Welpen-Austausch

  • Zitat


    Und mit den Hunden ist es hier genauso, sieht sie einen dann würd sie hin, ruf ich sie, kommt sie zu mir ;)

    Und genau das ist hier z.B. anders.
    Dieses "Ich laufe da jetzt mal hin" gibts halt nicht mehr, seitdke ich so trainiere, weil erst meine Reaktion abgewartet wird, geschaut wird wo ich lang gehe, etc. - weil sie auf mich achten, zwangsläufig.
    Dieses zurück rufen müssen ist für mich z.B. nicht "Du achtest auf mich, nicht ungekehrt"-Prinzip, sondern genau anders herum.

    Mein Ziel bei meinen Hunden ist es, das ich vom Prinzip her nicht auf sie achten müsste, weil ich weiß, dass ihre Aufmerksamkeit bei mir liegt.
    Dadurch haben sie unglaublich viele Freiheiten und müssen sich so gut wie nie von mir einschränken lassen. Und sind trotzdekm keine Belästigung oder Gefahr für andere.

  • Anm.: Auch hier sind meine beiden Kleinen wieder Testobjekt was die frühzeitige Einstellung so angeht und dieses absolut andere Erziehungskonzept :smile:

  • Brizo: Das klingt toll und sehr unstressig für Hund und Mensch, wenn das so läuft. Wie bist du denn soweit gekommen?
    Um dem Hund im Junghund-Ausprobier-Nichtshör-Alter klar zu machen, dass er sich in einem bestimmten Radius um mich bewegen soll hätte ich eben mit dem Rückruf und zur Not mit Schleppi gearbeitet. Wie bekommst du das hin, dass sie immer auf dich achten und merken, wie weit sie gehen dürfen? Find ich wirklich spannend das Thema. Ich bin ja leider ein totaler Angsthase, muss ich beim Freilauf schon überwinden und rufe glaube ich oft viel zu früh zurück, wenn ich nicht weiß was hinter der nächsten Ecke kommt... Deine 500 bis 600 m haben mich jetzt total erschreckt :lol:

    Und ich hätte noch eine Frage an alle: Wenn Tes eine Pfote locker ablegt, so ganz leicht angewinkelt, zittert sie manchmal. Wenn sie aufgeregt ist oder hechelt denke ich das ist normal. Manchmal ist das aber auch in Ruhe. Und sie "nickt" manchmal kurz mit dem Kopf, so 3 oder 4 mal hintereinander, das macht sie hin und wieder wenn sie auf etwas warten muss, aber auch wenn sie ihr Spielzeug belauert oder so .... Stressabbau? Übersprungshandlung?
    Und ich ... wie gesagt, furchtbarer Angsthase in jeder Hinsicht ... denk schon wieder an was neurologisches :headbash:

  • Kim Ich finde das hört sich wunderbar an bei dir und möchte das auch |) Und habe soweit verstanden wie du es handhabst. Nun doch eine Frage: Wenn du einen Welpen frisch hast, wie bringst du ihm richtig bei dass er sich an diesen Radius zu halten hat solange du nix anderes sagst? Mit Schlepp? (Denke nicht oder? :) )
    Oder einfach dieses "wenn du meinst davonlaufen zu müssen, dreh ich um und du kannst selbst gucken wo du bleibst"?

    Sorry wenns ne doofe Frage ist ^^

  • Brizo: Ich finde auch, dass sich das toll anhört. Wie hast du deinen Hunden denn beigebracht, welcher Radius wann angebracht ist? Können die Hunde wirklich unterscheiden, was ca. 2m, 10 m, 100m sind :???: Das würde ich auch gerne hinbekommen.

    Bei mir ist es ähnlich wie bei Lanera. Ich bin da eher ängstlich. Wobei wir auch noch nicht so tolle Spazierstrecken gefunden haben wie auf deinen Bildern. Hier kommt dann doch gelegentlich ein Auto - zwar selten und Laika kommt bisher auch immer, wenn ich sie rufe bzw. sie bleibt auch in meiner Nähe, aber ich bin mir nicht sicher, was wäre, wenn sie z.B. ein Kaninchen wegflitzen sehen würde o.ä.

