Alleine bleiben, wie deute ich sein Verhalten?

  • Hallo,

    jetzt habe ich mal eine Frage. Henry (16 Wochen, Rauhaardackel) und ich üben das alleine bleiben.
    Typische Situation: Ich gehe ins Bad und mache die Tür zu (Henry darf dieses Mal nicht mit rein). Nach etwa 30sek. fängt er an kurz zu jaulen. Nach 2-3min komme ich aus dem Bad, aber nur wenn er gerade still war. Solche Momente "zum raus kommen" sind nicht schwer abzupassen, weil Henry meist nach einem jaulen ruhig vor der Tür sitzt.
    Gehe ich jedoch in mein Zimmer (wohne in einer WG) und Henry ist im Flur und ich rufe ihn mit "Komm" dann schaut er mich an und bewegt sich keinen Zentimeter. Ich schließe also die Tür hinter mir und es herrscht Stille. Nach etwa 1min öffne ich die Tür wieder, mal ist Henry da und kommt gaaaanz langsam mit mir mit oder er hat etwas interessanteres gefunden. Da scheint das alleine bleiben kein Problem zu sein.

    Wie soll ich die verschiedenen Verhalten von ihm deuten?

    Er ist insgesamt kein anhänglicher Hund. Er läuft mir zwar viel nach aber immer nur um dann den Raum zu erkunden in dem ich mich aufhalte. Er "klebt" nicht an mir sondern will eher wissen was so abgeht. Wir üben das "auf der Decke bleiben", das klappt aber bisher nur (mehr oder weniger) wenn ich im gleichen Zimmer bin.
    Auch wenn wir im Hinterhof sind rennt er durch die Gegend und ignoriert mich gerne. Erst wenn ich ihn genauso ignoriere und mich wegdrehe von ihm kommt er (mit Glück) angerannt. Ansonsten legt er sich gerne unter meinen Stuhl zum ruhen oder sucht Körperkontakt. Auch auf meinem Schoß schläft er gerne. Er hat also schon seine Schmusezeiten.

  • Nochmal was:

    Henry hat auf seiner Decke ien Stück getrocknete Pferdelunge bekommen. Das Zeug liebt er über alles. Ich hab die Webcam mitlaufen lassen. 6min war alles in bester Ordnung, er hat weitergekaut als ich rausgegangen bin und die Tür geschlossen habe. Er hat sehr wohl mitbekommen, dass ich weg war. Kaum ist er mit der Pferdelungs fertig läuft er zur Tür und fängt an zu jammern. Er sitzt dann nen halben Meter vor der Tür auf seinem Hintern und wartet.

    Ich weiß nicht genau wie ich mit ihm weitermachen soll. Ich habe das Gefühl er jammer weil er gerne dabei sein würde und weniger wegen der Trennung. Er erkundet selber die Wohnung und ist kein anhänglicher Hund.
    Zwischen dem jammern kommt immer eine Pause in der er lauscht und wartet ob nicht jemand kommt. Weil wenn ich zurück komme, dann in den jammer Pausen. Er sitzt auch manchmal vor der Tür und jammert wenn im Flur jemand rumläuft, ich aber mit ihm im Zimmer bin.

    Jetzt ist die Frage: Das jammern einfach mal ignorieren und nach 10min wieder reinkommen? Dann nach 15min, 20min 25min etc.?

  • Ich würde die Zeiten so kurz halten, das er gar nicht zum Jammern kommt, sonst baut sich evtl. eine Verhaltenskette auf, und er denkt, das Jammern gehört dazu!
    Da ist doch die Sache mit der Pferdelunge die optimale Gelegenheit, wieder kommen, bevor er fertig ist!

  • Ich weiß dass hier viele das nicht vertreten, aber wenn du dir einigermaßen sicher bist, dass es schlichter Protest ist wenn er jammert wenn du im Bad bist kannst du ihn auch verbal durch die Tür maßregeln. Meine zwei protestieren morgens, wenn ich um 7 immernoch im Bett liege (an freien Tagen) dann kommt von mir durch die Tür ein "RUHE!" und dann ist auch Schicht im Schacht bis ca halb 9 und da weiß ich dann aber auch dass sie mal müssen.

