Blutende Gebärmutter bei meiner Hundeomi

  • Hallo zusammen,
    Ich muss mir das einfach von der Seele schreiben, da ich so hilflos neben meinem Hund sitzen muss :sad2:
    Als ich gestern von Arbeit nach hause kam sagt mir mein Mann das unsere Maus (PitBull 13,5 Jahre alt) sich so komisch verhält. Sie torkelte beim laufen, übergab sich 2mal, pinkelte auf ihre Decke, die Rute war ganz am Körper anliegend. Als ich sie mir näher anschaute sah ich das Blut auf der Decke war und dieses kam aus ihrem Geschlechtsteil. Also ab sofort zum Tierarzt, dort festgestellt das es keine gebärmutterenzündung ist, der Hund stark Untertemperatur hat und das sich (laut Ultraschall) Blut in der Gebärmutter befindet. Nieren und Blase seien in Ordnung, tumoröses könnte er nicht sehen. Er Spritze meinem Hund Blutgerinner, Antibiotika, was gegen das Erbrechen und Schmerzmittel. Gab uns seine persönliche notfallnummer mit und meinte wenn es schlimmer wird ab in die Tierklinik zur Kastration. Ansonsten sollte ich heute früh anrufen. Dies habe ich auch gemacht, unser Wauzi hat die Nacht ganz gut überstanden, die Blutung war über Nacht fast weg (mittlerweile blutet nich's mehr), die Rute wedelt wieder ohne an den Körper gepresst zu sein. Heute nochmal Spritzen bekommen, Temperatur ist wieder ok. Trotzdem ist sie total schlapp, torkelt immer noch sehr und ist recht kraftlos. Wenigstens frisst sie sehr gut.
    Ich weiß das des nicht von einen Tag auf den anderen weg sein wird, aber wenn ich das Häufchen Elend auf ihrem Platz liegen sehe könnt ich heulen.
    Morgen lassen wir noch ein Blutbild machen (ging net früher wegen dem Feiertag) und ich hoffe so sehr wir bekommen unsere aufgeweckte Hundeomi bald zurück.
    Jetzt meine fragen, hat jemand Erfahrungen und kann mir sagen wie lange dieses torkeln noch anhalten wird(das macht mich irre)? Wie ich sie zum saufen bewegen kann, weil sie das total verweigert (Tee, Brühe will sie auch nicht) ich füttere ihr jetzt viele kleine Portionen reis mit Pute und verdünne das mit Wasser, aber ich weiß nicht ob das reicht?! Kann ich noch irgendwas machen um sie in irgendeiner weise zu unterstützen (Kreislauf anregen) oder soll ich sie lieber in Ruhe lassen, alla "Schlaf ist die beste Medizin".

    Danke schonmal fürs loswerden und eure Antworten

    Manou

  • Reis und Pute mit viel Wasser klingt schon mal gut.
    Mag sie vielleicht etwas Joghurt im Wasser oder ein Schluck Ziegenmilch?
    Lasse deine Hundeoma ruhig viel schlafen. Die letzten Tage haben bestimmt viel geschlaucht.

    Alles Gute euch!

    Mobil unterwegs mit Tapatalk

  • Hallo,

    ich kann dir vielleicht ein wenig helfen...

    Meine Bella damals hatte das auch, es fing aber bei ihr mit einer normalen Läufigkeit an...

    Allerdings ging das schon relativ lange, und sie blutete wirklich recht stark, dafür das es schon 4 Wochen waren die sie läufig war. Aber wir machten uns, komsicherweise keine großen Gedanken, ich weiß gar nicht warum das damals so war, normaler weise sitze ich bei jedem kleinen Pups schon beim TA....

    Naja, aufjedenfall konnte Bella dann aufeinmal nicht mehr trinken. Sie hats ständig versucht, aber der Napf wurde nicht leer, nur total voll gesabbert.... Daraufhin bin ich mit ihr zum TA... Der hat ihr Infusionen gegeben und ich sollte am nächsten Tag wieder kommen...

    Durch die Infusion ging es ihr aber schon etwas besser, sie war etwas schlapp, aber nicht sonderlich auffällig...

    AM nächsten Tag sassen wir wieder da, und aufeinmal viel einer Arzthelferin auf, wie extrem stark die Blutung ist und es wurde sofort ein Ultraschall gemacht....

    Die komplette Gebärmutter war voller Blut.... Sofort Not-OP, sie boten mir zwar auch das gerinungsmittel an, aber sie befürchteten das das die Blutung noch verschlimmert und es am nächsten Tag schon zu spät sein könnte....

    Während der OP wurde sie natürlich mit Infusion versorgt, daher musste das vor der OP nicht gemacht werden, wie am vortag.

    Bei der OP kam heraus, das sie einen Tumor an der Gebärmutter hatte, was angerissen war und blutete in die Gebärmutter, sie hat während der OP und natürlich die Tage vorher, viel Blut verloren, aber hat alles geschafft. Der Tumor war gutartig und sie wurde dann auch kastriert....

    Da Bella aber ein kleines "Steh-Auf-Männchen" ist, ging es ihr relativ schnell wieder sehr sehr gut. Glaube 3-4 Tage hatte es gedauert, bis sie sich wieder berappelt hatte...

    Aber nimm sowas nicht auf die leichte Schulter, das kann wirklich schnell zu spät sein...

    Lass sie schlafen, sie braucht die Ruhe und den Schlaf, gib ihr Zeit...!

    Hoffe konnte dir etwas helfen...! Hoffe ihr geht es schnell besser...!

