• ...hab übrigens im bezug auf BARF/Rohfütterung schon oft gehört, dass Vit C. bzw Natriumascorbat (Natriumascorbat ist das NAtriumsalz der Ascorbinsäure (Ascorbinsäure = VitC)) HD und Arthrose sehr stark beeinflusst. Da gab es mal einen Versuch mit DSH Welpen von HD Eltern. Die wurden mit Natriumascorbat gefüttert und keiner der Welpen (glaub die haben das bei mehreren Würfen von HD Eltern gemacht) hat HD bekommen! Vllt weiß hier jemand von dem Versuch, weiß wie das ganze hieß, oder kann was dazu sagen?

    Wie gesagt, seit Minnie kein Fertigfutter mehr bekommt hat sie GAR keine Beschwerden mehr!

  • Zitat

    [
    Die Rotlichtlampe hatten wir eh schon. Ist mega angenehm bei Muskelkater, Verspannungen und Erkältung - gibts für ca. 20€ zu kaufen.

    Behalte ich im Hinterkopf- macht aber wahrscheinlich erst bei Arthrose Sinn, oder? Sonst kommt das auch gleich auf den Einkaufszettel.

    Zitat


    Nein, sie ist nicht operiert. Anfangs hatten wir im Hinterkopf, dass wenn es nicht besser wird, wir die OP machen, bei der der Gelenkkopf abgeschnitten wird (weiß jemand wie die heißt?). Der TA meinte die Hunde sind dann ein viertel JAhr ziemlich am Ende, aber wenn die Muskulatur einmal da ist kommen die super zurecht. Ein künstliches Hüftgelenk kam und kommt für uns überhaupt nicht in Frage. Ich persönlich finde sowas ziemlich übertrieben. Andere Optionen hat der TA uns gar nicht erklärt. Was ist denn das mit dem Gold?

    Das mit dem Oberschenkelkopf abschneiden heißt Femurkopfresektion.
    Darf ich fragen, warum eine künstliche Hüfte bei euch nicht in Frage gekommen wäre?

    Ich denke fast, bei uns wird die Tierklinik vielleicht eine DBO empfehlen, weil Anka noch so jung ist. Dabei wird der Oberschenkelknochen an drei Stellen durchsägt und "neu zusammengesetzt", sodass er wieder in die Pfanne passt. Ich habe gelesen, dass viele Hunde damit schmerz- und problemlos leben. Trotzdem hab ich wirklich Angst vor so einer heftigen OP....

    Shivalein, hast du dich bzgl der Goldimplantate schon weiter erkundigt? Ich habe gelesen, dass das insbesondere bei jüngeren Hunden häufig nicht viel hilft...

    Zitat

    ...hab übrigens im bezug auf BARF/Rohfütterung schon oft gehört, dass Vit C. bzw Natriumascorbat (Natriumascorbat ist das NAtriumsalz der Ascorbinsäure (Ascorbinsäure = VitC)) HD und Arthrose sehr stark beeinflusst. !

    Die Frage ist eben, ob es, wenn das Kind erst in den Brunnen gefallen ist, für solche Sachen nicht schon zu spät ist? Vit. C oder auch Grünlippmuschel und alles, was man sonst noch geben kann, macht die Fehlstellung ja nicht rückgängig.
    Welches Präparat benutzt du da?


    Liebe Grüße!

  • Hallo Zusammen ;)

    also meine Hündin hat auch schwere HD und ist 5 Jahre alt.

    Als sie nach dem Agility Training plötzlich humpelte (hatte vorher nie was angezeigt) ging ich am nächsten Tag zum Tierarzt und ließ sie röntgen. Irgendwie hatte ich das im Gefühl und dann kam die schlechte Nachricht beide Hüften sind im schlechten Zustand Coxathrose genannt.

