• Nein, Quintus ist nicht wirklich gedopt, aber man könnte den Eindruck bekommen ;)

    Er war schon immer ein Montagsmodell, hat eine neurologische Blasenentleerungsstörung (Reflexdyssynergie), dadurch häufige Blasenentzündungen, hat Spondy (schmerzfrei durch Goldimplantate), ist blind(PRA), inkontinent (durch die Medies die er braucht um pieseln zu können), hat keine Milz mehr (hatte einen Milztumor) und mittlerweile dement.
    Trotzdem hat er Lebensqualität und es geht ihm recht gut. Allerdings hat seine Leistungsfähigkeit so weit abgenommen (Blutbild, EKG ect. unauffällig)das er Teile der Spaziergänge im Buggy verbracht hat damit Murphy genug Bewegung bekommt.

    Seit vier Monaten hat er einen Multiresistenten Keim (Pseudomonas) in der Blase wogegen die Schulmedizin nichts ausrichten konnte.

    Auf Empfehlung bin ich dann (zusätzlich) zu einem TA gegangen der sich auf TCM (traditionell chinesische Medizin) spezialisiert hat.

    Die ersten zwei Wochen hat er zwei Kräutermischungen bekommen von denen er unbeschreiblichen Mundgeruch bekommen hat (ich bin grün geworden wenn er mich angeatmet hat ;) )
    Danach wurde auf zwei andere Mischungen umgestellt, ab heute wird eine davon durch eine andere ersetzt.

    Der Erfolg ist nahezu unglaublich.
    So viel Energie wie er jetzt hat, hatte er seit mindestens zwei Jahren nicht mehr. Seit einer guten Woche will er nicht mehr in den Buggy sondern läuft 1,5 Stunden stamm durch, ohne zu schwächeln oder zu trödeln.
    Er ist auch hinterher nicht mehr so erschöpft und schnell wieder erholt.
    Wenn mir das jemand erzählen würde, würde ich denken er übertreibt.

    Das einzig negative ist, das er wohl riesen Hunger davon bekommt. Ich habe die Futterration zwar wegen der viel größeren Aktivität erhöht, aber trotzdem verliert er völlig die Nerven wenn ich das Futter fertig mache.........

    Seit 13 Tagen bekommt er jetzt die Zweite Mischung. Drei Tage später merkte ich das er leistungsfähiger wurde, seit einer Woche gehen wir ohne Buggy. Ausserdem wirkt er viel wacher und ich habe das Gefühl das seine Demenz besser ist.

    In 10 Tagen wird der Urin noch mal eingeschickt um zu schauen ob der Pseudomonas noch in der Blase ist.

    Quintus hat vermutlich die ganze Zeit irgend ein Problem, gehabt obwohl das Blutbild unauffällig war, wogegen die Kräutermischungen anscheinend helfen.

    Ich hoffe natürlich das das so anhält und nicht nur ein kurzzeitiger Effekt ist.


    Mich würde interessieren ob ihr vielleicht auch Erfahrungen mit TCM gemacht habt und mit welchem Erfolg

  • Hallo,

    das hört sich doch gut an.
    Interessant wäre zu wissen, welche Kräutermischung Quintus bekommt.
    Die Phytotherapie ist ein kleiner Teil dessen, was als "TCM" vermarktet wird, wobei dies der Teil ist, der tatsächlich eine Wirkung haben kann.

  • Was drin ist , weiss ich nicht.
    Auf den Dosen stehen die Chinesischen Namen.

    Falls es jemand Interessiert (Schreibweise ohne Gewähr, der TA hat ne Sauklaue ;) )

    Die ersten zwei Wochen bekam er
    Xiao Yao San und
    Bawei Ni Huang


    Seit knapp zwei Wochen bekommt er
    Ba Zijeng Tan Pan Sijfi (?) und
    Wucingsu welches aber ab heute durch
    Yoo Gui Wan ersetzt wird

  • Vor etwa 14 Tagen hatte Thori starke Rückenschmerzen. Sie konnte nicht aufstehen. Wir legten sie in den Fahrradanhänger und fuhren zum TA. Sie hatte Druckschmerz in den Nieren, Rückenschmerzen und Fieber (ich meine 39,4°C). Sie bekam eine schmerzstillende Spritze und ein Antibiotikum (auch gespritzt).
    Durch die Untersuchung wusste ich also, dass es nichts war, was operativ versorgt werden musste. Also behandelte ich sie so, wie ich einen Menschen mit akutem LWS-Syndrom (LWS = Lendenwirbelsäule) behandelt hätte. Unsere Stamm-TA, die mit Akupunktur arbeitet, war zur Fortbildung, daher konnte ich es nicht machen lassen. Ich setzte Thori also selbst 2 Nadeln und behandelte den ganzen unteren Rücken intensiv mit Moxa (brennendes Beifußkraut, zur Tiefenerwärmung). Das war bei dem Fell nicht ganz einfach. Ich hab schrittweise die Haare mit der linken Hand beiseite gehalten und mit der rechten Hand die Moxa-Zigarre gehalten.
    Binnen 24 Stunden (dann waren wir zur Nachuntersuchung) konnte Thori allein aufstehen und sich bewegen (allerdings noch etwas langsamer, aber freiwillig). Diesen TA-Termin nahmen wir ohne Fahrradanahänger aus eigener Kraft war (Fußweg etwa 1,2 km). Wir gaben noch eine Urinprobe ab (wegen des Nieren-Klopfschmerzes, unterwegs gesammelter Spontanurin). Eiweißwert war noch etwas erhöht. Wir bekamen Schmerzmittel mit, welches sie 6 Tage haben sollte. Ich gab es ihr einen Tag lang (ich habe sie fast jeden Tag weiter gemoxt), dann war sie wieder so munter und tobte mit Skadi im Garten rum, dass ich es nicht mehr nötig fand.
    Gestern war ich nun bei meiner Stamm-TA, erzählte den Krankheitsverlauf. Nachuntersuchung ergab noch leichte Verspannung im Rücken etwa in Taillenhöhe (TA sagte, ich möge weitermoxen). Urinprobe ist im Labor leider vom Tisch gefallen, wir müssen heute nochmal eine abgeben.

