Ein zweiter Hund zieht ein

  • Hallo zusammen,

    einige haben es vielleicht schon gelesen, hier wird wahrscheinlich demnächst ein Zweithund einziehen.
    Vielleicht zuerst mal eine kurze Beschreibung beider Hunde.
    Dony ist ca. 5-6 Jahre alt, kommt aus Spanien. Er ist ein eher unkomplizierter Hund. Er hat zwar diverse Macken, aber eigentlich nichts Dramatisches.
    Er ist mit anderen Hunden sehr souverän, erinnert mich manchmal sehr an einen Alpha Wolf. Ich weiß, er ist ein Hund, aber als Beschreibung, wie er mit anderen Hunden agiert, passt es super ;)
    Er mag die Gesellschaft von Hunden, braucht jedoch auch seine Ruhe, vor allem auf seinem Liegeplatz bzw. generell wenn er ruht. Ein Aufreiten oder Betatschen akzeptiert er nicht, hier sagt er dem anderen klipp und klar, was Sache ist, aber wie erwähnt, sehr souverän.
    Mika ist 1-1,5 Jahre alt, kommt ebenfalls ursprünglich aus Spanien. Trotz seines jungen Alters ist er aber ein eher ruhiger Vertreter. Er hat wohl keine oder nur wenige schlechte Erfahrungen gemacht, denn er geht offen auf Mensch und Tier zu.
    Das erste Kennenlernen der beiden lief eigentlich super. Dony zeigte ihm klar, was er nicht mag und der Kleine hat es akzeptiert. Ich denke, da beide in einem richtigen Rudel lebten, kennen sie die Hundesprache sehr genau, was für die Vergesellschaftung sicherlich von Vorteil ist.
    Aus dem Bauch raus würde ich gerne den Fokus auf Dony legen. Klar, der Kleine muss sich einleben, aber ich möchte, dass für ihn von Anfang an die gleichen Gesetze gelten. Auch möchte ich, dass der Kleine sich Dony quasi „unterordnet“ und ich würde auch einschreiten, wenn er ihn trotz Ansage nicht in Ruhe lassen sollte, wobei ich das eher weniger befürchte. Falls es Dony übertreiben sollte natürlich auch ;)
    Auch bei der Vergabe der Leckerlies würde ich Dony gerne den Vorrang geben. Erst bekommt er, dann der Kleine. Eine Reihenfolge wird es zwangsläufig oft geben, daher der Gedanke…
    Grob gesagt: der Kleine muss lernen, dass Dony hier etwas über ihm stehen wird und Dony muss lernen, dass der Kleine mit zur Familie gehören wird.
    Was denkt ihr? Irgendwo Denkfehler gesichtet?
    Die Vorkontrolle findet am Sonntag statt. Mika wird dabei sein, und ich bin gespannt, wie es hier bei uns Zuhause funktionieren wird. Wobei auch das eigentlich klappen sollte, aber wir werden sehen…

  • Julia, das ist toll und ich freue mich für euch. :gut:

    Ihr müsst am Sonntag nur aufpassen, dass ihr euch irgendwo draußen auf neutralem Gebiet trefft, ein bissl Spazieren geht und dann erst gemeinsam in die Wohnung geht.

    Hattest du schon mal andere Rüden in deiner Wohnung? Weißt du, wie Dony da auf sie reagiert?

  • Hallo Ati,

    ja, wir werden uns auf jeden Fall zuerst auf neutralem Boden treffen und erst später in die Wohnung.
    Das sollte aber auch die normale Vorgehensweise sein und ich hätte es anders auch definitiv nicht gewollt.
    Es waren vor kurzem zwei relativ fremde Hunde bei uns übers Wochenende, das war kein Problem. Auch ein kleiner JRT, der hier immer frei rum läuft, hat es vor kurzem gewagt, einfach mit in die Wohnung zu kommen. War ebenfalls kein Problem.
    Wobei Dony auch absolut kein territoriales Verhalten an den Tag legt. Es ist unsere Wohnung, nicht seine, da hat er eh nix zu melden. Er bellt auch nicht, wenn es klingelt…
    Ihm geht es einzig und allein um seine Individualdistanz und hier möchte ich ihn einfach unterstützen. Das ist doch richtig, oder? Ich meine, ich mag es auch nicht, einfach von Fremden umarmt oder betatscht zu werden :D

