Alleine bleiben, wie deute ich sein Verhalten?
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Heute wurde geübt. Mit Kamera, ich weiß also was Monsieur getrieben hat als ich aus dem Raum raus war.
Ich habe angefangen Sachen von meinem Zimmer in die Küche zu tragen, wieder züruck und wieder raus. Dabei habe ich Henry nicht beachtet und war nur jeweils eine Minute draußen. Beim fünften Mal hat er angefangen zu jammern. Das interessante an der Sache: Henry saß die ganze Zeit vor der Tür. Wenn ich rein kam und die Tür hinter mit schloss und mich im Raum bewegte hat er weiter vor der Tür gesessen, mich hat er kaum beachtet. Heute Vormittag saß er auch wieder vor der Tür und hat gejammert als jemand im Flur rumlief, er und ich aber hinter geschlossener Türe waren. Das hat mir die letzte Bestätigung gegeben, dass Henry ein Problem damit hat nicht bei der Action zu sein und nicht mit dem (kurzen) alleine bleiben ansich. Nach diesem rein-raus-rein-raus gelaufe haben wir eine Pause gamacht, waren draußen und er durfte Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit genießen. Dann gabs ein Stück getrocknetes Fleisch und ich habe das Zimmer verlassen. Schwupp ging das gejaule los, in verschiedenen Lautstärken und kurzem Gebell. Da er ja mittlerweile gelernt hat, wenn ich jammer kommt jemand wieder, war ich 20min in der Küche und im Flur (weil einfach keine passende Pauuse entstehen wollte). Wenn er arg zu laut wurde habe ich durch die Tür gerufen und einmal gegen die Tür gehauen. Trotzdem, 20min hat Henry das Gejammer aufrechterhalten. Als er dann mal wieder eine kurze Jammerpause hatte bin ich wieder rein, ich wollte den Bogen nicht überspannen. Als ich wieder drin war war er zwar froh mich zu sehen, allerdings nicht übermäßig aufgeregt oder gar verängstigt. Die Aufnahme von diesen 20min hat nichts weltbewegendes gezeigt. Er sitzt viel vor der Tür oder kratz dran (das war der Moment an dem ich gegen die Tür gehauen habe) oder läuft im Zimmer rum.Ich muss gestehen das durch die Tür maßregeln fällt mir schwer. Ihn anzumeckern wenn er so herzzerreisend jammert bringe ich kaum über mich. Nach der Übung haben wir zusammen gespielt für 10min und jetzt ist er in sein Körbchen gekrabbelt und schläft. Er hat also kein "Oh Gott ich muss bei Frauchen bleiben, sonst lässt sie mich wieder alleine"-Gefühl. Wenn er nämlich Körperkontakt braucht, dann kommt er von sich aus.
Geschadet hat es ihm nicht, jetzt ist die Frage, ob ich so weiter verfahre und hoffe, dass er irgendwann des jammerns überdrüssig wird oder ob ich mal ne ganz klare Ansage mache? Wobei ich mich nicht wirklich diese Ansage machen sehe. - Vor einem Moment
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Zitat
Ich muss gestehen das durch die Tür maßregeln fällt mir schwer. Ihn anzumeckern wenn er so herzzerreisend jammert bringe ich kaum über mich.
ZitatWobei ich mich nicht wirklich diese Ansage machen sehe.
Dann hat es sowieso keinen Zweck! In so einer Sache mußt Du schon authentisch sein, wenn Du da nicht voll und ganz hinter stehst, merkt es der Hund und nimmt Dich noch weniger ernst, als jetzt schon!
Du brauchst Sachen, die Du nicht auch aus vollem Herzen willst, gar nicht erst anwenden, weil der Hund Dich besser kennt als Du Dich selber! -
Oh Gott.. also ich wollte gestern nicht erreichen, dass du gegen die Tür haust.

