Extremer TSH-Wert

  • Ihr Lieben!

    Ich habe die Hoffnung, dass sich hier echte Schilddrüsenexperten finden, die mir weiterhelfen können. Ich habe hier bereits in den ein oder anderen Thread reingeschaut und einiges erfahren. Danke schon einmal dafür!

    Jetzt ist es allerdings so, dass meine Hündin Mica (Australien Shepherd, 10 Jahre) einen TSH-Wert hat, von dem die TÄ meinte, so etwas habe sie auch noch nie gesehen. :ill:

    Der TSH-Wert liegt bei 7.37 - hat jemand von euch schon einmal von so einem Wert gehört? :hilfe:
    Zur weiteren Info: der T4-Wert bei <0.5

    Für die TÄ ist das ein klarer Fall von Schilddrüsenunterfunktion. Mica bekommt jetzt seit 3 Wochen Thyroxin (2x 3/4 Tablette pro Tag Forthyron 400). Eine echte Veränderung habe ich bei ihr jedoch noch nicht feststellen können. Vielleicht ist das auch zu früh. Sie ist vor allem schrecklich ängstlich, selbst wenn ich Schluckauf habe oder beim kleinsten Pups verzieht sie sich ins hinterste Eck.

    Meine Frage also: Kann es wohl sein, dass das keine "simple" Schilddrüsenunterfunktion bei einem so überhöhten TSH-Wert ist, sondern womöglich eine weitere Ursache hinter ihrem Zustand zu suchen ist (wie zum Beispiel dem extremen Leistungsabfall seit einigen Monaten, extrem verhärteten Muskeln im Hüftbereich, die starke Ängstlichkeit?) :???:

  • Sind denn sonst noch Werte getestet worden? Kannst du mal komplett alle Werte einstellen inkl. Referenzbereich vom jeweiligen Labor (unterscheidet sich tlw. etwas je nach Messverfahren)

  • Vielen Dank schonmal für die Nachfrage.
    Was die Werte angeht: Es ging bei der Blutabnahme darum, ein Geriatrieprofil zu erstellen. Dabei wurden, was die SD angeht, nur der t4- und der TSH-Wert gemessen.

    Beim TSH-Wert steht auf dem Blatt
    7.37 ng/ml / Normalwert 0-0.30
    Beim T4-Wert:
    < 0.5 µg/dl /1.5-4.0 mäßig erniedrigt

    Hilft das schon mal?
    Ich hatte jedenfalls meine TÄ heute früh angerufen, weil Mica gestern abend zitterte, helchelte, nicht mehr von meinem Knie weg wollte. Da dachte ich, vielleicht ist die Medikation einfach zu hoch??? Die TÄ meinte am Telefon, nee, vielleicht zu niedrig. Ehrlich gesagt, bin ich schwer verunsichert, weil sie dann gar nicht richtig nachgeschaut hat, wie viel Mica überhaupt bekommt und auch nicht der Meinung war, dass der hohe TSH-Wert nochmal gecheckt werden müsste, auch wenn sie heute nochmal sagte, ja, der Wert, den hat sie noch nicht gesehen.

  • Wie viel bekommt sie denn bei welchem Gewicht substituiert?
    Hat deine TÄ mal mit dem Labor telefoniert ob evtl. ein Schreibfehler vorliegt oder ähnliches? Könnte ja auch sein.


    Von diesen Werten her spricht das schon für eine SDU, auch Unsicherheit kann als Symptom auftreten.

  • Ich würde zusätzlich die anderen Werte testen lassen. Also ft3, ft4,T4,T3,TSH und TAK - Hund sollte in jedem Fall nüchtern sein.
    Von so einem hohen TSH - Wert habe ich persönlich noch nicht gehört. Der Rüde einer Freundin von mir hatte allerdings auch T3 Werte außerhalb der Referenz : 4,9 <- ft3 und 108 <- T3 was laut TA ein Hinweis auf eine zusätzliche andere Erkrankung ist. Evtl. ist auch die Dosis zu hoch?!

  • ich finde, deine beschreibung und auch die werte sind sehr typisch für eine starke sdu.

    in welchen schritten habt ihr sie eingestellt?

    was ist das für eine hunderasse und wie viel wiegt sie?

    ein schilddrüsenprofil würde ich auch anlegen.

  • Vielen Dank für eure Tipps und Antworten. :gut:

    Mica ist eine Australien-Shepherd-Dame und wiegt mobbelige 25 Kilo. Das hohe Gewicht trotz viel Auslauf und wenig Fressen führte ich bislang auf die Kastration zurück, die bei ihr vor Jahren durchgeführt wurde. Mit einer SDU bzw. einem so hohen TSH-Wert wäre das natürlich auch kein Wunder, dass dieser Hund quasi nix essen braucht.

