• Hallo zusammen,

    die Überschrift ist nicht sehr Aussagekräftig, da ich mehrere Fragen habe.
    Wir haben unsere Labradorhündin seit knapp 2 Monaten, sie ist nun 4 Monate alt. Im großen und ganzen ist sie ein wirklich lieber Hund, war nach vier Wochen stubenrein, bleibt zeitweise alleine (aber meist ist jemand da), begleitete uns von Anfang an überall hin, schläft nachts ohne Unfälle durch (vom ersten Tag an).
    Die hundeschule besuchten wir von Anfang an, dort wird neben dem welpenspiel bereits an Grunderziehung gearbeitet. Sitz, Platz kennt sie schon und wo "Fuß" ist, weiß sie auch schon, wenn ein Leckerlie in Aussicht ist.
    Wir gehen oft mit ihr raus, einmal am Tag ein größerer Spaziergang bei dem sie sich austoben darf und ohne Leine läuft (und brav kommt wenn ich sie rufe).
    Kommt uns jemand entgegen, leine ich sie an. Denn hier liegt unser Problem:
    Sie springt alles und jeden an (welpentypisch, ich weiß). Auch wenn sie dann angeleint ist springt sie wie verrückt in die Leine, da kann ich sie noch so sehr versuchen abzulenken wenn sie fixiert - keine Chance!
    Was kann ich hier tun? Wie trainiere ich das am besten?
    Und in der hundeschule machen wir auch Konzentrationstaining (an anderen Hunden vorbei ohne sie zu beachten durch blickkontakt zum hund...). Das klappt bei uns überhaupt nicht. Ich soll ihr ein Leckerlie zeigen, dann mich anschauen lassen und langsam gehen. Da wird sie so wiebelig. Springt an mir hoch, springt zum anderen Hund, dreht sich weg.
    Wenn ich sehe wie gut das bei den anderen klappt -.-
    Dabei ist sie garkein Draufgänger. Wir achten Zuhause viel auf Ruhe und dss klappt.
    Wie kann ich die Konzentration fördern?
    .vielen Dank schon mal

  • Wenn irgendwelche Infos fehlen, nur bescheid geben.
    Mit Ruhe Zuhause meinte ich zb, das sie sich zu legen hat wenn mein Sohn Hausaufgaben macht. Grundsätzlich klappt das wunderbar und sie liegt auf ihrer Decke - egal wo die sich gerade befindet :).
    Abends verkrümelt sie sich freiwillig in ihre Box und man sieht sie erst morgens wieder.
    Sie muss, wenn wir raus gehen, sitzen bleiben bis ich draußen bin, wir verlassen das Haus zuerst.
    Sie hat auch tierische Kumpel wie unsere Katze und Hunde von Freunden.
    Beißhämmung hat sie eigentlich, vergisst es nur manchmal wenn Besuch kommt.

    Wenn sie zu sehr aufdreht ignorieren wir sie erfolgreich und auch den Umgang mit unserem 6jährigen Sohn hat sie kapiert :)

  • Hallo,

    ihr macht doch super. Der Hund ist erst 4 Monate alt und muss noch eine Menge lernen.
    Erwartet einfach nicht zu viel. Mit Geduld und Konsequenz wird das schon.
    Unser ist jetzt 6 Monate alt und wir bekamen ihn mit 4 Monaten. Er hat eigentlich von Anfang an niemanden angesprungen, aber war aufgeregt und hätte es wohl gerne getan. Wir haben ihm das Kommando SITZ beigebracht und er hatte schnell heraus das dann eine Belohnung und Streicheleinheiten fällig waren. Jetzt klappt das schon fast perfekt, auch wenn keine Leine dran ist und der Zwerg nicht direkt neben uns ist. Wichtig ist das andere Menschen ihn nicht dazu auffordern sie anzuspringen. Es hat leider welche die sich bei so niedlichen Fellwesen nicht beherrschen können. :headbash:

    Gruß Terrortöle

  • Ja, das kenn ich, andere Hunde sind soo interessant.

    IN der situation könnt ihr nicht viel anders machen, der Hnd ist nicht ansprechbar. Ihr könnt nur daran arbeiten, dass der Hund generell "besser" wird, so dass er ansprechbarer wird. (Ich wundere mich allerdings, dass die HuSchu eich keine Tipps gibt?)

    Also einfach in den alltagssituationen, die eigentlich prima sind, mehr üben, mehr fordern. Das normale Gehen an der Leine ohne Ablenkung muss super gut sein, damit es mit ablenkung noch ok sein kann. Im Alltag den Hund häufig ansprechen, häufig Blickkontakt herstellen, häufig heranrufen und belohnen. Also nicht erst was fordern, wenn ein "Problem" da ist. Gerade, wenn man so einen tollen, unproblematischen Hund hat, vernachlässigt man gerne mal die Grundlagen. aber bei jedem Hund kommt man an den Punkt, wo man die einfach braucht.

    Ansonsten bei uns eiserne Regel: Kein Kontakt zu Hunden an der Leine. Wenn beide Hunde an der Leine sind, gehe ich stur vorbei, halte meinen nur mit Leine und meinem Bein auf der Seite, wo er sein soll und gehe weiter. Wenn der Hund dann ein paar Schritte hinterhergezogen wird, ist das nicht schön, aber ist halt so. wichtig ist: Ich schaue den anderen Hund nicht direkt an, nicke nur dem Hundeführer kurz zu und marschiere völlig unbeteiligt vorbei. Am besten ist es, als wenn man so weiterläuft, als wäre da nix - egal was der Hund macht. Jedes rumgewurschtel und auf-den-Hund-einreden macht meiner Meinung nach die Sitaution nur noch aufgeregter.
    Nicht stehenbleiben ist das wichtigste.