  • Bin verwundert :D
    hört sich für mich eben gar nicht toll an für die Hunde und die Menschen. Ich bin kein Fan von "dauerhaft auf mich achten". Klar Hund soll nicht außer Sichtweite - dann würde gerufen. Aber sonst ist Freilauf für mich "mach was du willst" aber klar geb ich die Richtung vor.

  • Mit Lenny hab ich nen Hund der im Arbeitsmodus anhimmeln und achten kann wie ein Grosser. Total angenehm. Aber dadurch hatte ichs versäumt, ihn auch draussen mehr auf mich achten zu lassen.
    Ergebnis: ich lasse ihn los, er muss sich erstmal 2min einrennen und rennt dann, wie von Brizo gesagt, kopflos durch die Gegend. Also ihm hauts die Sicherungen raus und er rennt einfach vorwärts. Klar ist er sonst abrufbar, aber in dieser kurzen Phase nicht.!

    Heisst, wann immer er frei läuft, kann er diese Phase kriegen. Mag bei uns nicht gefährlich sein da keine Autos etc. aber ich hasse das!

    Und ich möchte mit Beans so arbeiten dass ich ihn auch mal laufen lassen kann, obwohl in Sichtweite Leute sind und er nicht gleich nach vorne prescht und ausserhalb meiner Reichweite ist :)

  • Zitat

    Bin verwundert :D
    hört sich für mich eben gar nicht toll an für die Hunde und die Menschen. Ich bin kein Fan von "dauerhaft auf mich achten". Klar Hund soll nicht außer Sichtweite - dann würde gerufen. Aber sonst ist Freilauf für mich "mach was du willst" aber klar geb ich die Richtung vor.

    aber so verstehe ich das prinzipiell bei Brizo ja auch, den Radius müssen die Hunde ja nicht dauerhaft einhalten, sondern wenn Brizo meint, das es notwendig ist. Sie gibt ihnen ja auch das Kommando weiter zu dürfen.
    Generell finde ich das auch ne super Sache, wie Brizo das macht.
    Im Prinzip machst du nichts anderes als Brizo, würde ich behaupten, nur das du immer wieder sagen musst wenn sie zu weit weg ist. Brizo muss das nicht, weil die diese Distanz die "zu weit" ist gar nicht erst nehmen. Dennoch bekommen Sie zusätzlich noch das Kommando, wenn se dann mal so richtig weit dürfen.
    Ist in nem Wolfsrudel denke ich auch nicht anders, da bleiben auch alle Kommentarlos beieinander.
    Glaube auch nicht, das die Hunde dabei gestresst sind und denken "oh wo ist so, Mist ich bin zu weit weg" das ist ja irgendwann völlig normal für die Hunde und das geht ganz ohne Stress, ganz automatisch.

    Brizo, vielleicht magst du ja was mehr darüber schreiben, wenn du es noch nicht Leid bist :D

  • Srinele, ich glaub Du hast da eine etwas falsche Vorstellung.
    Es geht ja nicht darum, dass der Hund nicht mehr machen kann, was er will oder mich ständig anhimmeln und den Blick nur bei mir haben darf. Die Hunde dürfen absolut normal spielen, toben, rennen, die Umwelt erkunden, Unfug machen, durch die Gegend wetzen, schauen was hinterm Berg passiert und im Unterholz rumwühlen, wenn sie der Meinung sind, dass das nötig ist.

    Schau mal, hier eine kleine Auswahl an Bildern, damit du siehst, wie das ausschaut. Das sind ganz normal herumtollende Hunde.

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    Der Unterschied ist einfach nur, dass ich möchte, dass sie einfach mental bei mir bleiben.

