Verdacht auf Kreuzbandriss

  • Zitat

    Meine beiden Hündinnen vor Caillou hatten beide einen Kreuzbandriss der operiert wurde. Beide waren je so um die 4 / 5 Jahre bei der OP. Die OP und Wundheilung verlief bei beiden gut aber bei beiden war das Gangbild danach nicht mehr ganz sauber und Dana hatte später (so mit ca. 8 Jahren) teilweise arge Probleme mit Athrose im operierten Knie.
    Und hier ein - wie ich finde - recht interessanter link / Erfahrungsbericht zu dem Thema http://www.royal-scouts.com/kreuzbandriss_beim_hund

    Den Bericht hatte ich auch gefunden und eben die dort verlinkte Page überflogen, weshalb ich ja eher von der OP abgekommen bin. Betty läuft sowieso meistens nur an der Leine und mehr als ne halbe Stunde am Stück geht sie eh nicht spazieren (hat mehrere Gründe, die jetzt hier ein wenig viel wären) und so würde ihr ne etwas längere Schonfrist nicht viel ausmachen, nur ist es schwer sie davon abzuhalten uns wie vorher vor Freude anzuspringen...

  • Meine Chefin hat auch vor einigen Wochen ihre 12 Jahre alte Hündin (Kleinsthund ~ 5 kg) am Kreuzband operieren lassen, nachdem sie im Winter auf dem glatten Boden wegrutschte und es sich riss. Da war es die OP-Methode mit dem Ersatzband.

    OP war im März...die Hündin läuft inzwischen fast komplett wieder rund..zwischendurch mal ein kleines Humpelchen, Treppen mochte sie nicht mehr runterhüpfen...ansonsten flitzt sie trotz ihres Alter immer noch wie ein Irrwisch umher. Aber das sind sicher auch die unkaputtbaren Terriergene.... :roll:

  • Meine Erfahrung: Ich würde es stark vom Hund abhängig machen. Wenn dieser nicht gerne lange läuft, tobt, ewig lange Spaziergänge sowieso nicht gemacht werden und gute Bemuskelung sichergestellt werden kann, würde ich mich bei einem älteren Hund wohl erstmal gegen die OP entscheiden und konventionell behandeln.
    Als kleines Beispiel, 3 Tage nach dem kompletten Abriss sah man bei meiner gar nicht mehr, das irgendetwas war, sie lief sauber. Auch die Schublade ließ sich kaum auslösen (in Narkose, also ohne die Muskeln, war dies dann aber klarerweise anders). Bei einem älteren Hund, der entsprechend ruhiger ist, hätte ich mit der Ausgangssituation nicht operieren lassen.
    Grundsätzlich Physio ist sicher eine gute Wahl, erstens um Verspannungen zu lockern, zweitens wegen den Muskeln. Laminat kann man mit rutschfesten Läufern "entschärfen". Und wenn sowieso nicht mehr als 30 Minuten am Stück gegangen werden, würde ich wirklich erstmal konventionell weitermachen und beobachten (beobachten weil wenn es schlimmer wird, der Vorschub beim Gang sichtbar wird, dann werden auch die Menisken in Mitleidenschaft gezogen)

  • Pluto hatte vor eineinhalb Jahren einen Kreuzbandanriss. Er konnte das Bein einen Monat gar nicht belasten (er ist ein begabter Dreibeinläufer) und hat dann nochmal zwei Monate gehumpelt. Wir haben ihn nur mit entzündungshemmendem Schmerzmitteln unterstützt (der Name ist mir grad entfallen, kennst du sicher) und den Rest hat seine gute Kondition und Bemuskelung übernommen. Hatten wohl Glück weil er relativ klein, leicht und muskulös ist. Ich würde erstmal ein wenig abwarten, dem Hund Schmerzmittel geben und gucken ob sich der Zustand von selbst bessert.

    Achja, Pluto sollte damals die komplette Zeit im Schongang fristen, war aber leider nicht möglich. Wenigstens im Garten flitzte er wie gewohnt seine Toberunden mit Ewok (dreibeinig halt). Ausserhalb vom Garten ließ ich ihn an der Leine.

  • Bio, du kennst Betty ja. Und so trantütig wie sie sonst ist, jetzt wo man verletzt ist muss man alles rennend! erledigen. Treppen nimmt sie so und immer, wenn sie schneller wird, hebt sie das Bein eben an, Sitzen tut sie ganz normal, da wird nix zur Seite gestreckt, aber sie macht schon Pausen. Und sie nimmt das Bein auch zum sich-kratzen, Schmerzen dürfte sie also nicht haben.

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