Hündin ist mitten in der Pubertät und macht uns wahnsinnig!
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Vielen Dank für eure Antworten! Ich antworte hier mal auf alle zusammen und verzichte deswegen auf Zitate!
Manche Kommentare hören sich aber nach dem Motto "Ach wieder so eine die sich nicht richtig um ihren Hund kümmert und sich dann wundert wieso er Blödsinn macht" an, aber das ist nicht so, das könnt ihr ja nun lesen :)Also wie gesagt, sie ist erst seit einem halben Jahr bei uns, und hat davor 7 Monate auf der Straße gelebt. Wir haben anfangs eine private Tiertrainerin gehabt, allerdings nur 4 Einheiten. danach hat das KRATZEN und Fell ausbeißen angefangen. Demnach wurde das Training abgebrochen. Leila sollte erstmal kratzfrei werden, weil sie sich 0 konzentrieren konnte!
Dann sind wir in einen Hundeverein gegangen...haben mit Grundgehorsam und gaaanz leichten Agility-Übungen in der Junghundgruppe angefangen (etwa 5-6 Einheiten) Danach hatte sie die Schuppen am Ohr und ein VERBOT bekommen. Sie darf erst wieder zum Training wenn sie gesund ist. Wir wissen ja nun dass es Sarcoptes-Milben waren/sind....deswegen steht uns die Möglichkeit nach Einzel bzw Gruppentraining nicht zur Verfügung.
JA, sie ist unerzogen. Aber nicht immer! Es hat am Anfang während der Trainingseinheiten SUPER geklappt :)
Sie macht "Sitz" sobald man es ihr sagt, das macht sie auch wenn sie mitten in einer "Tobeattacke" ist. Wenn sie schnappt sage ich "NEIN!" und direkt danach "Sitz" dann belohne ich sie direkt dafür, dass sie runtergekommen ist. Sie kommt auch immer schnell runter UND sie weiß sofort, dass sie was nicht so tolles gemacht hat!Wenn sie auf dem Tisch steht (da geht sie grundsätzlich nur drauf wenn KEINER von uns hinsieht) dann wird sie mit einem scharfen "AB!" runter befohlen und dem leistet sie Folge.
Sind wir im Raum anwesend versucht sie es ja nicht einmal. Sie weiß genau wann sie drauf kann (Der Couchtisch ist halt eben niedrig...da kommt sie im nu hoch)Sie weiß eben wann sie Blödsinn machen kann und wann nicht! Deswegen weiß ich nicht was ich noch machen soll

Sobald die Sarcoptesmilben weg sind (was sie zwar schon sind, aber das Fell ist noch nicht wieder da), gehen wir wieder in den Verein um Grundgehorsam aufzubauen.....Solange raubt sie uns wohl leider den letzten Nerv.
Achso und wir toben bzw spielen jeden Tag ca. 30 Minuten mit ihr. Und am WE sind immer lange Parksapziergänge dabei, was wir unter der Woche aber absolut nicht schaffen. Da müssen ihr die 3-4 Gassirunden zu 20-30 Minuten eben reichen. Und wenn sie total hibbelig ist, gehen wir in den Garten in dem wir mit Gartenstühlen und Holzlatten ganz niedrige Springhürden aufgebaut haben und machen da ein paar Agility-Übungen.
Also eigentlich doch nicht zu wenig oder?
Ich trainiere die Kommandos bzw. Tricks die sie kann auch täglich, sogar mit Klicker mittlerweile damit sie nicht immer Leckerlis bekommt.Achso und das Beißen hatte bisher keine schlimmen verletzungen mit sich gebracht. Immer nur kratzspuren. Nichts was schlimm blutet! Wenn sie mal zubeißt, dann guckt sie auch sofort schockiert, so als wüsste sie selbst nicht wieso sie das gemacht hat.
Und meistens macht sie es bei der stürmischen Begrüßung, wenn sie keine Aufmerksamkeit bekommt, diese aber unbedingt haben will (dann winselt, kläfft und bellt sie auch ganz schrill) Da wurde uns aber gesagt, dass wir das Bellen bzw ihr Verhalten wenn sie Aufmerksamkeit haben möchte, mit Ignoranz bestrafen sollen. Wir sollen also gar nicht darauf reagieren, wir sollen es ihr auch nicht durch ein "Nein!" verbieten.