    Sie bekommt seit dem 1.7.2013 2x 3/4 Tabletten Forthyron 400 am Tag. Die Dosis hat sich seit der Erstgabe nicht verändert. Ob das zu viel ist, konnte mir die TÄ gestern nicht sagen, sie sprach davon, dass das vielleicht sogar noch zu niedrig ist. :ill:

    Jedenfalls habe ich die TÄ gestern abend gedrängt, einen erneute SD-Bluttest zu machen, wobei ich jetzt, wo ich lese, was ihr schreibt, etwas sauer bin, da die TÄ meinte, wir machen das "Blutbild 2" (hatte sie da auf so nem Blatt stehen) und darin enthalten sind T4, TSH und freies T4 .
    Ich meinte darauf hin: "Und der T3-Wert? Den machen wir nicht? Da habe ich auch schon so viel von gelesen"? "Nö, das brauchen wir nicht! Uns reichen diese Werte", war ihre Antwort. Dann fragte ich auch, ob es denn nicht besser sei, wenn Mica nüchtern wäre, um das Blutbild zu machen. Dies verneinte die TÄ, es wäre nur wichtig, dass die letzte Gabe Forthyron über 2 Stunden her sei. Das war der Fall und deswegen haben wir dann gleich mal Blut abgenommen. :ill:
    Dass man am besten ft3, ft4,T4,T3,TSH und TAK messen sollte (danke für den Hinweis whitekessy), hätte mir die Ärztin doch sagen können. :verzweifelt:

    Jetzt denke ich schon wieder, ob die Ärztin da womöglich was weiß, was alle anderen nicht wissen, oder sie sich eben doch mit SD nicht so auskennt... :headbash:

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich warte jetzt mal noch das Blutergebnis ab, müsste morgen da sein. Die Werte stelle ich hier dann nochmal rein und womöglich fällt dem ein oder anderen von Euch dazu noch was ein. Ob es sich bei dem TSH-Wert um einen Schreibfehler handelt, werde ich dann mal fragen, wenn die neuen Werte da sind. Guter Hinweis, danke @Lobelias.

    Gestern abend hat Mica übrigens nicht mehr so gezittert und gehechelt und sich an mein Bein geklemmt. Wer weiß, was da in sie gefahren war. Gibt es denn wohl Auf und Abs bei der Einstellung mit Thyroxin, in dem Sinne, dass da eben mal der Hund gut mit drauf ist, dann wieder nicht?

  • Zum Einen stellt die Schilddrüse teils die Arbeit ein bei Beginn der Substitution und es dauert ein paar Tage, bis das Medikament anschlägt und sich alles normalisiert.
    Diese Auf und Abs kenne ich ebenfalls von uns daheim.

    Ich würde an deiner Stelle einen auf Schilddrüse spezialisierten Arzt suchen und bei sowas nicht mit jemand der sich nicht auskennt rumexperimentieren. Gerade dieses Thema ist etwas wo - lies nur mal hier im Forum - viele bei ratlosen Ärzten stehen und Zeit verschwenden.

    Hatte deine Hündin denn sonst noch Symptome? hier noch mal Infos zur SDU: http://www.tierklinik-birkenfeld.de/de/kat.php?k=43

    Und zur Einstiegsdosis mal dort aus dem link rauskopiert:
    Da Schilddrüsenhormone beim Hunde schlechter als beim Menschen aus dem Darm aufgenommen und viel schneller verstoffwechselt werden, müssen sie – gemessen am Körpergewicht – um ein Vielfaches höher dosiert werden. Die Anfangsdosis beträgt etwa 20 µg/kg 2x täglich (zum Vergleich: die meisten Menschen erhalten 50-100 µg als Tagesdosis!)

    Da seid ihr ja drunter, wenn ich richtig gerechnet hab. Das kann man also langsam steigern. Dazu sollte dich ein Tierarzt aber beraten können.

  • Ich würde den TSH- Wert wohl noch einmal neu testen. Kann immer mal passieren, dass dem Labor ein Fehler unterläuft oder auf dem Transportweg. Und vor allem dann gleich ein komplettes Schilddrüsenprofil machen lassen.

    Mein Hund hatte mal einen wahnsinnig hohen Fructosamine Wert. Also erneut Blut abgenommen und alles war normal. Drei Monate später noch einmal überprüft und immer noch alles normal. Da war wohl bei der ersten Blutuntersuchung gründlich was schief gelaufen. So Fehler passieren halt :sad2:

    Ich würde auch nach einem Facharzt suchen. Viele Haustierärzte sind damit überfordert, richtig zu dosieren.

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