Test auf "MMK"?
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Ich würde MMK bei Parasitus-ex testen lassen. Die sind darauf spezialisiert.
Warum: Der Hund einer Bekannten war sehr krank; er wurde bei Laboklin falsch positiv auf Leishmaniose getestet. Weil das aber nicht schlüssig war - der Hund hatte zwar viele passende Symptome, war aber wahrscheinlich nie im Ausland -, wurde eine Probe (vorher mit Dr. Naucke abgesprochen, wie sie aufzubereiten war) an P.E. geschickt - dort wird per IFAT getestet, zeitgleich schickte er eine Probe nach Zürich für einen ELISA-Test, so war man quasi doppelt abgesichert. Der Hund hatte keine LM.
(Der Test des Hundes bei Laboklin auf Neosporose war genau "neutral" - bis 1:32 war o.B., darüber wäre auffällig gewesen, das Testergebnis war genau 1:32. Ich hab angeregt, auch Neosporose bei Parasitus Ex testen zu lassen - und bingo, bei einem Normalwert bis 1:100 lag der Hund bei 1:500... Er wäre also mit dem Laboklin-Ergebnis völlig falsch behandelt worden.)
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LM behandelt man auch nicht auf Grund des Titers, sondern nachdem man die Organwerte und die Elektrophorese gesehen hat.
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Zitat
Ich würde MMK bei Parasitus-ex testen lassen. Die sind darauf spezialisiert.
Warum: Der Hund einer Bekannten war sehr krank; er wurde bei Laboklin falsch positiv auf Leishmaniose getestet. Weil das aber nicht schlüssig war - der Hund hatte zwar viele passende Symptome, war aber wahrscheinlich nie im Ausland -, wurde eine Probe (vorher mit Dr. Naucke abgesprochen, wie sie aufzubereiten war) an P.E. geschickt - dort wird per IFAT getestet, zeitgleich schickte er eine Probe nach Zürich für einen ELISA-Test, so war man quasi doppelt abgesichert. Der Hund hatte keine LM.
(Der Test des Hundes bei Laboklin auf Neosporose war genau "neutral" - bis 1:32 war o.B., darüber wäre auffällig gewesen, das Testergebnis war genau 1:32. Ich hab angeregt, auch Neosporose bei Parasitus Ex testen zu lassen - und bingo, bei einem Normalwert bis 1:100 lag der Hund bei 1:500... Er wäre also mit dem Laboklin-Ergebnis völlig falsch behandelt worden.)
Die Titerhöhen völlig unterschiedlicher Messverfahren miteinander zu vergleichen hinkt so sehr wie der Vergleich von Äpfeln mit Bananen. Die Referenzwerte sind bei unterschiedlichen Verfahren verschieden.
Hier mal ein paar Beispiele, ab wann Testergebnisse mit welchem Verfahren als 'positiv' gewertet werden:
Erkrankung das
-Labor Laboklin Parasitus
Neosporose 1:80 (IFT) - 1:100 (IFAT)
Toxoplasmose 1:50 (IFT) - 1:100 (IFAT)
Anaplasmose 1:50 (IFT) - 1:100 (IFAT)
R. conorii - 1:64 (IFT) 1:64 (IFAT)Ebby hatte beim Test auf Anaplasmose mit IFT in zwei verschiedenen Laboren immer ein Ergebnis von 1:200, bei Parasitus hatte sie mit IFAT 1:1000. Und nun? Zwei verschiedene Testverfahren und keine absolut identische Blutprobe... das sagt absolut nichts aus. Hätte ich ein und dieselbe Probe 2x eingeschickt und es wären mit dem gleichen Verfahren so unterschiedliche Ergebnisse herausgekommen, hätte ich mir Gedanken gemacht, aber so...?
Das Neosporose-Ergebnis war nicht "neutral", sondern "fraglich", genauso gibt es auch Parasitus bei grenzwertigen Befunden an. Darüber hinaus steigen Antikörperspiegel - gerade bei einer akuten Infektion - an.
Davon abgesehen schließe ich mich deiner Empfehlung direkt an Parasitus zu schicken an - wobei ich noch ergänzen möchte, dass ich auch Laboklin empfehlen kann.
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"Neutral" war das falsche Wort, stimmt, ich meinte fraglich

