kleiner Hund
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Hallo,
seit 3 Wochen wohnt bei uns ein ca 1 Jahr alter Ratonero Mallorquin http://de.wikipedia.org/wiki/Ratonero_Mallorqu%C3%ADn. Er ist ca. 35-40cm hoch und wiegt 4kg. Eigentlich wollte ich immer einen etwas größeren Hund, aber nun ist es so gekommen, dass es mit ihm einfach passte. Ich hatte selbst noch nie einen Hund und die Hundebesitzer, die ich kenne, haben alle größere Hunde und schimpfen meistens über die kleinen schnappenden unerzogenen Hunde. Darum will ich da alles richtig machen und Bolle ist und soll auch ein richtiger Hund sein und erzogen werden. Dennoch haben ja kleine Hunde auch besondere Bedürfnisse.
Nun zu meinen Fragen. Ich bin noch so unsicher, wenn wir auf andere große Hunde treffen. Ich versuche immer entspannt zu bleiben, damit Bolle auch keine Angst hat und meistens beschnuppern sich die Tiere und spielen dann sogar zusammen, was ja schon mal gut ist. Allerdings fällt es mir total schwer zu unterscheiden, ob das ganze noch Spaß für Bolle ist oder nicht. Er quiekt dann manchmal sehr schrill und einmal meinte ich auch zu sehen, dass er schnappt, aber der andere Besitzer meinte, das sei alles noch Spaß.
Wie macht ihr das mit euren kleinen Hunden? Habt ihr irgendwelche Tipps für mich, woran ich sehen kann, dass es Bolle zuviel wird und vor allem, was ich dann machen soll?
Vielen Dank schon mal
- Vor einem Moment
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Hallo,
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Glückwunsch zum bolle! :)
Ich habe auch so kleinen hund und ich kann es dir nur aus meiner Sicht schildern, dass meine eher einer der empfindlichen ist.Sie wurde als Welpe oft von großen Hunden umgerannt und auch mal gemobbt.
Dieses wirkt sich so aus, dass sie den anderen oft genug gezeigt hat, dass sie kein Interesse hat (u.a. durch schnappen, Lefzen hoch ziehen, ignorieren usw) und diese sie aber weiterhin bedrängt haben und nicht ernst genommen haben.Ich kann dir nur sagen, dass du nicht auf andere HH hören solltest und lieber auf dein Gefühl hören solltest!
Viele Großhundebesitzer sagen zu einem: "ach, das muss der ab haben können!" usw.
Bei kleinen Hunden ist die Verletzungsgefahr höher und wenn man einmal nicht aufpasst, haut mal ein großer hund mit der Pfote auf den rücken und schon kann die Wirbelsäule verletzt sein.Ich will dir jetzt keine Angst einjagen, aber mit einem kleinen hund lebt es sich schon etwas besorgter!
Nichtsdestotrotz, sollte der hund soziale Kontakte haben, also such dir einfach einpaar kleine Hunde bzw etwas größere Hunde, mit denen dein hund unbesorgt spielen kann und du dir keine Sorgen machen musst.
Ich weiß, ist ein wenig schwer, weil die meisten kleinen Hunde eh nicht von der Leine dürfen.. Aber vielleicht hilft dir hier jemand aus dem Forum weiter.Vielleicht kann dir jemand noch ein gutes Buch über Hundekörpersprache empfehlen.
Mit der Zeit lernst du eh deinen hund besser kennen und verstehst seine Körpersprache.- Handy getippsel - via Tapatalk 2
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Gibt es bei euch zufällig eine gute Hundeschule in der Nähe?