    Empfehlung zum Spezialisten zu gehen und da weiter beraten lassen. Ich bin dann zur Tierklinik am Sandpfad, wo ich mich auch super aufgehoben gefühlt habe. Nach der Beratung wollte ich es mir zu Hause überlegen, da die beste Empfehlung ein künstl. Gelenk ist und das so wie es aussieht für beide Seiten gebraucht wird und gleichzeitig auch die teuerste Variante. (Erste ungefährer Betrag 2600-2800 Euro). Nachdem ich es mir gut überlegte und eigentlich schon dafür entschlossen hatte die hohe Kosten einzugehen (Bin noch Auszubildende) versuchte ich den Tierarzt mehrfach zu erreichen und entschied mich dann für eine E-Mail. Als die Antwort kam, stieg der Preis für ein Hüftgelenk(reine OP 3000-3200 €).

    Da kam ich dann doch ins straucheln und denke ich werde meinen Hund noch bei anderen Ärzten vorstellen. Kennt ihr noch Ärzte die auf diesem Gebiet gut sind?

    Meine Physiotherapeutin hat mir vorgeschlagen, dass ich zu einer Ärztin Dr. Rogalla gehen soll die Golakupunktur betreibt und wenn diese sagt das nur noch ein künstl. Gelenk hilft das auch eine ehrliche Antwort wäre.

    Mittlerweile bin ich von den vielen Meinungen etwas durcheinander :lepra: und muss für mich und meine Hündin noch den Weg finden. :hilfe:

    Heute hat sie zumindest mal ihre erste Schwimmstunde!

    Liebe Grüße Nina

  • Ayyda: ja, sowohl die Rotlichtlampe als auch die Futterumstellung hilft bei usnerer Hündin (vermutlich) v.a. gegen die Arthrose. Vllt tut die Lampe/Wärme auch den besonders beanspruchten Muskeln rund ums Gelenk gut, aber gegen die HD an sich macht das natürlich nichts...

    Zitat

    Das mit dem Oberschenkelkopf abschneiden heißt Femurkopfresektion.
    Darf ich fragen, warum eine künstliche Hüfte bei euch nicht in Frage gekommen wäre?

    Auf die Gefahr hin allerlei an den Kopf geschmissen zu bekommen: Ich liebe meine Hunde und sie bedeuten mir sehr viel, aber es sind HUNDE, keine Menschen. Ich gebe keine 6ooo€ für ein künstliches Hüftgelenk für einen Hund aus. :???:

    Danke für die Erklärung zur DBO. Hab vor einigen Tagen von einem Verfahren erfahren, bei dem die NErven im Hüftgelenkbereich durchtrennt werden - OP dauern wohl weniger als 30 min und kostet ca 200-300 € plus NArkose. Der Hund ist danach im Hüftbereich komplett schmerzfrei. Muss nochmal schauen ob ich den NAmen des Verfahrens rausfinde, finde nämlich dass sich das ganz gut anhört.

  • So geht es mir aus ich würde für meinen Hund alles machen aber das kann ich mir einfach nicht leisten. Denn bis Vor- und Nachuntersuchungen und Physio gemacht hast ist man knapp bei 5000 €. Und insgesamt bei 10000€. Was ich ziemlich heftig finde.

    Sind gerade auf der Suche nach Alternativen, wie man zumindest die Schmerzen lindern kann. Bisher hat sie keine Schmerzen nur bei Überbelastung.

