Ruhe vs. Action
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Hallo Zusammen,
in etlichen Threads wird den Haltern bei diversen Problemen sehr häufig empfohlen "Ruhe" in den Hund zu bringen. Es wird den Haltern mitgeteilt, keine Action-Spiele mehr zu machen oder diese erheblich zu reduzieren. Auch die Empfehlung der Kopfauslastung kommt nicht selten. Diese Empfehlungen betrafen längst nicht nur Welpen, sondern auch Hunde gesetzteren Alters und um die geht es mir hier.
Dabei entstand bei mir die folgende Fragestellung:
Bei den Groß-Schäfern ist ja im Winter Lammzeit, die Schafe sind im Stall und die Hunde im Zwinger. Man darf davon ausgehen, dass eine Hundebespaßung oder ein Ausgleich für die Arbeit an der Herde nicht stattfindet. Der Zeitraum ist der zwischen November und Mai.
Ab Mai dann, haben die Hunde wieder volles Arbeitspensum zu leisten.Wieso funktioniert das, ohne dass die Hunde überdrehen, unter- oder überfordert sind. Nochmal der Hinweis, ich spreche jetzt nicht von Welpen.
Vielleicht kann das mal einer erklären?LG
Prunus - Vor einem Moment
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Hallo,
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Ein ´Arbeitshund´ist ein ´Nutztier´, das kann man nicht mit unseren Kindersatz- Familienmitglied- Schnuckiputzi- Hunden vergleichen.
Arbeitshunde sind während der Arbeit am arbeiten, sonst im Zwinger oder an der Kette. Und wenn sie zu alt zum Arbeiten sind nur noch da..
Hier bei uns findet gerade ein Spagat statt, dass klassische ´Arbeitshunde´ familiär vergesellschaftet werden.
Wie das funktioniert, das mit der Ruhe????? ( Ich hab das als Kind in den 50er- Jahren des vorigen Jahrhunderts mitbekommen, da waren wir oft auf einem Bauernhof in Kärnten zur ´Sommerfrische´.):
Gaaanz einfach: Hund (e) in den Zwinger/ an die Kette, und einmal am Tag füttern, mit Essensresten...immer Wasser....sonst nix.....Die Frage, ob ein Hund bespasst werden soll hat sich da und damals niemand gestellt.
Wir stellen uns -heute- die Frage ja auch nicht, wie wir mit einem Rind/ Schaf/ Schwein umzugehen haben
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Ja, aber ein Hütehund muss ja trotzdem gehorchen und es dürfen sich bei dem ja keine Unarten einstellen, wie z.B. raufen, jagen, beissen, usw. usf.
LG
Prunus -
Wer sagt denn, dass diese Hunde nicht unterfordert sind oder überdrehen? Im Zwinger dürfte sich wohl kaum einer dafür interessieren.
Wenn mich nicht alles täuscht, hat eine Schäferin hier im Forum mal geschrieben, dass einer ihrer Border Collies sehr schnell Neurosen entwickelt, wenn dieser nicht richtig gearbeitet wird.
Ich persönlich mache schon einen Unterschied zwischen einem Familienhund und einem Arbeitshund. Von daher verstehe ich den Zusammenhang mit dem Tipp dem Hund Ruhe beizubringen nicht wirklich.
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Also, wenn die Hütehunde ein gutes halbes Jahr richtig Arbeit leisteten, dann müssten sie ja austicken, wenn sie dann nur noch im Zwinger sind. Tun sie aber nicht, sie bleiben folgsam, egal ob sie arbeiten müssen (überdrehen) oder im Zwinger sind.
LG
Prunus -
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Ich kenne keine Groß-Schäfer persönlich, von daher kann ich über das Hundehandling nicht viel sagen. Aber einen Hund einfach mal ein halbes Jahr abzustellen kann ich mir nicht vorstellen.
Der Hund muss ja auch irgendwo "im Training" bleiben. -
Zitat
Also, wenn die Hütehunde ein gutes halbes Jahr richtig Arbeit leisteten, dann müssten sie ja austicken, wenn sie dann nur noch im Zwinger sind. Tun sie aber nicht, sie bleiben folgsam, egal ob sie arbeiten müssen (überdrehen) oder im Zwinger sind.
LG
Prunus
Die Bauern sind da rigoros!
Die Hunde, die das abkönnen - schön, die anderen, die dann austicken und nicht mehr gut arbeiten - Pech gehabt, werden entsorgt!
Unnütze Fresser können die gebrauchen!
Hatte die Diskussion gerade mit einem Bauern, dessen BC frei am Hof lief und Autos jagte, fragte ihn, ob er den Hund nicht sichern wollte, Antwort: "Wenn er unter die Räder kommt, selber Schuld, dann taugt er nichts!"