    Ich kenne das von ganz vielen Hunden so, dass sie, wenn sie abgeleint werden erstmal lospreschen und weg sind - kenne ich von Fabi ja auch. Ähnlich so wie Fatma das mit Lenny beschreibt.
    Diese Hunde sind in diesem Zeitraum dann quasi erstmal in ihrer eigenen Welt - der Halter könnte da vermutlich plötzlich verschwinden und die Hunde würden es erst merken, wenn sie aus dem ersten Renn-Anfall wieder heraus sind.
    Und genau das möchte ich verhindern. Das ist das was ich meine mit "Sie sollen auf mich achten".
    Ich möchte, das sie, egal wie groß der Radius ist, indem sie sich gerade bewegen dürfen, mental einfach bei mir bleiben, dass sie von sich aus gucken wo ich bin.
    Das heißt nicht, dass sie nicht machen dürfen was sie wollen.

    Es ist eher das Gegenteil: Ich behaupte, dass meine Hunde so viel mehr Freiheiten haben, als sie hätten wenn sie nicht von sich aus auf mich achten würden.

    Meine Hunde sind quasi immer mit einem viertel Auge bei mir, die restlichen 7/4 der Augen verwenden sie fürs Spielen, beobachten, erschnüffeln, schauen, toben, buddeln, etc. - aber sie haben mich dabei im Blick, sie sehen was ich mache, ob ich mich entferne, ob ich einen Bogen laufe, weil andere Hunde kommen, etc.

    Das erleichtert mich sehr viel. Und dazu kommt eben, dass ich auch noch einstellen kann, ob sie nun 500m um mich herum rumspinnen, oder ob sie sich da mal auf 50m einschränken müssen, weil z.B. in der Nähe eine Straße ist, viele andere Hunde auch auf dieser Wiese spielen, o.ä.

    Ich hoffe so war das verständlich?

    Es ist im Prinzip die selbe Freiheit die Hund hat, wie mit Abruf. Bloß das ich von den Hunden erwarte, dass sie die Situationen selber einschätzen und auch auf mich achten und nicht nur darauf, wie sie ihren Willen nun durchsetzen.
    Und das ich nicht alle x-Meter dann sagen muss "Hiiiiiiiiiier!", damit sie nicht zu weit vorraus laufen, wenn sie es nicht sollen.

    Verstehst du was ich meine?
    Das ist irgendwie totaaal schwer zu erklären.

    Zum Aufbau schreib ich später was. Habe nun ein Shooting (das erste mal Menschen vor der Kamera *zitter*) und schnapp mir nun die Hunde und ziehe los. Die können ein wenig den Wald unsicher machen, während ich menschen knippse :D

  • Zitat

    aber so verstehe ich das prinzipiell bei Brizo ja auch, den Radius müssen die Hunde ja nicht dauerhaft einhalten, sondern wenn Brizo meint, das es notwendig ist. Sie gibt ihnen ja auch das Kommando weiter zu dürfen.
    Generell finde ich das auch ne super Sache, wie Brizo das macht.
    Im Prinzip machst du nichts anderes als Brizo, würde ich behaupten, nur das du immer wieder sagen musst wenn sie zu weit weg ist. Brizo muss das nicht, weil die diese Distanz die "zu weit" ist gar nicht erst nehmen. Dennoch bekommen Sie zusätzlich noch das Kommando, wenn se dann mal so richtig weit dürfen.
    Ist in nem Wolfsrudel denke ich auch nicht anders, da bleiben auch alle Kommentarlos beieinander.
    Glaube auch nicht, das die Hunde dabei gestresst sind und denken "oh wo ist so, Mist ich bin zu weit weg" das ist ja irgendwann völlig normal für die Hunde und das geht ganz ohne Stress, ganz automatisch.

    Brizo, vielleicht magst du ja was mehr darüber schreiben, wenn du es noch nicht Leid bist :D

    Genau :gut:

    Nach meinem Schreib-Marathon wegen des Sofas müsstet ihr wissen, dass ich das Schreiben nie leid bin :p

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