Hilfe - Magen-Darm-Probleme bei Junghund

  • Hallo,

    ich mache mir große Sorgen.
    Unser 18 Wochen alter Cocker Spaniel hat letzte Woche Mo auf Di die ganze Nacht gespuckt. Di zum TA, Spritze gegen Übelkeit bekommen.
    Das Spucken hörte dann auf, wir ernährten ihn 2 Tage mit gekochem Hähnchen mit Reis. Er hatte 2-3 mal am Tag breiigen Stuhlgang, aber wir dachten, das ganze Magen-Darm-System muss sich eben erst wieder erholen.

    Nach dieser schlimmen Nacht war er nur noch ein Häufchen Elend. Die TÄ meinte, es dürfe nicht schlechter werden, sonst müssten wir wieder kommen.
    Da das Spucken aufgehört hatte und er vom Verhalten her nicht schlechter wurde, sind wir nicht mehr hin. Allerdings war er auch die Tage darauf nicht mehr der Alte.
    War er sonst der Quatschkopf schlechthin, der immer wieder seine 5 Minuten bekam und vor dessen Welpenzähnchen nichts sicher war, vebrachte er nun die meiste Zeit mit schlafen. Auch die kleinsten Pipi-Runden strengten ihn sehr an, er nagte nicht mal an seinem Lieblingsknochen.
    Dafür kratzte er sich vermehrt, und da er seine Schonkost mit Hühnchen nicht gerne fraß, vermutete ich eine Unversträglichkeit und beschloss 2 Tage später, ihm ein wenig Dose zu geben.
    Das Fressen schlang er mit einem enormen Heißhunger herunter. 3 Stunden später hat er es mir wieder ausgespuckt...

    Also wieder zurück auf Hühnchen.

    Bis gestern hat er sich langsam aber stetig erholt, so dass wir ihn getsern auch mal wieder auf einer Wiese ohne Leine haben toben lassen.
    Gestern habe ich dann auch wieder von Hühnchen auf mageres Rind umgestellt, da er sich immer noch so gekratzt hat. Hat er auch viel lieber gefressen...
    Tag gestern also soweit endlich mal wieder einigermaßen o.k.. Er zeigte beim Spazieren Freude und Bewegungslust und hat sein Fressen auf 4 Mahlzeiten verteilt mit Genuss gefressen.

    Nur gestern Abend waren wir dann wieder etwas stutzig, da er sich nicht zu uns ins Wohnzimmer legte, sondern direkt an die Tür hinaus zum Garten, die einige Meter vom Wohnzimmer weg ist. Auch ins Haus musste man ihn den ganzen Tag bitten, wo er sonst in gesunden Zeiten am liebsten sofort reingestürmt ist...

    Tja, und heute Nacht um 2 gings dann los: Durchfall die ganze Nacht und 2x Erbrechen.

    Ich habe das Gefùhl, wir sind wieder genau da, wo wir vor einer Woche waren...

    Warum erholt der kleine Zwerg sich nicht?

    Was könnte das sein?

    Natürlich gehen wir morgen sofort zum TA.

    Aber was kann ich heute tun? Soll ich ihn fasten lassen?

    Zum Glück kam nun die letzten 4 Stunden nichts mehr aus ihm raus, aber er liegt im Körbchen und ist ein Häufchen Elend.

    Hatten eure sowas auch schon mal? Wie soll ich mich verhalten?

    Oh menno, der kleine Mann tut mir so leid... :sad2:

    Danke für das Lesen und eure Tipps,

    Granita

  • Hast du eine Kotprobe untersuchen lassen?
    Wenn nein dann sammel eine über drei Tage (Mischprobe) und lass sie auf Giardien und Würmer testen.
    Giardien lösen gerne periodischen Durchfall aus.
    Mein Kleiner hats auch ziemlich mit der Verdauung. Er bekommt nur seit gut 2 Monaten Schonkost, aber ich erweitere das Programm seit einiger Zeit langsam. Zudem bekommt er Symbiopet, das ist ein Pulver zur Darmsarnierung. Seit den ersten zwei Wochen Schonkost frisst er wie ein wahnsinniger. Früher fraß er immer schlecht. Ich denke dien Hund frisst schlecht weil er einfach Bauchweh hat.
    Über Fasten lassen gibt es verschiedene Meinungen. Da meiner erbricht wenn er zu lange nichts zu essen bekommt, denke ich nicht dass es ihm helfen würde sich zu erholen. Ich würde weiterhin ein wenig Füttern. Ganz kleine Portionen und dafür öfter und etwas was er gut verträgt. Bis du die Ursache gefunden hast. Und ja, trinken ist ganz wichtig!
    Gute Besserung!

  • Zitat

    Hast du eine Kotprobe untersuchen lassen?
    Wenn nein dann sammel eine über drei Tage (Mischprobe) und lass sie auf Giardien und Würmer testen.
    Giardien lösen gerne periodischen Durchfall aus.
    Mein Kleiner hats auch ziemlich mit der Verdauung. Er bekommt nur seit gut 2 Monaten Schonkost, aber ich erweitere das Programm seit einiger Zeit langsam. Zudem bekommt er Symbiopet, das ist ein Pulver zur Darmsarnierung. Seit den ersten zwei Wochen Schonkost frisst er wie ein wahnsinniger. Früher fraß er immer schlecht. Ich denke dien Hund frisst schlecht weil er einfach Bauchweh hat.
    Über Fasten lassen gibt es verschiedene Meinungen. Da meiner erbricht wenn er zu lange nichts zu essen bekommt, denke ich nicht dass es ihm helfen würde sich zu erholen. Ich würde weiterhin ein wenig Füttern. Ganz kleine Portionen und dafür öfter und etwas was er gut verträgt. Bis du die Ursache gefunden hast. Und ja, trinken ist ganz wichtig!
    Gute Besserung!

