Erwarte ich zu viel von meinem Hund?
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Hallo Ihr Lieben,
ich bin Alex 34 asu Regensburg. Mein Mann und ich haben uns Anfang Februar ein Mopsweibchen zugelegt. Casey ist super lieb und hat viel Spaß am Lernen. Sehr schnell hat sie die Komandos "komm hier her", "Sitz", "Aus" und "Nein" verstanden. Inzwischen versteht Sie auch "geh ins Körbchen" und sie aportiert ihr Spielzeug. Also alles Bestens. Sie liebt es mit Kindern und anderen Hunden zu spielen und rumzutollen.
Seit ca. 2 Wochen (sie ist jetzt 5 Monate alt) hat es angefangen, dass sie draußen nicht mehr folgt. Zu Hause und im Garten alles kein Problem, aber sobald wir am See sind (hier gehen viele Hunde spazieren und viele Kinder spielen da) hört sie erst nach vielem Rufen und sogar manchmal schimpfen. Sie ignoriert uns oftmals regelrecht. Auch mit Leckerli und Klicker folgt sie nur wenn sie will! Erwarte ich zu viel von ihr? Ist sie noch zu jung und daher zu neugierig auf alles andere? Legt sich das wieder wenn nicht mehr alles so "neu" für sie ist? Oder sind wir zu inkonsequent und trainieren nicht genug?
Ich geh (wenn es das Wetter zu läßt) täglich mindestens eine Stunde an den See mit ihr und sie bekommt ihre Leckerli nur in Verbindung mit dem Klicker. Sie spielt viel mit unseren Nachbarsmädels (10 Jahre alt) und bei uns im Garten. Wir haben auch häufig Besuch, ausgelastet ist sie also bestimmt. Auch ist sie wie gesagt super brav zu Hause und total verschmust und verspielt und folgt aus Wort.
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Hi,
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Vorweg: einen 5 Monate alten Junghund muss man noch nicht auslasten. Der ist durch all das, was er neu dazu lernt, sieht und erfährt zunächst erstmal genug bedient und "ausgelastet". Und ich würde eher davon ausgehen, dass euer Hund eventuell zu viel Programm bekommt, denn wenn ihr jeden Tag eine Stunde am See mit vielen Hunden und Kindern und noch Action im Garten hat, kann das durchaus den Hund reizüberfluten.
Wenn zu viele Reize auf einmal vorhanden sind, kann es natürlich vorkommen, dass Hunde nicht mehr so gut folgen, wie in reizärmeren Gegenden.
Ich würde darauf Wert legen, dass der Hund zunächst einmal lernt, die Kommandos sicher umzusetzen und würde mit ihm daher nicht täglich an den See fahren, wo so viel Ablenkung zu herrschen scheint, dass es ihm schwerfällt, sich zu konzentrieren. -
Zitat
Zu Hause und im Garten alles kein Problem, aber sobald wir am See sind (hier gehen viele Hunde spazieren und viele Kinder spielen da) hört sie erst nach vielem Rufen und sogar manchmal schimpfen. Sie ignoriert uns oftmals regelrecht.
Es gehört für junge Hunde schon viel dazu unter massiver Ablenkung (andere Hunde) mit ihrem Kopf beim Besitzer zu bleiben. Vorallem dann wenn der Besitzer von hinten immer weiter und brav Rückmeldung gibt, dass sie ja noch da sind und das sich Hündchen keine Sorge machen muss, dass sie plötzlich allein auf weiter Flur stehen.
Meiner Meinung nach ruft ihr zuviel. Rufen nutzt sich ab, vorallem wenn der Hund einmal kapiert hat, dass es für sie lohnender ist nicht darauf zu reagieren. Da ist Schimpfe auch egal. Das Spiel mit anderen Hunden belohnt sie einfach zu sehr, als das sie sich darüber Gedanken macht.
Es gibt 3 Möglichkeiten:
1) Einmal rufen, wenn Hund nicht hört umdrehen und in die andere Richtung wegmarschieren. Kommt Hund nach, loben und die jetzt eingeschlagene Richtung weitergehen (nicht die ursprüngliche).
2) Einmal rufen, wenn Hund nicht hört hingehen, ihn schnappen und wortlos anleinen und weg gehen. Birgt allerdings die Gefahr, dass es zwischen Hund und Halter zum "Fang mich doch!" Spiel wird.
3) Schleppleine dran und den Rückruf unter Ablenkung üben, üben, üben.
Ich hatte einen Sturkopf in dem Alter bei der Maßnahme 1 sehr gut zog. Wenn sie nicht gehört hat, stand sie halt ohne uns (mich und dem Ersthund) da.
Davor hatte sie dann doch mehr Muffen als das sie sich mit dem Spiel mit anderen Hunden belohnt hätte. -
Ich denke auch, dass der Hund möglicherweise überreizt ist.
Aber möglicherweise beginnt bei ihr nun schon langsam auch die Pubertät (ich weiß nicht wann das beim Mops üblicherweise losgeht) und sie beginnt ihre Grenzen auszuloten. Darüber kann ich aber ebenfalls nur spekulieren, da ich den Hund nicht kenne.