    Ich behandle meine Hunde nach TCM wie Menschen auch, habe aber den Eindruck, sie reagieren schneller. Als ich mit einem akuten verärgerten Ischiasnerv (2 Stunden draußen Eis gehackt bei Eisregen, Salz war ausverkauft) mit Moxa und Gua Sha (eine Schabetechnik zur AUsleitung) behandelt wurde, war ich nach 1 Woche wieder sporttauglich. Meine Schwägerin (selber Eisregen, Arzt, Kortisonspritzen) lavierte nach 3 Wochen immer noch damit rum und ging zur 3. Spritze nicht mehr hin "wirkt doch nicht, muss von selbst wieder weg gehen".

    Ich will keinem eine Therapieempfehlung aufzwingen, aber wenn man mit dem Gedanken "kann nicht wirken" rangeht, dann ist das eine ziemliche Nocebo-Wirkung (Nocebo ist das Gegenteil von Placebo).

  • Zitat


    Interessant wäre zu wissen, welche Kräutermischung Quintus bekommt.
    Die Phytotherapie ist ein kleiner Teil dessen, was als "TCM" vermarktet wird, wobei dies der Teil ist, der tatsächlich eine Wirkung haben kann.

    Ja, da irrst Du mal wieder.
    Die TCM arbeitet im Grunde wie die klassische Homöopathie:
    Die Selbstregulation des Körpers wird wieder hergestellt. Das ist weitaus mehr, als nur ein Symptom zu behandeln.

    Ilona
    Ich kenne zwar nicht die TCM, aber habe solche Erfolge mit der klassischen Homöopathie erlebt. Das ist auch der Grund, warum ich die so oft empfehle.

    Das Prinzip der Behandlung ist gleich:
    Der Organismus ist ein sich selbst stets regulierendes System, welches einer ganzheitlichen Ordnung folgt. Gerät dieses System aus dem Gleichgewicht (z. B. durch Gifte von außen), folgt erst eine Befindlichkeitsstörung, die dann in Krankheit endet.

    Wenn es durch die Behandlung gelingt, die Lebenskraft, die Selbstheilungskräfte wieder ins Fliessen zu bringen, setzt Heilung so schnell ein, dass man dabei zusehen kann.

  • Zitat

    Hallo,

    das hört sich doch gut an.
    Interessant wäre zu wissen, welche Kräutermischung Quintus bekommt.
    Die Phytotherapie ist ein kleiner Teil dessen, was als "TCM" vermarktet wird, wobei dies der Teil ist, der tatsächlich eine Wirkung haben kann.

    Na ja, manuelle Medizin, Bewegungslehre (Qigong) und eine Umstellung auf eine bewusste Ernährung halte ich ebenfalls für wirksam... wobei letztgenannte ja eher langfristige wohltuende Wirkung haben. ;)

    Meine Mutter hat sehr gute Erfahrungen bei der Behandlung von Gelenkbeschwerden gemacht, die tatsächlich phytotherapeutisch behandelt wurden.

    Und nein, ich finde nicht, dass die TCM wie die klassische Homöopathie arbeitet. Nicht alles, was sich das Label ganzheitlich gibt, muss auf Krampf in die Homöopathie-Ecke gestopft werden.

  • Zitat


    Und nein, ich finde nicht, dass die TCM wie die klassische Homöopathie arbeitet. Nicht alles, was sich das Label ganzheitlich gibt, muss auf Krampf in die Homöopathie-Ecke gestopft werden.

    Hast Du Dich damit mal befasst? Es geht in der TCM und auch in der klassischen Homöopathie um die Wiederherstellung des Selbstregulation.

    Zitat

    Die TCM gehört zu den großen vitalistischen Regulationstherapien:
    Krankheit wird hier mit ihren Symptomen als eine Äußerung des gestörten inneren Gleichgewichts des Erkrankten begriffen. Die Therapie zielt darauf ab, sanfte Reize zu setzen, um die Selbstregulation zur Wiederherstellung des Gleichgewichts anzufachen. In die Sprache der TCM umgesetzt geht es darum, den beim Kranken gestörten Fluss des Qi zu harmonisieren.

    http://www.heilpraktiker-werden.de/heilpraktikera…-tcm/index.html

    Zitat

    Na ja, manuelle Medizin, Bewegungslehre (Qigong) und eine Umstellung auf eine bewusste Ernährung halte ich ebenfalls für wirksam... wobei letztgenannte ja eher langfristige wohltuende Wirkung haben. ;)

    Was ist denn Qigong? Mit den Bewegungsabläufen wird das Qi (die Lebensenergie) wieder in Fluss gebracht.

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