Dominanz / Eifersucht

  • Liebe Bubuka, offensichtlich bist Du eine Witzboldin !

    Das meine Hunde nicht immer Mensch-ärger-Dich-nicht spielen, sondern manchmal auch vor der Playstation sitzen oder sich bei einem gutem Glas Wein angeregt unterhalten ist nicht unüblich - Danke ;)

    Die Raufungsversuche mache ich trotz der o.g. Aktivitätenvielfalt meiner Hunde daran fest, dass wenn er mit mir ein Zerrspiel macht und sie ihm dabei dauernd in den Schwanz zwickt, er dies jedoch nicht will, weil er mit unserem Zerrspiel beschäftigt ist, somit will nur sie mit ihm spielen, er jedoch nicht mit ihr - ergo : Sie will Aufmerksamkeit.

    Was die Hundesprache angeht, nehme ich auch öfter mal an einem Gespräch der beiden Teil, kaum zu fassen wie sich die Jugend von heute von denen meiner drei Hunde vorher so zu unterscheiden vermag.

    Danke für Antwort & beste Grüße ;)

  • Ich denke, ich weiß, was du meinst.

    Ich fasse zusammen:

    Die Hündin fordert eure ständige/häufige Aufmerksamkeit ein (auf die ihr nicht eingeht).
    Sie mischt sich sein, sobald ihr euch dem Rüden widmet.
    Wird aggressiv, missmutig, während sie Aufmerksamkeit erhält, wenn der Rüde vorbeikommt.
    Sie nimmt dem Rüden Kauknochen weg.
    Sie kann sich nicht entspannt hinlegen, wenn der Rüde aufsteht und nimmt die Verfolgung auf.
    Spiele zwischen den Beiden kippen in Raufereien um, also sie reglementiert ihn unangemessen.
    Alleine bleiben bereitet ihr Stress.

    Richtig?

  • Ui danke für die rasche Antwort!

    Ja sie fordert ständig Aufmerksamkeit ein, jedoch sehr oft dann wenn unser Rüde sie bekommt, auf diese gehen wir dann nicht ein.
    Alle anderen Punke stimmen, jedoch stellt sich ihre Missmutigkeit nur ein, wenn er mehr Aufmerksamkeit bekommt als sie und wenn sie etwas zerstört hat und geschimpft wurde und dadurch gefrustet ist.

  • Ok, alles verstanden, Antwort erfolgt ein wenig später, da sie ausgiebiger sein wird, vertröste ich dich auf später.

    Bis dann!

  • Hallo,

    natürlich hat Dein Hund sicherlich irgendwelche Erfahrungen gesammelt, während sie auf der Straße gelebt hat.
    Aber, ich glaube, man muß als Mensch irgendwann mal so eine Art Schlußstrich ziehen.
    Das war Dein altes Leben ------------- jetzt fängt Dein neues Leben an.


    Zitat

    und manchmal muss man auch mal mit einen Hund schimpfen, wenn er an was nagt, oder gebellt wird oder man einfach will, das sie auf ihrem Platz bleibt.... ich renne doch nicht ständig schreiend durchs Haus, vielmehr meine ich mit schimpfen die alltägliche Erziehung, vor allem die, bei der sie nicht gehorcht.

    Ich finde es nicht verkehrt, wenn man dem Hund sagt, mal übertrieben formuliert: "Hey, so nicht!"
    Ich schätze mal, daß Dein Hund bisher noch nicht richtig gelernt hat, was ein NEIN, AUS, oder was auch immer Du verwendest, bedeuten soll.
    Wenn Du Dein Abbruchkommando erst in den besagten Situationen anwendest, wird sie es nicht umsetzen können.
    Könnte mir sogar vorstellen, daß sie dann in Streß gerät, weil sie halt nicht verstehen kann, was Du von ihr willst.

    Dann sollte man, falls ich richtig liegen sollte, versuchen, in einer ruhigen Minute, wo der Hund lernen kann und auch will, zu "erklären", was NEIN, AUS oder was auch immer für ein Kommando genommen wird, für ihr zukünftiges Hundeleben bedeutet.


    Zitat

    Bei unserer Hündin geht es darum, dass sie sich selbst keinen gefallen tut, mit ihrem Verhalten und es wirklich anstrengend für sie wie auch für uns ist, aber die normalen Mittel nicht wirken bzw. kontraproduktiv sind.