Hmmn...was meint ihr? - Vor einem Moment
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Hallo,
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Zitat
Ich trainiere die Kommandos bzw. Tricks die sie kann auch täglich, sogar mit Klicker mittlerweile damit sie nicht immer Leckerlis bekommt.Nur ganz kurz: Clickern ohne Leckerli ist eigentlich ein Widerspruch in sich. Man kann zwar bei bestimmten Übungen, die länger andauern sollen zwischen-clickern (so wie man auch mit Worten loben würde), aber grundsätzlich gilt, dass jeder Click ein Versprechen für das dann folgende Leckerli ist.
Ansonsten denke ich, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist einen Hund, der ohnehin schon so aufgedreht ist mit Beschäftigungen wie wildem Toben und Hürdenspringen zu beschäftigen. Besser wären ruhige Übungen, Suchspiele ohne viel Action etc...
Wenn sie hochdreht und euch anspringt hilft tatsächlich das Wegdrehen und Ignorieren am besten, wenn ein Abbruchsignal nicht wirkt - wichtiger wäre aber die Situationen, in denen sie so hochdreht vorherzusehen und sie vorher zu kontrollieren. -
Die Kommandos "Sitz, Platz & Co. haben nichts mit Erziehung zu tun.
Das sind im Grunde doch lediglich Tricks, genauso wie Agility nichts mit Erziehung zu tun hat.Zur Erziehung gehört u.a. die Hausordnung (auf Tische wird nicht gesprungen), das Erlernen der Beißhemmung usw.
Sie weiß nicht genau, dass sie nicht auf den Tisch darf, sie hat gelernt, dass diese Regel nur gilt, wenn ihr anwesend seid. Während eurer Abwesenheit müsst ihr den Tisch zubauen, damit sich nicht weiterhin selbstbelohnend heraufkommen kann.
Schränke mit Kindersicherungen versehen.30 Minuten toben sind viel zu viel.
Dadurch dreht sie richtig hoch und dem entsprechend auch ab.
Ich finde 3-4 Gassigänge je 20-30 Minuten für einen ein Jahr alten Hund zu wenig.
Falsch ist es, sie noch mehr zu beschäftigen, wenn sie hibbelig wird.
Wieso geht ihr mit einer schon hibbeligen Hündin in den Garten, um sie durch Agility herunterzubekommen?
Genau das Gegenteil tritt ein.
Geht doch anstelle dessen ganz ruhig mit ihr Gassi.Trainiere nicht so viele Tricks und Kommandos mit ihr, das pusht sie nur hoch, sondern konzentriere dich auf das Wesentliche:
Beißhemmung, Hausregeln!
Getobt wird gar nicht, geht dafür lieber spazieren.Das ist alles viel zu viel.
Sie hat vorher auf der Straße gelebt.
Ihr seid alles viel zu schnell angegangen.Der Hund ist chronisch überfordert und dadurch gestresst.
All ihre Allüren, die dich stören, sind nicht mit der Pubertät zu begründen, sondern dienen eher dem Stressabbau!Gruß
Themis -
ZitatAlles anzeigen
Die Kommandos "Sitz, Platz & Co. haben nichts mit Erziehung zu tun.
Das sind im Grunde doch lediglich Tricks, genauso wie Agility nichts mit Erziehung zu tun hat.Zur Erziehung gehört u.a. die Hausordnung (auf Tische wird nicht gesprungen), das Erlernen der Beißhemmung usw.
Sie weiß nicht genau, dass sie nicht auf den Tisch darf, sie hat gelernt, dass diese Regel nur gilt, wenn ihr anwesend seid. Während eurer Abwesenheit müsst ihr den Tisch zubauen, damit sich nicht weiterhin selbstbelohnend heraufkommen kann.
Schränke mit Kindersicherungen versehen.30 Minuten toben sind viel zu viel.
Dadurch dreht sie richtig hoch und dem entsprechend auch ab.
