• Hallo zusammen,

    unser Golden Retriever ist 10 Jahre und hatte vor gut 4 Wochen einen Schlaganfall.
    Freitag morgen bzw. in der Nacht,hatte er einen epileptischen Anfall.
    Nach dem eigentlichen Anfall war er Orientierungslos und hat uns nicht erkannt. Wir wurden angebellt und ziemlich angeknurrt.
    Da es für ihn untypisch ist waren wir sehr geschockt.
    Er bekommt nun seit 2 Abenden je 1 Tablette Luminal. Wir wissen aber trotzdem nicht was wir tun sollen. Wir haben 2 Kinder,eine davon gerade erst 4 und wir haben Angst vor einem nächsten Anfall ,wegen der Aggressivität,da die kleine ja auch hier immer dabei ist oder auch mal Freundinnen von ihr. Das könnte mal gefährlich ausgehen. Was tun? Sollen wir ihn gehen lassen?

  • Hallo Tanja,

    bist Du sicher, dass Dein Hund einen Schlaganfall hatte?
    Sehr viel wahrscheinlicher hatte er das Vestibularsyndrom, welches nichts mit einem Schlaganfall zu tun hat.

    Warum bekommt Dein Hund nach nur einem Anfall schon Luminal Tabletten??
    Die Nebenwirkungen von Luminal sind sehr heftig, darum sollte erstmal geklärt werden, ob die Ursache überhaupt im Gehirn liegt.

    Gerade bei einem alten Hund sollte man auch an andere Erkrankungen denken.
    Es können zum Beispiel organische Probleme (Leber, Niere) die Ursache sein.
    Wurde ein Blutbild oder andere Untersuchungen gemacht??

    Auch Impfungen, Vergiftungen usw. kommen als Auslöser für Anfälle in Betracht.

  • Zitat


    Warum bekommt Dein Hund nach nur einem Anfall schon Luminal Tabletten??

    Das wollte ich auch fragen.
    Gerade bei älteren Hunden werden epileptische Anfälle oft durch andere Grunderkrankungen ausgelöst. Erst, wenn diese ausgeschlossen werden können, würde ich an Antiepileptika denken!

  • ist der Hund komplett durchgecheckt worden?
    Kann man ganz viel anderes (z.B. Toxoplasmose) ausschließen?

    Ich kenne es auch nicht so, dass ein Hund sofort nach dem ersten epileptischen Anfall medikamentös behandelt wird. Da die Tabletten starke Nebenwirkungen haben, stellt man meistens erst ein, wenn mehrere Anfälle kurz nacheinander kommen.

    Um den Hund zu unterstützen, hilft, die Ernährung möglichst auf getreidefrei umzustellen und dem Hund ein stressfreies Umfeld zu ermöglichen.

    "Aggression" nach einem Anfall in Form von Knurren oder Bellen habe ich noch nie gesehen, kann aber sein, dass das vorkommt.
    Während eines Anfalls kann man Zäpfchen geben, ansonsten kann man nicht viel machen, außer schauen, dass der Hund sich selbst nicht verletzen kann.

    Wenn der Hund alleine bleiben muss, würde ich ihn so unterbringen, dass nichts passieren kann und Hund und Kinder sowieso nicht unbeaufsichtigt zusammen lassen.

    Einen Grund zum Einschläfern sehe ich erst mal nicht, wenn man entsprechende handelt und dazu gehört für mich auf jeden Fall, sich mit der Thematik auseinander zu setzen und Vorkehrungen zu treffen.

    Einschläfern würde ich nur, wenn der Hund idiopathische Aggression (Cockerwut) hätte - die kann man aber nicht nachweisen. Diese Krankheit kommt vermehrt auch bei Golden Retrievern vor.

    Vielleicht hilft es, wenn ihr mit eurem Züchter noch mal Kontakt aufnehmt, ihm die Info gebt und mal nach hört, ob ihm Formen von Epilepsie in seiner Zucht bekannt sind. Ein guter Züchter hat da durchaus Interesse dran und es kann ja sein, dass Ähnliches bei Wurfgeschwistern oder anderen verwandten Tieren aufgetreten ist.

    Dem Tierarzt würde es außerdem helfen, wenn ihr einen Anfall mal auf Video fest halten könnt.

  • Zitat

    Was tun? Sollen wir ihn gehen lassen?

    Hallo Tanja, ich verstehen das du in Sorge, auch wegen der Kinder bist!

    Orientierungslosigkeit ist bei Epilepsie oft vertreten, auch leider ab und an Aggressivität.

    Du überlegst deinen Hund gehen zu lassen, da kann dir wohl niemand etwas raten.
    Was hast du bis jetzt untersuchen lassen? Bei Hunde in dem Alter ist eine primäre (vererbte) Epilepsie unwahrscheinlich und somit kann nur durch Untersuchungen herausgefunden werden, wo das Übel liegt.

    Ratsame Untersuchungen wären:
    großes Blutbild mit Schilddrüsenprofil
    Herzultraschall
    CT oder MRT zum Ausschluss eines Tumores im Kopf

    Welche Symptome hatte bei dem Schlaganfall? Wie wurde es diagnostiziert? Bekommst er durchblutungsförderne Mittel?

    Es ist wirklich ungewöhnlich einen Hund gleich nach dem ersten Anfall Antiepileptiker zu verabreichen, außer er startet gleich mit Serienanfällen.

    Wenn du Rat, Informationen und Beistand möchtest, komm in dieses Forum: http://www.epiforum.de
    Dort haben wir auch Seniorenhunde mit Epianfällen.

    Ich habe auch einen Hund der seit 4 Jahren unter Epilepsie leidet, auch Kinder und Enkelkinder, doch GsD ist Fussel noch nie aggressiv geworden.


    LG Sabine

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