Epileptische Anfälle bei unserer Schäferhündin
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Hallo erstmal,
ich bin neu hier. Habe mich hauptsächlich hier registriert, um ein paar Infos über Epilepsie zu bekommen.
Ich erzähle zuerst den Verlauf der Ereignisse:Unsere Schäferhündin ist 8 Jahre alt. Sie hatte öfter Probleme mit ihren Ohren (Langhaarschäfer), Entzündungen usw. Das haben wir aber nach längerer Zeit in den Griff bekommen. Dann hat sie gegen Mitte letztes Jahr eine Scheidenwandentzündung. Das haben wir auch begonnen zu behandeln. Es wurde dann gegen Anfang des Jahres wieder besser, das hat sich allerdings relativ lange gezogen. Ansonsten ist unsere Hündin sehr agil, fit und wie ein junger Hund!
Am Freitag den 15. Februar (dieses Jahr) hatte sie das erste Mal einen Krampfanfall. Anfangs wusste ich nicht, dass es Epilepsie ist, aber ich hab natürlich gleich den Arzt angerufen und er hat mir das dann erklärt. Der erste Anfall hat etwa 3 Minuten gedauert. Danach ist sie sofort aufgesprungen, hat Nähe gesucht und war total überdreht, wollte spielen und gar nicht mehr von unserer Seite weichen.
Am nächsten Tag wollten wir zum Tierarzt fahren, davor hatte sie noch einen Anfall. Der Tierarzt hat ihr Blut abgenommen und gesagt, dass die Werte in Ordnung sind. Wir sollten es weiter beobachten und außerdem hat er uns Zäpfchen mitgegeben, falls ein Anfall länger als fünf Minuten dauert. An diesem Tag hatte sie dann noch 3 Anfälle (einschließlich in der Nacht). Sie haben immer wieder in etwa 2 Minuten gedauert.
Es war sehr nervenaufreibend, wir haben uns solche Sorgen gemacht und konnten beide Nächte überhaupt nicht schlafen. Wir waren ganze Zeit bei ihr.Wir haben uns gesagt, dass wir Sonntag in die Tierklinik (in Wien auf die VedMed, Uniklinik) fahren. Sonntag früh hatte sie noch einen Anfall.
In der Klinik angekommen wurde sie gleich dortbehalten. Am nächsten Tag gegen Abend konnten wir sie wieder abholen. Ihr wurde nichts gegen Epilepsie gegeben, lediglich Tabletten, dass sie ruhig bleibt. So wurde Sie eine Nacht und fast 2 ganze Tage beobachtet. Tests wurden alle gemacht, bis auf ein MRT. In der Klinik hatte sie dann keinen Anfall mehr und zu Hause war auch wieder alles in Ordnung.In der Klinik wurde uns gesagt, wenn jetzt wieder 2 Anfälle eintreten, sollen wir noch einmal kommen, dann wird sie auf Epilepsietabletten eingestellt.
Heute, fast 3 Monate später, hatte sie wieder einen Anfall (gegen Mitternacht).
Wir sind total hilflos. Sie ist jetzt 8 Jahre und plötzlich hat sie Epilepsie? Kann das nicht eher nur von einer Erkrankung ausgehen? Aber in der Klinik wurde nichts gefunden.
Entschuldigt den langen Text, aber ich wollte es so ausführlich wie möglich schildern, um die Situation genau klarzumachen. Vielleicht hat jemand hier im Forum Erfahrung mit Epilepsie und könnte einfach ein paar Tipps, Infos etc. geben?
Es ist einfach seltsam, dass die Epilepsie erst so spät auftritt. Und an einem Wochenende gleich 6 mal. Wir haben echt geglaubt, jetzt ist es vorbei mit ihr :nein:Würde mich über alle Antworten freuen!
Liebe Grüße,
Melanie - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Spot ons und Impfungen können epileptische Anfälle auslösen.
Ansonsten habt ihr alles gemacht. Evt. müssen die TÄ euch/dem Hund doch eine Anfallsprophylaxe in Form einer Dauermedikation verschreiben.
Gute Besserung.
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Ich habe gelesen, dass man auch viel über die Ernährung erreichen kann. Es sollte kein Getreide mehr gefüttert werden. Was fütterst du?
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Danke für eure Antworten & die Besserungswünsche.
Spot ons hatte sie gar nicht und Impfungen auch keine, das hätte also nicht der Auslöser sein können.
Sie bekommt einmal täglich halb halb Nassfutter und Belcando Trockenfutter. Ich weiß leider nicht ob da Getreide enthalten ist, glaube aber nicht?!
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bis auf 2 oder 3 Sorten ist bei deinem Hundefutter eines der Hauptbestandteile Mais, ich habe bei meinen Hunden die Erfahrung gemacht das sie Mais nicht sehr gut vertragen.