    Da sagst Du was Wahres!
    Sie steht sich quasi im Augenblick "selbst im Weg", aber auch nur, weil sie bisher noch nicht so richtig verstanden hat. Deshalb sind ihre Aktionen meist "kontraproduktiv".
    Aber auch deshalb nur, weil sie eben nicht gelernt hat, was für ein Alternativverhalten sie statt dessen zeigen darf.
    Bisher kennt sie nur "Schema A" und wendet das an. Zeig ihr, daß Du lieber ein "Schema B" willst, und es sogar eventuell noch ein "Schema C" gibt.
    Aber, um diese auch anwenden zu können, muß sie erst einmal lernen, daß es diese Möglichkeiten gibt.


    Zitat

    Themis, vielen Dank für deine Antwort,
    Kann es vllt auch sein, dass Sie merkt, dass unser Rüde die erste Geige spielt und der Ansicht ist sie bekommt zu wenig Aufmerksamkeit und es deshalb versucht, durch ihr o.g. Verhalten zu erreichen mehr bedacht zu werden ? Weil so wie ich mich erinnere ging ihre Eifersüchtelei schon ab dem zweiten Tag los - steigend bis heute.

    Möglich.
    Ebenso ist es möglich, daß dies der "einzige Weg" ist, den unabsichtlich bei Euch gelernt hat, um zum Ziel zu kommen.

    Zitat


    Was mich gleich zum nächsten Punkt, ihrem unterwürfigen Verhalten führt. Wie erwähnt, wissen wir nicht, was die gute schon so alles mitmachen musste, jedoch hat sie dieses Unterwürfige schon von Anfang an gehabt, die Tierauffangstation meinte, sie möchte dadruch gefallen, was ich für Unsinn halte, denn das ist Furcht mMn.

    Mir fällt da noch eine andere Möglichkeit ein.
    Egal ob nun "richtig" oder "falsch" aus Hundesicht, bisher ist sie genau damit in ihrer Vergangenheit immer zum Ziel gekommen.


    Zitat

    Nur wie findet man den Konsens, wenn sie auf Ihren Platz soll, respektive, darauf bleiben soll, es jedoch nicht tut. Wenn ich mit ihm Spiele, dann kommt sie raus, schnappe ich sie Wortlos und bringe sie auf ihren Platz und sage bleib kommt sie Sekunden später wieder, werde ich jedoch laut, beschwichtigt sie, bekommt Angst gehorcht aber. Klar kann ich das 1000 Mal wiederholen sie auf ihren Platz zu bringen ohne Laut zu werden, jedoch sind dann Aktivitäten ohne sie mit unserem Rüden unmöglich und! sie bekommt volle Aufmerksamkeit. Verstehst Du das Problem, dass es nicht so ist, dass ich sie Auf und nieder heißen würde, wenn sie nicht gehorcht, jedoch ist es so das sie sich entweden auf den Boden fallen lässt und liegenbleibt (unterworfen) oder einfach immer wieder kommt.
    Das ist für mich irgendwie ein Zirkelschluss, auf der einen Seite hat sie Angst, auf der Anderen bekommt sie bei sehr ruhigen, dennoch bestimmt Verhalten zu viel Aufmerksamkeit und gehorcht einfach nicht.

    Was wäre, wenn Du bei Kraulstunden mit dem Rüden Euch beide abschirmst?
    Dann müßte sie um Euch herumlaufen.
    Das kannst Du locker mit einem Arm "abblocken".


    Zitat

    Was unsere Hündin angeht, muss ich dazu sagen, dass es doch eine gewisse Rolle spielen muss, dass wir nicht wissen was sie erlebt hat, sodass ich nicht die gleiche Strenge und Konsequenz an den Tag legen kann wie mit unserem Rüden, weil ich bei ihm genau weiß was er verkraften kann, sowie auch er weiß wann die Luft brennt und es besser ist zu gehorchen.

    Ich verstehe, was Du damit meinst.
    Ich würde es nur etwas anders formulieren wollen!
    Ich würde für beide Hunde die gleichen Regeln und die gleiche Konsequenz an den Tag legen.
    Das einzige, womit ich "spielen" würde, wäre die Stimme, bzw. Deine Körpersprache, wenn Du schon mit ihr schimpfen mußt.
    Aber sonst würde ich sie nicht "schonen" wollen.
    Ich glaube, sie merkt auch, daß sie "anders" behandelt wird, als Euer Rüde.