Der arme Kleine. Also maßregeln meinte ich in dem Sinne einfach mal Aus! oder Schluss!, Ruhe! oder was auch immer rufen. Wenn er natürlich noch nicht versteht was das heißt, hast ihm das schon beigebracht?, dann weiß er es nicht.
Gestern hatte ich so viel verstanden wie:
Er kennt Nein, Aus, oder etc. und er übertreibt es mit der Jammerei, wenn du z. B. auf Toilette bist.
Bei Amy war es so, dass ich die ersten 4 Wochen jeden Tag mit ihr zusammen war, keine Minute getrennt, sie war sogar auf der Toilette mit mir. Als ich dann das erste mal weg musste hat sie so geweint, sie war nichmal allein, mein Freund war da, ich war einfach und bin ihre Bezugsperson.
Du sagtest du wohnst in einer WG, ist es möglich das Henry eine andere Bezugsperson auserkohren hat?
Also zum Thema allein bleiben, Amy liebt Auto fahren, also hab ich sie da meistens mit, ich hab dann auch mal was einkaufen müssen und sie für 20 Minuten im Auto gelassen, war überhaupt kein Problem sie legt sich hin und schläft.
Als sie das wirklich Meisterhaft konnte, habe ich sie dann auch mal in der Wohnung allein gelassen, anfangs wars nicht ganz so einfach, aber seit sie ihr neues Hundebett hat, legt sie sich in das Bett und schläft bis ich komme.Ich hab jetzt nicht so mit wenigen Sekunden allein lassen angefangen muss ich wirklich sagen, ich hab sie schon so 30-40 Min das erste Mal allein gelassen, war halt im Auto.
ZitatIch muss gestehen das durch die Tür maßregeln fällt mir schwer.
Eine "Hundetrainerin" hat mir mal geraten Amy, wenn sie "böse" ist in die Hundebox zu sperren und so lange nicht raus zu lassen bis sie aufhört zu weinen, dass nennt man "Willen brechen", das Ende vom Lied war, ich hab viel mehr geweint wie sie
und gebracht hat es gar nichts.Man sollte von der "Methode" die man verwendet selbst überzeugt sein, und es nicht zu sehr übertreiben mit "Methoden" die man selbst nicht vollständig überzeugt ist.
So jetzt hab ich dir nen Kleinen Roman geschrieben, aber ich hoffe du verstehst was ich dir damit sagen wollte.
ZitatDann hat es sowieso keinen Zweck! In so einer Sache mußt Du schon authentisch sein, wenn Du da nicht voll und ganz hinter stehst, merkt es der Hund und nimmt Dich noch weniger ernst, als jetzt schon!
Du brauchst Sachen, die Du nicht auch aus vollem Herzen willst, gar nicht erst anwenden, weil der Hund Dich besser kennt als Du Dich selberSuper Ratschlag was sie besser machen könnte

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Zitat
Super Ratschlag was sie besser machen könnte

Das habe ich doch am Anfang schon geschrieben!
Ja, ja, wenn man nicht alles liest!
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Danke für die Antworten!
Ja, das maßregeln werde ich lassen. Ansich bin ich nicht so "zimperlich" aber durch die Tür zu maßregeln widerstrebt mir irgendwie.
Amy, keine Bange. Ich hab nicht die Tür eingeschlagen sondern einmal kurz gegen gehauen als er dran gekratzt hat. Nicht so, dass er gleich ne Panikattacke bekommt. Meine Mitbewohnerinnen hat er sich nicht als Bezugspersonen ausgesucht, er ist nur eben ein Hund der auf alle Menschen freundlich zugeht wenn sie ihm nett begegnen. Und da die zwei von ihm ganz verzückt sind, gibts immer schön Streicheleinheiten wenn er zu ihnen läuft (an der übermäßigen Aufmerksamkeit die er von ihnen bekommt arbeiten wir noch). Aber er weiß schon zu wem er gehört.
So, nur löst das nicht das Problem. Wie schon beschrieben, wenn er im Flur Bewegungen hört und ich im Zimmer gerade nichts spannendes mit ihm mache, dann will er in den Flur. Bis her sag ich "hör auf" (das kennt er, befolgt es aber noch nicht 100%) und dann hört er auch auf und sucht sich etwas anderes. Oder wir sind beide im Badezimmer. Wenn ich mir die Zähne putze wird ihm langweilig und er will wieder raus und setzt sich vor die Tür und jammert. Und das auch ohne Bewegung in der Wohnung.
Ich verstehe ja, dass es für einen Hund und insbesonders für einen jungen Hund interessant ist zu sehen was vorsich geht. Und dass er erstmal die ganzen Geräusche/Abläufe in der Wohung, im Haus und und und kennenlernen muss. Soll er ja auch, nur möchte ich nicht dass sich bei ihm die Annahme festigt "Ich schau alles an, wann wie und wo ich will.". In einer WG gehen halt alle ein und aus wie sie möchten, mehrmals am Tag. Wenn der Hund dann nicht lernt, "hey ganz egal was da draußen rumscheppert", dann hat er doch ständig Stress. Und das möchte ich vermeiden.Nun gut, wir werden weiter üben, aber ohne maßregeln. Eher ganz oft Tür auf und zu. Ansonsten frage ich mal die Trainerin der Welpenstunde zu der wir am Sonntag das erste Mal gehen. Notfalls kann sie sich das mal selbst anschauen kommen.
Danke für eure Beiträge! -
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Ich würde wieder ganz von vorne anfangen!
Also erst nur ganz wenige sek. und dann variabel steigern. Gibt auch viele andere fred´s mit guten tipps dazu.
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Das habe ich doch am Anfang schon geschrieben!
Ja, ja, wenn man nicht alles liest!
war ja auch sowas von nicht ironisch von mir gemeint..

