Zuviel Aufmerksamkeit von Hunden beim Spaziergang

  • Zitat

    Würde mich interessieren: Machen die Menschen sonst was, außer stehenbleiben. Gucken, Gesten?

    Ich mag übrigens deine Signatur. :smile:


    danke *g*

    hab ich nie drauf geachtet, weil ich meist aufs Handy gucken :lol:

    ne, müsste ich am WE mal drauf achten, was die Menschen machen
    ich schau sonst eher, was die Hunde machen ;)

  • Was ich einmal erlebt habe:

    Bin mit meinem (damals noch Einzel-) Hund Gassi gewesen, sie lief ohne Leine, brav auf der linken Seite, wo sie sollte.
    Von vorne, aber auf der anderen Straßenseite, kam uns eine Dame entgegen.
    Meine Große hatte sich überhaupt nicht für sie interessiert, und ging brav weiter.
    Die Dame blieb stehen und tat sonst nichts.
    Jetzt wurde die Große neugierig und schaute.

    Da ich nicht wollte, daß sie die Dame "besuchte", habe ich die Große zu mir gerufen und wollte eigentlich ins Fuß weiter. Die Dame befand sich ja auf der anderen Straßenseite, also genug Platz für uns alle.
    Aber sie stand immer noch stocksteif da.

    Also bin ich ebenfalls stehen geblieben und habe meinem Hund gesagt, daß sie sich hinsetzen sollte.
    Das hatte offensichtlich immer noch nicht gereicht, denn die Dame stand immer noch einfach nur da.
    Mein Hund blieb zwar bei mir, schaute aber neugierig zur anderen Straßenseite rüber.

    Ich habe mir dann gedacht, daß die Dame wohl große Angst vor Hunden haben mußte, also habe ich die Große einfach angeleint, ließ sie aber weiterhin neben mir sitzen.
    Erst jetzt ging die Dame weiter.


    Bei einem anderen Menschen, in einer ähnlichen Situation hat sich meine Große überhaupt nicht für diese Person interessiert. Sie ging ganz normal ihren Weg weiter.
    Es war halt nur das "besondere Verhalten" der Dame, die ihre Aufmerksamkeit geweckt hatte.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Zitat


    Wisst ihr woran das liegen kann?

    Ich weiss nicht woran's liegt, aber meinem Onkel geht's ähnlich. Der mag generell keine Tiere und hat Angst vor ihnen. Auf Hunde und Katzen wirkt er aber wie ein Magnet. Die versuchen ihn regelrecht zu belagern, wenn man sie nicht abhält - sogar jene die sich im Normalfall nicht für fremde Menschen begeistern können. :D

  • Hallo Nufnuf,
    ich würde sagen deinem Onkel geht es genauso wie mir, nur mit dem Unterschied dass ich Tiere mag, nur scheinbar die Hunde mich nicht ...

    Von neulich wieder mal zwei Beispiele:

    1. Von Weitem kommt mir eine Frau (hab ihr Gesicht nichtmal erkennen können, so weit war sie noch weg) mit großem Hund entgegen. Ich stelle mich zwei Meter abseits des Weges mit dem Rücken zum Weg in den Wald hinein und tue so, als würde ich irgendwelche Bäume zählen oder einen Weg durch den Wald planen. Später höre ich, wie die Dame dem Hund dreimal befehlen muss doch bitte weiterzugehen!

    2. Ich sehe von weitem zwei Spaziergängerinnen mit Hunden. Bleibe an einer Abzweigung stehen. Als sie näher kommen entscheide ich mich an der Abzweigung den linken Weg zu nehmen, von dort sehe ich, dass einer der Hunde dort hineinschaut, während die Frauen an der Abzweigung verwundert stehenbleiben. Später sehe ich dann den Hund um die Ecke kommen und höre die Frauen.
    Dann wieder eine Abzweiung. Diese nehme ich auch links. Was passiert? Der Hund schaut erneut mir nach, die Frauen bleiben an der Abzweigung stehen. Ich gehe ein großes Stück weiter zurück und nach einiger Zeit wieder zurück zur Abzweigung. Weder Frauen noch Hund kommen mir entgegen. Heißt also, dass die Frauen da nicht lang wollten, sondern nur der Hund.