In industriell hergestelltem Futter ist häufig ein hoher Maisanteil enthalten, welcher Allergie auslösend sein kann und von vielen Hunden nicht gut vertragen wird. Desweiteren ist Mais wenig Tryptophanhaltig. Tryptophan ist eine Aminosäure, welche zur Produktion von Serotonin benötigt wird, welches als „Stimmungsaufheller“ gilt. Führt man nun dem Körper aufgrund falscher Ernährung zu wenig Tryptophan zu, wird zu wenig Serotonin gebildet. Dies kann zu zahlreichen unerwünschten Nebenwirkungen führen: von Übererregbarkeit bis hin zu aggressivem Verhalten und körperlichen Symptomen. gefunden bei http://hundeberatung-nuernberg.de/wissenswertes/ernaehrung/
oder
Mais kann das zentrale Nervensystem stören
Denn Mais, wie Weizen und Soja auch, können zu Störungen im zentralen Nervensystem führen. Mais ist oftmals sehr arm an Tryptophan und kann bei Hunden, die auf Serotoninmangel empfindlich reagieren, bedenklich sein. Hierzu ein kleiner Exkurs: “Die Aufnahme der Aminosäuren Tryptophan (Vorstufe für Serotonin) und Tyrosin (Vorstufe für Noradrenalin und Dopamin) über die Nahrung hat einen deutlichen Effekt auf die Biosynthese und Konzentration von Neurotransmittern – Serotonin, Noradrenalin und Dopamin. Noradrenalin ist für hochgradige Erregungszustände verantwortlich, Dopamin reguliert Reaktivität und Aufmerksamkeit, Serotonin beeinflusst Stimmungen, Erregungszustände und Schmerzempfindlichkeit. Ein Serotoninmangel im Gehirn gilt als Schlüsselfaktor bei der Entstehung von Aggressivität, Impulsivität, asozialem Verhalten, Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität, Angstzuständen und Konditionierungsproblemen. Hunde, bei denen ein Serotoninmangel im Gehirn festgestellt wurde, erwiesen sich als sehr schmerzempfindlich, stark reaktiv und besonders emotional.“ (Autor: Dr. med. Hans Günter Kugler, Quelle: diagnostisches-centrum.de)
Lass dein Hund auf jedenfall auf Allergien hin untersuchen, Pollen-Gräser, Hausstaub usw..
Ich hatte auch einen Epilepsie-Hund, dieser hatte sehr viele Allergien, wir haben zum Schluss nur noch Hähnchen oder Putenfleisch, Pferdefleisch, Kartoffeln und Nudeln gefüttert.
Geh am besten in eine Tierklinik die auch röntgen kann, es kann auch ein Tumor im Kopf der Auslöser sein oder ein Blutgerinnsel.
Am besten führst du auch ein Epilepsie-Tagebuch, du schreibst genau auf wer/was mit dem Hund macht und was ihr fütter und ob der Hund an diesem Tag einen Anfall hatte. Es ist am Anfang sehr anstregend, weil man am besten jede Std. etwas aufschreibt aber man gewöhnt sich daran, mit Hilfe des Tagebuches kann man auch schon einige Sachen ausschließen z.B. Stress, Futter usw.
Mir hat das bei der Suche nach dem Auslöser sehr gut geholfen.Ich drücke dir die Daumen und alles Gute!!
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Danke dir für deine Antwort! Das mit dem Mais ist eine hilfreiche Info. Vielleicht sollten wir wirklich einmal das Futter umstellen.
In der Klinik haben sie alles durchgecheckt, um etwaige Krankheiten auszuschließen. Bin mir gerade leider nicht sicher ob sie da auch auf Allergien getestet wurde, das muss ich noch einmal bei meiner Mutter nachfragen, die mit dabei war.Tumor im Kopf ist eigentlich das einzige was nicht getestet wurde, weil das MRT nicht gemacht wurde.
Das mit dem Epilepsie Tagebuch ist eine gute Idee, damit werde ich anfangen. Der einzige Stress den ich mir vorstellen könnte ist das alleine sein, während wir arbeiten sind. Aber das war für sie früher nie ein Problem. Nach der Arbeit ist dann immer wer bei ihr zuhause, am Wochenende ist sie maximal mal 1, 2 Stunden alleine.
Eine Ärztin in der Klinik hat gemeint, eventuell war auch die Scheidenwandentzündung ein Auslöser dafür. Aber das hat sie ja jetzt eigentlich überstanden
Danke dir für die Infos und das Daumen drücken!
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Bei einem sensiblen Hund kann solch eine Krankheit auch Stress bedeuten, vorallem wenn er krank allein daheim war. Dann bleiben noch Bakterein im Körper, Reste der Medikamente, da kann das System schon einmal spinnen.

Ich drücke auf jedenfall die Daumen.
Super das du das Tagebuch anfangen möchtest.

Stell das Futter nur nicht zu schnell um, eine langsame Umgewöhnung ist besser.