    Das ist der Grund, warum Hilfe von hier aus unmöglich ist.
    Ich sage fasten, du sagst füttern.
    Was bringt das der TS ? Nichts.
    Keiner hier kennt den Hund.
    Der muß vom TA durchgecheckt werden, alles andere taugt nichts.

  • Kann mich nur anschließen, Trinken ist wichtig.
    Ich würde evtl. auch mal die Temperatur messen. Hat er Untertemperatur spricht das dafür, dass der Elektrolytehaushalt nicht in Ordnung ist. Hat er Fieber spricht das für eine Infektion im Körper.

    Aus der Ferne ist das immer ganz schwierig bzw. unmöglich. Mein Hund hat ständig Magen-Darm-Probleme und wurde gestern erst operiert, weil er eine Invagination hatte. Damit will ich dir keine Panik machen, aber ich persönlich bin (deswegen) mitlerweile übervorsichtig und würde (wenn's mir arg gefährlich vorkommen würde) in eine Klinik. Aber es stimmt, es kann alles mögliche sein, deshalb würde ich das mit der Kotprobe auch auf jedenfall machen lassen.

  • Zitat


    Das ist der Grund, warum Hilfe von hier aus unmöglich ist.
    Ich sage fasten, du sagst füttern.
    Was bringt das der TS ? Nichts.
    Keiner hier kennt den Hund.
    Der muß vom TA durchgecheckt werden, alles andere taugt nichts.


    Man kann sehr wohl von hieraus helfen. Diagnose stellen kann man nicht das ist klar. Aber ich habe ihr geraten eine Kotprobe auf Giardien und Würmer untersuchen zu lassen. Falls der Tierarzt nicht selbst drauf kommt, und das wäre nicht das erste Mal, ist so ein Ratschlag was Wert. Und wenn er es eh gemacht hätte hat er trotzdem nicht geschadet.
    Zum Fasten hab ich ihr auch keine allgemeine Lösung gesagt sondern nur einen Input gegeben, wie es bei mr ausschaut. Und das wird sie selbst besser wissen als der Tierarzt ob ihr Hund das Fasten verträgt.
    Außerdem hat sie gefragt ob unsere Hunde auch Probleme haben deshalb hab ich ihr von meinem erzählt.
    Ich hab ja nicht gsagt sie soll nicht zum Tierarzt gehen, im Gegenteil.
    Wenn man auf solche Fragen keine Erfahrungen teilen dürfte, dürfte es das Unterforum "Gesundheit" gar nicht geben. ;)

  • Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank für eure Antworten.

    Ja, dass ihr keine TÄ seid, das weiß ich, deshalb habe ich auch keine Diagnose erwartet.
    Da ich Ersthundehalterin bin, bin ich natürlich immer schnell verunsichert und freue mich dann über Erfahrungsberichte anderer.

    Herzlichen Dank für den Tipp mit den Giardien und den Würmern. Werde ich morgen auf jeden Fall beim TA ansprechen. Nur das mit der Kotprobe wird vermutlich etwas schwierig. Er hat ja nun eher Durchfall...worin soll ich denn dieses brühige Zeug über drei Tage sammeln?
    Gibt es da beim TA so Behältnisse wie es das z.B. Bei der Darmkrebsvorsorge für Menschen gibt?

    Nachdem er sich nun zweimal aus seinem Körbchen erhoben hat und zu seinem Fressplatz in der Küche gelaufen ist, habe ich ihm nun einmal um 10 Uhr und einmal um 12.30 Uhr ein klein wenig von seinem eingeweichten Trockenfutter gegeben. Bis jetzt ist toi, toi, toi, alles noch drin.
    Aber er liegt schon wieder und schläft tief...

    In seinem Bauch grummelt es zwar, aber er liegt sehr entspannt, so dass ich denke, dass er kein starkes Bauchweh hat. Wenn ich zu ihm gehe legt er sich auch sofort auf den Rùcken, streckt alle Viere von sich und genießt die Streicheleinheiten. Müsste er sich bei Bauchschmerzen nicht eher einrollen und verspannen?

    Schon komisch: als Cocker hat er wirklich gerne gefressen und auch alles vertragen- und von einem Tag auf den anderen geht es ihm so schlecht. Das würde doch sehr auf einen Infekt oder Parasiten schließen lassen, der?

    Oje, hoffentlich geht es dem Kleinen bald besser. Ich traue mich kaum zu saugen, mòchte ihn einfach nur in Ruhe liegen lassen....

    Granita

  • Zitat

    Er hat ja nun eher Durchfall...worin soll ich denn dieses brühige Zeug über drei Tage sammeln?


    Es gehen auch normale Gefierbeutel, Marmeladenglas oder aus der Apotheke Röhrchen für Stuhlproben.

  • Zum Bauchweh: Ich hab es meinem nicht angemerkt von der Haltung her, nur immer wenn er Durchfall hatte, insbesondere wenn er gerade musste usw dann hat er nicht gefressen. Ich glaube ein Hund kann schon Bauchweh haben ohne dass er krampfend da liegt. Muss ja nicht so stark sein, aber halt so dass ihm der Appetit vergeht.
    Ich hab mal wo gelesen dass es auf Bauchweh hindeutet wenn die Hunde viel in diese "Gebetsstellung" sind. Also Brust und Vorderpfoten am Boden und Hintern in der Höhe.
    Wenn du morgen eh zum Tierarzt gehst dann lass dir ein Proberöhrchen mitgeben, oder hol dir gleich heute eins in der Apotheke. Das wird für Durchfall vermutlich am einfachsten sein.

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