  • Die Blutung war zum Glück nicht so stark, mir machte der Allgemeinzustand mehr sorgen.
    Heute morgen ging es unserer Hundedame nochmal etwas besser, das trokeln hat nachgelassen und sie ist auch viel aufmerksamer (putzt sich die Pfoten nach dem Essen, schaut wenn jemand aufsteht, steht auch von selbst mal auf ohne Aufforderung etc.), das war gestern garnicht der Fall, sie war nur ko.
    Um 7 Uhr waren wir gleich beim Tierarzt und er hat Blut genommen und heute um ca. 16 Uhr bekomm ich die Ergebnisse ob die Organe/Blut in Ordnung sind. Danach will ich sie nochmal mit Ultraschall untersuchen lassen oder mal röntgen??? um nochmal nachzuschauen ob man jetzt sieht, was die Ursache sein könnte.
    Natürlich möchte ich jetzt auch nichts falsch machen, aber wenn ich alles abklären lassen kann und die OP nicht notwendig wäre, dann wär ich auch froh. Nicht wegen dem Geld was die OP kosten würde, sondern weil meine Kleine nunmal schon so alt ist, nen Herzfehler hat und durch die Geschichte sicher sehr geschwächt ist. Ich hätte so Angst, dass sie nicht mehr aufwacht.
    Wenn das Risiko groß ist, dass es wieder beginnt zu bluten, dann wird der Weg in die Klinik notwendig sein. Jetzt mal bis heute Mittag abwarten, was die Werte ergeben. Sollte es bis heute Mittag wieder schlimmer werden, dann werden wir natürlich sofort zur Klinik fahren.

    Meine Maus ist ne kleine Kämpferin :smile:

    @TerrierPOwer
    Joghurt oder Ziegenmilch hatte ich gestern leider nicht im Haus, werd aber heut mal n bissel Joghurt kaufen, mein TA meinte ein wenig Hüttenkäse sei auch gut. Danke für den Tipp. Heute beim Blutabnehmen meinte er, dass sie keine Anzeichen macht, dass sie zu wenig Flüssigkeit aufgenommen hätte :smile:

    Jey_bee
    Wie alt war Bella da? Den Turmor haben sie vor der OP nicht feststellen können? Ich werd mal meinen TA dahingehend ausquetschen, ich will da sicher sein, nicht das wir jetzt nix machen und ich hab nächste Woche wieder nen kranken Hund zuhause. :sad2:

  • Ich drücke euch beiden ganz fest die Daumen, damit es der Oma bald wieder besser geht! :gut:

    Meine Hündin hat am Montag die Gebärmutter entfernt bekommen, nachdem sie eine eitrige Gebärmutterentzündung hatte, welche an Samstag eigentlich nur per Zufall diagnostiziert wurde. Es ist ihr dann trotz medikamentöser Intervention sehr schnell schlechter gegangen und ich war froh, als sie am Montag operiert wurde.

    Mir ist bewusst, dass diese Geschichte nicht genau zu euren aktuellen Problemen passt. Erzählen möchte ich dir aber von der Narkose: meine Hündin (sie ist allerdings erst drei Jahre alt) hat diesmal eine Inhalationsnarkose bekommen. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich sie abholen wollte und sie mir bereits recht freudig entgegen spaziert ist. Es gab dann auch abends/in der Nacht absolut keine Probleme. Bei einem vorherigen Eingriff (Entfernung der Analdrüsen) erhielt sie eine Injektionsnarkose und war dann für knapp eineinhalb Tage wirklich sehr mitgenommen, konnte lange nicht aufstehen/gehen usw.
    Ich habe also über diese Inhalationsnarkose nachgelesen und herausgefunden, dass sie sehr viel schonender ist - gerade bei alten, kranken oder empfindlichen Tieren. Vielleicht wäre das für euch eine Alternative, falls doch operiert werden muss?

  • Juhu, meiner Mausi gehts wieder besser. Auch die torkelei ist weg und sie ist agil wie vorher. Nachdem wir am Dienstag schon vom schlimmsten ausgegangen sind, bin ich jetzt doch super erleichtert.
    Die Blutwerte zeigen auf das sie geringfüginge Blutarmut hat, die Nierenwerte sind grenzwertig aber noch im grünen Bereich und die Leberwerte sind schlecht :( (hängt aber jetzt teilweise auch mit der Erkrankung zusammen) Außerdem hat sie stark an Muskelgewebe verloren, altersbedingt (also net jetzt wegen dem Vorfall), man merkt auch das sie beginnt ab und an auf dem Laminat mit den Hinterläufen weg zu rutschen.
    Wir wollen nun heute mittag in die Klinik und abklären lassen, ob wir die Gebärmutter entfernen lassen sollen, welche Risiken dafür und dagegen sprechen. Sicher ist sicher!!!
    Am Montag haben wir nen Termin bei einer Tierpysiotherapeutin, da möcht ich meine Maus zukünftig auf das Wasserlaufband bringen um auf Dauer Muskeln aufzubauen ;)
    Ernährung wird auf Leberdiät umgestellt! Nach gewisser Zeit wird nochmal die Leberwerte getestet.
    Ich hoffe so wird meine Omi noch sehr sehr alt :headbash:

    Danke für eure Unterstützung!

    PS: das mit der sanften Narkose werde ich mal in der Klinik ansprechen

  • Hallo Manou

    ich würde die Omi vielleicht noch von einer Tierheilpraktikerin unterstützen lassen.
    So ein Konstitutionsmittel tut alten Hunden immer unglaublich gut.

    Meistens bekommen Hunde im Alter sogenannte "Schwachstellen", in diesem Fall die Gebärmutter, Leber und Nieren. Diese Schwachstellen kann man stärken.

    Was auch toll ist, es gibt so Kräutermischungen für alte Hunde, die kann man in Absprache mit der THP oder Arzt geben.

    http://www.dogs4friends.de/product_info.p…ller-Hunde.html

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