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Ein, zwei Probleme beim Junghund
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Hallo liebe Foris,
Ich hab einen 8 Monate alten Tibet Terrier namens Oskar. Er ist soweit auch schon gut erzogen. Kennt Sitz, Platz, bleib.
Nun zum ersten Problem: beim spielen versucht er oft, an mir hochzuspringen und in die Hände zu beißen. Ich hab schon versucht ihn durch aus davon abzubringen, ebenso hab ich ignorieren ausprobiert. Aber kein Erfolg. Oskar lässt sich auch nicht durch Leckerlies ablenken oder Spielzeug. Das einzige was funktioniert ist ihn irgendwo außerhalb meiner Reichweite festzumachen. Aber ich würde ihm halt gern anderes aus der Situation raus holen, da er es auch nicht lässt.Ein weiteres Problem ist, dass er auf jeden Menschen, der ihn anschaut oder lockt freudestrahlend zurennt. Das lässt sich zwar mit Futter einigermaßen unterbinden, aber halt auch nicht immer.
Tschuldigung, dass es so lang geworden ist. Sollten noch Fragen sein, immer her damit.
Freue mich über eure AntwortenLg Julia + Oskar
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27. Juli 2013 um 02:13
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Das Problemchen mit dem Hochspringen hast Du doch schon ganz gut gelöst. Du verordnest ihm Ruhe! Sicherlich kann man das auch noch softer lösen, als ihn jedes mal anzubinden, aber für den Worst Case ist das doch schon klasse, dass das funktioniert.
Als weitere Lösungen würden mir da spontan noch einfallen: ihn auf seinen Platz schicken (das muss er allerdings erst richtig beherrschen, bevor man es ernsthaft nutzen kann), ihn aussperren, ihn einsperren z.B. auch in einer abgetrennten Ecke; und was bei meiner vorzüglich funktioniert hat: totale Ignoranz, da ich am Rechner sitze und intensiv arbeite.

Beim zweiten Problemchen mit den anderen Menschen muss weniger Dein Hund als diejenigenwelchen trainiert werden.
Sie haben Deinen Hund nicht zu locken, da Ihr Euch noch im Erziehungsmodus befindet, das kann frau mit einer klaren Ansage durchaus auch dem Gegenüber so sagen. Und wenn Oskar doch mal hinrennt, dann ist das halt so; es muss nicht alles immer perfekt klappen, manchmal ist es auch gut, alle Fünfe gerade sein zu lassen, auch den Unterschied bemerkt ein Hund durchaus. -
Das mit der softeren Lösung ist ja grade mein Problem. Wenn ich versuche ihn zu beruhigen, geht er noch mehr ab.
Ich begrenze ihn auch in seiner Bewegung, heißt, ich halte ihn am geschirr fest und bugsiere ihn zwischen meine beine damit er er nicht mehr an mir hochspringen kann und das beißen unterlässt. Aber sobald man ihn loslässt, geht das ganze Theater von vorne los.
Er beißt ja auch nicht dolle, sondern eher spielerisch. -
Du hast es doch schon richtig erkannt: er benötigt für Ruhe eine Distanz zu Dir, die er nicht überwinden kann. In diese Richtung müsste frau weiterdenken, wenn es um andere Lösungen geht.
Oft wird eine Box empfohlen, aber davon bin ich halt kein Freund.