Ja klar, ein Titer steigt an wärend des Verlaufs einer Infektion, bzw. eines Schubes - der Hund war aber dauerkrank seit weit über einem Jahr und fiel quasi von einem Schub in den nächsten... Jedenfalls geht es ihm nach der Behandlung weitaus besser, und er kann endlich "Hund" sein, ohne Behandlung würde er wohl heute nicht mehr leben.
Aber das ist fast zu sehr OT, denk ich

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Zitat
Aber das ist fast zu sehr OT, denk ich
Also von mir aus könnt ihr gern weiter diskutieren, ist ja interessant

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Zitat
Also von mir aus könnt ihr gern weiter diskutieren, ist ja interessant
Wir haben gerade per PN weiter diskutiert, aber wenn's dich interessiert:
Wir haben philosophiert, ob es zwischen den Antikörpertests der Leishmaniose und der Neosporose eine Kreuzreaktion geben kann. Das wäre meine Vermutung gewesen, aber sicher bin ich mir in diesem Fall nicht. Mir sind andere Kombinationen bekannt, die untereinander zu falsch-positiven Ergebnissen führen können (so auch bei Ebby, die einen deutlich positiven Rickettsia conorii-Titer hatte, der durch die Anaplasmose verursacht wurde).
In dem Fall kann das Labor leider nicht wirklich viel dafür, sowas passiert leider. Allerdings fehlt in den Befunden in der Regel der Hinweis auf mögliche Kreuzreaktionen und die Tierärzte wissen meist wenig darüber. Lediglich bei Neosporose bin ich mir sicher, dass in meinen Befunden auf die Möglichkeit einer Kreuzreaktion hingewiesen wird.Zitat
Ja klar, ein Titer steigt an wärend des Verlaufs einer Infektion, bzw. eines Schubes - der Hund war aber dauerkrank seit weit über einem Jahr und fiel quasi von einem Schub in den nächsten...Der Antikörperspiegel steigt nicht proportional an. Wie viele Antikörper ein Organismus ausbildet, ist total unterschiedlich. Während der Körper des einen Hundes gegen dreieinhalb Erreger gleich eine ganze Armee auffährt, kann der andere deutlich stärker befallen sein und dennoch einen niedrigeren Antikörperspiegel aufweisen. Die Höhe des Antikörperspiegels lässt keine Rückschlüsse darauf zu, wie krank ein Hund ist.
Glück gehabt, denn mein Montagsprodukt von einem Hund fährt quasi gegen jeden Erreger eine Armee von Antikörpern aus und hat zu fast jedem Erreger irgendwann schon mal "Hallo!" gesagt. Wenn es also danach ginge, wäre mein Hund quasi schon halb
Bei Ebby (ja, sie muss einfach IMMER als Beispiel herhalten, was schleppt dieses Vieh auch jeden noch so dämlichen Erreger mit sich rum? ;)) kann ich das an einem Beispiel verdeutlichen:
Ebby wurde im Juni 2011 mit 1:512 (Ref <1:32, IFT beim
-Labor) positiv auf Toxoplasmose getestet. Im August 2011 lag der Titer bei 1:1024 (wieder Ref <1:32, IFT und wieder beim
-Labor). Sichtbare Probleme hatte Ebby mit der Toxoplasmose nicht.
Leider kann ich danach keine Vergleichswerte mehr anbieten, da ich meine Millionen inzwischen lieber an Parasitus und Laboklin verteile und somit Labor und Testverfahren gewechselt habe. Der Titer ist allerdings nach wie vor mehr als deutlich positiv (1:1000, alles unter 1:50 wird als negativ gewertet, getestet wurde mit IFAT). Ich glaube dennoch nicht, dass Ebby mit der Toxoplasmose jemals Probleme bekommen wird (es sei denn, mein Montagshund schafft es, sich noch irgendwo Neosporose einzufangen).
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