Ich hab zwar keinen kleinen Hund, dafür meinen ersten Welpen. Mir hat es sehr geholfen in der Hundeschule, unter professioneller Aufsicht, zu sehen, was normal ist und wo das "Mobbing" anfängt. Und vor allem auch wann und wie genau man dann eingreifen kann / darf / soll: viel früher, als ich das vielleicht selber gemacht hätte! Mir war ehrlich gesagt auch nicht klar, dass man ruhig im Spiel auch durch Stimme oder andere Signale den eigenen Hund bremsen soll, wenn er übertreibt, ich hätte viel mehr einfach laufen lassen und Welpi hätte sich das vielleicht auf Dauer angewöhnt :)
Seitdem bin ich deutlich sicherer und entspannter. Man bekommt aber auch schnell von selber mit, wann es dem Hund wirklich zuviel wird, oder wann er dem Spielpartner eine ganz normale Abfuhr erteilt, weil der andere zu heftig wurde (das kann oft auch recht ernst aussehen, wenn man das nicht kennt).Ich habe aber auch einen Welpen, da war das recht einfach, weil in der Welpengruppe sowieso gespielt wird und viel erklärt wird. Die Junghundgruppe geht bei uns aber auch bis zu 1,5 Jahren, vielleicht gibts sowas bei euch auch, wo ihr mal reinschnuppern könnt? Muss ja kein ganzer Kurs über mehrer Wochen sein.
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Toll dass du dir so viele Gedanken machst!
Gerade am Anfang ist es nicht so einfach seinen Hund zu "lesen".
Ein sicheres Zeichen dass es deinem Hund zu viel wird ist wenn er den Schwanz einzieht oder wenn er ständig vor den anderen Hunden wegläuft in geduckter Haltung und mit eingezogenem Schwanz.
Wenn sich dein Hund ständig unterwirft wäre das für mich auch keine Spielsituation, sondern zeigt dass dein Hund Angst hat.
Auch das schrille quieken kann schon heißen dass es dem Hund zu viel wird, meine haben manchmal schon vorsorglich gequiekt wenn ein etwas größerer Hund etwas ungestüm auf sie zugekommen ist.
Wenn mein Hund beim Spielen ständig quiekt dann beende ich das Spiel und nehme meinen Hund raus.Oftmals hört man von anderen Hundehaltern "das ist doch nur Spiel", in manchen Fällen stimmt das aber nicht und man sollte eingreifen.
Nur weil das für den anderen 30kg Hund Spielen ist heißt das nicht dass das deinem 4kg Hund auch Spaß macht.
Das in die Luft schnappen ist ein Zeichen von deinem Hund dem anderen Hund zu sagen "lass mich in Ruhe", wenn das mal passiert weil ein anderer Hund zu penetrant ist würde ich das deinen Hund regeln lassen, wenn du aber merkst dass der andere Hund in ständig bedrängt & deiner ständig nach ihm schnappt würde ich einschreiten und deinen Hund einfach wegholen.
Je nach dem muss es aber kein schnappen gewesen sein, meine Hunde klappern beim Spielen mit den Zähnen, das sieht aus wie Hundekampf, Lefzen nach oben gezogen, Nase gerunzelt und dann geht das hin und her, manchmal hört man nur Zähne geklapper und die zwei raufen im Gras.
Wenn du dir sehr unsicher bist, vielleicht kannst du ja in eine Hundeschule gehen (bei uns gibt es für Junghunde Kurse in Unterordnung in kleinen Gruppen) in der einfach ein bisschen an der Erziehung gearbeitet wird & nach den Stunden darf auch mal getobt werden. Da ist dann eine Trainerin dabei die Situation im Auge behält und die eingreift. Da kannst du bestimmt einiges mit nehmen und dir auch viel erklären lassen. -
Hallo,
danke für eure netten Antworten.
Bolle hat hier zum Glück auch schon einen kleinen Hundekumpel gefunden (Chihuahua), die beiden spielen richtig schön zusammen und auch ohne Gequieke.
Ansonsten ist es hier halt so, dass fast alle Hunde frei laufen (Bolle inzwischen auch, da gut er auf das Rückrufkommando hört) und da weiß ich dann nicht recht, was ich machen soll, wenn ein großer Hund angelaufen kommt. Wenn Bolle richtig Angst hat, erkenne ich das schon, dann zieht er den Schwanz ein und versteckt sich hinter meinen Beinen. Aber meistens freut er sich erstmal und läuft zu dem anderen Hund hin und scheint auch spielen zu wollen. Dabei quiekt er dann aber eben sehr schnell, Schwanz ist aber weiterhin oben und er rennt auch nicht weg.
Wie reagiert ihr "Kleinhund"-Besitzer denn in solchen Situationen? Leint ihr euren Hund dann an? Bittet ihr den anderen HH seinen Hund zurückzurufen? Auf den Arm nehmen ist ja soweit ich gelesen habe, nicht so gut.