    Operative Maßnahmen
    Präpubische Symphysiodese beim Welpen mit HD
    Dieser recht erfolgreiche und wenig belastende Eingriff ist bei Welpen, die eine
    lockere Hüfte aufweisen bis zu einem Alter von bis 24 Wochen möglich und
    verhindert zu 85% das spätere Auftreten einer HD im späteren Leben. Die Methode
    wurde von der amerikanischen Universität in Wisconsin im Jahre 2002 publiziert
    (engl. Juvenile Pubic Symphysiodesis, JPS). Die neue Methode ist ein äußerst
    vielversprechendes Verfahren zur Therapie der Hüftgelenksdysplasie. Es ist ein
    sicherer komplikationsarmer Eingriff. Durch die teilweise Zerstörung der
    Wachstumsfuge tritt der gleiche Effekt wie bei einer Dreifachen Beckenosteotomie
    auf. Der obere Pfannenrand schiebt sich über den Oberschenkelkopf und gibt ihm
    somit halt. Leider ist dieser Eingriff nur möglich, wenn die Welpen im Alter von 16
    Wochen mit einer Stressröntgentechnik (Penn-Hip-Röntgentechnik) untersucht
    werden und dabei ggf. eine lockere Hüfte nachgewiesen werden kann.
    Fazit: Wäre eigentlich der Stein des Weisen in der Behandlung der HD: Sicher,
    erfolgreich, schonend und eine Eliminierung dysplastischer Hüften, da diese sich in
    gesundem Sinne weiterentwickeln. Aber es mangelt an der Bereitschaft zur
    Frühdiagnostik der HD. Nur die wenigsten Welpen mit lockeren Hüften werden in
    diesem Alter erfasst. Könnte dem Junghund mit HD viel zukünftiges Leid ersparen.
    Aber die Gendefekte werden damit nicht geheilt. Die Hunde vererben die HD weiter
    obwohl die Hüften „super“ aussehen. Betrugsmöglichkeit durch unseriöse Züchter
    nicht auszuschließen.
    Muskelschnitte
    Die Pektineus-Myotomie wird immer wieder empfohlen, Sie beseitige den
    schmerzhaften Zug dieses Adduktorenmuskels auf die Gelenkkapsel. Uralt-Verfahren
    mit geringer Erfolgsrate. Technisch relativ einfache, wenn auch nicht ganz gefahrlose
    Operation. Hauptnachteil: Der Pektineus-Muskel ist ein wichtiger Adduktor also
    Einwärtszieher des Hüftgelenkes. Er stabilisiert ein lockeres Hüftgelenk eher.
    Deshalb beim Junghund mit HD und lockeren Hüften absolut kontraindiziert. Wenn
    man den Muskel durchtrennt, kann man die Oberschenkelköpfe weit aus der
    Gelenkpfanne herausziehen, was auf dem Röntgenbild sehr gut zu demonstrieren
    ist.
    Fazit: Nichts für jüngere Hunde mit HD. Allenfalls geeignet für alte Hunde in
    Verbindung mit Nervenschnitten (Neurektomien), denen man größere Operationen
    ersparen will. Palliative Maßnahme beim alten Hund um ev. die Gabe von
    Schmerzmitteln reduzieren zu können.
    Goldimplantate
    Die Implantation von kleinen Goldstückchen in dem Bereich der Hüftgelenkskapsel
    an genau definierten Punkten wird vielfach empfohlen. Die Goldimplantate sollen im
    Sinne einer Dauer-Akupunktur den Schmerz am Hüftgelenk ausschalten. Durch
    diese postulierte Schmerzausschaltung werde das Hüftgelenk wieder besser belastet
    und die Muskulatur würde gekräftigt sodass sich das lockere Hüftgelenk wieder
    straffe und beschwerdefrei werde. Das Thema wird sehr heftig und kontrovers
    diskutiert.
    Nach meinen Erfahrungen ist die Goldimplantation bei jungen (!) Hunden mit
    HD leider absolut wirkungslos.
    Wir müssen ständig viele Hunde mit „vergoldeten2 Hüften nachoperieren und eine
