Welpe "beschützt" seine Funde
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Gast72066 -
20. Oktober 2013 um 12:13
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Liebe Community,
Heute morgen beim Spaziergang hat sich ein großes Problem ergeben. Meine Malteser Hündin (4 Monate) hat während dem Freilauf irgendetwas essbares gefunden und ist damit verschwunden. Bzw sie war in Sichtweite aber in einem Abstand von über 20 Meter zu mir und ist abgehauen, wenn ich auf sie zugegangen bin. Ich habe versucht sie zu locken- sie haut ab. Ich habe versucht auf sie zuzugehen- die haut ab. Ich bin weggerannt (normal ist sie unglaublich anhänglich, entfernt sich nicht mehr als 5-10 Meter von mir und rennt zu 100% sicher IMMER mit wenn ich loslege, damit sie den Anschluss nicht verliert) sie haut ab! Was auch immer sie gefunden hat war essbar und etwa Golfballgroß. Ein Staubsauger ist sie immer aber normalerweise kann ich ihr mit einem Leckerli immer einen taush anbieten. Manchmal, wenn das nicht funktioniert, musste ich ihr auch schon gefährliche Sachen aus dem Mund ziehen (alufolie, Schokolade, etc. ) Sachen (zB stabile Pastiktüten, Taschentücher, Pappschachteln), die mir nicht gefallen, für sie aber nicht gefährlich sind lass ich ihr auch manchmal, damit sie nicht denkt das ich immer alles wegnehme.Heute hab ich mich dann einfach in einiger Entfernung hingesetzt und auf sie gewartet und sie auch nicht geschimpft als sie gekommen ist. Trotzdem bin ich ratlos, wie kann ich ihr beibringen, das ich ihr nichts missgönne, sondern nur gefährliche Sachen wegnehme? Wie habt ihr das geschafft? Ich will sie unbedingt entspannt frei Laufen lassen können, aber so ist mir das zu gefährlich, weil sie wirklich alles(!!!) ausprobiert!
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Hallo,
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Das Tauschen üben.
Immer ein Tauschobjekt von mindestens gleicher Wertigkeit anbieten, am Anfang am besten mit höherer Wertigkeit. Da kanns schon mal sein, daß Du Dich mit Fleischwurst "bewaffnen" musst

Am Anfang einfache Dinge probieren zu tauscehn, dann steigern. Ist wie alles in der Hundeerziehung ein Geduldsspiel und verlangt überlegtes Handeln von Dir und ebenfalls durchdachte Reaktionen.
Hundchen wird so langsam darauf konditioniert, daß wenn Du zb "tauschen" sagst sie immer was Tolleres kriegt. Wenns gut aufgebaut ist dann überlegt Hund nicht sonder spuckt gleich aus um das Tolle von Dir zu kriegen
Das geht aber nicht von heut auf morgen - und solange würd ich sie vielleicht an einer dünnen langen Leine lassen damit Du sie im Notfall am staubsaugen hindern kannst. Oder besser noch, ihr gleich vor Ort ein Tauschgeschäft anbieten kannst.......
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Tauschen, tauschen, tauschen.
Der Hund hat kein Konzept davon, dass Du Ihr nur "gefaehrliche" Sachen wegnimmst. Ihr ist es auch egal, ob Du Ihr was missgoennst oder ob Du's nur selbst essen willst. Sie merkt nur, dass ihr was Tolles weggenommen wird, wenn sie in Deine Naehe kommt, drum "sichert" sie Beute. Die Jaeger nennen das "Anschneider" (wenn der Hund die Beute frisst) oder "Totengraeber" (wenn der Hund die Beute verbuddelt). Ob Du nur manchmal was wegnimmst oder immer ist ihr egal. Das Risiko, dass es weg ist, sobald sie in Deine Naehe kommt ist ihr einfach zu gross.Der Hund muss lernen, dass es toll ist, Beute mit Frauchen zu teilen, weil dann noch was viel Besseres passiert. Also freu Dich, dass der Hund was Tolles gefunden hat, anstatt "Igitt" zu denken und auf den Hund zuzugehen, um ihr Beute wegzunehmen (auch wenn's eklig ist). Lauf ein bisschen mit ihr, und tausch dann mit ihr gegen ein besseres Leckerli. Das kann man auch mit weniger "wertvollen" Funden aufbauen (z.B. Apportel) und dann steigern.
Ich wuerde ihr auch nie Funde einfach lassen, sondern immer gegen was Besseres eintauschen. Der erste Gedanke des Hundes sollte sein "ui toll, das teile ich jetzt mit Frauchen", und nicht "ui toll, das fress ich jetzt selber". -
Und mit vier Monaten ist sie ein BABY.
verlier das nie aus den Augen , vor allem bei Erwartungen und "Einschätzungen " .
Immer und mit allem rechnen.....LGr m
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Wie schon gesagt und erklärt wurde: Tauschen üben!
Ansonsten würde ich sie im Moment noch nicht freilaufen lassen. Ich weiß, das ist blöd, aber solange sie alles runterschluckt oder mit essbaren Sachen abhaut und eben nicht auf die von dir angebotenen Tauschangebote eingeht, wäre mir das zu gefährlich. Wenn sie vernünftig an der Schleppleine läuft, dann kannst du auch so recht entspannt spazieren gehen und kannst ihr dein Tauschangebot direkt vor die Nase setzen (freiwilliger Tausch, das was du erreichen willst und dann auch im Freilauf möglich ist) oder ihr im Gefahrenfall einfach wegnehmen, was sie da hat und ihr dafür mit viel Lob was schönes geben (also Zwangstausch als allerletztes Mittel).