Eine Hundeschule haben wir auch schon, da waren wir bisher einmal zu einer Einzelstunde, das machen sie dort so um den Hund kennenzulernen und in eine passende Gruppe einzusortieren. Am Samstag fangen wir dann in einer Junghundegruppe an, darauf bin ich auch schon sehr gespannt. Ein Buch über Hundesprache könnte ich mir auch mal holen, also gern Empfehlungen.
Viele Grüße
Jacky -
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Ich lasse meine Kleinhunde nicht zu jedem anderen Hund hinrennen. Kontakt gibts nur
nach Absprache bzw. wenn die Hunde sich kennen.
Gerade auch ein stürmischer, trampeliger Großer kann so ein Leichtgewicht schwer verletzen,
ohne dass das Absicht ist. Wenn 30 kg auf 4 kg treten ist das für den Kleinen einfach
gefährlich.
Im Zweifel würde ich immer Abstand halten. -
Ich habe zwar keinen Kleinhund, aber einen Welpen und da passe ich auch auf weil mit den 11kg ist sie einem 30kg Hund einfach körperlich nicht gewachsen. Deshalb leine ich meine Kleine bei Freilaufenden großen Hunden an und versuche den freilaufenden Hund zu blocken. Wenn die anderen Hundehalter früh genug sehen dass ich meine anleine dann leinen sie zum Glück meist auch an. Meine erwachsene 12kg Hündin lasse ich, gerade wenn freilaufende Hunde kommen, meist frei laufen, sie weiß sich aufdringliche Hunde vom Hals zu halten. Aber auch hier, wenn ich sehe dass Hund extrem groß ist oder schon in nicht freundlicher Absicht auf uns zuschieß dann versuche ich ihn zu blocken.
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Hallo, schau mal nach Kleinhundetreffen. Wir gehen 1-2 mal im Monat zu Chihuahua und Kleinhundetreffen. Das macht meinen kleinen Mann Spaß. Ohne Leine mit vielen vielen anderen kleinen Spielkameraden. Es gibt auch solche treffs um mit den Hunden Spazieren zu gehen. Das machen wir auch gern ;O)
Wichtig auch kleine Hunde brauchen Regeln nicht verhätscheln weil er klein und niedlich ist, ein großer Fehler.
Ich finde du bist auf einen Guten Weg. Kontakt zu großen Hunden weiterhin suchen, du merkst bald wann du eingreifen musst das sagt dein Bauchgefühl und bald kennst du deinen Hund so gut das du auch genau weißt was er möchte.............
Weiterhin viel Spaß mit dem kleinen ;O)
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Wollte hier mal kurz berichten, wie es so weitergegangen ist. Inzwischen kann ich Bolle natürlich viel besser einschätzen und sehe, wann ihm etwas zu viel wird. Wir sind auch seit einer Weile in der Hundeschule, da lerne vor allem ich auch einiges
Ich mache es inzwischen so, dass ich mich in die Hocke setze, wenn ich merke es wird Bolle zuviel, dann kann er zu mir laufen und bei mir Schutz suchen und ich die anderen Hunde abblocken. Das klappt recht gut. Bolle selbst ist in der letzten Zeit eher mutiger geworden und spielt durchaus ab und zu auch mit größeren Hunden. Ein bisschen mulmig ist mir dabei aber manchmal immer noch, aber ich achte eben darauf, wie grob der andere mit ihm umgeht und wie es Bolle dabei geht.Verhätschelt wird er auch nicht und er fühlt sich definitiv wie ein richtiger Hund. Also draußen rumgetragen werden findet er zB richtig scheiße und mache ich auch nur im Notfall. Kürzlich hörte ich von einer anderen Gassigängerin mit großen Hund ein erstauntes "Oh ein kleiner Hund, der gehorcht?!" als Bolle beim Rückruf schnurstracks kehrt machte (das klappt nicht immer so perfekt, aber manchmal ist das schon beeindruckend, er bremst richtig mitten aus dem lauf und dreht sich um).
Ich finde etwas größere (ich sag mal so ab 10kg) glaube ich immer noch praktischer, aber meinen Bolle würde ich nie wieder hergeben. :)
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Hey, Klasse!
Ihr seid ja richtig schön zusammen gewachsen! Schön, mal so eine Erfolgsmeldung zu lesen!
Weiter so!
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