Wie gesagt, Blutabnehmen, Allergietest (Futtermilben kann man nicht testen, das findet man am besten raus in dem man des Futter einfriert, auftaut und dann füttern) und zu guter letzt MRT oder CT.
Mein Hund war z.B. gegen Haarbalgmilben allergisch.
Was aus folgendem Grund problematisch war:Demodexmilben (Haarbalgmilben), in begrenzter Anzahl normal,
massive Vermehrung der Haarbalgmilben löst Krankheitssymptome aus,
Auslöser Immunschwäche, besonders bei Junghunden Übertragung in den ersten Lebenstagen durch liegen der Welpen auf der Hündin
(Veränderung an den Pfötchen und dem Schnäuzchen)
Erkranken ältere Hunde an Demodexmilben sind sie bereits als Jungtier infiziert gewesen, oder es liegt enrweder ein Tumor oder ein zusammengebrochenes Immunsystem oder eine Nebennierenüberfunktion, Schildrüsenunterfunktion, oder Diabetes Mellitus beim betroffenen Hund vor.
http://www.hundeinfoportal.de/hauptmenuepunk…-milben/#c15107Allerdings hatte meine keinen Juckreiz, nur wenig Haare an den betroffenen Stellen und ab und an Rötungen, war also keine starke Allergie, mehr eine Überempfindlichkeit. Dies sollte aber auch geprüft werden, vergessen leider nur viele TA. :| Wir waren in 3 verschiedenen Tierkliniken bis wir alles zusammen getragen hatten.
Ich kann mir sehr gut vorstellen welche Angst du um deinen Hund hast, tief durchatmen und durch, deine Süße verlässt sich jetzt auf dich und je ruhiger du bist desto sicherer fühlt sich dein Hund.
Das wird schon.
Ich drück dich und deinen Hund und alle Pfoten und Daumen sind auch gedrückt. -
Danke, das ist ganz lieb von dir!!
Werde beim Tierarzt bzw. in der Klinik auch alles erwähnen, was du geschrieben hast. Auch wenn es die beste Klinik ist (und es soll die beste Klinik in Wien und Wien Umgebung sein), kann mal was übersehen werden. Wir werden auf jeden Fall nichts unversucht lassen, dass es unserer Maus bald wieder gut geht!
Danke nochmals und ich werde auf jeden Fall wieder hier reinschreiben, wenn es etwas Neues gibt!
& für weitere Tipps oder Erfahrungsberichte sind wir jederzeit offen! Danke

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Moin,
mein Malik hatte vor zwei Jahren an einem Tag zwei epileptische Anfälle, wir haben dann ziemlich schnell ein Epilepsiemedikament bekommen und sind darauf eingestellt worden.
Diese Zeit war für uns ganz furchtbar, mein Hund veränderte sich so sehr, das ich ihn kaum wieder erkannte. Vor allem aber bekommen Hunde durch das Medikament einen unbändigen Hunger. Er fraß alles was er bekam und was er fand, selbst Tempotücher..... und er heulte vor Hunger wie ein Wolf. Wir haben nichts gefunden, was uns geholfen hat.
Gegen 16 Uhr war es vorbei und er heulte und heulte und heulte..... es war zum davon laufen.
Er öffnete Türen und raubte die Küche aus, die ansonsten immer verschlossen war, fraß Blumentopferde.... konnte nicht mehr allein bleiben, aufgrund es Heulens.
Wir haben dann das Medikament abgesetzt - ausgeschlichen (mit Absprache vom TA) und es passierte nichts mehr Im Jahr darauf hatte er um die gleiche Zeit neurologische Ausfälle, konnte nicht mehr laufen, hatte schlechte Blutwerte - nach einem Cocktail von Medikamenten (niemand wusste was los war) ging es ihm besser. Nun hatte ich panische Angst vor diesem Frühjar, aber das ist an uns vorbei gegangen ohne irgendetwas. Es geht ihm blendend.
Aber wenn es Epilepsie ist, dann schau mal hier nach : http://www.epiforum.de/forum/portal.php
Dort kann Dir bestimmt geholfen werden, ich war damals auch dort..... aber wir haben das ja nie mehr gehabt. Getippt wurde aber auch auf Stress - auf eine Allergie - wir haben den Grund nie heraus gefunden.
Alles Gute
Sundri -
Danke für deine Antwort, ach das klingt ja auch schlimm
Habe schon öfter gehört, dass sich viele Hunde im Wesen verändert haben, sobald sie auf Medikamente eingestellt wurden. Deshalb habe ich auch ehrlich gesagt Angst davor, dass sie welche nehmen muss. Klar ist das Wichtigste, dass es dem Hund gut geht.. Aber wenn sie sich dann komplett verändert.. Hört sich sehr schlimm an was bei dir passiert ist! Aber zum Glück geht es jetzt wieder!!Das Forum werde ich mir auch einmal anschauen, danke!!
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