    Umstellung der Pfanne vornehmen (DBO). Selbst wenn man eine erfolgreiche
    Schmerzausschaltung unterstellen würde, die lockere Hüfte wird wegen der nach wie
    vor bestehenden Fehlstellung der Pfanne und der mangelnden Abstützung des
    Oberschenkelkopfes bestehen bleiben. Die Biomechanik und Anatomie des
    Hüftgelenkes werden nicht verändert. Außerdem wandern durch die Bewegung der
    das Hüftgelenk umgebenden Muskeln, die Goldimplantate hin und her. Sie
    verbleiben nicht an dem geforderten Akkupunkturpunkt.
    Fazit: Goldimplantate sind und bleiben umstritten. Sie können bei älteren Hunden mit
    schmerzhaften Arthrosen probiert werden, wobei es aber nach meiner Erfahrung
    auch hier wirksamere und lebenslang anhaltende Verfahren gibt.
    Neurektomien (Nervenschnitte)
    Bei diesem Eingriff, der manchmal auch irreführend als minimal invasiv bezeichnet
    wird, werden die von oben an die Hüftgelenkskapsel herantretenden Nerven
    durchtrennt, mit dem Ziel eine Schmerzausschaltung zu erreichen. Nach der
    Befreiung vom Hüftgelenksschmerz sollen die Patienten wieder beschwerdefrei
    laufen können, die Muskulatur kräftigen und auf diese Weise das Hüftgelenk
    stabilisieren.
    Die Methode hat Schwachstellen. Es treten auch von unten sensible Schmerzfasern
    an die Hüftgelenkskapsel heran und die durchtrennten Nervenfasern haben die
    Eigenschaft mit der Zeit wieder zusammenzuwachsen. Das Phänomen, das man
    auch von den Nervenschnitten bei Pferden kennt, heißt Reintegration.
    Selbst wenn man unterstellte, die Schmerzausschaltung sei wirklich vollkommen, so
    ändert sich nichts an der Anatomie der zu steil gestellten Hüftgelenkspfanne, die
    mangelnde Abstützung des Oberschenkelkopfes bleibt bestehen. Außerdem wird
    durch die teilweise Gefühllosigkeit das HD-Gelenk rücksichtslos belastet und ein
    rasanter Verschleiß des Knorpels begünstigt.
    Fazit: Erwägenswerte Methode um bei alten Hunden vorübergehend die Schmerzen
    am Hüftgelenk auszuschalten. Nervenschnitte sind nichts für junge Hunde mit HD. Im
    Gegenteil eigentlich grenzt es schon an einen Kunstfehler sie bei Junghunden
    durchzuführen.
    Raffung der Hüftgelenkskapsel
    Bei dieser Methode wird die ausgeleierte Gelenkkapsel eines Hundes mit HD gerafft
    und damit das Hüftgelenk stabilisiert. Der Oberschenkelkopf kann nicht mehr aus der
    Pfanne gleiten. Diese Methode ist recht umstritten und ihre Wirksamkeit ist noch
    nicht ausreichend bewiesen. Langzeitresultate oder wissenschaftliche Studien
    fehlen. Niemand vermag zu sagen, ob die geraffte Hüftgelenkskapsel nicht wieder
    ausleiert, weil an der eigentlichen Ursache, nämlich der Fehlstellung der Hüfte nichts
    getan wird.
    Fazit: Unsichere Methode mit fraglichem Langzeiterfolg besonders bei nachfolgender
    Belastung und Nutzung des Hundes.
    Knochentransplantation am Hüftgelenk – Pfannendachplastik
    Bei dieser Methode wird ein körpereigenes Knochenstück (Transplantat) aus dem
    Bereich der Hüfte entnommen und direkt über der Hüftgelenkskapsel transplantiert.
    Auf diese Weise wird der obere tragende Rand der Pfanne abgestützt und erhält
    Halt. Da es sich um körpereigenes Knochengewebe handelt wächst der Knochen
    nach der Transplantation tatsächlich ein. Zusätzlich werden die Nervenbahnen durch
    das eingesetzte Knochenstück unterbrochen (Nervenschnitt-Effekt). Die Patienten