    Zitat

    Auch ist er jetzt z.T. oben während ich die Treppe abgesperrt habe, sodass sie lernt ihn nicht ständig zu kontrollieren aber auch merkt, dass die Welt nicht untergeht, wenn sie es nicht kann. Bisher mit dem Erfolg, dass wenn Ruhe im Haus ist, auch sie liegt und schläft, ist jedoch Bewegung, steht sie unten an der Treppe Gewehr bei Fuß.

    Liest sich ein wenig so, als ob sie arg unter Anspannung steht.
    Bis so ein Streßlevel richtig abgebaut wurde, vergehen Wochen.
    Das erklärt auch, weshalb sie schwer zu Ruhe kommt.


    Befindet sich ein Hund im Streßmodus, so hat dieser einige "Möglichkeiten":
    - bellen oder jaulen
    - Kauen (da kann schon mal die Wohnungseinrichtung daran "glauben")
    - sich lösen

    Wenn Deine Hündin zu den "Kauern" gehört, vielleicht läßt sie sich "beruhigen", indem Ihr ihr etwas zum Kauen gibt?
    Da wäre es nur noch zu klären, wie Ihr das mit dem Rüden macht?


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • SheltiePower hat dir schon einige gute Erläuterungen geschrieben, möglich, dass es nun teilweise doppelt wird, weglassen kann ich es auch nicht, dann stimmt der Kontext nicht.

    Du musst dich davon verabschieden, dass die Hündin in der Vergangenheit lebt, sie ist nun bei euch und lebt im Hier und Heute, die Vergangenheit spielt insofern eine Rolle, dass entstandene Verknüpfungen in bestimmten Situationen, immer wieder abgespult werden könnten, aber das "Problemverhalten", was sie zeigt, wird nichts damit zu tun haben.

    Wie Sheltiepower schon schrieb, beherrscht sie mit Sicherheit kein Abbruchkommando sicher.
    Daher deutete ich schon in einer meiner Antworten an, dass ihr euch zunächst auf wichtige Dinge konzentrieren solltet, anstatt "Sitz, Platz auf Entfernung und bei Fuß" zu üben.
    (Abgesehen davon, dass sie damit noch überfordert sein wird)

    Konzentiert euch auf "nein". https://www.dogforum.de/bring-deinem-h…bei-t61351.html

    Das solltet ihr mehrfach am Tag üben und auf viele Situationen übertragen und ca. 1000mal wiederholen :D
    Alle anderen Kommandos können warten!
    Wenn ihr das richtig konditioniert und auf viele Situationen übertragen habt, kommt das Wort "nein" zum Einsatz, wenn eure Hündin wieder Anstalten macht, mitzumischen, wenn der Rüde in Aktion tritt.
    Das bedeutet nicht nur, wenn sie sich in eure Interaktionen einmischen will, sondern auch dann, wenn der Rüde sich vom Platz erhebt und den verlässt.
    Leider wird das noch nicht vom Sofa aus klappen, dazu müsst ihr aufstehen und Körpersprache, mittels Blocken, einsetzen.
    Schickt sie unmittelbar zurück auf ihren Platz (egal, wo sie sich gerade befindet, sie soll dort bleiben, wo sie sich gerade aufgehalten hat) - einer begibt sich vor die Hündin bzw. zwischen beide Hunde, sodass ihr deutlich klarmacht:
    Bis hierher und nicht weiter!
    (Blockade)
    Das Ganze funktioniert tatsächlich ohne Schimpfen - Lob nicht vergessen, wenn sie da bleibt, wo sie ist.
    Dann bietet ihr doch eine Alternative an, was sie anstelle dessen machen soll.
    Im Grunde schimpft ihr erst, wenn sie schon längst "einen Fehler" begangen hat, aber sie weiß nicht, dass es unerwünscht ist.
    Ihr müsst grundsätzlich vorher reagieren, was bedeutet, sie quasi in fast ständiger Beobachtung haben zu müssen.
    Ja, das ist machbar, denn hier geht es um Management zweier Hunde, Regeln des Zusammenlebens aufzustellen.