    Ist Kontakt der Hunde erwünscht, leine ich ab. Das mache ich möglichst gleich, also nicht erst den Hund minutenlang japsen lassen und dann nachgeben, sondern direkt ableinen.

    Gemeinsam mit anderen angeleinten Hunden laufen ist auch gut, ohne Schnüffeln! Im Gehen beruhigt sich der Hund eher als im Stehen. Und auch hier: selbst die anderen Hunde nicht groß beachten.

    Die Situation mit Besuch ist übrigens analog - also auch hier üben und kein anspringen etc zulassen.

  • Zitat


    Und in der hundeschule machen wir auch Konzentrationstaining (an anderen Hunden vorbei ohne sie zu beachten durch blickkontakt zum hund...). Das klappt bei uns überhaupt nicht. Ich soll ihr ein Leckerlie zeigen, dann mich anschauen lassen und langsam gehen. Da wird sie so wiebelig. Springt an mir hoch, springt zum anderen Hund, dreht sich weg.

    Hört sich nach Frust an. Zu große Trainingsschritte, zu wenig Belohnung.

    Das sollte ein Trainer erkennen und Euch kleiner Trainingsschritte an die Hand geben, bei denen der Hund nicht in einen solchen Frust gerät!

    Wenn Du selbst dazu was machen möchtest: Es gibt ein Buch von Ariane Ullrich "Impulskontrolle". Da sind viele gute Basisübungen zum Thema "Halte Dich zurück, wenn Du was möchtest" drin.

  • Es beruhigt mich, das zu lesen :)
    Wir werden künftig einfach an allem konsequent vorbei gehen und weiterhin üben, üben, üben.
    Kontakt an der leine zu hunden unterbinden wir schon immer, auch bei befreundeten Hunden. Gespielt wird erst nach dem ableinen.tips gibt die Trainerin, ich kann nur mit "je ruhiger du bist, desto ruhiger ist der Hund" in den besagten Situationen nichts anfangen.

    Man macht sich einfach ab und an Gedanken, ob man auch alles richtig macht, schließlich will man ja nur das beste :)

  • Zitat

    Hört sich nach Frust an. Zu große Trainingsschritte, zu wenig Belohnung.

    Das sollte ein Trainer erkennen und Euch kleiner Trainingsschritte an die Hand geben, bei denen der Hund nicht in einen solchen Frust gerät!

    Wenn Du selbst dazu was machen möchtest: Es gibt ein Buch von Ariane Ullrich "Impulskontrolle". Da sind viele gute Basisübungen zum Thema "Halte Dich zurück, wenn Du was möchtest" drin.

    Sie hat bei uns schon runter geschraubt: Abstand zu den anderen Hunden vergrößert, nur zwei Schritte mit blickkontakt und dann Belohnung etc. Bin froh dass es eine kleine Gruppe ist, sie nimmt sich viel Zeit für jeden einzelnen Hund und aus der einen bezahlten Stunde werden meist zwei

  • Zitat

    ich kann nur mit "je ruhiger du bist, desto ruhiger ist der Hund" in den besagten Situationen nichts anfangen.


    DAS ist nur leider das wichtigste von allem!

    ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Blickkontakt einfordern, Hund ansprechen usw einfach fuchtbar viel Unruhe reinbringt. Im alltag will ich einfach weiterschlappen können, ohne dass sich der Hund in die Leine hängt, da muss der nicht im perfekten Fuss gehen und mich anschauen. Das ist eh eine sehr schwierige Übung, kein Wunder, dass das so nix wird.
    Dann hat der unerfahrene und leicht unsouveräne HH (sorry) auch noch die Leine krampfhaft kurz, selbst ne angespannte Körperhaltung und einen irren Blick - wie soll der Hund da cool bleiben. Dann wird mit Leckers gewedelt, die der Hund aber nicht bekommt - FRUST. Dieser ganze Stress entlädt sich dann in Gezappel.

    Im Alltag: Entweder du läufst wirklich einfach weiter als wenn da nichts wäre (!!!!) - oder, wenn d udas nicht hinkriegst, weil du ja böse böse an deinem Hund ziehen müsstest, setz dich einfach ins Gras und guck in die Gegend (NICHT zum anderen Hund), bis der andere vorbei ist. Aber immer dieses Riesentheater (Ein Hund! Ein Hund!) verursacht die Probleme erst. Ist ein junger Hund, soll sie halt mal in die Leine springen oder bellen. So what. Wichtig ist, dass sie durch diese Aktionen NICHT näher an den anderen Hund dran kommt. Sollte sich dieser nähern, einfach dazwischen treten.

    Es kommt wirklich zu 99% auf deine Einstellung an:
    Mir sind andere Hunde total sch***egal.
    Ich seh die nichmal.
    Is was?

    Leckerlie nie nicht zur Ablenkung, das ist Quatsch, wenn sie schon so hochdreht. WENN ihr an dem Hund vorbei seid und deine Kleine wieder ruhiger ist, sprich sie leise an (vorher nicht reden), und wenn sie dich anschaut, dann freust du dich und lächelst und schiebst ihr die Wurst rein.
    Je öfter Aufmerksamkeit und Blickkontakt vorher geübt werden, umso eher kannst du das dann auch in der Situation einfordern.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!