Einfluss Sozialisation durch Eltern & Geschwister

  • Hallo Zusammen, insbesondere die Verhaltensexperten unter Euch,

    welchen Einfluss hat es auf das Wesen eines Hundes, ob er bereits mit 8-12 Wochen (wie üblich) oder erst mit sechs Monaten von Eltern und Wurfgeschwistern weg und in ein neues Zuhause kommt.

    Wirkt sich das Eurer Meinung nach positiv, oder negativ auf die soziale Entwicklung aus. Warum tut es das?

    Bin gespannt auf Eure Theorien.

    LG
    Prunus

  • Kommt immer darauf an!
    Eine Mutter mit Wesensschwäche wird sich nicht positiv auf die Entwicklung der Welpen auswirken!
    Und ein Welpe, der 6 Monate bei einem Züchter bleibt, der in der Wallapampa wohnt und mit den Kleinen nichts macht, hat bestimmt auch keine Vorteile.

  • wenn der züchter in der pampa lebt und mit den welpen nix macht, merkt man das sogar schon bei einem mit 8 wochen abgegebenen welpen!
    unserer kam mit 8 wochen zu uns und hat zwar mit geräuschen wie traktoren etc. keine probleme, die fuhren da immer herum. aber vor entgegen kommenden menschen oder fahrrädern hat er immer noch respekt.

  • Zitat


    Eine Mutter mit Wesensschwäche wird sich nicht positiv auf die Entwicklung der Welpen auswirken!


    So eine Hündin hat schonmal garnichts in einer Zucht zu suchen und da würde bei mir der Züchter schon komplett rausfallen.

    Ich bin ehrlich, ich würde wohl höchstwahrscheinlich nie einen Welpen nehmen, der so lange beim Züchter war. Mein Alltag ist wahrscheinlich immer anders als der des Züchters. Ich möchte dass der Welpe schon früh meinen Alltag kennenlernt. Ich kann kaum erwarten, dass der Züchter alles so gewährleistet, wie ich es später vom Hund "erwarte"...Das der Hund Alltagsgeräusche kennenlernt, wie Staubsauger und Fahrräder, finde ich selbstverstädnlich. Aber verschiedenste Untergründe, besondere Tierarten (Katzen, Pferde etc.), Kinder, besondere Alltagsumstände....da finde ich Frühprägung einfach besser und sicherer. Wie gesagt: es kommt drauf an.

  • Unter Sozialisation verstehe ich weniger, den Hund mit dem Menschen zu sozialisieren, sondern ob es einen Unterschied im Verhältnis zu anderen Hunden macht, ob sie früh oder eher spät aus dem Familienverband herausgelöst werden.

    Begegnungen mit anderen Hunden sind bei Einzelhundhaltung ja mehr oder weniger sporadisch und da würde mich interessieren, ob eine frühe Übernahme durch den HH eher dazu führt, dass später Kontaktprobleme zu anderen Hunden entstehen oder nicht. Weil das Verhaltenrepertoire anderen Hunden gegenüber ja bereits im Babyalter nicht mehr in der Form geschult wird, wie das innerhalb der Hundefamilie passiert.

    Wie gesagt, es geht hier um Verhalten unter Hunden, und nicht ob der Hund nen Trecker kennt oder nicht. Die Frage ist auch eine reine Interessenfrage, die sich nicht an irgendwas anlehnt.

    Vielleicht wurde das auch noch nie wissenschaftlich untersucht.

    Gruß
    Prunus

  • Zitat

    .

    Wie gesagt, es geht hier um Verhalten unter Hunden, und nicht ob der Hund nen Trecker kennt oder nicht. Die Frage ist auch eine reine Interessenfrage, die sich nicht an irgendwas anlehnt.


    Das würde ich so abgetrennt überhaupt nicht überlegen!
    Selbst ein Hund, der unter Hunden perfekt sozialisiert ist, steht in der Großstadt, wenn er es nicht kennt, so unter Stress, das er gar nicht in der Lage sein wird, entspannt mit anderen Hunden umzugehen.
    Wenn dann noch die Sozialisation zum Menschen mangelhaft ist, kann der Halter ihn nicht mal unterstützen, weil er kein Vertrauen zum Menschen hat.
    Alle meine Hunde, außer einem, habe ich mit 7 - 10 Wochen bekommen, und keiner hatte/hat Defizite im Umgang mit anderen Hunden.
    Außer dem einen, den ich mit einem Jahr aus dem TS hatte, der hat den Umgang mit anderen Hunden nie gelernt, aber woher das kam, ob schlecht sozialisiert oder vom Vorbesitzer versaut, war nicht nachvollziehbar.

  • Mir erschließt sich der Sinn der Frage nicht wirklich...beim Züchter gibt es
    diesen Verband meist nicht wirklich...und der Junghund verbleibt bei Mutter,
    ggf. Vater und vielleicht den anderen Hunden des Hauses. Die Geschwister
    werden doch wohl meist bereits vermittelt sein :???:

    Jeder der seine Hund mit ungenügenden Sozialkontakten ( egal welchen )
    aufwachsen lässt handelt grob fahrlässig.

    Ggf. könnte der Hund juvenile Verhaltensweisen beibehalten zur Konfliktlösung.
    Allerdings würde jeder verantwortungsvolle Züchter dagenwirken.
    Und natürlich bezieht sich das auch auf rassetypische Verhaltenweisen und
    die entsprechende Kommunikation...

    so gesehen hätte es natürlich unter FALSCHER Aufzucht, Sozialisation und
    Prägung Auswirkungen auf das Sozialverhalten und hätte mangelnde soziale
    Fertigkeiten und Kommunikation zur Folge.

    Aaaaber....bei Hunden die so aufwachsen ist das i.d.R. das kleinste Problem :verzweifelt:

    LG
    Susanne

  • meiner war 6 Monate alt, als ich ihn zu mir geholt habe, der lebte vorher mit Mutter, Großmutter, weiteren Geschwistern und weiteren anderen Hunden bei den Züchtern im Haus mit Garten...der ist super sozialisiert , was andere Hunde und auch Menschen angeht. Wir halten auch den Kontakt, er verbringt immer mal wieder mehrere Tage im alten Setting, andrerseits habe ich eine 10- jährige Hündin von den Züchtern übernommen, damit er Gesellschaft hat. Das funktioniert alles wunderbar. Es ist jetzt keine ´Theorie´ sondern einfach gelebtes (Hunde-) Leben.

  • Ich schrieb ja...wenn der Rest passt kann es völlig Wumpe sein...aber bei
    mangelnder Sozialisation auf andere Hunde jedweder Rasse, Alter und
    Eigenschaft schließe ich andere Deprivationsschäden nicht aus.

    Ich nehme hier doch keine Wertung vor....ich kenne ja die Hintergründe nicht !

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