    Wie auch schon geschrieben wurde, steht die Hündin mit ihrem Handeln auch unter Dauerstress, kann nicht entspannen, das muss furchtbar sein, erst recht, wenn man neu in ein vorhandenes Team kommt und schon so viele Aufgaben übernehmen muss.

    Eure Hündin ist ressourcenbezogen, sie betrachtet euch, eure Aufmerksamkeit, jegliche Zuwendung eurerseits als wichtige Ressource.
    Ihr solltet aber keine Ressource sein, die man vor seinem Kumpel verteidigt.
    Daher solltet ihr nun klare "Zuwendungs-Hunde-Regeln" aufstellen.
    Ist der Rüde bei euch, hat die Hündin nichts bei euch zu suchen und das gilt auch umgekehrt.

    Schafft, falls noch nicht vorhanden, ein Brustgeschirr für die Hündin an, das trägt sie ab heute oder morgen auch im Haus, daran befestigt ihr bitte einen kurzen Strick (leichte Wäscheleine) = Hausleine, die nicht auf den Boden reicht.
    Dann haut einen Haken in die Wand, dort befestigt ihr zusätzlich eine normale Leine.

    Versucht sie, wieder den Rüden zu verfolgen, mitzumischen, rabiat zu werden, erfolgt VORHER ein Nein, blockt sie und führt sie liebevoll, aber konsequent an der Hausleine zum Platz und befestigt die an der dort befindlichen Leine, Lob nicht vergessen.
    (Sie muss auch erfahren, was sie richtig macht, was erwünscht ist, nicht nur schimpfen (kontraproduktiv für sie, darauf komme ich noch)!

    Eigentlich hätte es nach vorne gehört, aber ich frage jetzt nach:
    Kennt sie überhaupt schon das Kommando "geh auf deinen Platz"?
    Wenn nicht, bitte dringend üben, aber auch das muss positiv belegt werden, im Sekundentakt.
    Sie wird kaum jetzt schon eine halbe Stunde dort verweilen können.
    Es soll schließlich kein Strafplatz, sondern ein Entspannungsplatz sein (Kauen entspannt, ritualisiert es, dass sie dort ihre Kauknochen erhält).
    Gleichzeitg stellt ihr die Regel auf:
    "Kauknochen gibt es nur an diesem Ort, was bedeutet, nicht aufzustehen und den Kauknochen vom Kumpanen zu stehlen (NoGo).

    Dass sie sich ständig unterwirft und scheu reagiert, ist nicht gut, das stresst sie, da sie einen Konflikt hat.
    Auf der einen Seite seid ihr wichtige Ressource, auf der anderen Seite seid ihr ein wenig unberechenbar, vermutlich ausgelöst durch Schimpfen (sie weiß wahrscheinlich nicht wofür) und bedrohliche Körpersprache, die man beim Schimpfen unwillkürlich einsetzt.
    An diesem Punkt könnten z.B. durchaus Verknüpfungen aus der Vergangenheit hochkommen!
    Da ihr nun VORHER reagieren und ein "Nein" einsetzen, gleichzeitig aufstehen und sie blocken werdet, braucht ihr nicht mehr schimpfen, notfalls habt ihr noch die kurze Hausleine und den Haken mit der anderen Leine.
    Achtet auf euren Ton und die Körpersprache, beschwichtigt sie wieder, müsst ihr noch einen Gang zurücknehmen.

    Damit habt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:
    Es wird unnötig, sie auszusperren.
    Das Aussperren bessert die Probleme mit dem Alleinebleiben bestimmt nicht.

    Beide Hunde werden gleich behandelt.
    Keiner bevorzugt, kein bestimmter Hund zuerst.
    Nur regelt bitte, wann, welcher Hund gerade an der Reihe ist.


    Alleine bleiben müsst ihr auch langsam üben, erst muss sie lernen, im Raum entspannen zu können, wenn ihr aufsteht und euch bewegt, dann den Raum eine Sekunde verlassen, die Zeiten langsam ausdehnen.

    Puuuuh, mehr fällt mir gerade nicht ein.

    Noch Fragen?

    Korrektur habe ich nicht mehr gelesen, Tippfehler sind bestimmt einige zu finden.