    Ich traue mich schon gar nicht mehr raus, weder zum Spazieren noch zum Laufen, obwohl es meine Gesundheit wirklich gut tun würde und ich vielleicht bisschen Bauch verlieren könnte.

    Und neulich kam im Fernsehen (war nichtmal Privatfernsehen) ein Bericht von einer Frau, die von einem Hund schwer verletzt wurde ... der Hund hatte bis dahin noch nie jemanden angegriffen, aber das ist eine andere Sache die mit mir nix zu tun hat. Mir sind diese Tiere trotzdem einfach zu gefährlich.

    Und:
    kein Joggen -> keine gute Figur -> ungesünderes Leben -> höreres Risiko für Herzinfarkt, Diabetis, ... zudem findet man mit meiner Figur keine Frau ...

    Also, mein Leben ist nicht mehr lebenswert.

    Warum müssen diese Hunde gerade dann losbellen wenn sie gerade mich sehen - auch aus weiter Entfernung wenn ich durchs Dorf gehe (nicht jogge!) und jemanden besuchen gehe? Warum müssen sie gerade mir hinterhergehen? Warum gerade bei mir stehenbleiben, warum gerade auf mich bellend zulaufen? Hab sowas noch bei keinem anderen Jogger gesehen!

    Hunde machen doch viel mit der Nase: Hab ich vielleicht irgendeinen besonderen Geruch, der Hunde wütend macht?

  • Ich würde behaupten, das Stehen bleiben und in den Wald starren (und gleichzeitg nervös denken was der Hund wohl nun macht) kein gewöhnliches Verhalten ist. Da würde sogar mein Rüde, der andere Menschen eigentlich eher ignoriert auf dich aufmerksam werden.

    Dadurch das du nun festgestellt hast, dass dich anscheinend andere Hunde irgendwie interssant finden und du dich darauf nun (ich mein es nicht abwertend) versteifst, gibst du wahrscheinlich Signale (welcher Natur auch immer) ab, die dich für die Hunde interessant machen.

    Gehe ich ohne Hunde draußen spazieren und gucke mir Hunde aus auf die ich mich dann konzentriere, kann ich zu fast 100% davon ausgehen, dass sie irgendwie mit mir in Kontakt treten werden. Sei es durch Blickkontakt, Schnüffeln oder gar komplettes in Kontakt treten mit "Gestreichelt werden wollen". Ich kann meine Körpersprache aber auch so einsetzen, dass der Hund mich eher als unheimlich betrachtet und mir aus dem Weg geht (oder mich ankläfft).

    Hunde sind gute Beobachter und lernen schnell was normales, alltägliches, menschliches Verhalten ist und was nicht. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Verhalten im Moment auch nur annährend normal und alltäglich ist. Es artet ja beinahe schon in sowas wie Paranoia aus, wenn du dich nicht mehr raustraust.

  • Und wie schaffe ich es, dass der Hund mir eher aus dem Weg geht?

    BTW: Ist ja schön, dass mich Hunde interessant finden, wenn mich die Frauen genauso interessant finden würden wie es die Hunde tun wäre ich glücklich ...

  • Zitat

    Und wie schaffe ich es, dass der Hund mir eher aus dem Weg geht?

    BTW: Ist ja schön, dass mich Hunde interessant finden, wenn mich die Frauen genauso interessant finden würden wie es die Hunde tun wäre ich glücklich ...


    Indem Du den Besitzern der Hunde zurufst, dass sie ihre Hunde bitte anleinen oder festhalten sollen.
    Du brauchst ja net sagen das Du Angst (sofern vorhanden) hast, sondern kannst ja zum Beispiel einfach nett rüberrufen das Du den Hund net kennst und Dir in der Vergangenheit ein paar dumme Sachen passiert sind. Oder das Du ne Hundeallergie hast. Oder irgendwie sowas.

    Meine Hunde verhalten sich übrigens wie die von Dir oder Poco geschilderten. Ist der Mensch normal und läuft einfach unbeeindruckt weiter gucken meine netmal in die Richtung. Bleibt die Person stehen oder versteckt sich sogar sind plötzlich alle Sinne hellwach. Allerdings ist's für mich normal das ich meine Hunde zu mir hol wenn mir jemand entgegenkommt oder ich wen irgendwo rumstehen seh.