Vielleicht fragt ihr auch mal einen Trainer in der Hundeschule, der den Hund ein wenig erleben kann. -
Hallo Jansens,
vielen Dank für die Antwort,
aber das kam jetzt vielleicht etwas falsch rüber, am See sind nicht immer viele Hunde gleichzeitig, sondern im allgemeinen ist das ein beliebter Hundeplatz. Wir treffen dort max. 1 oder 2 Hunde an, davon ist ab und zu einer dabei der mit Casey spielen will und kann (größentechnisch). Von der Auslastung her würde ich sagen dass sie ca. 6 Stunden am Tag chillt oder schläft, ca 1 Stunde im Garten oder mit den Nachbarsmädels spielt und ca. 1 Stunde am See spazieren geht oder mit einem der Hunde oder ein paar Kindern spielt. Ist das schon zuviel?
Vor zwei Wochen hat sie am See auch noch ganz brav gefolgt, wenn ich sie gerufen habe kam sie sofort, jetzt eben nur noch mit viel Energie meinerseits... -
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Unser Jax ist auch 5 Monate und sobald auf unserem Spazierweg andere Hunde,Kinder oder Menschen vorbei kommen hört er auch nicht mehr.
Da nützt alles nichts. Daher passe ich auf und gucke, dass ich alles als erstes sehe und nehme ihn an die Leine.
Unser Hundetrainer in der Welpenschule sagt, dass dies vollkommen normal ist und ich brauch mir noch keine Sorgen machen.
Es erscheint mir aber trotzdem recht viel Aktion zu sein. Versuch einfach mit einer Schleppleine den Rückruf usw. wenn ihr draußen am See seit zu üben und dann nicht für ne Stunde sondern nur für ne halbe stunde oder sogar nur 15 min.
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Swissydog: was machst du so täglich mit deinem Hund? Wie lange bist du draußen/spazieren? Ich frag, weil ich auch einen 5 Monate alten Hund habe und nicht sicher bin ob ich vielleicht zuviel mit ihr mache
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Vielen vielen Dank!
Ich habe jetzt schon viel von euch gehört, was ich mir auch schon gedacht habe... Sie ist zu neugierig und es macht zuviel Spaß als das ein Leckerli noch reizvoll wäre. Auch denke ich dass sie ihre Genzen testen will, merke ich auch zu Hause in Kleinigkeiten, sie wird immer mutiger und neugieriger, denke die Pupertät setzt schon langsam ein. Und vielen Dank für den Tipp mit dem "weggehen" das funktioniert bei ihr sicher, weil sie nie weiter als 10 Meter von mir weggeht und wenn ich einfach weiter laufe, kommt sie sofort angeschossen! das probiere ich auf jeden Fall aus.
Auf jeden Fall bnin ich beruhigt, dass es nicht am mangelnden oder falschen Training sonder tatsächlich am Alter liegen wird. Dann bekommen wir das sicher hin! Wir haben ja unglaublich viel Spaß zusammen!!Nochmals vielen lieben Dank für die schnellen Antworten!
Liebe Grüße aus Regensburg -
Zitat
Swissydog: was machst du so täglich mit deinem Hund? Wie lange bist du draußen/spazieren? Ich frag, weil ich auch einen 5 Monate alten Hund habe und nicht sicher bin ob ich vielleicht zuviel mit ihr mache
Also morgens gehen wir eine halbe Stunde spazieren. Auf dem Weg zum Damm ( ca. ein Fußweg von 5 min) wird das Fuß gehen und die Leinenführigkeit trainiert sowie 2mal Sitz. Auf dem Damm darf er frei laufen und zwischendurch wird der Abruf trainiert. Zudem wird dort noch gespielt.
Dann gehen wir nach Hause und er bekommt sein Futter.
Dann gehen wir arbeiten und er ist für 4 - 6 Stunden alleine.
Mittags gehen wir dann etwas länger raus ca. 1 Stunde wieder mit Übungen und ausgiebigem spielen. Wir üben aber nur abruf und leinenführigkeit pro Spaziergang für ca. 10 min aber nicht am Stück.
Abends gibts dann das gleiche wie morgens.
Zu Hause wird Sitz und Bleib zwischendurch geübt.
Meistens verbinden wir am Wochenende unsere Spaziergänge für neue Situationen zu üben
Damit ist unser normal ausgelastet. Er braucht nicht viel action.
Schlafen tut er bestimmt noch seine 14-15 Stunden am Tag :-).
wie sieht es bei euch aus?
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Danke für die Antwort. Bei mir läuft es so:
Morgens ca. eine halbe Stunde mit Leine. Da übe ich die Leinenführigkeit, sonst eigentlich nichts. Dann wieder nach Hause, fressen. Dann schläft sie. Ich arbeite (zu Hause).
Dann Mittags größere Gassigeh-Runde (ca. 1 Std). Auf dem Weg zum Park/zur Wiese wird wieder Leinenführigkeit geübt. Dann darf sie frei rumrennen und wir üben hin und wieder den Rückruf. Spielen tut sie draußen irgendwie nicht, nichtmal mit anderen Hunden
...
Dann wird wieder geschlafen, zwischendurch vielleicht mal ein Suchspiel zu Hause....Zu Hause wird auch Sitz, Platz, Bleib usw. geübt. Immer mal wieder zwischendurch.
Dann Mittagessen.
Dann gegen späten Nachmittag nochmal eine längere Gassirunde (wieder eine Std.)--> dasselbe Programm wie bei der anderen....
Dann nach Hause, schlafen, Suchspiele, wenn sie will....
Dann Abendessen
Dann nochmal wie morgens.... - Vor einem Moment
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