    Viele Grüße
    Themis

  • SheltiePower und Themis, vielen vielen Dank für eure Mühe,

    was quasi die Gänze eurer erwähnten Aspekte angeht, scheint ihr vollkommen Recht zu haben. In dieser Richtung, dass sie noch arge Probleme hat, uns und das Leben hier zu verstehen, sich einzufügen und sich letztlich hier auch sicher zu fühlen, habe ich diese Situationen noch nicht, bzw. nicht mit genügend Abstand belichtet.

    Das einzige was vllt. falsch rüber gekommen ist, oder ich habe es vllt bei euch falsch rausgelesen ist, dass sie schon sehr gut zur Ruhe kommt, aber das nur mit ihm in der Nähe, bzw. wenn sie weiß das alles im Lot ist - kommt er hoch, folgt sie, checkt was er hier tut und geht wieder runter und schläft, bis das nächste mal oben eine Aktion ist. Kommt aber aufs gleiche raus, nur halt, dass ihr seht, dass sie kein ganz so extremer Unruhestifter ist, weil wir unserem Rüden jetzt mittlerweile anerzogen haben sich "zu Hause" zu entspannen und sie sich an ihm orientiert.


    Das mit der Leine werden wir machen, auf jeden Fall. Bisher war ich der Ansicht, dass sie NEIN sehr gut kennt und auch weiss was "auf deinen Platz" bedeutet, weil sie es macht - nur nicht von langer dauer, wenn hier Action ist, bzw. sie Action vermutet :D.

    Jetzt bin ich jedoch zu dem Entschluss gekommen, dass sie es evtl. doch nicht so gut weiss wie angenommen, bzw. einfach noch Probleme hat, wann und wieso sie was zu machen hat. Auch könnte es daran liegen, dass wir vllt. auch unterbewusst anfänglich mit mehr negativen als positiven Assoziationen mit ihr gearbeitet haben und doch auch eine Teilschuld tragen, abgesehen von der Vergangenheit. Man neigt dazu, die Maßstäbe des einen Hundes auf den des anderen zu übertragen, ohne zu bedenken, dass das neue Tier damit noch gar nichts bzw. nur bedingt etwas anzufangen weiß.

    Eins zwei Fragen habe ich aber dann doch noch:

    Was ist, wenn meine Verlobte morgends nach unten kommt, stehen beide an der Treppe und freuen sich, früher haben wir uns über ihn schon gefreut, nicht überschwänglich, aber er wurde gestreichelt, weil er nicht so extrem Ausrastet wie manch anderer. Sollte man jetzt beide Ignorieren, ihn zuerst streicheln oder einfach beide streicheln ? Dazu muss ich noch sagen, versucht sie ihn aktiv wegzudrängeln und will!!! die erste sein die begrüßt / gestreichelt werden will. Da ich noch schlafe und vor allem er ziemlich kräftig ist, hat es meine Verlobte zumindest schwer von der Treppe aus ihn abzuschrimen um ihn zu streicheln. Er setzt sich auf Kommando hin und wartet auf seine Begrüßung, sie aufgrund des Verlangens nach aufmerksamkeit nicht...

    Darf sie am Tisch sein, wen er bettelt ? (ja er darf betteln, da sein Verhalten dabei noch Rahmen ist und er auch weggeschickt werden kann, wenn auch mit ein wenig Überzeugungsarbeit :D ) sie kommt nur wenn er etwas bekommt, jedoch liegt sie die ganze Zeit hinter ihm, also in seiner Nähe am Tisch, und fängt unter anderem auch damit an, ihn "anzuraufen", wobei er hart damit beschäftigt ist zu betteln, also ein Spiel nicht auf gegenseitigkeit beruht.

    soweit so gut und nochmals herzlichsten Dank für die ausführlichen Antworten und eure Mühen !

    beste Grüße

  • Zitat


    Was ist, wenn meine Verlobte morgends nach unten kommt, stehen beide an der Treppe und freuen sich, früher haben wir uns über ihn schon gefreut, nicht überschwänglich, aber er wurde gestreichelt, weil er nicht so extrem Ausrastet wie manch anderer. Sollte man jetzt beide Ignorieren, ihn zuerst streicheln oder einfach beide streicheln ? Dazu muss ich noch sagen, versucht sie ihn aktiv wegzudrängeln und will!!! die erste sein die begrüßt / gestreichelt werden will. Da ich noch schlafe und vor allem er ziemlich kräftig ist, hat es meine Verlobte zumindest schwer von der Treppe aus ihn abzuschrimen um ihn zu streicheln. Er setzt sich auf Kommando hin und wartet auf seine Begrüßung, sie aufgrund des Verlangens nach aufmerksamkeit nicht...