Viel Glück! -
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das gleiche Problem hab ich auch mit meinem 4 Monate alten Spitzerich
"normale" Sachen lässt er sich abnehmen, aber wenn er was wirklich tolles hat, geht er auf Abstand zu mir.
Wir üben gerade auch das Tauschen, bis jetzt aber noch nicht so erflogreich. Auch wenn er in der Wohnung irgendeinen Kauartikel oder so bekommt (z.B. getrockneter Pansen oder Putenhals), dann rennt er damit unter irgendeinen Tisch und geht weg, sobald ich in die Nähe komme.
Du bist also nicht allein
ich hab da halt immer so Angst wegen der ganzen Giftköder von denen man immer wieder hört. 
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also ich bin kein grosser freund von tauschen.
ich finde man sollte durchaus in der lage sein seinem hund etwas ohne tauschangebot weg nehmen zu können.
neben dem tauschangebot sollte es auch dringend geübt werden und nicht erst, wenn es wie in der beschriebenen situation soweit ist, dass der hund seine sache(n) in sicherheit bringt.
gerade bei und mit einem welpen lässt sich das super üben.
ein hund er dazu neigt (daheim) seine sachen in sicherheit zu bringen, würde ich in übungssituationen eben nicht erst soweit lassen...
da kann super eine leichte hausleine befestigt werden, mit derer man dem hund auch habhaft werden kann.
jeder hund welcher sich mit dem objekt seiner begierde "in sicherheit" bringen kann hat daraus gelernt und wird diese strategie weiter verfolgen und vielleicht gar noch -verbessern- indem er um so schneller wird.
meine hunde müssen "den frust" eben auch ertragen, dass ich etwas fordere, ohne mit -besserem- zu belohnen.
dazu reicht durchaus auch verbales lob, oder kurzes körperliches.
meine hunde tauschen jedenfalls gegenseitig nichts. da wird gar kurz gedroht, bis der andere seine beute überlässt.
man sollte sich das "hund sein" mal ein wenig näher anschauen. wir degradieren uns manchmal für hund zu leicht und verlieren oft dabei eine menge ansehen beim hund. -
Kaethi grundsätzlich bin ich deiner Meinung, das es im Notfall auch ohne Tausch gehen muss (was, wenn sie wirklih mal etwas giftiges erwischt und ich gerade kein besseres tauschgut zur Hand hab?) aber ich weis nicht, wie ich das üben soll, ohne das es nach hinten losgeht...
Wie hast du das mit deinen Hunden geübt? -
Aus dem Grund hab ich immer die Schleppleine dran. So musst du nicht hinter dem Hund herhechten.
Außerdem Tausch üben und Abbruchkommando. Sobald der Hund verstanden hat, worums geht, muss auch mMn nicht immer ein Tausch erfolgen oder einfach ein verbales Lob, statt was fressbarem.
Den Tausch sollten wir folgendermaßen üben: Man nehme ein gefrohrenes Wiener, gebe es dem Hund und fordere ihn auf es zurückzubringen. Wenn er das tut, bekommt er ein Stück aufgetautes Würstchen. Das mit dem Tausch hat sich bei uns aber irgendwie von selbst geklärt. :)Und meine hat aber grundsätzlich gelernt, dass Apportieren Party bedeutet. Hat den netten Nebeneffekt, dass nicht nur Spielzeuge apportiert werden, sondern auch andere Dinge, sobald das Kommando kommt. Zum Glück bisher noch nix Ekliges
Meistens Blätter, Kastanien, oder auch mal Schuhe.Mein Hund darf außerdem behalten, was ich ihm einmal gegeben habe. Ich bin von Anfang an hingegangen, hab ihr das Zeug erstmal aus dem Maul geholt und angeschaut und ihr dann häufig wiedergegeben, wenns ok war. Das hat sich eingeprägt. Und sie hat gelernt, was sie einmal wiederbekommen hat, ist ihres. Klar bringt sies dennoch in Sicherheit, aber das ist ja auch ok.
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Zitat
Wie hast du das mit deinen Hunden geübt?ich habe das überhaupt nicht speziell geübt. ab dem ersten tag als hund (egal welcher) hier einzog habe ich bereits getauscht. das gab so nie probleme und danach erst habe ich ohne tauschen gearbeitet.
zuerst angefangen mit tauschgeschäft, um zu sehen wie (noch fremder) hund überhaupt reagiert und nach und nach ohne "gegentausch". nicht zu oft hintereinander, jedoch mind. einmal die woche.
ein hund sollte vetrauen haben und das biete ich ihm gar zu anfang mit einem tauschgeschäft wohl damit an.
erschwerend evtl. noch die situation dass keiner der hunde, welche jetzt da sind als welpe zu uns kam.
der hund sollte dies auch nicht als bedrohlich wahrnehmen und ich denke je weniger spektakel man darum macht, desto normaler wird es auch.
angemessenes lob, verbal als auch kurz körperlich verwende ich jedoch sowieso wesentl. öfters als lekkerlies etc.
ich möchte nicht als futterautomat von den hunden wahrgenommen werden.
das klappt 1a. - Vor einem Moment
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