    sind sehr schnell schmerzfrei und wenn der Knochen eingewachsen ist können sie
    unbedenklich voll belastet werden. Es gibt Langzeitstudien, die die Effektivität der
    Pfannendachplastik wissenschaftlich beweisen. Die Operationserfolge sind sehr gut.
    Fazit: Empfehlenswerter und sehr erfolgreicher Eingriff bei Hunden mit HD und
    Arthrose, die älter als zwei Jahre sind. Der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenkes
    kann mit dieser Methode häufig vermieden werden. Kann auch bei älteren und alten
    Hunden durchgeführt werden.
    Hüftgelenksprothese
    Das dysplastische fehlgebildete Gelenk wird durch eine Prothese ersetzt. Der
    Pfanneneinsatz besteht aus Polyäthylen, der Oberschenkelkopf aus einer
    Metallkugel, die über einen Stiel in der Markhöhle des Oberschenkelkopfes verankert
    wird. Häufig werden die Prothesen mit speziellen Knochenzement verankert. Es gibt
    auch zementlose Hüftgelenksprothesen, in die das Knochengewebe einwächst.
    Die Hüftprothetik ist ein erfolgreiches und bewährtes Verfahren, genauso wie in der
    Humanmedizin. Unabdingbar sind jedoch erfahrene Chirurgen und von der Größe
    her gut angepasste Implantate. Die Operationskosten sind sehr hoch und liegen im
    Bereich von 2.000 bis 3.000 €. Nach dem Hüftgelenksersatz muss die Hüfte
    verheilen. Es besteht sonst große Gefahr, dass der Oberschenkelkopf herausspringt.
    Die Haltbarkeit beim beträgt etwa 10 Jahre und ist belastungsabhängig. Die
    Prothesen können niemals die Eigenschaften eines natürlichen Hüftgelenkes
    besitzen und unterliegen einem Verschleiß. Es kann unerwartete Komplikationen
    geben z. B. durch Abstoßungen des Knochenzementes, Lockerungen und
    Infektionen im Prothesenbereich. Diese Komplikationen erfordern eine erneute
    Operation mit Entfernung oder Ersatz der Prothesenkomponenten.
    Oft werden Hüftprothesen bei Junghunden mit schwerer HD als einzig denkbare
    Alternative neben der Euthanasie oder der Kopfamputation empfohlen. Grundsätzlich
    können Hüftgelenksprothesen erst nach Abschluss des Knochenwachstums
    eingesetzt werden, da sie nicht mitwachsen können. Der an HD-leidende Junghund
    soll vielfach mit Schmerzmitteln bis zu einem Jahr ruhiggestellt werden, um dann einoder
    beidseitig Prothesen zu erhalten. Hier stellt sich die Frage ob ein solches
    Vorgehen ethisch gerechtfertigt ist, weil fast alle Hunde bis zu einem Alter von 2
    Jahren durch eine Dreifache Beckenosteotomie (DBO) geheilt werden können.
    Selbst bei schwersten Luxationen des Oberschenkelkopfes. Ist es nicht grundsätzlich
    besser ein natürliches Hüftgelenk zu erhalten, welches nach der Umstellung mit einer
    DBO lebenslang voll belastet werden kann, als ein künstliches Hüftgelenk mit allen
    Unwägbarkeiten zu implantieren?
    Fazit: Hüftprothesen sind etwas für Hunde mit schweren Arthrosen, bei denen die
    Knorpeloberflächen total abgerieben und zerstört sind. Bei Junghunden und Hunden
    bis zu einem Alter von zwei Jahren ist die DBO unbedingt vorzuziehen zumal die
    Hunde bereits ab einem Alter von 5 Monaten operiert werden können.
    Oberschenkelkopf-Hals-Amputation
    Der Oberschenkelkopf und Anteile des Halses werden amputiert, damit kein
    schmerzhafter direkter Knochenkontakt mehr mit der Hüftpfanne besteht. Die
