Milo kläfft zurück :((
-
-
Hallo Fories!
Milo ist nun 10 Monate alt und gehorcht eigentlich relativ gut. Er ist ja unser erster Hund und wir durften in der HuSchu vor 3 Wochen sogar in die "erwachsenere" Gruppe wechseln, wo die meisten Hunde schon älter als 1 Jahr sind.

Nun genug des Eigenlobes..

Anfangs (bis vor ca. 2 Monaten) war es Milo eigentlich pupsegal, wenn er von andern *entschuldigt* Kötern aggressiv angekläfft wurde. Ich hab mir immer gedacht, oh Gott.. Ich möchte echt nicht, dass Milo mal so wird. Und von diesen Kläffern haben wir einige hier im Angebot. Das geht los sobald wir erblickt werden: non-stop gebelle, Hund reisst in der Leine, ist nicht mehr zu beruhigen. Ich versteh nicht wieso.
Jedenfalls ist irgendwas mit Milo passiert, dass er nun Vollgas gibt, falls das passiert. Heute wieder sone Situation: Ich seh den anderen Hund und will mit Milo Fuss laufen. In der HuSchu sind 10 andere Hunde da und Milo läuft ohne Leine Fuss, also da kein Problem. Dann bellt der Hund los und Milo ist nicht mehr zu bremsen. Er geht auf 2 Beinen und bellt und bellt und bellt. Nichts kann ihn beruhigen. Da nützen meine Guddis und ein bestimmtes aber ruhiges Sitz oder still nichts mehr.
Gestern waren wir in einem Cafe neben einem Spielplatz. Wieder ein Hund der da nonstop gebellt hat (ca. 15m weit weg). Nach einigen Minuten war es Milo zu viel. Er war sowieso schon aufgeregt, weil wir in der Stadt waren und überall seine geliebten Blätter am Boden rumgeweht wurden. Aber dann gings los, echt super peinlich wie er und der andere sich angebellt haben. Nach einiger Zeit war dann wieder ruhig. Ich war aber kurz davor gewesen das Cafe verlassen zu müssen.Was kann ich tun..? Vor allem aber wieso tut er das jetzt? Pubertät? Ich habe eigentlich schon das Gefühl, dass er mich als Chef akzeptiert. Er weiss zB, dass er nur auf die Decke auf dem Sofa darf, er weiss, dass er nicht ohne meine Erlaubnis mit mir in unseren kleinen Plantsch-Pool darf OBWOHL er Wasser liebt.
Einer unserer Nachbarn hat einen Hund der den ganzen Tag immer bellt. Da hat Milo auch ein paar Mal angefangen zurück zu bellen, das hat er aber nach ein paar Nein/Kommando Still (probieren wir jetzt aufzubauen) eigentlich nicht mehr gemacht.Ich muss sagen, dass Milo trotz vielen Ausflügen in der Welpenzeit momentan einen empfindlichen/stressanfälligeren Eindruck auf mich macht. Wenn ich mit ihm in der Stadt bin zieht er wie verrückt an der Leine und kann, wenn wir in der Gartenwirtschaft sitzen, nicht mehr easy unter dem Tisch pennen. Als Welpe war ihm das vollste Cafe egal. In der Bahn schläft er auch nicht mehr und winselt manchmal sogar. Wir geben uns jetzt Mühe viel mit ihm in die Stadt zu gehen. Hier bei uns zuhause im Dorf, ist er entspannt..
Generell würde ich ihn als unterwürfigen Hund einschätzen. Er hat, seit wir ihn haben, vielleicht 3 Mal mit einem Hund spielen wollen. Leider sind alle Hunde in der Hundeschule und in meinem Bekanntenkreis ab Grösse Labrador. Da unterwirft er sich meistens gleich.
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Milo kläfft zurück :((*
Dort wird jeder fündig!-
-
Dass du leider so überheblich warst und dich nicht eine Sekunde gefragt hast, warum Hunde so werden können (das ist nicht ihre Schuld), rächt sich jetzt.
Es kann vom Führen am Halsband bishin zu schlechten Erfahrungen oder Hormonen alles mögliche sein, warum er das tut.
Leinenaggression hat genau gar nichts damit zu tun, dass Hunde einen nicht als Chef sehen...
Du solltest zunächst die Bedürfnisse deines Hundes ergründen, bevor du die Symptome verbietest. So kannst du die Problematik verschlimmern.
Ich glaube, das Erregungslevel deines Hundes war recht hoch (wie du selbst schon erkannt hast), das verbraucht Impulskontrolle noch schneller. Und irgendwann kann der Hund nicht mehr anders. Du solltest diese Situationen positiv belegen und dich um deinen Hund kümmern.
