Zweithund: Wie geht man es am besten an?

  • Es kommt ja immer ein bißchen anders als man denkt.

    Jedenfalls, von einer Freundin die Bekannte (usw. ;) ) vermittelt ihre Labrador-Schäferhund-Mix Hündin. Sie ist knapp anderthalb, kastriert und der Besitzerin zu aktiv. Also genau das, was mein Freund und ich suchen.

    Wir waren diese Woche zu Besuch, haben ein paar Runden mit ihr gedreht. Sie ist wirklich aufgeweckt, spielt und tobt was das Zeug hält, aber sie ist auch sehr menschenbezogen. Wir haben uns halt verliebt.

    Jetzt wäre die Frage, wie wir unseren Jack an die Hündin gewöhnen? Neutrales Gebiet und dann einfach laufen lassen? Es gibt einen Hundefreilauffläche in der Nähe, da könnten wir hin. Angenommen sie verstehen sich dort bzw. sie verbeißen sich nicht direkt, wie geht es dann am besten weiter?

    Ich wollte mal eure Meinung dazu hören.

  • Ich würde genau das machen: Freilaufen lassen in neutralem Gebiet und am besten ein paar mal so treffen und beim 2/3 mal auch zusammen angeleint laufen, damit das ein bisschen 'normal' wird.
    Bei euch zu Hause würde ich dann aber nicht die Hündin erst mit 'zu Besuch' nehmen, damit es sich nicht einschleift, dass die Hunde denken, es geht ja bald wieder auseinander und das ist was besonderes. Wenn draußen alles gut läuft und ihr seid euch sicher würde ich es einfach wagen und die Hündin mit nach Hause nehmen; ab dem Moment wo sie durch die Haustür ist gehört sie dann zum Rudel und ihr müsst eben die Interaktionen im Haus in eurem Sinne steuern.
    Viel Glück!

  • Wie steht Jack denn generell zu fremden Hunden?

    Ich persönlich würde erstmal an der Leine, einer geht voraus mit den Hunden laufen.
    Das baut erstmal Stress ab und die Hunde können den Geruch aufnehmen.
    Nach kurzer Zeit wird gewechselt, so das beide mal vorne laufen.
    Wenn die Gemüter sich beruhigt haben und auch die Menschen entspannter sind ;) könnt ihr nebeneinander laufen.
    Wenn da auch alles grün ist, dann würde ich auf die Freilauffläche gehen und beobachten.
    Sinnvoll wäre es allerdings, wenn da keine anderen Hunde zu dem Zeitpunkt sind, damit die Beiden sich auf sich konzentrieren können, also für eine gewisse Zeit.
    Sollte auch das alles gut laufen, zu Euch nach Hause, denn es ist ja wichtig, das Jack sie auch zu Hause akzeptiert.
    Sollte auch das gut laufen, würde ich sie, wenn die Hunde völlig entspannt sind, wieder nach Hause gehen lassen.
    Dann könnte man ein Probewochenende machen.
    Ihr holt sie mit Jack zusammen ab, ne Runde laufen und dann nach Hause.
    Und dann schaut ihr einfach weiter ;)

  • Ich würde das Vorgehen davon abhängig machen , wie die beiden Hunde jeweils auf Artgenossen reagieren. Sind beide unproblemtisch, würde ich direkt laufen lassen, sind sie es nicht, würde ich die "leinen-Variante" wählen.

  • Hm, also Jack ist unproblematisch mit Artgenossen. Allerdings fängt er auch nicht gleich mit jedem ein Spiel an. Wenn die Sympathie nicht stimmt, dann lässt er sein Gegenüber links liegen.

    Laut Besitzer soll die Hündin auch verträglich sein. Sie ist allerdings sehr temperamentvoll und verspielt, da könnte ich mir vorstellen, dass Jack sie im ersten Moment zurückweist. :hust:

    Wie die Hündin an der Leine auf Artgenossen reagiert, weiß ich noch nicht so genau. Angeblich soll sie da etwas pöbeln, allerdings nur, um zu dem anderen Hund hinzukommen.

  • Ich würde es ohne Leine versuchen, wenn du den Hunden das zutraust und die Hündin vorher schon gut auspowern, dass sie deinen Jack nicht gleich überrumpelt :)
    Unser Zweithund ist direkt ohne vorherigen Kontakt eingezogen, aber ist sicher nicht zu empfehlen.

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