    Knorpelauskleidung der Pfanne wird dabei entfernt. Nach der Operation bildet sich
    eine bindegewebige Verbindung zwischen Oberschenkelschaft und der Gegend der
    Pfanne aus. Die Muskulatur muss das Gewicht des Hundes tragen. Eine knöcherne
    Abstützung fehlt. Die Schmerzfreiheit ist meist gegeben aber es kommt fast immer zu
    einem humpelnden Gang. Die Methode sollte ernsthaft nur für Hunde bis zu einem
    Körpergewicht von 20 kg erwogen werden. Bei kleinen Hunden sind die
    Gangabweichungen unter Umständen tolerabel.
    Fazit: Alternativmethode zur nachhaltigen Schmerzbefreiung bei HD und kleinen
    Hunden. Es handelt sich um eine nicht rückgängig zu machende Amputation des
    Hüftgelenkes. Die Operationskosten sind relativ gering.
    Dreifache Beckenosteotomie (DBO)
    Bei der DBO wird die direkte anatomische Grundlage der HD angegangen. Das zu
    flache und zu steil gestellte Hüftgelenk. Das Knochensegment mit der Gelenkpfanne
    wird so weit gedreht bis der Oberschenkelkopf wieder festen Halt hat. Um den
    Beckenabschnitt drehen zu können müssen die Knochen im Bereich des Hüftbeines,
    Sitzbeines um Schambeines durchtrennt werden. Nach der Schwenkung wird das
    Becken in der anatomisch korrekten Position mit einer Stufenplatte verschraubt. es
    wächst innerhalb von 3 Monaten fest zusammen. Vereinfacht gesagt sehen die
    Hüftgelenke nach der Operation so aus als ob der Hund mit gesunden Hüftgelenken
    auf die Welt gekommen wäre. Die Langzeiterfolge sind hervorragend. Die
    Zufriedenheit der Tierbesitzer mit diesem Eingriff ist sehr hoch. Die Hunde können
    nach der Abheilung ohne jegliche Einschränkung belastet werden. Eine DBO hält
    lebenslang und bewahrt vor der Ausbildung einer schmerzhaften
    Hüftgelenksarthrose.
    Besonders vorteilhaft ist es, wenn Hunde noch während des Wachstums operiert
    werden. Nach der DBO modellieren die Oberschenkelköpfe im Verlauf des weiteren
    Wachstums die Hüftpfanne besonders tief aus (formativer Reiz). Es können Hunde
    bis zu einem Alter von 2 Jahren operiert werden solange keine schweren Arthrosen
    vorliegen. Auch ältere Hunde kommen eventuell als Operationskandidaten in
    Betracht. Die Gelenkverhältnisse müssen dabei individuell beurteilt werden.
    Es ist eine technisch sehr schwierige und anspruchsvolle Operation, die von nicht all
    zu vielen Chirurgen sicher beherrscht wird. Der Operateur kann sehr viele fatale
    Fehler begehen, weil große und lebenswichtige Nerven und Gefäße direkt im
    Operationsgebiet verlaufen, die keinesfalls verletzt werden dürfen. Ein weiterer
    wesentlicher Faktor ist die Erfahrung und die Übung des Chirurgen. Man sollte nach
    der Zahl der durchgeführten Eingriffe fragen. Ganz wichtig ist auch, dass die
    Originalstufenplatten nach Slocum verwendet werden. Es gibt unzählige
    Nachbauten, die häufig zu Misserfolgen führen. Hier wird mitunter leider zu Lasten
    des Hundes herumexperimentiert.
    Fazit: Die Dreifache Beckenosteotomie (DBO) ist der Goldstandard in der
    erfolgreichen Langzeittherapie der HD von jüngeren Hunden. Dysplastische
    Hüftgelenke können (selbst bei luxierten Köpfen) gerettet werden und funktionieren
    klaglos ein Leben lang. Vermeidet den Einsatz von Hüftprothesen bei jungen Hunden
    mit HD und ist deutlich kostengünstiger.