Edit: Der Hund kam unter die Räder, zwei Tage später war ein Neuer da. -
Zitat
Die Bauern sind da rigoros!
Die Hunde, die das abkönnen - schön, die anderen, die dann austicken und nicht mehr gut arbeiten - Pech gehabt, werden entsorgt!
Unnütze Fresser können die gebrauchen!
Hatte die Diskussion gerade mit einem Bauern, dessen BC frei am Hof lief und Autos jagte, fragte ihn, ob er den Hund nicht sichern wollte, Antwort: "Wenn er unter die Räder kommt, selber Schuld, dann taugt er nichts!"
Edit: Der Hund kam unter die Räder, zwei Tage später war ein Neuer da.Na ja, vielleicht bei den Hofhunden, aber in so einem Hütehund steckt ja doch etwas mehr Ausbildungsarbeit, daher würde ich annehmen, die achten schon drauf. So ein Hund würde ja nicht ad hoc ersetzbar sein.
Normalerweise wählen die Schäfer den oder die aus dem eingenen Wurf aus, die sie für gute Hütehunde halten, alle anderen werden verkauft. Die vermeintlich Guten werden dann ausgebildet, die Ausbildung dauert ca. 2 Jahre, erst als Beihund.Natürlich kenne ich auch Bauern, bei denen die Hunde einfach so mitlaufen. Aber die arbeiten auch nicht als Hütehunde.
LG
Prunus -
Hallo,
ich finde, dass das ein interessantes,
auch nachdenklich machendes Thema ist.Ich persönlich kenne einen Bauern mit einer Handvoll Schafe
für die zwei Border Collies engagiert wurden.
Nun haben die beiden Hunde, wenn es hochkommt,
4 Stunden Arbeit in der Woche, den Rest der Zeit,
immerhin weitere 164 Stunden in einer Woche machen sie.........nichts.
Denn spazieren geht niemand mit den Hunden,
und jede andere Beschäftigung würde, nach Aussage
des Bauern, der Arbeitsleistung schaden.Dass die Hunde nichts machen, ist natürlich falsch,
sie machen schon was;
vorwiegend Unsinn.
Der Rüde starrt konstant die Pferde auf dem Hof an,
rennt auch gern mal dahinter her,
was ihm immerhin "nur" ein gebrochenes Bein eingebracht hat.
Denn das hätte auch noch schlimmer ausgehen können.Die Hündin beschäftigt sich mit einem anderen Hobby,
hat augenscheinlich einen Jagdschein gemacht und widmet sich der Kaninchenjagd.
Schnell wie sie ist, macht sie das auch sehr erfolgreich.Ich bin sehr gespannt weitere Meinungen zu hören.
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Zitat
Also, wenn die Hütehunde ein gutes halbes Jahr richtig Arbeit leisteten, dann müssten sie ja austicken, wenn sie dann nur noch im Zwinger sind. Tun sie aber nicht, sie bleiben folgsam, egal ob sie arbeiten müssen (überdrehen) oder im Zwinger sind.
Ich habe hier bei mir eine ähnliche Situation nur ziemlich abgeschwächt.
Meine Hündin (Jack Russel Terrier) hat ein ziemliches Kontrastprogramm. Im Sommer (oder sagen wir mal 8 Monate im Jahr) hat sie sehr viel Action. Da gehts nahezu täglich mit Pferd eine große Runde raus in höherem Tempo und viel bergauf und bergab. Oder wie gestern z.B. eine große Runde in den Wald spazieren und danach eine große Runde ins Gelände mit den Pferden.
Futter bekommt sie Mengen wie unser alter Schäferhund damit sie ihre Figur hält und ist ein richtiger kleiner Muskelberg.Im Winter allerdings haben meine Pferde 3 Monate Pause und in dieser Zeit hat auch der Hund Pause.
Da gehts kleine Runden spazieren (bin nicht so der Spaziergänger - man darf mich gerne hauen), 1 x die Woche Dummytraining, und ein wenig Tricksen und auch mal was Radfahren. Aber statt der 3-5 Stunden laufen am Tag sind es nur noch 1-2 relaxte Stunden (an manchen Tagen gehts nur zum lösen mal kurz raus). Ansonsten ist faulenzen angesagt und eben keine Action.Ich trainiere meinen Hund allerdings ab, reduziere die Ausritte langsam und ja die ersten Tage der Winterpause ist mein hund was nervig. Danach ist es aber komplett gegessen und der Hund völligst tiefenentspannt.
Ich finde es nicht verwerflich, kann mir aber vorstellen dass der ein oder andere Hundehalter ein riesen Problem mit mir hat
. - Vor einem Moment
- Neu
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