    Bitte nur wenn du dir sicher bist, dass er protestiert (was durchaus im Bereich des möglichen ist)

  • :headbash: Der Hund ist 16 Wochen alt!
    Der protestiert nur, wenn ihm bisher das Recht zu protestieren eingeräumt wurde, und dann muß eher der HH gemaßregelt werden!
    Ich begreife es einfach nicht, wieso muß immer für Sachen gemaßregelt werden, die der Hund noch überhaupt nie richtig gelernt hat!
    Leute, bringt es den Hunden doch erst einmal richtig bei!
    Ich bin auch kein Wattebauschwerfer, aber erst bei Sachen, von denen ich sicher bin, das der Hund sie beherrscht und es einfach mal versuchen will!

  • Zitat

    Ich weiß dass hier viele das nicht vertreten, aber wenn du dir einigermaßen sicher bist, dass es schlichter Protest ist wenn er jammert wenn du im Bad bist kannst du ihn auch verbal durch die Tür maßregeln. Meine zwei protestieren morgens, wenn ich um 7 immernoch im Bett liege (an freien Tagen) dann kommt von mir durch die Tür ein "RUHE!" und dann ist auch Schicht im Schacht bis ca halb 9 und da weiß ich dann aber auch dass sie mal müssen.

    Bitte nur wenn du dir sicher bist, dass er protestiert (was durchaus im Bereich des möglichen ist)

    Ich finde es gut, ich sag Amy auch mal, dass Schluss is. Sie darf bei uns ins Bett und ab halb sechs morgens beginnt sie meinen Partner die ganze Zeit im Gesicht zu lecken, er mag es nicht (ich übrigens auch nicht) und sie ignoriert was er sagt. Wenn ich aber dann einmal sage "AMY JETZT IST SCHLUSS!" dann legt sie sich und dann is wirklich ruhe

  • Zitat

    Wenn ich aber dann einmal sage "AMY JETZT IST SCHLUSS!" dann legt sie sich und dann is wirklich ruhe


    Dann hat sie aber schon gelernt, was "Schluss" bedeutet! Oder?
    Und hat gelernt, das Du es ernst meinst!
    Aber bei einem 16 Wochen alten Hund, der ein Abbruchsignal nicht richtig gelernt hat, wird es nichts bringen, genau wie bei Deinem Partner, den sie nicht ernst nimmt!

  • Zitat

    Dann hat sie aber schon gelernt, was "Schluss" bedeutet! Oder?
    Und hat gelernt, das Du es ernst meinst!
    Aber bei einem 16 Wochen alten Hund, der ein Abbruchsignal nicht richtig gelernt hat, wird es nichts bringen, genau wie bei Deinem Partner, den sie nicht ernst nimmt!

    Also ich hab ihr das schon von anfang an klar gemacht, dass wenn Frauchen sagt Schluss, dass dann wirklich Schluss ist. Bekommen hab ich sie ziemlich früh und ich hab sie nun schon bisschen länger als 7 Monate (morgen wird sie 9 Monate alt). und ich hab da nicht lange rum getan, von wegen ich lasse mir z.b. schnappen gefallen. Ich mein ich hab sie nicht brutal oder mit Gewalt erzogen, aber sie hat klare Regeln, wie nicht schnappen, nicht stundenlang lecken und vorallem leckt sie Frauchen nicht ab.

    Mein Partner müsste sich nur mal durchsetzen aber wenn er ihr ne "Auszeit" auf ihrem Platz gibt, dann geht er 3 Sek später hin mitm Leckerlie und betüdelt sie wieder, was soll sie dabei bitte lernen?

    Zum eigentlichen Thema:

    Ich würde den Hund auch mal durch die Tür ein bisschen maßregeln muss ich ganz ehrlich gestehen.

  • Danke für die Antworten!
    Ich werde die nächsten Tag ausführlich mit ihm üben, so wie QuoVadis es beschrieben hat. Wenn das nichts hilft bin ich mir 100% sicher, dass er aus Frust jammert und dann gibts mal ne Ansage von mir. Auf meine 70% Gefühl im Moment möchte ich mich noch nicht verlassen. Schaden kanns ja sowieso nicht erstmal einen Schritt zurück zu gehen. Nur wenn er an der Tür jammert, wenn er in den Flur will um bei der Aktion zu sein während ich bei ihm bin, werde ich mal deutlich werden. Da hat er nämlich wirklich keinen Grundzum jammern!
    Ich werde berichten wie es klappt!

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