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Altersbedingt wird der Gute noch ein bisschen übermütig sein, das sollte man finde ich auch nicht versuchen ihm gänzlich "auszutreiben" (Wasserflaschen, Rütteldosen - aber ich gehe mal nach deinem Geschreibsel davon aus, dass das eh nicht deine Art wäre).
Mittel der Wahl wäre wohl wirklich ignorieren - wie "intensiv" hast du das denn probiert? Sprich, wie lange hast du konsequent nur durch Ignorieren versucht sein Verhalten zu ändern? Da liegt meist der Hund begraben.Zum anderen Problem: Natürlich kann und sollte man fremde Menschen bitten, den Hund zu ignorieren - erfahrungsgemäß klappt das leider nicht verlässlich, dann hat man ein Verhalten, dass nur selten verstärkt wird und das ist besonders löschungsresistent. Im Zweifelsfall den Hund in solchen Situationen an der (Schlepp-) Leine sichern, damit er zukünftig mit seinem Verhalten keinen Erfolg mehr hat. Versucht stattdessen die Aufmerksamkeit auf dich zu lenken.
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Zitat
Versucht stattdessen die Aufmerksamkeit auf dich zu lenken.
Ich habe das für meine Hündin und mich genau gegenteilig gelöst --- allerdings passt das wohl nur für die wenigstens Hund/Menschen-Teams, daher kein allgemeiner Tipp!
Mir gingen die Menschen, die meine Colliehündin Lassie rufen, unglaublich auf die Nerven, denn dann war es mir mit allen üblichen "Erziehungsmaßnahmen" nahezu unmöglich, eine wilde Begegnung zu unterbinden. Ergo habe ich sie auf das Kommando "Lassie" trainiert --- d.h. Guck aufmerksam zu der Person hin und finde heraus, was sie von Dir möchte --- auch wenn das bedeutet, sie möchte gerne angesprungen werde. Sobald jemand das zu ihr sagte und sie artig hinschaute, habe ich die Leine locker gelassen und meine Hündin machen lassen, nebenbei dem Gegenüber noch erzählt, dass er Lassie gesagt hat, dann darf er jetzt auch mit den Konsequenzen leben und mit ihr selbstständig interagieren (natürlich unter meiner Obacht).
Meine Hündin hat sehr schnell verstanden, dass es besondere Ausnahmesituationen sind, in der das Gegenüber das Zauberwort kannte -- und die Resonanz von den Leuten war durchaus positiv, auch sie haben sich meist gefreut bzw. mich hat es teilweise amüsiert, wie hilflos sie plötzlich meiner Hündin ausgeliefert waren und händeringend versuchten, ihre Begeisterung zu kanalisieren.

Darauf aufbauend war ihr dann sehr schnell klar, dass diejenigen ohne Zauberwortkenntnisse keinen Kontakt wünschen.

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Dass er noch altersbedingt sehr verspielt ist, ist mir klar. Soll er ja auch sein.
Ich hab ihn schon ne viertel Stunde ignoriert, aber hat nichts gebracht. Er ist da seeeehr ausdauernd
Ich werd's aber nochmal versuchen. Vielleicht muss ich da wirklich mal den längeren Atem haben.Die meisten Leute finden es ja auch noch niedlich wenn er sie anspringt. Auch wenn man sagt, dass man das nicht möchte. Vor allem Hundehalter, von denen man ja eigentlich meinen sollte, dass die das besser wissen müssten. Aber hier laufen sowieso meist nur kleine dicke kampfwürste oder große unerzogene Labbis rum. Die dürfen nie von der Leine.
Mit der Schlepp arbeite ich auch, aber eher am Rückruf, da der zur zeit gern mal ignoriert wird...Danke auf jeden fall für die netten Antworten.
Lg Julia + Oskar
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Ich würd ihm beibringen, dass es nicht selbstverständlich ist, eine gewisse Distanz zum Menschen zu unterschreiten,
ihn also dafür sensibilisieren,
auch mal ein Tabu aufstellen( jetzt bleibst du auf Distanz!) , ihn also sensibel machen für Raum und Distanzen.
Das geht in der Regel körpersprachlich ganz gut.Das hat natürlich mit Impulskontrolle zu tun, die ja grad auch noch auszubauen wäre.
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Zitat
Ich würd ihm beibringen, dass es nicht selbstverständlich ist, eine gewisse Distanz zum Menschen zu unterschreiten,
Super Tipp, allerdings bei einem Tibet oder Collie so fern von ihrer Weltvorstellung, da sie die Nähe und Kommunikation zum Menschen immer intensiv suchen, sodass es zu zeitraubend wäre, genau darauf hin zu trainieren.
Nach meiner Erfahrung verstehen sie eher sehr genau, welche Distanzen bei welchen Menschen in welchen Situationen einzuhalten sind. Dafür muss man sich als HH natürlich selber sehr klar darüber sein.

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Zitat
Super Tipp, allerdings bei einem Tibet oder Collie so fern von ihrer Weltvorstellung, da sie die Nähe und Kommunikation zum Menschen immer intensiv suchen, sodass es zu zeitraubend wäre, genau darauf hin zu trainieren.

Nähe und Kommunikation verwendest du hier in einem Rutsch.
Ich würde da differenzieren,,denn ich kommniziere ja mit dem Hund.
Ich sag ihm z. B. komm nicht näher, wahre eine gewisse Distanz, misch dich nicht ein.
Aber wenn du meinst, dass genannte Rassen das nicht lernen können, muss ich dann mit Anspringen und Belästigen leben...oder was muss ich daraus schliessen?
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