Kastration aus Angst vor Gebärmutterentzündung?

  • Kaya ist jetzt 3 Jahre und 7 Monate alt und war bisher 6 mal läufig. Es war jedes mal unkompliziert und ohne irgendwelche nennenswerten Probleme. Trotzdem stelle ich mir hin und wieder die Frage, ob ich Kaya kastrieren lassen sollte, denn mich beschleicht immer wieder die Angst, sie könnte eines Tages eine Gebärmutterentzündung bekommen und ich bemerke es zu spät, weil sich die Anzeichen dafür erst recht spät zeigen. Aber widerum kann ich mich nicht überwinden ihr "grundlos" so eine OP zuzumuten.

    Wie sind eure Erfahrungen und wie denkt ihr darüber?

  • Zitat

    Ganz krass gesagt, nimmst du dir die Brüste ab aus Angst vor Brustkrebs?

    Ich halte nichts davon, grundlos dem Hund irgendwas wegzuschnibbeln.

    Hmmm, es gibt genug Frauen, die diesen Schritt gewagt haben. Das liest sich hier so negativ und ich sehe darin nichts Negatives.

    Mit der Hunde-Sache würde ich das überhaupt nicht vergleichen, da der Hund schlecht selbst entscheiden kann.

  • Zitat

    Mit der Hunde-Sache würde ich das überhaupt nicht vergleichen, da der Hund schlecht selbst entscheiden kann.


    eben, man legt nicht sich unters Messer, was ein größerer Schritt ist ...
    sondern es ist ja nur der Hund, dessen Hormonhaushalt man zerstört

  • Zitat


    Hmmm, es gibt genug Frauen, die diesen Schritt gewagt haben. Das liest sich hier so negativ und ich sehe darin nichts Negatives.


    Wobei diese Frauen aber nachweislich den genetischen Marker in sich tragen in ihrem Leben höchstwahrscheinlich auf jeden Fall an Brust- oder Gebärmutterkrebs zu erkranken.

    Den Bericht, den ich gesehen habe, betrug die Wahrscheinlichkeit für diese Frau 85%.

    Keine Frau lässt sich aus blauen Dunst die Brüste entfernen,
    weil es vielleicht zu einer Erkrankung kommen könnte,
    wenn sie nicht nachweisbar erblich vorbelastet ist
    und nicht diesen Marker in sich trägt.

    Zurück zum Hund...

    Auch ich beobachte meine Hündin jedes Mal mit Argusaugen, wenn die Läufigkeit vorbei ist.
    Trotzdem werde ich ihr kein Organ vorsorglich entnehmen lassen, wenn es nicht notwendig ist.

    Ich achte darauf, dass sie sich während der Läufigkeit nicht so in den Dreck setzt, wir gehen nicht schwimmen etc.
    Ob es was hilft, weiß ich nicht, aber so können meinem Verständnis nach weniger böser Keime eindringen,
    die dann vielleicht zu einer Entzündung führen könnten.

  • Die Große hat bereits eine Gebärmutterentzündung hinter sich. Sie sprach super auf die Behandlung an. Der TA und ich sind uns einig,dass sie dennoch nicht kastriert wird ausser es kommt bei den nächsten Läufigkeiten immer wieder zu irgendwelchen Entzündungen. Die 2. Läufigkeit hat sie ohne Probleme überstanden.

    Solange es keinen wirklich guten Grund gibt,bleibt sie intakt.

  • Zitat

    Wie sind eure Erfahrungen und wie denkt ihr darüber?

    Für mich sind die möglichen Nebenwirkungen einer Kastration wesentlich greifbarer und diese Risiken würde ich (nicht noch einmal) eingehen. Alleine das Risiko einer Inkontinenz wäre für mich eine Horrorvorstellung ...

    Aber im Endeffekt muss das natürlich jeder für sich bzw. seine Hündin selbst entscheiden.

  • Zitat

    . Trotzdem stelle ich mir hin und wieder die Frage, ob ich Kaya kastrieren lassen sollte, denn mich beschleicht immer wieder die Angst, sie könnte eines Tages eine Gebärmutterentzündung bekommen und ich bemerke es zu spät, weil sich die Anzeichen dafür erst recht spät zeigen. Aber widerum kann ich mich nicht überwinden ihr "grundlos" so eine OP zuzumuten.
    ?

    Hallo Sabine,

    ich würde mich eher fragen, woher Deine irrationale Angst kommt?
    Es gibt ja noch unendlich viel mehr Krankheiten, die Du übersehen könntest, weil Du die Anzeichen zu spät erkennst.
    Wenn man an die Magendrehung denkt, die Hunde oft im Schlaf bekommen und der Halter merkt es nicht.
    Oder an Nierenkrankheiten, die erst Symptome machen, wenn die Niere schon fast nicht arbeitet oder Krebs, den man auch oft lange nicht bemerkt.

    Es gibt im Leben keine Sicherheit. Man kann nicht alles wegschneiden, was evtl. mal erkranken könnte.

    Man kann nur vertrauen darauf, dass jedes Lebewesen ein Immunsystem mitbekommen hat, welches in der Lage ist, den Körper zu schützen.

    Achte auf eine gute Ernährung, ausreichend Bewegung und lasse möglichst wenig Chemie in Deinen Hund (möglichst wenig Impfungen, Wurm- oder Flohmittel).

    Damit legst Du den Grundstein für eine gute Gesundheit.

    Ich habe seit 40 Jahren immer mehrere Hündinnen gehabt.
    Bisher hatte noch keine Hündin bei mir eine Gebärmuttervereiterung.

  • Liebe Sabine,
    wir können die uns anvertrauten nicht vor allem Unheil beschützen. Das ist oft schwer.
    Aber diese Entscheidung kannst nur alleine treffen, weil du auch die Verantwortung hast.

  • Ich kann Deine Gedanken und Ängste nachfühlen!
    Andra hat jetzt ihre zweite Läufigkeit hinter sich und auch diese problemlos überstanden, trotzdem macht man sich Sorgen & Gedanken, beobachtet seinen Schützling... =)

    Ich habe ein ausführliches Gespräch mit meiner TÄ geführt, ihr meine Bedenken mitgeteilt und Vor-und Nachteile einer Kastration abgewogen.
    Schlussendlich habe ich mich entschieden Andra nicht kastrieren zu lassen solange sie keine Probleme mit der Läufigkeit, Scheinschwangerschaft oder einer Gebärmutterentzündung bekommt.

    Meine TÄ hat mir übrigens auch dazu geraten weil sie gemerkt hat das ich nicht 100%ig von diesem Schritt überzeugt wäre!

    Ich achte auf das Tierchen, ernähre sie gesund und Abwechslungsreich. Gehe sehr sparsam mit Medikamenten, Wurmkuren etc. um, greife lieber erst Mal auf Hausmittel zurück statt dem Hund direkt Medis zu verabreichen.
    Mehr kann ich nicht tun...

    Wir haben leider auf viele Dinge keinen Einfluss und müssen mit den Karten spielen die wir bekommen! Aber man sollte die Angst nicht das Leben bestimmen lassen! :smile:

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