"Die kaputte Alarmanlage" -Randale im Garten
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Hallo ihr Lieben,
Mit Madame wird's ja wirklich nie langweilig und an einem Problem knabber ich aktuell bei dem tollen Wetter wieder regelmäßig. Ich bin mit der Dame (wer sie nicht kennt: im August 3 Jahre alt, Mix vermutlich bardino/podenco/Boxer oder so, intakte Hündin) wieder öfter bei meinen Eltern im Garten, wirklich schön mit den 3 Viechern... Wäre da bei Shira nicht der "kaputte Alarmanlage-Modus"!
Garten und Hof sind ein abgesperrter Bereich. Zur Vorstellung, der Reihe nach: Tor am Haus - Einfahrt - Kleiner Hof + Hauseingang - torbogen zum Garten.
Betritt jemand diesen Hof/Garten-Bereich, flippt sie lautstark aus. Egal wer das ist. Bekannter, fremder, Familie, ...
Sie rennt wie angestochen zum Tor und bellt dabei extrem laut, teilweise heult(!) sie langgezogen! Sie bremst haarscharf vor der Person und verbellt. meist hat sie schon beim Losrennen das Nackenfell aufgestellt, knurren hab ich noch nicht beobachtet. Rute nach oben und sehr steife Körperhaltung.
Ist es jemand, den sie kennt, beruhigt sie sich sehr schnell (wufft noch ne Weile vor sich hin, aber das Geheul hört auf oder verfällt in ihr Freudengewinsel). Bei fremden hab ich's noch nie drauf ankommen lassen, was passiert, wenn sie die Leute erreicht. Meine Eltern haben leider oft "fremde" Leute im Hof, da meine Oma Musikunterricht gibt. Sprich: da rennen öfters fremde Kinder rum! Und Kinder sind ja sowieso son Thema für sich... Sie hat schon einige Leute hab zu Tode erschreckt.
"Kaputter" Alarmanlagen Modus deswegen, weil 1. sich die Alarmanlage nicht abstellen lässt! Und 2. sie das auch manchmal tut, wenn gar niemand im Kilometer Umkreis ist! Sie wufft oder bellt Richtung Tor, dabei ist da keine Menschen Seele!
Ich bin mit meinen üblichen Methoden am Ende. Beim bellen an der Haustür klappt's mit wegschicken per Kommando und notfalls körperlichem abdrängen, Lob wenn Ruhe ist.
Im Garten ist sie hingegen nicht zu bändigen, abdrängen wird nicht wahrgenommen, sie ist schon 2x voll in mich rein gerannt. Abbruchkommando klappt auch nicht.
Auch das "ist okay", was uns bei Unsicherheit sonst sehr hilft und bedeutet, dass ich die Situation schon Regel, nimmt sie überhaupt nicht wahr.
Sobald sich am Tor was tut, ist sie nichtmehr ansprechbar. Und festhalten ist bei geballten 28kg Muskelmasse auch garnicht mal so einfach
Hat jemand Ideen 1. warum sie das macht (ich vermute entweder Unsicherheit oder Verteidigung???) und 2. was ich dagegen tun kann??
Die letzten Male hab ich sie am Baum angebunden, wenn ich wusste, es kommt jemand... Aber das kann ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein, dass sie dann tobend in der Leine hängt.
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Habt ihr das Problem nur im Garten oder ist sie auch sonst territorial und öfter mal ungehalten (also zu Hause Besucher abchecken, auf der üblichen Gassirunde auffällig viel Imponierengehabe zeigen, im Auto Krach machen wenn jemand vorbeigeht etc. pp.) ?
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Oh wow, genau das Problem habe ich mit Abby auch seit neuem. Ich lese mal mit.
Spannend, wie ähnlich die Ausgangslage ist, vielleicht können wir da auch was draus mitnehmen - Tips habe ich keine, sondern bin genau so ratlos wie du.Bei uns ist das so: Haus zur Straße, Toreinfahrt "durch" das Haus, dahinter ein Garagenhof und Hauseingang, dahinter der Garten. Also 1:1 wie bei IcePhoenix. Sind wir im Garten - und nur da! - dann kläfft sie JEDEN an, der kommt. Die liebe Hausgenossinin die sie sonst so gern hat, die 77jährige Vermieterin die wir auch fast täglich sehen, der Nachbarssohn auf dem angrenzenden Hof, der sein Sportprogramm absolvieren will, Fremde, alle.
Sie bölkt und hört nicht auf - weder wenn ich sie darum 'bitte', noch per Kasernenton, noch über körperliche Eingrenzung. Da sie gern mal unsicher ist, habe ich auch schon veruscht, zu beruhigen oder mich neben oder gar vor sie zu stellen und mit dem Angekläfften zu reden, um ihr zu vermitteln, dass das "mein Job" ist. Hilft alles nüscht, sie bölkt und bölkt und bölkt. Inwzischen bringe ich sie dann einfach ins Haus und gehe allein wieder raus.Sonst meldet sie nicht - weder im Haus, noch bei anderen zu Besuch, noch im Auto. Territorial ist sie gar nicht und sonst auch eher eine, die zurück und nicht nach vorne geht.
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Salmiak, also genau die selben Methoden nicht gefruchtet wie bei uns... Leidensgenossin.
Estandia, woran merkt man denn genau, ob ein Hund territorial ist oder einfach unsicher? Da bin ich mir bei Madame halt nicht sicher.
Besuch wird - auch relativ neuerdings - immer mal die ersten Sekunden angebellt, auch wenn sie die Leute kennt. Da lässt sich das aber durch Verbot und wegschicken zumindest reduzieren. Wir arbeiten daran.
Im Auto bellt sie niemanden an. Es darf auch jeder fremde ins Auto steigen, Null Reaktion.Leute im nachbargarten werden übrigens voll ignoriert. Es geht nur um DIESES Tor und die Straße.
Wir haben schon überlegt, in den Torbogen zwischen Hof und Garten eine Tür einzubauen, aber die müsste ja auch ziemlich hoch sein (1,2m Mauer überspringt sie aus Erfahrung locker) und ob das das Problem löst ist auch unsicher... -
Hi,
vielleicht bringt es etwas, sie umgehend ins Haus zu bringen und erst nach ein paar Minuten wieder rauszuholen.
Bei Barny hat das funktioniert. Man merkt ihm zwar an, daß er es doof findet, wenn er nicht rumbrellen darf, wie es ihm beliebt, aber noch blöder findet er es, wenn er alleine für kurze Zeit rein muß.
Und wenn er sich doch nochmal vergibt, so reicht es mittlerweile aus, wenn ich mit ausgestrecktem Arm Richtung Haus zeige, dazu noch das Wörtchen "ab" und der Herr trollt sich und weiß, daß ich ihn rufe, wann er wieder rauskommen darf.LG Birgit und Barny
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Herzlichen Glückwunsch zum Bardino-Anteil. Den Modus "kaputte Alarmanlage" kennen wir hier auch. Da auch bei uns je nach Stresspegel weder "okeh, Frauchen übernimmt jetzt" noch andere Abbruch-/Ablenkungssignale was gebracht haben, steht seit letzter Woche in jedem (!) geöffneten Fenster (1. OG) eine volle Wasserflasche, deren Inhalt ne ziemliche Reichweite hat, wenn Frauchen richtig sauer ist. Bisher nur einmal gebraucht, aber voller Erfolg. Zusätzlich hab ich meinen Hund mit einer Auslaufleine gesichert, damit Besucher die Haustür auch dann ungefährdet erreichen können, wenn ich grad mal nicht in Fensternähe bin.
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