    Das sind alle chirurgischen Eingriffe die möglich sind.Der Link http://www.tierarztpraxis.org/index_htm_file…d_Antworten.pdf

    Dort gibt es auch noch Informationen zu den nicht operativen Möglichkeiten!

  • Zitat

    So geht es mir aus ich würde für meinen Hund alles machen aber das kann ich mir einfach nicht leisten. Denn bis Vor- und Nachuntersuchungen und Physio gemacht hast ist man knapp bei 5000 €. Und insgesamt bei 10000€. Was ich ziemlich heftig finde.

    Puhh, noch jemand der so denkt wie ich.... wobei es mir nicht in erster Linie um das nicht-leisten-können geht. Ich finde einfach es gibt auch Grenzen.

    zu den vielen Infos: genial! :gut: :gut: :gut:

    Danke für die Mühe!

  • Naja bei mir zum Teil schon ;) !!!

    Also ich habe auch eine Internetseite gefunden bei der sie geschrieben hat wie ihr es mit ihrem Hund erging, der ein künstl. Gelenk erhalten hat!

    Da hat sie auch die Informationen raus gegeben das es wohl in München 5000€ kostet, wo anders nur 1500 und bei einem anderen 3000€. Also heißt es einerseits auch vergleichen.

    Vielleicht findet man jemanden der Erfahrungen mit Golimplantate bzw. mit den anderen nicht operativen Eingriffen wie Blutekel usw. Diese Eingriffe verändern natürlich nicht das Krankheitsbild sondern lindert NUR die Schmerzen.

    Wir sind gerade dabei die Fütterung auf B.A.R.F. umzustellen, da dies auch mit beeinflussen soll. Mal schauen wie es ihr damit geht!

    Kein Problem, diese Zusammenfassung habe ich mir nämlich auch schon durch gelesen! =)

  • Zitat

    Puhh, noch jemand der so denkt wie ich.... wobei es mir nicht in erster Linie um das nicht-leisten-können geht. Ich finde einfach es gibt auch Grenzen.

    zu den vielen Infos: genial! :gut: :gut: :gut:

    Danke für die Mühe!


    Unser Hund
    - isst am ausgewogensten von uns
    -ist am besten auftrainiert
    - kostet Tausende von Euro an ED -OPs und allem, was sich drum herum rankt (Zusätze ins Futter, Röntgenkontrollen etc...)
    - derweil mein Mann dringend neue Zähne bräuchte
    - und ich ne langwierige Physiotherapie (haben hohe Selbstbeteiligung ), da ich seit Monaten mit einer frozen shoulder zuhause sitze , die JAHRE dauern kann..

    Und der Hund hat nicht nur schwere ED , sondern auch noch schwere / links mittlere HD.
    Die versuchen wir momentan durch viel schwimmen, barfen, leichtraben am Rad auf geeignetem Untergrund
    in Schach zu halten . :/
    Grad kein Geld über für HD OPs , das Auto hat auch die Grätsche gemacht...

    Manchmal könnte man :kotz:

  • Zitat

    ?.....

    Da hat sie auch die Informationen raus gegeben das es wohl in München 5000€ kostet, wo anders nur 1500 und bei einem anderen 3000€. Also heißt es einerseits auch vergleichen....
    )

    Ja, aber wie weit willste fahren mit deinem frischoperierten Hund ???!?!
    Ich hab das schon ein paarmal hinter mir, der letzte Weg von der operierenden Klinik bis nachhause dauerte zwei Höllenstunden für uns alle drei,
    ich den postoperativ-panischen Hund am beruhigen , mein Mann am Steuer , Hund am weinen und winseln und janken , unruhig , Fluchtreflexe durch Restnarkose.... (Ca 50 Kilo Hund ...)

    Und n Zimmer nehmen bei ner Klinik ? Den Frischoperierten in ne fremde Umgebung , wo er nicht pinkeln , ko**en und Durchfall haben darf , nicht bluten und nicht jammern, weinen, bellen ...

    Viel Spass ... :/

  • Nein ich will auf keinen Fall soweit fahren. Mir geht es einfach darum, dass sie da auch geschrieben hat, dass es auf die verschiedenen Sätze ankommt was diese Abrechnen.

    Mein Haustierarzt meinte auch so bis 1700€ könnte es kosten. Aber wenn ich dann die anderen Preise hört wird einem schwindelig! Deswegen meine ich auch mal bei anderen Tierkliniken vorbei schauen und sich beraten lassen.

    Ich war jetzt in Wiesloch und werde noch in Heilbronn schauen dieser wurde mir auch empfohlen und noch zu einer die vorwiegend Goldakupunktur macht und mich da beraten lassen.

    Wie gesagt bin mir zur zeit noch ziemlich unsicher was ich machen soll. War zuerst voll dafür den Grund für die Schmerzen zu beheben, doch mittlerweile habe ich auch ein Augenmerk auf die Schmerztherapie geworfen.

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