Hund kratzt sich permanent

  • Unsere 1 Jahr alte Labradorhündin kratzt sich seit ca. 2-3 Wochen immer mehr. Sie hatte vor 6 Wochen ihre erste Läufigkeit. Dann haben wir noch 5 Wochen gewartet und sind letzte Woche zur TÄ da wir sie kastrieren lassen wollen. Unser TÄ meinte zur Sicherheit wartet man nach dem letzten Bluten noch mindestens 4 Wochen ab und kann dann kommen wegen einem Termin. Da unser letzter TA Besuch länger als 3 Monate her war wollte sie den Hund erst noch mal sehen ob auch wirklich alles gut und auch vorbei ist.

    Uns viel nach ihrer letzten Blutung auf das ihr Fell stumpf wurde, sie Schuppen bekam und sich immer wieder gekratzt hat. Dies erzählten wir der TÄ auch obwohl diese Anzeichen komischerweise als wir bei der TÄ waren komplett weg waren. Vorführeffekt halt. :roll:

    Als die TÄ sie untersuchte viel ihr auf das von unserer Hündin die Zitzen noch alle etwas groß und leicht geschwollen waren und sie fragte uns ob sie viel schläft und schnell außer Atem ist. Da sie auch dieses zur Zeit an den Tag legt stellte sich heraus das unsere Scheinschwanger ist und da wohl auch die Hormone dadurch aufgewühlt sind und wohl auch das mit dem Fell, Schuppen und Kratzen ein Nebeneffekt ist.

    Mittlerweile hat sie wieder glänzendes Fell und keine Schuppen aber sie kratzt sich permanent oder beißt sich an den Hinterläufen. Auch wenn man sie an der Seite oder unterm Bauch streichelt fängt sofort ihr Hinterlauf an zu zucken als wenn sie sich kratzen will. Kann das echt von einer Scheinschwangerschaft kommen? Wie gesagt, sie hat keine Schuppen mehr, glänzendes Fell und auch keine trockene Haut.

    Zuerst dachten wir das sie eine neue Allergie hat. Aber die TÄ meinte so schnell kommt keine neue hinzu. Wir haben Anfang des Jahres einen Test machen lassen wo raus kam das sie Allergisch ist auf Rind, Lamm, Milchprodukte und Hirse. Deswegen bekommt sie morgens TF Animals Nature Ente mit Kartoffel getreidefrei und nachmittags NF Lunderland Reinfleischdosen mit Nudeln oder Flocken oder Kartoffel und dazu Nachtkerzenöl.

  • Ich bin der festen Überzeugung, dass es nur eine Methode gibt, um wirklich über die Allergien/Unverträglichkeiten seiner Hunde Bescheid zu wissen: eine Ausschlussdiät. Alle Blutuntersuchungen mögen eine gute Indikation bieten, aber mehr auch nicht.

    Wäre es mein Hund, würde ich mir den Aufwand so einer Ausschlussdiät antun, um wirklich Gewissheit über seine Allergien zu bekommen. Ihr könnt dann bei Bedarf noch immer ein Trocken- bzw. Nassfutter suchen, welches euren Anforderungen entspricht...

    Die Symptome klingen für mich jedenfalls sehr nach klassischer Allergie - von extremen Jucken nach einer Scheinschwangerschaft (inkl. stumpfem Fell etc.) habe ich noch nie gehört. Es klingt auch nicht besonders logisch - warum sollte Mutter Natur so etwas einrichten? :???:

  • Wieso füttert ihr Rindfleichdose wenn sie dagegen allergisch ist ???
    so eine Futterallergie wird oft nicht ernst genommen. Meine 11 jährige Hündin wäre fast daran gestorben(blutiger Durchfall und Erbrechen, blutendes Magengeschwür) weil erst unser alter Dorftierarzt (nachdem ich ein Vermögen in einer Tierklinik gelassen hatte - ohne Ergebniss ) drauf kam was ihr fehlt.
    Eine Ausschlussdiät ist überhaupt nicht schwierig obwohl es sich für mich erst auch so anhörte.
    Meiner Maus ging es nach 4 Wochen wieder gut.

  • Zitat

    Ich bin der festen Überzeugung, dass es nur eine Methode gibt, um wirklich über die Allergien/Unverträglichkeiten seiner Hunde Bescheid zu wissen: eine Ausschlussdiät. Alle Blutuntersuchungen mögen eine gute Indikation bieten, aber mehr auch nicht.

    Auch wenn einer meiner ersten Schritt ebenfalls eine Ausschlussdiät wäre (mein wirklich allererster Schritt wäre immer eine möglichst umfangreiche Untersuchung bezüglich Parasiten), muss ich anmerken, dass damit aber lediglich Futtermittelallergien aufgedeckt werden können. Das ganze Feld der Allergien ist aber wesentlich größer und Umweltallergien wird man auch damit nicht auf die Schliche kommen.

    Mein Tipp bei Hautproblemen ist immer einen Dermatologen aufzusuchen. Dieser verfügt in der Regel über die Erfahrung, um das Thema systematisch aufzurollen, was ich für unabdingbar halte, eben weil Hautkrankheiten so vielfältige Ursachen haben können.

    Nochmal kurz zum Bluttest: ich finde ihn nicht schlecht, weil man recht kostengünstig und ohne viel Aufwand eine große Bandbreite möglicher Allergieauslöser testen kann. Wichtig ist dabei nur zu wissen, dass der Bluttest eben häufig falsch positiv Ergebnisse liefert (also ggf. Allergien anzeigt, wo keine sind). Auf der anderen Seite liefert er aber nur sehr selten falsch negativ. Das heißt, man kann sich ziemlich sicher sein, dass bei Allergieauslösern, auf die der Test nicht reagiert auch keine Allergie vorliegt. Von daher finde ich den Test eine gute Möglichkeit, um die Allergieauslöser einzuschränken.

    Viele Grüße
    Frank

  • Meine Hunde hatten immer mehr Allergien als im Test rauskamen. Da hilft wirklich nur Ausschlußdiät. Und es können sehr schnell neue Allergien hinzukommen.

    Auch Hausstaubmilbe, Flohstichallergie, Gräser, Pollen... wurde dss auch getestet?

    Dennoch kann ein Hund auch mal nen Floh haben, es kommt Demodexmilbe in Frage, Sarkoptes Räude....es gibt da viel.

    Aber auch bei Schilddrüsenproblemen, Nierenproblemen... kann es zu Juckreiz... kommen. Hat man mal ein großes Blutbild gemacht?

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