HD Untersuchung - Arzt vs Verbandgutachter
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Hallo,
wir haben unseren Briard auf HD untersuchen lassen. Die Untersuchung hat der Vertrauensarzt des Züchters gemacht, der die Aufnahmen für fast alle Hunde des Züchters macht.
Wir haben uns zusammen die Bilder angeschaut - der Doc sagte, dass alles top ist und der Hund medizinisch HD Frei ist. Allerdings natürlich mit Vorbehalt, weil er nicht für die Auswertestelle sprechen kann.Nun kam das Ergebnis: links HD frei, rechts leichte HD, also HD-C.
Ich frage mich, wie solche Unterschiede zustande kommen? Ist ein ärzliches HD-Frei ein anderes als das vom Verband?
Müssen wir jetzt irgendwas beachten? Der Hund hat keine Beschwerden und eigentlich sollte er auch eine Zuchtzulassung bekommen, was nun gelaufen ist.Danke
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Hallo,
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Also ich habe gehört die offizielle Auswertung ist etwas genauer und strenger. Es kann allerdings sein, dass es einfach Unklarheiten in der Aufnahme gab. Evtl. falsche Lagerung oder so.
Die Unterschiede sind oft aber auch nur sehr gering die eine HD-A von einer B oder C unterscheiden. Da geht es teils um mm.
Es gibt wohl sowas wie ein Obergutachten. Das könntet ihr anfordern. Dann würde sich der Obergutachter das ganze nochmal anschauen und eine neue Einschätzung abgeben.
Informiere sich da doch mal bei eurem Zuchtverband. -
Danke dir!
Müssen wir denn nun irgendwas beachten? Ist der Hund nun "krank"?
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Der Unzerschied zwischen HD A und HD C ist nicht so gravierend, wie man vielleicht denkt.
Dazu kommt, dass eine solche Auswertung auch ein gehöriges Mass an Subjektivität beinhaltet.
Bei meiner GP Hündin Yanta hätte damals von HD A2 bis HD C1 alles rauskommen können - und jeder TA hätte gut begründen können, warum er genau diese Bewertung gemacht hat.Was für den Haustierarzt vielleicht noch völlig ok ist, weil er weiß, dass das nichts ist, womit der individuelle Hund ein Problem bekommen könnte, ist für den offiziellen Auswerter einer Rasse einfach nicht mehr ok für die Zuchtzulassung.
Bei Yanta war es damals bsp. so, dass zwei TAs der Meinung waren, dass ich mit B bis C rechnen müsse, aber in sportlicher Hinsicht müsse ich mir keine Gedanken machen, da sie mit der Hüfte nie Probleme bekommen würde. der Auswerter hat dann ein HD A2 daraus gemacht. Auf gut deutsch, er hat nur das, was offensichtlich und unbestreitbar war angemerkt.
- ein divergierender GelenkspaltAlle anderen Punkte, die vielleicht diskutabel gewesen waren, hat er ignoriert.
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Ui! Da hab ich mir ja grade was zusammen geschrieben. Sorry!
Also Obergutachten für die Zuchtzulassung, wenn ihr das noch möchtet und vielleicht stellt sich dann wirklich herraus das gar nichts ist. Ansonsten würde ich nochmal mit einem Tierarzt eures Vertrauens sprechen, wegen Belastung etc.Persönlich würde ich glaube nicht unbedingt Agi auf Wettkampfniveau mit einem Hund mit C Hüften machen, aber ihn ansonsten ganz normal behandeln und regelmäßig auf Beschwerden und Schmerzen Untersuchen lassen.
Gute Bemuskelung aufrecht halten fände ich noch gut.
Es gibt auch verschiedene OP-Methoden, aber ob das bei einer leichten HD (ohne Beschwerden) sinnvoll ist, weiß ich nicht und würde dass mit einem Tierarzt klären. -
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Danke für eure Antworten.
Wir haben auch nochmal mit dem Züchter telefoniert und werden das Obergutachten machen lassen. Der gesamte Wurf ist A, nur wir haben entweder Pech oder der Auswerter hatte einen schlechten Tag - das wollen wir abklären.
Ich melde mich, wenn es was neues gibt!
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Oh ja bitte.
Ich warte im Moment auch auf die offizielle Auswertung von Linas Röntgenbildern. Der Tierarzt sagte alles gut, aber die Auswertung dauert jetzt schon so lang, dass ich mir langsam wirklich Gedanken mache... -
Zitat
Danke für eure Antworten.
Wir haben auch nochmal mit dem Züchter telefoniert und werden das Obergutachten machen lassen. Der gesamte Wurf ist A, nur wir haben entweder Pech oder der Auswerter hatte einen schlechten Tag - das wollen wir abklären.
Ich melde mich, wenn es was neues gibt!
Lass mich raten: wenn das Obergutachten dann dem Züchter auch nicht passt, kommt das Oberobergutachten, oder ein Gutachten im Ausland? Italien, oder Albanien?

Auswerter sind Leute, die das zigtausendmal gemacht haben, deswegen ist doch auch nicht jeder Dorftierarzt Gutachter, und dann soll so ein Profi einen schlechten Tag gehabt haben? Nur weil das Ergebnis nicht genehm ist.
Was, wenn der Obergutachter zu einem noch schlechteren Ergebnis kommt. -
Dann ist es so. Dem Züchter kann das Ergebnis egal sein. Mir ist es das nicht. Mir war aber schon bewusst, dass antworten dieser Art kommen werden.
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Ich möchte hier nur mal anmerken, dass man die Bewertung von A, B, C und D Hüften nicht auch eins zu eins auf den Hund übertragen kann. Das ist nur ein Messwert, den der Arzt ausmisst. Was nun aber der Hund wirklich für Probleme mit so einer Hüfte hat ist wieder was ganz anderes! Manche Hunde toben wild mit einer C/D-Hüfte. Andere Hunde hinken schon mit einer B-Hüfte. Es kommt immer aufs Schmerzempfinden des Hundes an. Und Schmerzen kann kein Röntgenbild zeigen. Daher würde ich raten, dass ein TA oder ein guter Physiotherapeut auf den Hund guckt und vielleicht mal Triggerpunkte (Akupunkturpunkte) durchpalpiert. Die können gut zeigen, ob was ist und wie stark. Gibt natürlich auch andere Verfahren.
Aber diese Erfahrungen habe ich auch gemacht. Mein Haustierarzt meinte, dass die Hüften nicht schlecht aussehen, aber die eine Seite schlechter als die andere. Die offizielle Stelle hat sie mit HDA1 ausgewertet.

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