Schönfüttern ist auch keine schlechte Idee. -
Ich weiss schon, dass das alles nicht ohne Gründe mit einem Hund "passiert". Ich hab mich anfangs nur immer gefragt, wieso ein solches Verhalten gezeigt wird. Mich nerven die Halter, die dann da stehen und mich dumm angucken und nichts machen oder die Hunde anschreien..
Was meinst du genau mit "ich soll mich um meinen Hund kümmern"? Ich versuche ja in dem Moment seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, ihn abzulenken vom anderen, bellenden Hund. Ich stopf ihm schon nicht einfach den Mund voll..
-
Zitat
Was meinst du genau mit "ich soll mich um meinen Hund kümmern"? Ich versuche ja in dem Moment seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, ihn abzulenken vom anderen, bellenden Hund. Ich stopf ihm schon nicht einfach den Mund voll..
Nicht "in dem Moment", sondern vorher!
Bevor er sich so reinsteigert, das er nicht mehr ansprechbar ist. -
Zitat
Ich weiss schon, dass das alles nicht ohne Gründe mit einem Hund "passiert". Ich hab mich anfangs nur immer gefragt, wieso ein solches Verhalten gezeigt wird. Mich nerven die Halter, die dann da stehen und mich dumm angucken und nichts machen oder die Hunde anschreien..
Was meinst du genau mit "ich soll mich um meinen Hund kümmern"? Ich versuche ja in dem Moment seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, ihn abzulenken vom anderen, bellenden Hund. Ich stopf ihm schon nicht einfach den Mund voll..
Aber du hast doch ebenfalls "nichts gemacht". Du hast gewartet bis dein Hund reagiert...
-
-
Zitat
Mich nerven die Halter, die dann da stehen und mich dumm angucken und nichts machen oder die Hunde anschreien..
Das Problem ist, dass man als Halter oft gar nichts machen kann. Was meinst du, wie oft ich mir einen Aus-Knopf gewünscht hätte, etwas, das ich machen kann? Man muss vorher reagieren, verpasse ich das und komme beim Hund schon nicht mehr an, kann ich nur noch die Situation vorrübergehen lassen. "mache also nichts" (mehr, weils eh keinen Sinn hat). Inzwischen hab ich eine Möglichkeit, meinen Hund wieder runter zu kriegen (nicht immer, aber oft), auch in der Situation selbst noch, aber das, was ich mache, geht auch nicht bei jedem Hund.
Meiner macht das beispielsweise, weil er einfach nur weg will vom anderen Hund, das an der Leine aber nicht kann. Bei den Vorbesitzern hat er eben dann gelernt, dass er es selbst regeln muss und man sich mit Bellen und Primborium die Hunde wunderbar vom Hals halten kann, damit er sein Ziel, die Kontaktvermeidung, auch erreicht. Die einfachste Lösung wäre "Leine ab" und Hund den Abstand selbst wählen lassen, aber das geht nun eben nicht immer.
Kann genauso aber auch ne gegenteilige Motivation sein, wenn ein Hund aus Frust bellt, weil er unbedingt hin will und die Leine das verhindert. Und vieles andere. Es hat aber sicher nichts damit zu tun, ob ein Hund akzeptiert, wo er seinen Platz auf der Couch hat oder wann er das Futter zugeteilt bekommt. -
Zitat
Ich weiss schon, dass das alles nicht ohne Gründe mit einem Hund "passiert". Ich hab mich anfangs nur immer gefragt, wieso ein solches Verhalten gezeigt wird. Mich nerven die Halter, die dann da stehen und mich dumm angucken und nichts machen oder die Hunde anschreien..
Was meinst du genau mit "ich soll mich um meinen Hund kümmern"? Ich versuche ja in dem Moment seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, ihn abzulenken vom anderen, bellenden Hund. Ich stopf ihm schon nicht einfach den Mund voll..
Kann es sein, dass dich immer nur die anderen HH nerven? Die anderen Hunde als Köter zu bezeichnen, hat bei mir schon einen gewissen Beigeschmack hinterlassen und dass dich die anderen nerven, wenn sie nichts tun, ist dein Problem.
Es kann sich nur jeder um seinen Hund kümmern. Wenn die anderen Hunde der Auslöser für das Verhalten bei deinem Hund sind, kannst Du nur bei euch daran arbeiten. Dein Hund wird älter und damit reagiert er anders. Du musst rausfinden, was er bezweckt: will er den anderen verjagen, will er mehr Abstand, will er vielleicht spielen ...