  • Die Individualdistanz würde ich ihm auch zugestehen und dürfte dem 2. Hund auch schnell klar sein.
    Bei territorialem Verhalten ist es halt anders. Aaron ist das beste Beispiel, er akzeptiert keine Rüden auf seinem Grundstück bzw. nur solche, die sein Territorium, ich nenne es mal "achten".

    Dann bin ich gespannt, wie die Zusammenführung klappt. Ich würde mich jedenfalls über einen Bericht und auch Fotos freuen. ;)

  • Zitat


    Aus dem Bauch raus würde ich gerne den Fokus auf Dony legen. Klar, der Kleine muss sich einleben, aber ich möchte, dass für ihn von Anfang an die gleichen Gesetze gelten. Auch möchte ich, dass der Kleine sich Dony quasi „unterordnet“ und ich würde auch einschreiten, wenn er ihn trotz Ansage nicht in Ruhe lassen sollte, wobei ich das eher weniger befürchte. Falls es Dony übertreiben sollte natürlich auch ;)
    Auch bei der Vergabe der Leckerlies würde ich Dony gerne den Vorrang geben. Erst bekommt er, dann der Kleine. Eine Reihenfolge wird es zwangsläufig oft geben, daher der Gedanke…
    Grob gesagt: der Kleine muss lernen, dass Dony hier etwas über ihm stehen wird und Dony muss lernen, dass der Kleine mit zur Familie gehören wird.
    Was denkt ihr? Irgendwo Denkfehler gesichtet?


    Als anfängliche Arbeitsthese find ich das so prima. Aber höchstwahrscheinlich wirst Du irgendwann feststellen, daß die Hunde selbst das so eng gar nicht sehen. Mein Geordy ist z.B. auch ein Hund mit einer meist recht weiträumigen Individualdistanz, die er auch deutlich einfordert. Aber, oh Wunder, es gibt Orte da liegt er eng mit Eddie aneinander gekuschelt. Ich hab bis heute nicht wirklich rausgefunden, warum er da solche Unterschiede macht.
    Auch bei Leckerchenvergabe, Spieleinheiten und all solchen Dingen wechselt es oft, welcher Hund das grad wichtig findet. Ob es wirklich so sein wird, daß Dony erwartet, daß Mika sich in allen Dingen unterordnet, bleibt abzuwarten. Ich würde das also schon erstmal so "planen", aber mir ein flexibles Auge bewahren und den Fahrplan ggf. anpassen.

  • Danke für eure Einschätzung :)

    Ich denke, bzw. hoffe auch, dass sich das mit der Zeit einfach einspielen wird. Keiner der beiden ist irgendwie auffällig oder extrem.
    Ich selbst werde Dony natürlich nicht in irgendeine Chef-Position drängen, werde aber bei beiden unterstützend eingreifen, falls es eskalieren sollte.
    Ich bin so gespannt, wie es in ein paar Wochen/Monaten aussehen wird :)

  • Ich bin auch gespannt!
    Leider habe ich keine Erfahrung was einen Zweithund betrifft, aber ich bin der Meinung, dass die Spanier, auf Grund deren Vorleben, sozialisierter sind, als "normale" Tierheimhunde oder auch Züchterhunde. Ich will dies allerdings auch nicht verallgemeinern.
    Mellis Pflegemama hat selbst mittlerweile 3 Spanier und nimmt immer wieder Pflegehunde auf und es klappt immer ganz prima. Klar, da gibt es hin und wieder Ansagen, aber sie arrangieren sich immer gut.
    Du weißt, ich freu mich für euch und ich würde dich sogar umarmen wärst du hier :D

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