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Amy, keine Bange.
Amy is mein Dackel-Terrier Mischling
ich bin VanessaHat dein kleiner denn auch Kontakt zu anderen gut sozialisierten Hunden, die das wissen das sie nich wegen jedem Muks aufdrehen müssen?
ZitatWenn ich mir die Zähne putze wird ihm langweilig und er will wieder raus und setzt sich vor die Tür und jammert. Und das auch ohne Bewegung in der Wohnung.
Machst du bei allem die Türe zu? Also ich würde durchaus mal beim Zähneputzen, is ja noch nich so ne riesen intimsphäre, die Türe offen lassen, dann kann er sich entscheiden was er tun möchte. Genauso in deinem Zimmer, ich persönlich würde auch einfach mal die Tür offen lassen.
ZitatUnd da die zwei von ihm ganz verzückt sind, gibts immer schön Streicheleinheiten wenn er zu ihnen läuft (an der übermäßigen Aufmerksamkeit die er von ihnen bekommt arbeiten wir noch).
Treffer ich habs gefunden:
Die Aufmerksamkeit is es mal wieder, lass mich raten, wenn er keine kriegt beginnt er zu Jammern?
Er möchte einfach Aufmerksamkeit und dass du dich mit ihm beschäftigst 24/7. Das kannst du natürlich nicht leisten und sollst es auch nicht.
Amy hatte das auch so in dem Alter, immer wenn ich fern gesehen hab, gelesen hab oder am PC war, hat sie zuerst nur gejammert, irgendwann hat sie angefangen zu bellen. Das musst du manchmal einfach durchhalten, wenn du weißt das es keinen bestimmten Grund hat, wie z. B. das er mal raus muss, einfach mal heulen lassen, du weißt ja das ihm nichts fehlt.
Es wurde dann mit der Zeit besser, bei Amy genauso. Was fütterst du denn? Gibst du Welpen oder Junior Futter? Das dreht die kleinen oft auch noch zusätzlich auf.ZitatAlso erst nur ganz wenige sek. und dann variabel steigern.
Ich persönlich finde es Schwachsinn, wenn ich ein Zimmer für 30 sek. verlasse, was lernt der Hund dabei, wenn es ihm evtl nicht mal auffällt das ich kurz weg bin? So 5 Minuten würde ich schon machen und wenn du in den Raum kommst, nicht beachten und auch nicht groß "verabschieden" beim raus gehen, sonst lernt er das es was besonders ist wenn du gehst und kommst. Kannst du ihn z. B. beim Fressen alleine lassen ohne das er gleich aufhört?
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Zitat
Ich persönlich finde es Schwachsinn, wenn ich ein Zimmer für 30 sek. verlasse, was lernt der Hund dabei, wenn es ihm evtl nicht mal auffällt das ich kurz weg bin? So 5 Minuten würde ich schon machen und wenn du in den Raum kommst, nicht beachten und auch nicht groß "verabschieden" beim raus gehen, sonst lernt er das es was besonders ist wenn du gehst und kommst. Kannst du ihn z. B. beim Fressen alleine lassen ohne das er gleich aufhört?
Als erstes lernt er, das es normal ist wenn jemand das Zimmer verlässt. Und glaub mir, dem Hund fällt das sehr wohl auf wenn das Zimmer verlassen wird. Und 30 sek sind für einen Hund, der nicht alleine bleiben kann, verdammt viel (Ich würde eh wenn dann mit 5 Sek, wenn überhaupt, anfangen!). 5 Minuten dagegen sind für den Anfang viel zu viel wenn er diese nicht ohne jammern durchsteht. Der Trick dabei ist, ihn garnicht erst zum jammern kommen zu lassen, und das geht eben nicht mit gleich so hoch gesteckten Zielen! Kleinvieh macht hier den Mist.
Inuki konnte auch nicht alleine bleiben am Anfang. Mit 8 Monaten schafften wir man grade 2 Stunden. Mit 5 Monaten konnte ich alleine auf Klo gehen. Vorher war das nicht möglich.
Angefangen bin ich nur mit "Tür zu, Tür auf" und habe es Sekundenweise variabel gesteigert und habe mich wie bolle gefreut als wir eine Minute geschafft hatten.
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@Napffüllering: Entschudlige, mir ist auch aufgefallen, dass ich dir einfach einen neuen Namen verpasst habe nachdem der Laptop aus war.

Also bei 5min jammert er schon. Da werde ich mit kleineren Schritten anfangen müssen. Ich werde nochmal neu beginnen, damit kommen wir wohl am weitesten. Die Türen sind bei uns übrigens fast immer auf, nur wenn er wirklich schlafen muss oder hibbelig ist mach ich sie zu.
Am Sonntag gehen wir zum ersten Mal in die Welpenstunde, dann trifft er gleichaltrige Hunde. Letzte Woche ist die Stunde leider ausgefallen. Wirklich aufdrehen wegen Geräuschen tut er nicht. Nur wenn er nicht gerade totmüde ist, dann wacht er eben aus seinem Schlaf/Dösen auf und läuscht ganz angestrengt.
Ich werde heute mal mit meinen Mibewohnerinen reden und dann legen wir ein paar "Henry-Regeln" fest. Damit er nicht immer vor Aufregung abhebt wenn er sie sieht.Danke für eure Tips!

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