    Ich würd es also mit rufen versuchen. Wenn Du net nur an dumme Halter gerätst die das mit einem "der tut aber doch nix!" abtun solltest Du damit gut fahren. Ansonsten versuchen ruhig zu bleiben und Dich im Zweifel einfach umdrehn oder ein Lied summen. Irgendwas, was Dich beruhigt und womit Du lockerer wirst damit die Hunde garnet so aufmerksam werden. Ist natürlich doof für Dich, aber bei manchen Hundehaltern ist halt Hopfen & Malz verloren.

  • Hallo Hundeopfer

    ich schreib mal in deinen Text mit Farbe. Ist einfacher ;-)

    So aus der Ferne über ein Forum kann ich dir erstmal keine weiteren Tips geben.
    Das Problem, was du hast, ist eine sehr komplexe Sache, worum sich Experten kümmern sollten.
    Ich kann dir als Letztes nur noch die Empfelung geben, dich vielleicht mehr mit der Körpersprache und dem Wesen von Hunden auseinanderzusetzen. Da helfen Bücher, DVDs oder Seminare, die sich ganz speziell mit dem Thema befassen. Aktuell schaue ich gerade eine DVD, die recht gut viele Feinheiten in der hündischen Körpersprache erklärt - Das Kleingedruckte in der Körpersprache des Hundes: Seminarvortrag von Dr. Ute Blaschke-Berthold - Als Buch gibt es beispielsweise - Hundepsychologie. Wesen und Sozialverhalten, Emotionen und Individulität von Dorit Feddersen-Petersen - nur um mal zwei Beispiele zu nennen.
    Vielleicht hilft dir ja das Verständnis über Hunde und ihr Wesen einige Ängste im Alltagsleben zu nehmen.
    Vielleicht suchst du dir noch ein oder zwei Bekannte, mit denen du Hundebegegnungen üben kannst. So lernst du vielleicht auch, dass du keine Angst vor Hunden haben musst und wie du mit ihnen kommunizieren kannst, ohne dass sie dir zu nahe kommen müssen. Denn auch das geht auf Entfernung ;)

    Ich drücke dir alle Daumen und wünsche dir, dass du das Problem in den Griff bekommst, wenigstens soweit, dass du dich ohne Angst draußen ganz normal bewegen kannst. :smile:

    Viel Erfolg :gut:


    OT:
    Bezüglich deines Nicknames, welcher sehr aussagekräftig ist, fiel mir direkt ein Hörbuch ein, welches mir in der Vergangenheit insoweit geholfen hat, dass sich in meinem Inneren eine richtig Wandlung in Gang gesetzt hat.
    "Die Entscheidung liegt bei dir von Reinhard K. Sprenger"

  • ....aber eigentlich ist es hauptsächlich Sache von uns Hundehaltern dafür zu Sorgen, dass du nicht von unseren Vierbeinern gestört wirst.
    Bevor du dir Strategien ausdenkst, beschriebene Situationen zu umgehen, bitte vielleicht die Hundhalter ihren Hund kurz an die Leine zu nehmen?
    Ich denke nämlich auch, dass du dich, weil du möglichst unaufällig sein zu willst, erst recht interessant für Hunde machst.

    Unser Nachbarsjunge hatte fürchterliche Angst vor allen Tieren, besonders aber vor Hunden. Auch wenn mein Hund im Wohngebiet immer an der Leine war, hat er sich sofort versteckt oder klein gemacht, sobald er uns nur von weitem gesehen hat. Er selber fand die Situation sehr belastend und machte dann einen speziellen Kurs. Ich habe leider nicht mehr alle Details im Kopf, aber in dem Kurs wurde z.B. ein Tierheim besucht. Es ging nicht darum, aus ihm einen Hundefreund zu machen, sondern dass er ungezwungen draussen sein konnte, ohne Angst.
    Es gibt z.B. auch Hundeschulen, die solche Kurse im Angebot haben wie z.B. hier http://www.hundeschule-schnell.de/phobie.htm.
    Vielleicht wäre das mal ein Ansatz für dich?

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