    Ehrlich?
    Ich würde in dieser Situation das Bauchgefühl und nicht den Kopf walten lassen, jedoch das Wegdrängen des Rüden durch die Hündin würde ich nicht zulassen.
    Versucht das beste aus der Situation zu machen, indem ihr beide kurz begrüßt, auch da kann man Sitten einführen.
    Das Übliche, wer sich nicht benimmt, muss leider gehen...

    Zitat

    Darf sie am Tisch sein, wen er bettelt ? (ja er darf betteln, da sein Verhalten dabei noch Rahmen ist und er auch weggeschickt werden kann, wenn auch mit ein wenig Überzeugungsarbeit :D ) sie kommt nur wenn er etwas bekommt, jedoch liegt sie die ganze Zeit hinter ihm, also in seiner Nähe am Tisch, und fängt unter anderem auch damit an, ihn "anzuraufen", wobei er hart damit beschäftigt ist zu betteln, also ein Spiel nicht auf gegenseitigkeit beruht.

    Wenn ihr damit leben könnt, dass es so abläuft, dann lasst es so.
    Betteln im Rahmen würde mich auch nicht so dermaßen auf die Palme bringen, aber Hunde"raufereien" - oder Spielereien wäre für mich persönlich inakzeptabel, während ich esse.
    Da euer Rüde darauf nicht eingeht, würde ich die Hündin auf ihren Platz bringen, wenn sie nicht damit aufhört.

    Passt auf, dass sie nicht irgendwann anfängt, euer Essen als Ressource gegenüber dem Rüden zu verteidigen.
    Einigen Hunden reicht es schon, menschliche Nahrungsmittel in der Nähe zu haben, auch wenn diese tabu sind, um diese aggressiv zu verteidigen.

    Es besteht die Möglichkeit, dass sie im Laufe der Zeit selbstsicherer wird und andere Dinge verteidigt.

    Daher ist es nun wichtig, klare Regeln und Grenzen zu setzen, ihr zu demonstrieren, "wo der Hase langläuft".
    Klare Ressourcenverwaltung eurerseits.
    Zuwendung, Streicheleinheiten, Kauknochen, Futter, Spielzeug... = eure Ressourcen, die ihr zuteilt.
    Ich denke, dass aus Sicht der Hündin diesbezüglich noch Unklarheiten bestehen, daher will sie es regeln und zwar auf hündische Art.

    Gerade für einen Neuzugang ist es besonders wichtig, diese Regeln vorzugeben.
    Eine klare Linie ist für einen Hund viel einfacher, als ständig Konflikte haben zu müssen.
    Sie muss einfach lernen, sich in Geduld zu fassen, warten zu müssen, bis sie an der Reihe ist.
    (Impulskontrolle, Frusttoleranz)

    Und setzt nun gezielt dort an, wo die Probleme sind, alles andere (Kommandos) hat Zeit.

  • Hallo Thermis, vielen Dank für eine Antwort,

    Nun ob sie so eine Verteidigerin wird wollen wir mal nicht hoffen .... aber klar, hier herrschen schon strikte Regeln und ein ziemlich routinierter Tagesablauf, sodass wir, wenn wir uns ersteinmal darauf konzentrieren, dass sie sich besser einlebt und lernt zu verstehen "wie der Hase läuft", die anderen Dinge sich auch von alleine geben. Wie gesagt, ist sie mitnichten unser erster Hund, bzw. mein erster - aber man lernt nie aus und mit einer solchen Art von Problemen hatte ich bisher nie zu kämpfen - eher mit dem krassen Gegenteil.

    Jedoch werde ich jetzt klar sehr viel mehr auf ihr Verhalten zu achten wissen sowie auch ihr versuchen die Regeln klar zu machen, dass es gar nicht erst einmal zu solchen Problemen kommt wie von Dir befürchtet Thermis.


    Soweit liebe Grüße

    Ps.: ein Solches Buch wie von Dir empfohlen werde ich demnächst auch mal anschaffen, LasPatitas, danke.

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