Ich finde 3-4 Gassigänge je 20-30 Minuten für einen ein Jahr alten Hund zu wenig.
Falsch ist es, sie noch mehr zu beschäftigen, wenn sie hibbelig wird.
Wieso geht ihr mit einer schon hibbeligen Hündin in den Garten, um sie durch Agility herunterzubekommen?
Genau das Gegenteil tritt ein.
Geht doch anstelle dessen ganz ruhig mit ihr Gassi.Trainiere nicht so viele Tricks und Kommandos mit ihr, das pusht sie nur hoch, sondern konzentriere dich auf das Wesentliche:
Beißhemmung, Hausregeln!
Getobt wird gar nicht, geht dafür lieber spazieren.Das ist alles viel zu viel.
Sie hat vorher auf der Straße gelebt.
Ihr seid alles viel zu schnell angegangen.Der Hund ist chronisch überfordert und dadurch gestresst.
All ihre Allüren, die dich stören, sind nicht mit der Pubertät zu begründen, sondern dienen eher dem Stressabbau!Gruß
Themis
Wie immer auf den Punkt gebracht, Leo. -
Danke für die Antworten.
Ich finde es nett, dass ihr mir mit dem Thema helfen wollt :)
Nur finde ich es sehr verunsichernd, dass das was Themis mir hier mit auf den Weg gibt, das GENAUE Gegenteil von dem ist, was uns die Trainer sagen
Laut Einzeltrainerin, SOLLEN wir mit dem Hund wenn sie aufdreht Übungen machen die ihren Kopf anstrengen UND die sie auspowern. Nach jeder "Einheit" Toben oder Hürdensprünge im Garten ist Leila echt "befriedigt" und verhält sich danach vollkommen ruhig. Sie legt sich dann einfach in ihr Körbchen, oder woanders hin und ruht sich aus, oder kaut an ihrem Geweih rum...
Auch die Damen und Herren aus dem Hundeverein haben uns dazu geraten, sie mit Agility zu fördern. Aber bevor wir das halt offiziell betreiben dürfen und können, soll sie sich unterordnen können. DAs wiederum kann ja erst richtig erlernt werden, wenn sie wieder gesund ist. Abgesehen jetzt natürlich von dem Grenzen aufzeigen, was wir hier zuhause ja versuchen.Blödsinn macht sie nämlich hauptsächlich an den Tagen, an denen wir gar nicht mit ihr Toben und nur ruhig Gassi gehen

Hmn, was soll ich dann jetzt am Besten machen?! Das Toben runter drehen oder so weiter machen? Das ist alles recht schwierig....Die Bücher die ich gelesen habe, sagen auch immer was anderes.
Achso und zu dem Beißen: Uns, bzw. meiner Mutter, ist es aufgefallen, dass Leila doch noch nicht alle Zähne hat. Ihr kommen ganz tief hinten im Oberkiefer gerade neue Zähne. Wir hoffen, dass das beißen demnach ebenso plötzlich aufhört wie es aufgetaucht ist, sobald die Zähne durchgebrochen sind.
Das war damals bei den Milchzähnen die raus mussten, da die neuen schon da waren auch so :) -
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Dein Hund hat aber eine Vorgeschichte, die du nicht außer Acht lassen kannst und trotz der guten Ratschläge deiner Trainerin schreibst du, dass dein Hund dich in den Wahnsinn treibt.
Zwischen schwarz und weiß gibt es noch Grautöne, der gesunde Mittelweg macht es, ein "Zuwenig" ist genauso falsch, wie ein "Zuviel".
Leider ist es schwer zu erkennen, auf welcher "Farbvariante" man richtig liegt, aber es scheint ja etwas im Argen zu liegen, was dich wahnsinnig macht und nur durch Ausprobieren von Veränderungen (Programm herunterfahren), kann man feststellen, welcher Weg und Vorgehensweise richtig ist.
