Warum ändern sich die Rassevorlieben der Menschen?

  • Zitat

    Ausserdem wird heute von einem Hund erwartet, dass er eine gewisse Erziehung und ein gewisses Benehmen hat, was früher nicht so wichtig war. Also holt man sich heute eher Rassen, die einfach zu händeln sind.

    Nö mal holt sich ehe Rassen die gerade modern sind oder absichtlich das genaue Gegenteil.... etwas gaaaanz seltenes, womit man bitte ja auffällt

  • Also Rotti und Dobermann sind zumindest hier total aus der Mode. Aussies gibt es hier an jeder Ecke. Den Aussie würde ich schon als leichtführig und anpassungsfähig bezeichnen.

    Wenn ein schlecht erzogener Aussie Leute anspringt oder bellt ist das zumindest akzeptierter als wenn es ein schlecht erzogener Schäferhund oder Rottweiler macht. Als Eltern wird man bei Hunden wie Aussie oder Labrador, auch, wenn sie noch so schlecht hören, weniger komisch angeschaut als wenn man einen 1A erzogenen Rotti oder Staff hat.

  • Also ich bin nu grad mal 40 und hatte, schon als Kind mit der Familie, nur und ausschließlich Pflegefälle/ältere Hunde aus dem Tierheim bzw. seit einigen Jahren auch aus dem Ausland - aber immer undefinierbare Mixe ;)

    Typische Rassehunde sehe ich hier in unserer Gegend auch viele - alles dabei. Kann also den Mode-Rasse-Wahn nicht bestätigen .....
    Allein in unserer (nicht wirklich großen) WohnStraße gibts 14 Hunde ... bunt gemischt ... dazu im Umkreis von max. 500m nochmal unzählbar viele ;)

    Is wohl eher ein Tier- als ein MenschenOrt hier :D

  • Ich bin wahrscheinlich kein besonders gutes Beispiel (zu jung).

    Aber wir hatten in unserer Familie einen Langhaardackel. :herzen4:
    Meine Oma und mein Opa hatten einen Schäferhund. Ziemlich klischeemäßig, denk ich (gerade, weil wir auf dem Dorf wohn(t)en, meine Eltern immernoch.

    Nachdem unser Hund starb, meine Schwester und ich von zuhause auszogen, kam es mir so vor, als kämen immer mehr Hunde in mein Heimatdorf. Früher waren es vielleicht eine Hand voll. Überwiegend Schäferhunde, aber auch Bracken.

    Nun hat so gut wie jeder Haushalt dort einen Hund und es ist wirklich bunt gemischt. Jack Russel Terrier, Mixe aus Spanien oder Griechenland usw., Bernersennen, Appenzeller, Schäferhunde (allerdings weiße und einen schwarzen- gab es dort früher auch nicht), Bichon Frise, Labrador, Goldie uvm. :lol:

    Meine Mutter bekommt vorraussichtlich Ende August einen Cairn Terrier und da reiht sie sich mit ein. Sie hat sich, wie die meisten (hoffentlich), nach Rassen erkundigt und sich demnach das für sie (hoffentlich) richtige ausgesucht. ;)
    Früher wurde, denke ich, oft das genommen, was eben da war. Es gab hier und da Welpen von den "gängigen" Rassen (im ersten Beitrag ja sehr treffend aufgezählt) und da wurde sich dann einer von geholt. Wobei unser Dackel damals wohl auch aus einer sehr guten Zucht kam, mit Ahnentafel usw.

    Also ich wollte nicht sagen, dass es sowas damals nicht gab. Aber ich denke, dadurch dass man heute im Internet so viel lesen kann und über alle möglichen Züchter von allen möglichen Rassen Infos bekommt, ist das einfach was anderes als damals.

    Und ich spreche ja nur von "meinem" Dorf hier. In Großstädten kann es ja durchaus anders gewesen sein.

  • Zitat

    :hust: Äh, eher nicht.

    Ja, traurig eigentlich.
    Die allermeisten Leute (sieht man auch hier an den "welche Rasse passt zu mir?" Threads) wollen einen netten Familienhund, der nicht jagt, freundlich zu Menschen und Tieren ist, nicht zu eigenstaendig und nicht zu schwierig in der Erziehung. Der Rest - Groesse, Aussehen, Aktivitaetslevel etc ist dann Geschmackssache.

    Mit diesen Kriterien wuerden viele, viele Rassen schon wegfallen, sind aber aus irgendwelchen Gruenden trotzdem "modern".

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