Frag doch am Besten in eurer Hundeschule nach, was Du tun kannst. Mit Verbieten wirst du auf Dauer nur gestresst bleiben, weil er dann nie lernt, ein anderes Verhalten an den Tag zu legen. Du wirst dann immer verbieten müssen, dass er sich so benimmt.
-
Könntest du nicht in der Hundeschule eine Einzelstunde bekommen? Oder du schlägst eine Gruppenstunde in der Stadt vor.
Und dann mit dem Trainer in diese Alltagssituationen rein und "live" üben, nicht (nur) auf dem Platz.
Du gehst ja schon in die Hundeschule, das kann man doch nutzen
-
QuoVadis:
Ich beginne ja Milo abzulenken mit Fuss, "Schau" um seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, schon bevor er den Hund überhaupt gesehen hat. Noch früher geht ja nicht..kareki:
Ich wusste ja nicht, dass Milo mit der Zeit auch so ein Verhalten an den Tag bringen wird
Nocte:
Ja mich nerven gewisse HH echt. Wir haben hier schon ein paar echte Knaller-Situationen erleben müssen mit unserer "halben Portion". Und wenn du regelmässig von HH mit normal/grossen Hunden nur belächelt wirst, wieso du deinem "Kleinen" Fuss beibringen willst, sie aber offenbar ihre Hunde nicht unter Kontrolle haben.. Ja dann fängt man an sich aufzuregen. Aber solche Geschichten gehören in einen anderen Thread
Camillo09
Was tust du denn in einem solchen Augenblick?
Das mit der Rangordnung hab ich mir nur gedacht, weil ich schon gelesen/gesehen hab, dass eben dominante Hunde das Gefühl haben, ihre Besitzer verteidigen zu müssen. Dass der Hund "denkt", ich habe die Situation nicht unter Kontrolle oder so.
In unserer Hundeschule hiess es nur, wir sollen ihn ablenken. Funktioniert aber leider nicht so.. Vielleicht sollte ich mich mal nach ner anderen Meinung eines Hundetrainers umschauen? In der Privatlektion müsste man nur Glück haben, dass einem genau in dem Moment solche Hunde begegnen
Oder denkt ihr zB so eine Spritzflasche mit Wasser könnte da helfen? In unserer HuSchu oder zB bei Martin Rütter hab ich das auch schon gesehen.
-
ZitatAlles anzeigen
QuoVadis:
Ich beginne ja Milo abzulenken mit Fuss, "Schau" um seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, schon bevor er den Hund überhaupt gesehen hat. Noch früher geht ja nicht..Das bringt in meinen Augen nichts. Nicht bevor er den Hund sieht, sondern sobald. Exakt in dem Moment, wo er den Hund sieht. Genau da versuche ich den Hund auf mich zu orientieren bzw. auf ihn einzuwirken. Er soll den Hund sehen und sich anschließend an mich halten.
Camillo09
Was tust du denn in einem solchen Augenblick?Ich halte meinen fest und begrenze ihn nach vorne. Das funktioniert gut, weil er auf den Körperkontakt wieder runter kommt. Geht aber natürlich nur, wenn der Hund keine planlose "ich schnapp um mich in alles, was da ist" oder rückgerichtete Aggression zeigt. Eine Freundin von mir hätte, wenn sie das tun würde, ihren Hund jedes Mal beißend im Arm hängen, da geht sowas natürlich nicht.
In unserer Hundeschule hiess es nur, wir sollen ihn ablenken. Funktioniert aber leider nicht so.. Vielleicht sollte ich mich mal nach ner anderen Meinung eines Hundetrainers umschauen? ...
Was soll ablenken (vorher) bringen? Der Hund muss ja lernen, mit der Situation umzugehen und sich eben von sich aus an dir zu orientieren. Und nicht mit Scheuklappen durch die Welt gehen. Zumindest aus meiner Sicht, ich weiß auch, dass es viele Trainer gibt, die so arbeiten, weil es bei leicht ablenkbaren Hunden (besonders einfach bei Spielzeugjunkies) der leichteste Weg überhaupt ist. Anderer Hund kommt (pöbelt)= Ball raus= Hund voll auf Balli konzentriert= Problem "gelöst"=Erfolg für den Trainer. Funktioniert bei einigen auch ganz toll, bei vielen aber auch nicht.
Oder denkt ihr zB so eine Spritzflasche mit Wasser könnte da helfen? In unserer HuSchu oder zB bei Martin Rütter hab ich das auch schon gesehen.
Wasserspritzfalsche finde ich absolut keine Alternative.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!