Nach wie vor:
Der Hund kommt zu kurz heraus, auch das spielt vielleicht eine Rolle! -
Zitat
Auch die Damen und Herren aus dem Hundeverein haben uns dazu geraten, sie mit Agility zu fördern. Aber bevor wir das halt offiziell betreiben dürfen und können, soll sie sich unterordnen können. DAs wiederum kann ja erst richtig erlernt werden, wenn sie wieder gesund ist. Abgesehen jetzt natürlich von dem Grenzen aufzeigen, was wir hier zuhause ja versuchen.
Das versteh ich nicht.
Was heisst " unterordnen " in diesem Zusammenhang? -
Zitat
Leider ist es schwer zu erkennen, auf welcher "Farbvariante" man richtig liegt, aber es scheint ja etwas im Argen zu liegen, was dich wahnsinnig macht und nur durch Ausprobieren von Veränderungen (Programm herunterfahren), kann man feststellen, welcher Weg und Vorgehensweise richtig ist.
Nach wie vor:
Der Hund kommt zu kurz heraus, auch das spielt vielleicht eine Rolle!Ich sehe das genauso, wie Themis.
Der Hund bekommt zu viel Programm, zu wenig einfache Spaziergänge.
3 mal 20 Minuten am Tag ist zu wenig für den Hund.Außerdem sollte man noch bedenken, dass der Hund innerhalb des letzten halben Jahres einiges an Chemie bekommen hat. Einmal die üblichen Impfungen, dann wahrscheinlich Entwurmungen, Cortison und so weiter.
Ist Deine Hündin mittlerweile mal entgiftet worden? Hast Du eine Tierheilpraktikerin gefunden?Auch die Behandlung mit Ivomec kann das zentrale Nervensystem zusätzlich schädigen. Die Inhaltsstoffe sind Neurotoxine, d. h. Nervengifte.
Die Probleme haben ja nach dem Wirken des Ivomec begonnen.Zitatmittlerweile seit gut 3 Wochen orale Behandlung Ivomec --> Fell wächst nach, Hund muss nicht immer kratzen --> Sie ist SEHR aufgeweckt.
Wir freuen uns, endlich zu wissen was es war und dass es jetzt behandelt wird.
Setdem sie sich weniger kratz, kommen aber neue Probleme: Ihr STÄNDIGER KAUTRIEB!
Sie zerbeißt ALLES : -
bin auch der Meinung von Themis...
der Hund soll ein Hund bleiben und nicht in kürzester Zeit ein "Trick Künstler" und Absolvent von diversen H Schulen und Parkuren usw.
Schade nur das er Abitur nicht machen kann/darf;)
Manche Hundetrainer wissen auch nicht besser was sie da erzählen . In letzter Zeit schimpft sich so mancher das er "Hundetrainer ist und in wirklichkeit hat er was gamz anderes gelernt hat nur paar Bücher über Hunde gelesen ...
Ich denke ein Hund in dem Alter braucht klare Regeln/ Erziehung zu HaUSE was er darf was nicht, wenn er über die Tische geht dann Türen abschlissen , sein Radius einschrenken ... notfalls an seinem Ruheplatz schicken und dort anbinden . Beißen Verhalten sofort unterbinden , denn wenn er erst alle Zähne hat das tut dann richtig weh und ist gefährlich !
Ich kann mir vorstellen das mehr Ruhe im Alttag , weniger Überforderung wird den Hund gut tun und er wird ruhiger . -
Der Hund ist 13 Monate und bekommt noch Zähne? Kommt sowas vor? Hab ich jetzt noch nicht gehört, bin da aber auch kein Experte.
Deine letzten beiden Posts klingen fast so als hättest du eigentlich gar keine Probleme und doch beschreibst du im ersten Post einen Hund, der sich ziemlich frech verhält und offenbar überdreht ist. Ich bin natürlich nicht vor Ort, aber deine Beschreibung klingt so. Fakt ist von alleine legt sich das nicht.
Ich denke der Hund braucht einfach mehr klare und verständliche Grenzen und muss lernen Ruhe zu halten. Diese Ruhe würde ich persönlich nicht durch körperliches Müdemachen erreichen wollen. Das ist meist eher kontraproduktiv.
Du fragst nach Tipps, du bekommst welche. Es liegt jetzt natürlich an dir ob du sie ausprobieren willst oder nicht. - Vor einem Moment
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