer so ein teurer Monat :/ -
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Ich würde auch beim TA anrufen, die sollen versuchen die Werte beim Labor nachzubestellen. Das geht in den allermeisten Fällen.
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Zu welchen Uhrzeiten erfolgten die Blutabnahmen? Wann wurden die Tabletten gegeben? Wie schwer ist Hermann?
Wenn die letzte Abnahme schon vorige Woche war, ist es fraglich ob du noch Werte nachfordern kannst, da kannst wirklich nur nachfragen, sonst bleibt eben nur neue Blutabnahme. -
Es gibt die Hashimotoerkrankung, da schwanken die Werte, auch das kann man prüfen lassen.
Durchaus möglich, dass die Schilddrüse durch die Tablettengabe weniger arbeitet oder gar nicht mehr, dann sinkt der Wert. Oder die Dosis passt nicht und der Hund hat zugenommen. Schwer zu sagen, was da ist.
Meine war noch knapp im Referenzbereich und ich habe die Behandlung durchgesetzt. Wichtig ist doch, was für Symptome der Hund hat. Meine nahm wieder ab und wurde viel fröhlicher und lustiger und war weniger aggro. Die Ohren waren deutlich besser, das Fell wuchs wieder, Liegeschwielen verschwanden.
Aber die passende Dosis zu finden ist nicht leicht. Ich gebe immer die Tabletten zum Futter und die 12 Stunden halte ich auch nie ein, aber es funktioniert bestens.
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Lajela:
Beide Blutabnahmen erfolgten morgens gegen 10/11 Uhr.
Die im Oktober war damals komplett nüchtern (gab ja auch noch keine Tabletten). Die von letzter Woche war Tablette um halb 9, Futter ca. ne Stunde später.Hermann wiegt momentan zwischen 24 und 25 Kilo. Vor den Tabletten kam er nie über die 22kg.
Schopenhauer:
Die körperlichen Symptome, bzw. Besserungen habe ich oben ja schon aufgezählt. Vom Verhalten her hat sich auch einiges getan. Immerhin bleibt er jetzt draußen zu 95% in "unserer" Welt, sodass er inzwischen oft auch frei laufen kann. Er ist weniger schreckhaft und neigt weniger zu (zu) schnellen aggressiven Reaktionen. Er ist kein einziges Mal mehr so richtig apathisch gewesen, rennt jetzt viel und ist "fröhlicher und lustiger" (passt ganz gut). Außer die merkwürdigen Verhaltensweisen gegenüber anderer Hunde (kann ja auch nicht alles verschwinden^^), hat sich wirklich vieles verbessert. Ich kann zwar nicht wirklich beweisen, dass es von den Tabletten kommt, aber eine Verbindung liegt ja nahe.
Die Blutabnahme war letzten Donnerstag. Werte nachfordern also wahrscheinlich noch möglich. Kann aber erst morgen anrufen. (Die sind heut wohl unterwegs.)
Irgendwie gibt es eben Verbesserungen, mich wundert eben nur, dass sich an den Werten (zumindestens die beiden Werte) nicht verändert hat und ich weiß nicht, ob ich die "mal eben" Erhöhung der Dosierung befürworte.---
Ich werde über eine neue Untersuchung/neuen Tierarzt nachdenken (zB der oben gepostete Link) - zumindest was die Schilddrüse angeht.
Bleibt bei mir momentan nur die Fragen offen:
1) Mach ich was bei meinem Hund "kaputt", wenn ich bis nächsten Monat warte?
2) Mach ich was bei meinem Hund "kaputt", wenn ich bis nächsten Monat warte und die Dosierung anpasse, wie es meine Tierärztin möchte? -
Die Blutuntersuchung soll ca. 4 - 6 Stunden nach Tabletteneinnahme erfolgen, was ja bei euch nicht der Fall war.
- Vor einem Moment
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